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ThemaFlammeninferno in Flims, CH6 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Aargau / Schweiz343027
Datum13.06.2006 11:394115 x gelesen
Zitat der Kantonspolizei Graubünden:

Dienstag, 06. Juni 2006

Flims: Grossbrand im Dorfzentrum - Nachtrag 23:00: Brand ausgedehnt

In Flims sind am Dienstagabend bei einem Grossbrand im Dorfzentrum zahlreiche Gebäude zerstört worden. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen keine Menschen zu Schaden, bis kurz vor 21 Uhr wurde niemand als vermisst gemeldet.

Acht Wohnhäuser sowie sieben Ställe zwischen der Oberdorfstrasse und der Kantonsstrasse stehen derzeit in Vollbrand. Zur Bekämpfung des Grossbrandes wurden sämtliche Feuerwehren von Chur bis Ilanz aufgeboten.

Insgesamt stehen über 100 Mann im Einsatz.

Gemeldet wurde der Brand um 19.38 Uhr bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Graubünden in Chur. Rasch zeigte sich, dass es zu einem Grossbrand mitten in Flims Dorf gekommen war. Mehrere Personen aus umliegenden Häusern wurden evakuiert. Die Gemeindekanzlei Flims wurde von den Behörden als Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet. Die Einwohner können sich für Fragen und Hilfestellungen an die Kanzlei an der Via dil Casti 2 wenden.


Aufruf an Geschädigte
Vom Grossbrand betroffene Gebäudebesitzer werden aufgefordert, sich möglichst rasch bei der Gemeindekanzlei Flims zu melden, um Angaben über den Aufenthaltsort ihrer Familienangehörigen zu machen. Über die Brandursache und die Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden. Ermittlungen wurden aufgenommen.

Nachtrag
Die Feuerwehren von Chur bis Ilanz sind nach wie vor in vollem Einsatz, um ein Übergreifen des Grossbrandes in Flims Dorf auf weitere umliegende Gebäude zu verhindern.

Das Feuer hat bisher 15 Gebäude erfasst, acht Wohnhäuser und sieben Ställe. Mehrere Personen mussten aus umliegenden Häusern evakuiert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden weder Menschen noch Tiere verletzt.

Die Hauptstrasse in Flims musste wegen des Brandes gesperrt werden. Für Personenwagen ist eine Umleitung signalisiert. Ab Ilanz wird der Verkehr über Versam umgeleitet.

Für die Betreuung der vom Brand Betroffenen wurde die Gemeindekanzlei von Flims als Anlaufstelle eingerichtet.


Die Fläche, die dabei betroffen war beträgt 100x60m^2 (!). Laut einem Fernsehbericht konnten die FA(SB) die Schläuche weniger schnell vornehmen als die Feuerwalze durch das Dorf ging.

Dazu auch der folgende Bericht

Zitat von news.search.ch
Brand von Flims bleibt rätselhaft 10.6. 14:19
Das Tempo, mit dem das Feuer beim Grossbrand von Flims/GR um sich griff, widerspreche dem gängigen Wissen über Brandausbreitung, sagt der Bündner Feuerwehrinspektor Hansueli Roth.
Selbst bei einer Feuerwalze dauere es normalerweise länger, bis so grosse Flächen wie in Flims brennen würden, wo auf einer kleinen Fläche vierzehn Gebäude zerstört wurden. Der Teil des Quartiers habe gebrannt, "wie wenn es mit Benzin überschüttet worden wäre", sagte Roth in der "Südostschweiz".
Beim Brand in Flims am letzten Dienstagabend verloren 27 Personen Hab und Gut und wurden obdachlos.


Dazu auch Bilder vom Schweizer Fernsehen:

Bilder des Brandes, unkommentiert
Tagesschau 13.00 Uhr vom 07.06.06
Schweiz Aktuell vom 07.06.06
Tagesschau 19.30 Uhr vom 07.06.06



Dieser Beitrag repräsentiert meine private Meinung und muss weder mit der der FFW Würenlingen noch der der Gemeinde Würenlingen übereinstimmen.

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AutorStef8an 8H., Linkenheim-Hochstetten / Baden-Württemberg343031
Datum13.06.2006 12:023451 x gelesen
Das ist wirklich enorm!
Auf den Filmaufnahmen kann nicht alles genau erkannt werden.

Handelt es sich denn bei allen Brandobjekten um Holzbauten?
Waren es alte Gebäude in einem historischen Ortskern oder aus welcher Zeit stamt die betroffene Siedlung?
Wie groß sind die Abstandsflächen zwischen den betroffenen Gebäuden?

Wie ist die örtliche feuerwehr ausgestattet? Und wie schnell waren zusätzliche Kräfte von ausserhalb vor Ort?

Wie konnte letztendlich die weitere Brandausbreitung verhindert werden?
Durch den Feuerwehreinsatz oder eher durch dann vorhandene Abstandsflächen?

Vielleicht kann ja jemand nähere Informationen geben.

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AutorOlaf8 W.8, Magdeburg/Drochtersen-Assel / Sachsen-Anhalt/Niedersachsen343039
Datum13.06.2006 13:513429 x gelesen
Moin,

so wie es aus den Berichten rüberkam und ich das Schwyzerdütsch richtig verstanden habe, handelte es sich ausnahmslos um Holzbauten mit Blechdach. Einige Ställe waren wohl noch voller Heu und konnten daher besser gehalten werden als die leeren Ställe.
Einige Häuser wurden offensichtlich durch den Feuerwerheinsatz gehalten. In einem Video kann man nämlich sehen, wie direkt neben einem bestehenden Gebäude Trümmer und Schutt liegen.

Mein Text, meine Meinung


MkG, Olaf

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AutorThom8as 8M., Burgen / Rheinland-Pfalz343061
Datum13.06.2006 16:463381 x gelesen
Hallo,
hab grad mal google angeworfen. Informationen zur Feuerwehr Flims gint es hier.

Bilder (unbewegt) der Einsatzstelle aus weiterer Entfernung Klick.

Gruß
Thomas


Plus auf Masse, das knallt klasse...

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AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Aargau / Schweiz343078
Datum13.06.2006 18:583452 x gelesen
Ich wohne selbst nicht in Flims und bin auch nicht während des Brandes vor Ort gewesen. Trotzdem will ich versuchen die Fragen zu beantworten.

Geschrieben von Stefan Hermann
Handelt es sich denn bei allen Brandobjekten um Holzbauten?
Waren es alte Gebäude in einem historischen Ortskern oder aus welcher Zeit stamt die betroffene Siedlung?
Wie groß sind die Abstandsflächen zwischen den betroffenen Gebäuden?


Soweit mir bekannt waren es zur Hauptsache Holzhäuser, auf jeden Fall "der Aufsatz". Will heissen, unten ist ein betonierter Sockel und darauf dann mit Holz ein Aufbau.

Der Brand war im alten Dorfkern, welcher rund 1/4 des Oberdorfes zerstörte. Wie alt die Gebäude genau waren, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Die Anbstandsflächen kenne ich auch nicht genau, sind aber als eng zu bezeichnen, zumal bei alten Holzhäusern auch noch keine Brandschutzmauern vorhanden sind.

Geschrieben von Stefan HermannWie ist die örtliche feuerwehr ausgestattet? Und wie schnell waren zusätzliche Kräfte von ausserhalb vor Ort?
Die Ausstattung wurde ja schon gepostet. LLaut der Homepage der Gemeinde Flims waren am Ende folgende Einsatzkräfte/Fhz vor Ort:
Im Einsatz standen rund 150 Feuerwehrleute, die Samaritervereine Flims, Laax und Trin sowie unzählige Freiwilige. Es wurden folgende Gerätschaften eingesetzt: 6 Tanklöschfahrzeuge, 1 Autodrehleiter, 1 Hubretter, 9 Motorspritzen, 1 Löschwassertank (10'000 l) und 1 Tankwagen (6'000 l).

Die reinen Anfahrtszeiten betragen von Chur aus rund 20min, von Ilanz aus rund 15min. Mit vollem TLF wohl eher noch länger, da alles Bergauf geht.

Geschrieben von Stefan HermannWie konnte letztendlich die weitere Brandausbreitung verhindert werden?
Durch den Feuerwehreinsatz oder eher durch dann vorhandene Abstandsflächen?

Soweit mir bekannt konnten die umliegenden Häuser dank der Feuerwehr gehalten werden. Wieviel hier aber die Abstandsflächen ausmachten kann ich lieder wiederum nicht sagen.

Die Brandursache wird ja noch immer ermittelt. Ich denke, dass im abschliessenden Bericht auch mehr zur Brandbekämpfung/Eindämmung gesagt werden wird.



Dieser Beitrag repräsentiert meine private Meinung und muss weder mit der der FFW Würenlingen noch der der Gemeinde Würenlingen übereinstimmen.

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