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ThemaIst doch nur ein Melder!64 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorJörg8 R.8, Peine / Niedersachsen351484
Datum25.07.2006 17:0418323 x gelesen
Hallo,

da es ja hin und wieder Diskussionen über die AAO bei BMA-Alarmen gibt, hier mal wieder ein Beispiel, dass "Meldereinsätze" durchaus ernst zu nehmen sind!


Gruß Jörg


Dies ist meine persönliche uns somit private Meinung!

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AutorMart8in 8G., Hannover / Niedersachsen351491
Datum25.07.2006 18:0916773 x gelesen
Ja war super! ;-)


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AutorSasc8ha 8E., Michelbach / Baden-Württemberg351492
Datum25.07.2006 18:1116796 x gelesen
hi,

Meiner Meinung nach gibts da eigentlich nichts über die AAO zu diskutieren. Eine BMA sollte so behandelt werden wie wenn einer anruft und sagt: "Es brennt bei...". Erst wenn sich dann der EL die Sache angeschaut hat wirds für mich als Fehlalarm angesehen.
Weil sonst kann die Diskussion dahin führen, dass wir grundsätzlich bei allen Einsätzen erst mal z. B. nur nen ELW hinschicken, damit der mal schaut was wirklich los ist.


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AutorJan 8Ole8 U.8, Hamburg / Hamburg351497
Datum25.07.2006 18:3916834 x gelesen
Moinsen,

Geschrieben von Jörg Rühlehier mal wieder ein Beispiel, dass "Meldereinsätze" durchaus ernst zu nehmen sind!

Klaus Sagel sagte mal sinngemäß: "Jeder Melder ist solange ein Feuer, bis das Gegenteil erwiesen ist."


Beste Grüße ...und bleibt neugierig!
Jan Ole

drehleiter.info - Das Ausbildungs- und Informationsportal

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351511
Datum25.07.2006 19:1316850 x gelesen
Hallo,

geschrieben von Sascha Elsser:
Meiner Meinung nach gibts da eigentlich nichts über die AAO zu diskutieren.
Meiner Meinung nach schon...

Eine BMA sollte so behandelt werden wie wenn einer anruft und sagt: "Es brennt bei..."
Nein! Warum? Weil eben grade keiner anruft und sagt "Es brennt bei..."

Ich verweise dazu zum Entwurf einer vfdb- Richtlinie - Risikoangepasste Reaktion der Feuerwehren auf automatische Meldungen aus Brandmelde- und Sprinkleranlagen. Im Rahmen der dort im Jahr 2000 erhobenen Daten wurde deutlich, daß 95 % der Alarme über BMA Fahlalarme waren und nur bei 5 % tatsächlich eine Realmeldung vorlag, wobei bei nur 1 % dieser Meldungen letztlich mehr als 10 Einsatzkräfte notwendig waren. Hier wird mehr als deutlich, daß es einen ganz gravierenden Unterschied zwischen "einer ruft an und sagt..." und BMA gibt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß es nun in Hannover (oder anhand der Zahlen bei 5 % der Meldungen) tatsächlich gebrannt hat.

Gruß

Daniel


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AutorSasc8ha 8E., Michelbach / Baden-Württemberg351521
Datum25.07.2006 19:3616643 x gelesen
Gut, so kann man dass auch sehen.
Aber dann könnte man doch auch behaupten, da BMA zu 95% Fehlalarme verursachen schalten wir alle ab und warten dann wieder bis einer anruft. So haben wir eine erhebliche Risikominimierung für die Feuerwehr. Aber haben wir auch eine für die evtl. Betroffenen?


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AutorSasc8ha 8T., Limbach-Oberfrohna / Sachsen351523
Datum25.07.2006 19:4016668 x gelesen
Geschrieben von Daniel RuhlandIm Rahmen der dort im Jahr 2000 erhobenen Daten wurde deutlich, daß 95 % der Alarme über BMA Fahlalarme waren und nur bei 5 % tatsächlich eine Realmeldung vorlag
Hier in der Stadt hängt das wirklich deutlich vom Betreiber ab. Bei einigen Firmen sind das fast ausschließlich Fehlauslösungen (1), bei anderen fast nie (2).




(1)BMA löst ohne erkennbaren Grund aus
(2)BMA löst mit erkennbarem Grund aus: reales Feuer oder eben Zigaretten, Staubentwicklung bei Bauarbeiten, Leitung der Sprinkleranlage wird beschädigt -> Druckabfall, usw.


MkG Sascha

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AutorMich8ael8 S.8, Walldorf (BaWü) / Baden-Württemberg351527
Datum25.07.2006 20:3116621 x gelesen
Geschrieben von Jörg Rühleda es ja hin und wieder Diskussionen über die AAO bei BMA-Alarmen gibt, hier mal wieder ein Beispiel, dass "Meldereinsätze" durchaus ernst zu nehmen sind!

Das lässt sich sogar toppen: Brand Lagerhallen

Grüße, Michael


Meine Meinung!
Die Freiwillige Feuerwehr Walldorf im Internet:
http://www.Feuerwehr-Walldorf.de

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Autorjens8 S.8, albstadt / baden würtemberg351588
Datum26.07.2006 08:2116646 x gelesen
Moin Moin,

also bei uns ( Albstadt, BW ) wird bei BMA immer Vollarlarm für die Abtlg. ausgelöst ( je nach Abtlg. zusätzl. Stütz.Ebingen oder Tailfingen ).

In meiner früheren Zeit in Lörrach, wurde wegen teilweise hohem Pers. mangel bei BMA, oft nur die Alarmdurchsage ,, Feueralarm ,, ohne auf eine BMA hinzuweisen durchgegeben.

MFG Jens

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg351615
Datum26.07.2006 09:1216737 x gelesen
Hi,

Geschrieben von Jan Ole Unger

Klaus Sagel sagte mal sinngemäß: "Jeder Melder ist solange ein Feuer, bis das Gegenteil erwiesen ist."

Ich weiß zwar nicht wer Klaus Sagel ist; aber auch in unserer FF gilt dieser Grundsatz. Auch wenn der mysteriöse "6-Uhr Melder" unseres Krankenhauses uns zum X-ten Mal innerhalb von 14 Tagen zu sich ruft.

MkG

Bernhard


" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)

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AutorFran8z-P8ete8r L8., Lauf a. d. Pegnitz / Bayern351690
Datum26.07.2006 13:0516864 x gelesen
Hallo,

Mit der Klaussagelichen Aussage gehe ich kondom, nicht aber mit dem wahnsinnigen Aufwand, der meist für eine BMA getrieben wird.
Eine BMA (vorausgesetzt, dass sie vernünftig geplant ist) meldet einen Entstehungsbrand. Also so, als wie wenn einer 24/7/365,25 im Raum sitzt, und bei Bedarf sofort anruft. In der Regel, ich behaupte einfach mal zu 90%, sind dann auch die Kräfte einer Gruppe (ggf. LF + DL) ausreichend. Wenn natürlich die Fahrzeuge total unterbesetzt sind und bei einer BF das Gruppenpersonal mit 4 Fahrzeugen ausrückt, ist das deren Sache. Klar, ich sammel ja nicht alle aufm LF und lass die anderen Hobel stehen ;-)
In den verbleibenden 10% der Fälle, die nach Auslösen der BMA weit mehr als eine Gruppe erfordern, sind dann entweder die BMA`s zweckuntauglich geplant/ausgeführt/stillgelegt/vergriesgnaddelt, oder es ist ein Großbrand, egal ob BMA oder nicht, weil der gesamte VB versagt hat (man kann nicht alles mit einer BMA gesundbeten!)
In anderen europäischen Ländern kommt bei BMA-Alarm z.T. ein einzelnen Löschfahrzeug, schaut (und/oder macht) und fährt wieder. Und, die Praxis zeigts, in diesen Ländern sind auch noch nicht alle BMA-alarmierten Gebäude dem Totalfeuerfraß zum Opfer gefallen.

Der Knackpunkt der BMA ist nach wie vor das Vorhandensein von einem vernünftigen Brandschutznachweis und einem vernünftigen Brandmeldeanlagenkonzept. Diese sollten aufeinander abgestimmt sein, was in Zeiten knapper Kassen und unwissender Bauherren, vertreten durch pfennigfuchsende Kaufmännlein oder hooochwichtige RayBan-Projektsteuerersonnyboys immer schwieriger wird. Diese lassen dann irgend einen Hinterhofgraddler was montieren, was technisch vielleicht gut ist, konzeptionell aber wenig Sinn macht. Und man kann dem Bauherrn ein erhebliches Sparpotential nachweisen, dass dann für viel wichtigere Sachen wie "Kunst am Bau", "Möblierung der Chefetage" oder "Bewirtung zur Einweihung" ausgegeben und ggf. miteinander versoffen werden kann.
Es ist immer wieder interessant, dass (bei uns in Bayern, @SB BaWü ;-)) viele Anlagenerrichter/Architekten/Projektversenker ... noch nicht wissen, dass die Wirksamkeit und Betriebssicherheit der BMA durch einen "verantwortlichen Sachverständigen für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen" bescheinigt werden muss. Wenn DIE FACHLEUTE schon nicht, woher solls dann der Bauherr wissen?!? Und dann wird irgend ein Mist eingebaut, der, da unwirksam und betriebsunsicher, im Ernstfall das Geschehen nur noch mit geballter Kraft bremsen lässt. Und dann hätte man sich das Geld locker sparen können und warten, bis einer anruft.

(Zur Analogie:
bestellt man zu jedem VU auch einen Kran, weil man den "vielleicht" brauchen könnte? Oder reichen da nicht auch LF+RW? Frei nach dem Motto: wenns mal wieder größer ist ;-))

Grüßla,
FP


Der Beitrag stellt meine private Meinung dar und nicht die Meinung der Stellen oder Organisationen, in denen ich beruflich und privat tätig bin.

Tue zehn Jahre lang Gutes, und niemand wird es bemerken. Eine Stunde lang Böses getan, und Ruhm ist dir gewiss. - Samurai-Weisheit

Besucht uns unter:
Feuerwehr Lauf a. d. Pegnitz
Frühdefibrillation - Laiendefibrillation im BRK-Kreisverband Südfranken
LFV Bayern - Fachbereich 4: Vorbeugender Brandschutz

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351698
Datum26.07.2006 14:1216707 x gelesen
Hallo,

geschrieben von Franz-Peter Lössl:
In der Regel, ich behaupte einfach mal zu 90%, sind dann auch die Kräfte einer Gruppe (ggf. LF + DL) ausreichend.
Da braucht man nix zu behaupten, das vfdb-Papier *) nennt genaue Zahlen: 95% Fehlalarme, 5% Realalarme, davon 4% mit weniger als 10 Funktionen zu bewältigen, bei nur 1% mehr als 10 Funktionen notwendig. Schlußfolgerung: Für 99% der Meldungen über BMA sind die Kräfte einer Gruppe bzw. LF + DLK o.ä. völlig ausreichend. Daher "stehe" ich ebenfalls voll und ganz zu dieser Aussage:

[...] nicht aber mit dem wahnsinnigen Aufwand, der meist für eine BMA getrieben wird.


Gruß

Daniel


PS: (Zur Analogie:
bestellt man zu jedem VU auch einen Kran, weil man den "vielleicht" brauchen könnte? Oder reichen da nicht auch LF+RW? Frei nach dem Motto: wenns mal wieder größer ist ;-))

Manche ziehen das in Betracht, siehe hier: Klick, letzter Absatz.


*) Der Link in meinem anderen Posting funktioniert zwar leider nicht so ganz, aber ich hoffe der interessierte Betrachter hat den richtigen Link trotzdem ermittelt.


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AutorJan 8Ole8 U.8, Hamburg / Hamburg351702
Datum26.07.2006 14:1716683 x gelesen
Moinsen

Geschrieben von Bernhard DeimannKlaus Sagel

BD Klaus Sagel war bis vor Kurzem stellv. Amtsleiter der BF Hannover.


Beste Grüße ...und bleibt neugierig!
Jan Ole

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AutorStef8fen8 M.8, Heidesheim / 351749
Datum26.07.2006 17:5116740 x gelesen
Selbstverständlich ist jeder Melder so zu handhaben als ob jemand ein Feuer meldet, auch wenn es zu 90% Fehlalarm ist.

Wie oft geben auch Leute per Telefon Alarm, obwohl "nix" ist.

Ich selbst habe auch schon desöfteren erlebt, dass ein Brandmelder einen Entstehungsbrand meldete und so Schlimmers verhinderte.

Die BF Mainz fuhr am 31.03.1988, wie so oft, auch nur zu einem Brandmelder in der Uni-Klinik, der sich kurz später als Großbrand herausstellte.


Zu dem Kran bei Meldung VU: Bei vielen BF´s fährt der Kran sofort mit, auch wenn er nur selten gebraucht wird. Dafür bleibt wann anderst keine Zeit mehr zum Nachfordern und er rettet vielleicht ein Menschenleben.....


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AutorHube8rt 8K., Wassenberg / NRW351754
Datum26.07.2006 18:0416604 x gelesen
Geschrieben von Steffen MauerZu dem Kran bei Meldung VU: Bei vielen BF´s fährt der Kran sofort mit, auch wenn er nur selten gebraucht wird. Dafür bleibt wann anderst keine Zeit mehr zum Nachfordern und er rettet vielleicht ein Menschenleben
Und zu vielen (allen) Feuereinsätzen fährt eine Drehleiter mit, die auch nur selten gebraucht wird. Aber ihr Einsatz kann oft Leben retten - also weiter mitnehnen - gut so


Gruß Hubert

Keine Kommune schafft die Feuerwehr ab, weil es ein paar Tage nicht gebrannt hat.
Eckart Werthebach (*1940), dt. Jurist, v. 1991 bis 1995 Präs. Bundesamt f.d. Verfassungsschutz

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AutorHein8o F8., Wildeshausen / Niedersachsen / Niedersachsen351783
Datum26.07.2006 19:2616661 x gelesen
Geschrieben von ---Bernhard Deimann--- Auch wenn der mysteriöse "6-Uhr Melder" unseres Krankenhauses uns zum X-ten Mal innerhalb von 14 Tagen zu sich ruft.


Oder in der gleichen Einrichtung der 20. Alarm im Quartal von 17.00 bis 19.00Uhr!
Man wird deutlich langsamer!! ??
War bei uns vor ca. 4 Jahren so! Dann ist die Brandmeldeanlage geändert worden!
Jetzt haben wir "nur" noch ca: 10-15 Fehlalarme pro Jahr in dieser Einrichtung!
Damit kann man leben.

Holt Euch keinen Hitzekoller!
Mit kameradschaftlichen Grüßen aus Wildeshausen

Heino


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AutorStef8an 8B., Alpen/Aachen / Nordrhein-Westfalen351785
Datum26.07.2006 19:3016710 x gelesen
Geschrieben von Heino FastjeWar bei uns vor ca. 4 Jahren so! Dann ist die Brandmeldeanlage geändert worden!

Ja. Eine Nachbarstadt hatte das Problem in einem "gehobenen" Pflegeheim. Da wurde dann entsprechend der Gebührensatzung abgerechnet, bis man die "Muße" hatte, eine technische Lösung zu finden.

(btw. nach vielen Fehlalarmen gabs mal den Realfall, bei dem ein Bewohner im Bett verbrannte...)



Geschrieben von Heino FastjeJetzt haben wir "nur" noch ca: 10-15 Fehlalarme pro Jahr in dieser Einrichtung!

Ist immer noch ne Menge.

Geschrieben von Heino FastjeDamit kann man leben.

Finde ich nicht. Ein Dauerzustand kann das auch nicht sein.



Mit kameradschaftlichen Grüßen
Stefan


Feuerwehr Alpen
Auch wenn es eigentlich klar sein sollte: meine hier geschriebenen Beiträge sind nur für die Veröffentlichung in diesen Forum gedacht und sie stellen auch nur meine persönliche Meinung dar.

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AutorHein8o F8., Wildeshausen / Niedersachsen / Niedersachsen351788
Datum26.07.2006 19:5316556 x gelesen
Bei einer Einrichtung mit geistig Schwerbehinderten kannste wenig gegen
eingedrückte Handmelder und "Rauchangriffe" gegen Rauchmelder machen!
Ein Mehrfaches unserer Alarmierungen wird schon durch die Hausmeister abgewickelt!

Für den "Rest" sind wir zuständig!

Holt Euch keinen Hitzekoller!
Mit kameradschaftlichen Grüßen aus Wildeshausen

Heino


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AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen351789
Datum26.07.2006 20:0216552 x gelesen
Hallo,
Geschrieben von Stefan Brüning
Ja. Eine Nachbarstadt hatte das Problem in einem "gehobenen" Pflegeheim. Da wurde dann entsprechend der Gebührensatzung abgerechnet, bis man die "Muße" hatte, eine technische Lösung zu finden.
Und die Kosten wurden als Gemeinkosten auf die Pflegesätze umgelegt. OK war/ist ja wohl "gehoben".

Geschrieben von Stefan Brüning
(btw. nach vielen Fehlalarmen gabs mal den Realfall, bei dem ein Bewohner im Bett verbrannte...)
Das gibt es im normalen Leben öfter als man glaubt. Nein, ich habe nichts gegen Rauchmelder, ganz im Gegenteil!

Geschrieben von Stefan Brüning
Finde ich nicht. Ein Dauerzustand kann das auch nicht sein.
Ja bei VIP's u.ä. könnte man dann noch...

(wir leben aber wohl in einem "Sozialabbaustaat - oder?)


mkg hwk

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AutorStef8an 8B., Alpen/Aachen / Nordrhein-Westfalen351794
Datum26.07.2006 20:3916468 x gelesen
Geschrieben von Hanswerner KöglerUnd die Kosten wurden als Gemeinkosten auf die Pflegesätze umgelegt. OK war/ist ja wohl "gehoben".


Vermutlich. Aber das kann ja nicht das Problem der Gemeinde sein, die Kosten nicht in Rechnung zu stellen und dafür das "Sparen" der Einrichtung zu unterstützen.

Geschrieben von Hanswerner KöglerJa bei VIP's u.ä. könnte man dann noch...

Ja? Wenn man sich das leisten kann und will. Ich wills nicht. Klar, ein Fehlalarm kann mal vorkommen. Wenn aber regelmäßig das gleiche technische Problem auftritt, dann ist es ja wohl nicht zuviel verlangt, dass Problem zu lösen.

Wenn der RM durch irgendwas (zB Rauch ;-) oder Dampf, usw.) ausgelöst wird, dann hat damit ja keiner ein Problem.

Geschrieben von Hanswerner Kögler(wir leben aber wohl in einem "Sozialabbaustaat - oder?)


Was genau hat das damit zu tun?



Mit kameradschaftlichen Grüßen
Stefan


Feuerwehr Alpen
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AutorStef8an 8B., Alpen/Aachen / Nordrhein-Westfalen351796
Datum26.07.2006 20:4416529 x gelesen
Geschrieben von Heino FastjeBei einer Einrichtung mit geistig Schwerbehinderten kannste wenig gegen
eingedrückte Handmelder und "Rauchangriffe" gegen Rauchmelder machen!


Da gebe ich Dir Recht. Das ist aber ein Sonderfall. Meistens handelt es sich schliesslich um Betriebe im produzierenden Gewerbe. Da finde ich eine entsprechende Rechnung durchaus Legitim.
Bei einem Unternehmen, dass in seiner Produktion exstrem penibel ist, wenn es um Kundendienst und Wartung der Maschinen geht, kann man das gleiche auch für die BMA erwarten.

Wenn von einem der o.g. Bewohner ein Alarm ausgelöst wird, dann ist das zwar ärgerlich, aber kaum zu verhindern. Allerdings: Wir haben mehrere solcher Einrichtungen, aber in dieser Hinsicht bisher keinerlei Probleme.

Geschrieben von Heino Fastjeür den "Rest" sind wir zuständig!

Zuständig sind wir für jeden Alarm.



Mit kameradschaftlichen Grüßen
Stefan


Feuerwehr Alpen
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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351800
Datum26.07.2006 21:1416580 x gelesen
N'Abend,

geschrieben von Steffen Mauer:
Selbstverständlich ist jeder Melder so zu handhaben als ob jemand ein Feuer meldet, auch wenn es zu 90% Fehlalarm ist.
Das ist und bleibt unfug. Ich sage ja gar nicht, daß man erstmal "gucken" fahren sollte, aber das "volle Programm" abzuspulen ist vor allem bei den "üblichen Verdächtigen" (soll heißen z.B. bei Industriebetrieben mit häufigen, ja beinahe regelmäßigen Fehlalarmen) m.E. auch nicht notwendig.


Wie oft geben auch Leute per Telefon Alarm, obwohl "nix" ist.
Ähh? Im Gegensatz zu 50 - 80 BMA-Fehlalarmen haben wir relativ wenig Fehlalarme durch Anrufer.


Die BF Mainz fuhr am 31.03.1988, wie so oft, auch nur zu einem Brandmelder in der Uni-Klinik, der sich kurz später als Großbrand herausstellte.
Ah ja, und das ist... mehr als 18 Jahre her, und seitdem? Die Verweise auf tatsächlich gemeldete Brände (DAS ist der Sinn und Zweck von BMA!) ändert absolut nichts an der Fehlerquote der Anlagen von statistisch 95%.


Zu dem Kran bei Meldung VU
Es ging um die, die keinen haben.


Gruß

Daniel


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AutorHein8o F8., Wildeshausen / Niedersachsen / Niedersachsen351802
Datum26.07.2006 21:1916440 x gelesen
So is dat!!

Heino


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AutorMaxi8mil8ian8 S.8, Blaustein / Bawü351814
Datum26.07.2006 22:1516497 x gelesen
Hallo Forum


Ich halte nichts davon im ´´Kastrierten´´ Löschzug zu einem BMA zu fahren. Es ist richtig
das 99% der Fälle mit einer Gruppe erledigt werden können und es stimmt auch das eine BMA gedacht ist enstehungs Brände zu Melden. Aber wie wir ja schon gesehen haben heute tut die gute BMA das nicht immer sonderen eben auch Groß Brände aus was für Gründen auch immer. Und wenn dann kein zweiter Rettungsweg für die Personen Rettung da ist oder falls Baulich vorhanden der irgendwie nicht zur nutzung frei ist, und ich in diesem moment keine DLK da hab und da gehen Menschen bei drauf ist die Sch.. aber am Dampfen. Sicher ist es nur ein Prozent und wie viel von dem eine Prozent BMA noch Presonen Rettung beinhalten ist woll fraglich. Aber dann sollte man sich fragen ob es diese eine Prozent wert ist ein Menschen Leben zu riskieren. Die Chnacen sind so gering aber wenn es mal passiert ist das geschrei riesen Groß.

Gruß Max


P.S. Wir haben eine Tolle Homepage:
www.Feuerwehr-Blaustein.de

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AutorMich8ael8 R.8, Aspach / Baden-Württemberg351815
Datum26.07.2006 22:2516657 x gelesen
Hallo Daniel,

Geschrieben von Daniel Ruhland ... ändert absolut nichts an der Fehlerquote der Anlagen von statistisch 95%.

Wo Du die 95% her hast würde mich interessieren!

19 von 20 Alarmen sollen Fehlalarme sein?
Sowas erwarte ich nur von Anlagen, die den Begriff Brandmeldeanlagen nicht verdienen.
Sie müssen entweder übel veraltet, miserabel geplant, nicht gewartet oder Baumarktniveau sein. Wenn die Feuerwehr nur wenige Male mit vollem Programm anrückt und abrechnet ändert sich so ein Zustand schnell.

Eine aktuellen BMA die vom Fachmann geplant und gewartet wird und nicht durch unsinnige Einsparungswut "vorgeschädigt" ist, kann man heute so sicher machen dass ich bei einer Auslösung fast zu 100% von einem Realfall ausgehen kann!

Aber leider gibt es ja immer noch Feuerwehren und Betreiber die die Anlage auch noch zum 100sten mal zurücksetzen ohne das der Errichter wegen dem "Problem" konsultiert wird.

Gruß Michael


__________________________________________________
Und noch was zum Nachdenken:
"Die Erfahrung ist ein strenger Lehrmeister, sie prüft uns bevor sie uns lehrt"
Vernon Sanders Law
Ich hoffe, dass keiner von Euch die Erfahrung macht schlecht belehrt worden zu sein.

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351817
Datum26.07.2006 22:4116533 x gelesen
N'Abend,

geschrieben von Maximilian Scherzer:
Ich halte nichts davon im ´´Kastrierten´´ Löschzug zu einem BMA zu fahren.
Och...


Es ist richtig das 99% der Fälle mit einer Gruppe erledigt werden können und es stimmt auch das eine BMA gedacht ist enstehungs Brände zu Melden.
Aha, mein reden!


Aber wie wir ja schon gesehen haben [...] und wenn dann [...] oder falls [...] in diesem moment keine [...] Sicher ist es nur ein Prozent und wie viel von dem eine Prozent BMA noch Presonen Rettung beinhalten ist woll fraglich. [...] usw. usf.
OK - Konsequenz nach der Argumentation kann eigentlich nur sein, alle ein bis zwei Kilometer eine Mannschaft zu stationieren bzw. eine FW aufzumachen, die dann in spätetstens ein, zwei Minuten eingreifen können muß; respektive müßte bei jedem, wirklich jedem Notruf mindestens Vollalarm ausgelöst werden, besser noch mit überörtlicher Hilfe - DLK, RW, KW - denn man weiß ja nie - "hätte", "könnte", "falls" - was einen erwartet, oder?

Mal ganz ehrlich, ich versteh nicht, warum sich viele mit dem Thema BMA so schwer tun!? Hier werden häufig wahrlich "fundamentalistische" Positionen eingenommen und Fakten schlicht und einfach ignoriert ("Ist genau wie ein Anruf" vs. 95% nachgewiesene Fehlalarme und 99% mit weniger als 10 Funktionen locker zu bewältigen), wo es in anderen Bereichen unter Garantie nicht so wäre (ein VRW könnte auch in 1 - 5% der Fälle absolut "lebensrettend" sein...)!


Gruß

Daniel


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AutorMaxi8mil8ian8 S.8, Blaustein / Bawü351819
Datum26.07.2006 23:0316520 x gelesen
Hallo Daniel

Geschrieben von Daniel RuhlandOK - Konsequenz nach der Argumentation kann eigentlich nur sein, alle ein bis zwei Kilometer eine Mannschaft zu stationieren bzw. eine FW aufzumachen, die dann in spätetstens ein, zwei Minuten eingreifen können muß; respektive müßte bei jedem, wirklich jedem Notruf mindestens Vollalarm ausgelöst werden, besser noch mit überörtlicher Hilfe - DLK, RW, KW - denn man weiß ja nie - "hätte", "könnte", "falls" - was einen erwartet, oder?

Ganz richtig man weiß ja nie ,man lernt ja auch ein Flash Over zu blocken obwohl der ja so selten ist aber man muss darauf vorbereitet sein. Es gibt sicher Argument die gegen den Einsatz eines LZ sprechen aber die frage ist geht es darum Alles irgendwie zu kürzen um wirklich nur so viel zu tun wie es nötig ist klar Effizienz ist wichtig sogar unabding bar es Geht dabei auch um Menschen Leben die sehe ich nämlich nicht als eventualietät an. Sonderen die sind wirklich da.Oft können sie sich selber helfen aber wenn eben ein mal nicht. Dann sagt man verkettung unglücklicher umständ.
Und ich denke es ist nicht ein Menschen Leben wert so etwas in Betracht zu ziehen. Und da wir eben nie wissen wie die Einsatz stelle aussieht muss du auf alles vorberietet sein. und das denk ich gehört zum Job


Gruß max


P.S. Wir haben eine Tolle Homepage:
www.Feuerwehr-Blaustein.de

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AutorAndr8eas8 L.8, Sindelfingen / B/W351820
Datum26.07.2006 23:0516500 x gelesen
Also wie wärs denn damit: Man stelle sich vor alle BMA,s melden nur noch den tatsächlichen Einsatzfall. Fehleinsätze gibts nicht mehr. Wieviel % Einsatzrückgang hat dieFW? Konsequenz aus rückläufigen Einsatzzahlen? Ups schnell ruhig sein- weitermachen wie bisher!


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AutorChri8sti8an 8F., Fürth / Hessen351821
Datum26.07.2006 23:1016493 x gelesen
Hallo,

Geschrieben von Andreas LeutweinAlso wie wärs denn damit: Man stelle sich vor alle BMA,s melden nur noch den tatsächlichen Einsatzfall. Fehleinsätze gibts nicht mehr.

wie oft lösen denn die BMA falsch aus? Ich muss nur in die Firma schauen. Da kommt es auch ab und an vor, dass die BMA auslöst. Sie kann eben nicht zwischen "gutem" und "schlechtem" Rauch unterscheiden, d.h. für sie ist es ein Brand. Die Feuerwehr muss nicht eingriefen. Das ist mit Sicherheit kein Fehlalarm... Und so kann man viele BMA-Auslösungen verbuchen...


Viele Grüße

Christian

Meine Meinung und nicht die meiner Feuerwehr!

besucht die Feuerwehr Steinbach


TROLLWUT! Gefährdeter Bezirk!
TROLL COLLECT - Trolls im Forum

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351824
Datum26.07.2006 23:3316529 x gelesen
N'Abend,

geschrieben von Michael Reichert:
Wo Du die 95% her hast würde mich interessieren!
Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. -> Veröffentlichungen -> Entwurf vfdb-Richtlinie zum Thema "Risikoangepasste Reaktion der Feuerwehren auf automatische Meldungen aus Brandmelde- und Sprinkleranlagen".

In diesem Papier "3. Datenerhebung 2000": Datenerhebung in Gütersloh, Hamburg, Magdeburg, München, Ulm und Wuppertal Datenbasis: 5050 Einsätze (100%) davon 259 Realmeldungen (5%), von diesen - weniger als 10 Funktion notwendig 213 (4%), - mehr als 10 Funktionen notwendig 46 (1%). Zitat: "Mit 5050 voneinander unabhängigen "Ereignissen" ergibt sich damit eine sehr aussagekräftige Statistik! [...] Der Anteil der Realeinsätze beträgt zwischen 1,6% und 11,6% der Fälle. [...] Die Zahlen des Jahres 2000 decken sich dabei im wesentlichen mit den Erfahrungen der letzten Jahre. Es ist festzustellen, daß jede Anlage statistisch 1,5 - 2 Fehlalarme pro jahr produziert."


Und jetzt kommst Du, und zwar hiermit:

Eine aktuellen BMA die vom Fachmann geplant und gewartet wird und nicht durch unsinnige Einsparungswut "vorgeschädigt" ist, kann man heute so sicher machen dass ich bei einer Auslösung fast zu 100% von einem Realfall ausgehen kann!
Noch Fragen, Hauser?


Gruß

Daniel


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AutorSasc8ha 8T., Limbach-Oberfrohna / Sachsen351827
Datum26.07.2006 23:4316521 x gelesen
Risikoangepasste Reaktion der Feuerwehren auf automatische Meldungen aus Brandmelde- und Sprinkleranlagen
Als was zählen darin BMA-Auslösungen, bei denen dieser ein Feuer "vorgegaukelt" wurde, also Staubentwicklung durch Baumaßnahmen, Zigarettenqualm usw? Die BMA hat ja in diesen Fällen korrekt ausgelöst. Realmeldung oder Fehlauslösung?


MkG Sascha

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351829
Datum26.07.2006 23:4516437 x gelesen
N'ABend,

geschrieben von Maximilian Scherzer:
die frage ist geht es darum Alles irgendwie zu kürzen um wirklich nur so viel zu tun wie es nötig ist
Jau, logisch. Wenn ich 0 bis 2 BMA in "meinem" Einsatzgebiet habe, brauch ich mir da wenig Gedanken zu machen und kann hier locker den Löschzug fordern...


Dann sagt man verkettung unglücklicher umständ.
Ja, und jetzt? Das wird auch künftig so sein - und ist absolut kein Grund, zu 'ner dusseligen BMA in einer annäherend menschenleeren Halle zum zigsten Mal in Zug- oder gar Verbandsstärke anzurücken - für nix!


Und da wir eben nie wissen wie die Einsatz stelle aussieht muss du auf alles vorberietet sein.
Oh mann... Konsequenz!?


Gruß

Daniel


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AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg351830
Datum26.07.2006 23:4916662 x gelesen
Geschrieben von Sascha TrögerRealmeldung oder Fehlauslösung?

Ich würde das "Täuschungsalarm" nennen.



Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

Christian Fischer
Wernau


P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de

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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351831
Datum26.07.2006 23:5216478 x gelesen
N'Abend,

geschrieben von Sascha Tröger:
Als was zählen darin BMA-Auslösungen, bei denen dieser ein Feuer "vorgegaukelt" wurde, also Staubentwicklung durch Baumaßnahmen, Zigarettenqualm usw? Die BMA hat ja in diesen Fällen korrekt ausgelöst. Realmeldung oder Fehlauslösung?
Zitat: "Dei Spalte "BMA real" gibt die Fäller wieder, bei denen die Feuerwehr effektiv tätig wurde und sich die Tätigkeit nicht nur auf die Kontrolle und das Zurückstellen der Anlage beschränkte."

BTW: Bei Staub oder Zigarettenqualm hat die BMA natürlich korrekt gearbeitet - super! - brennen tut's aber trotzdem nicht! Wo ist also letztlich der gewaltige Unterschied?


Gruß

Daniel


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AutorSasc8ha 8T., Limbach-Oberfrohna / Sachsen351832
Datum26.07.2006 23:5216501 x gelesen
Geschrieben von Christian FischerIch würde das "Täuschungsalarm" nennen.
Also mit bei den 95% zu verbuchen?


MkG Sascha

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AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg351833
Datum26.07.2006 23:5916493 x gelesen
Geschrieben von Sascha TrögerAlso mit bei den 95% zu verbuchen?

Ja. Es war kein Schadensfeuer o.ä. erkennbar, aber für mich gibt es drei Kategorien

1. Es liegt ein Schadensereignis vor
2. Es liegt kein Schadensereignis vor, die Anlage wurde aber auf Grund einer Täuschung ausgelöst (hier ggfs. auch böswillige Alarme einer BMA drin) und hat somit regelgerecht gearbeitet
3. Es liegt kein Schadensereignis vor, es ist kein Grund für die Auslösung erkennbar (z.B. technischer Defekt).



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Christian Fischer
Wernau


P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de

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AutorMich8ael8 R.8, Aspach / Baden-Württemberg351835
Datum27.07.2006 00:1316532 x gelesen
Hallo Daniel,

danke für die Quelle, sehr interessant. Werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen.
Allerdings betrachte ich die Datenerhebung als nicht sonderlich repräsentaiv.

Geschrieben von Daniel RuhlandNoch Fragen, Hauser?
Ich sprach von der Möglichkeit gute Anlagen bauen zu können, die praktisch keine Fehlauslösungen prodizieren! Und das halte ich selbstverständliche weiterhin für korrekt.
Das hat nichts mit der Tatsache zu tun, das bei den ausgewerteten Anlagen offensichtlich nicht alle optimal waren!

Welche Möglicheiten zur Falschauslösung fallen Dir denn so ein?
Fehlbedienung und technischer Defekt (der meist auch abzufangen ist) mal ausgenommen.


Gruß Michael


__________________________________________________
Und noch was zum Nachdenken:
"Die Erfahrung ist ein strenger Lehrmeister, sie prüft uns bevor sie uns lehrt"
Vernon Sanders Law
Ich hoffe, dass keiner von Euch die Erfahrung macht schlecht belehrt worden zu sein.

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AutorSasc8ha 8T., Limbach-Oberfrohna / Sachsen351837
Datum27.07.2006 00:3316496 x gelesen
Geschrieben von Michael ReichertAllerdings betrachte ich die Datenerhebung als nicht sonderlich repräsentaiv.
Wie groß sollte denn der Probenumfang noch sein? Es wurden Städte ausgewählt, die quer über Deutschland verteilt sind und deutlich unterschiedliche Einwohnerzahlen haben. Insgesamt wurde 5050 BMA-Einläufe untersucht. Ich halte das für sehr repräsentativ.


MkG Sascha

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AutorMich8ael8 R.8, Aspach / Baden-Württemberg351839
Datum27.07.2006 01:0916599 x gelesen
Hallo Sascha,

Du beantwortest die Frage fast schon selbst!
Es wurden 6 Städte (nur 6) quer über Deutschland verteilt berücksichtigt!
Folglich fehlende Abbildung der gesamten Verteilungsstrucktur von BMA.

Ich würde es als repräsentativ betrachten wenn 500 Kommunen von der kleinen
Gemeinde mit einer BMA bis hin zu Berlin ausgewertet werden, welche in der Gewichtung die tatsachliche Verteilung berücksichtigen.

Dazu muss eine Abbildung aller Unternehmensgrößen und Tätigkeitsfelder (natürlich auch richtig gewichtet) Grundlage einer repräsentativen Aussage sein!

Ich vermute Du lässt Dich von der vermeintlich hohen Zahl von 5050 beindrucken, was für sich alleine noch keine Aussage zu lässt!

Ein paar Gründe warum diese Statistik falsch sein kann, ist folgendes.
Ein Betrieb hat eine Werkfeuerwehr und schert sich nicht um Falschauslösungen bzw. die Kosten. Einfacher Grund kann sein, dass eine WF vorhanden ist und die Mehrkosten für eine gute BMA in keinem Verhältnis zu den Einspaarungen bei der WF stehen würden!
Zum anderen treffen die Einsatzkosten kleine Betriebe in ländlichen Bereich vermutlich mehr als übliche Unternehmensgrößen im städtischen Bereich, was hier (auch auf Grund der kleineren Anlagen und einem schlechteren Verhältnis von Einsatzkosten zu Mehraufwand bei der BMA) zu schnelleren Reaktionen (Modernisierungen) führen könnten. Da könnte man noch weiter weiteres konstruieren.

Soweit so gut!
Ich halte sie nicht für repräsentativ.

Gruß Michael


__________________________________________________
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AutorFlo 8L., St.Leon Rot (St.Leon) / Baden Würtenberg351841
Datum27.07.2006 02:4616515 x gelesen
Moin,
also ich muß sagen das bei uns in der Firma (Schokoladenhersteller in Mannheim) es auch sehr häufig zu Fehlalarmen, durch Wasserdampf etc kommt. Und bin wirklich froh das jedesmal die BF Mannheim mit nem kompletten Löschzug anrückt, bei 70% der Alarme sind es wirklich nur Fehlauslösungen wo ein Ventil defekt gegangen ist und Dampf abgelassen wurde, bei den anderen malen ist es zu wirklichen kleinen entstehungsbränden gekommen die meistens von uns selbst aus gemacht wurden, da wir aber in der ganzen Fabrik mit hohen Temperaturen und Kakaopulver zu tun haben welches extrem leicht entzündlich ist sind wir froh darüber das wir mit der BF bis jetzt jeden größeren Brand löschen konnten. (Die die über entstehungs Brände hinausgingen cirka 10%) Zu 100 % wurde bei uns auch noch nie eine Drehleiter benötigt kommt trotzdem immer mit, Desweiteren wurde bei den Bränden auch meistens nur eine Gruppe benötigt aber ich finde es besser wenn noch ein paar Leute in Reserve stehen.
Ach ja und wir müssen für die Fehlalarme natürlich auch an die Stadt Mannheim zahlen.

MkG Florian
--der nun noch auf 3 ruhige Stunden in der Nacht hofft ohne das die BMA auslöst :-) --

Alles meine eigene meinung


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AutorStef8fen8 M.8, Pfeddersheim / rlp351970
Datum27.07.2006 14:4816548 x gelesen
Geschrieben von --daniel ruhland--- Das ist und bleibt unfug. Ich sage ja gar nicht, daß man erstmal "gucken" fahren sollte, aber das "volle Programm" abzuspulen ist vor allem bei den "üblichen Verdächtigen" (soll heißen z.B. bei Industriebetrieben mit häufigen, ja beinahe regelmäßigen Fehlalarmen) m.E. auch nicht notwendig.



Beim BMA läuft der normale Löschzug-Alarm raus, als ob ein Zimmerbrand gemeldet wurde, was soll daran Unfug sein?!





Geschrieben von ---daniel ruhland--- Ähh? Im Gegensatz zu 50 - 80 BMA-Fehlalarmen haben wir relativ wenig Fehlalarme durch Anrufer.



Bei euch vielleicht, in der Großstadt ist das anderst.




Geschrieben von ---daniel ruhland--- Ah ja, und das ist... mehr als 18 Jahre her, und seitdem? Die Verweise auf tatsächlich gemeldete Brände (DAS ist der Sinn und Zweck von BMA!) ändert absolut nichts an der Fehlerquote der Anlagen von statistisch 95%.




Meinst Du das Feuer brennt heute anderst als vor 18 Jahren?!
Und wenn es wirklich brennt, hast Du wie vor 18 Jahren auch wieder hunderte von Personen zu evakuieren.


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AutorMarc8 D.8, Bad Hersfeld / Hessen351973
Datum27.07.2006 15:0016875 x gelesen
Das ist und bleibt unfug. Ich sage ja gar nicht, daß man erstmal "gucken" fahren sollte, aber das "volle Programm" abzuspulen ist vor allem bei den "üblichen Verdächtigen" (soll heißen z.B. bei Industriebetrieben mit häufigen, ja beinahe regelmäßigen Fehlalarmen) m.E. auch nicht notwendig.

Fall 1 (volles Programm): Der "Kunde" wird nicht umhin kommen die Zeche zu zahlen.

Fall 2 (vermindertes Programm): Durch zu geringen Material und Personaleinsatz im Erstangriff konnte sich der Brand enstprechend ausweiten. Und wer könnte u.U. diesen "Spaß" bezahlen müssen...?


MkG
Marc



Brandschutzverein Hersfeld e.V.Aktuelle Infos: Empfehlung Helmkennzeichnung (PDF)
Flyer: "Selbstschutz Grundkurs" (PDF)

Artikel 5 - Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) ...

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AutorFran8z-P8ete8r L8., Lauf a. d. Pegnitz / Bayern351978
Datum27.07.2006 15:2316711 x gelesen
Hallo,
Geschrieben von Marc DickeyDurch zu geringen Material und Personaleinsatz im Erstangriff konnte sich der Brand enstprechend ausweiten.
Frei nach P.P: Riiichtich!
Und deshalb lösen wir auch jedesmal bei der Meldung Rauch aus Wohnung Katastrophenalarm aus, um jederzeit auch immer und überall genügend Material und Personal vor Ort zu haben. Weil wenn der Hund net g`schissn hätt, dann ....

Warum ist denn für einen Entstehungsbrand eine Gruppe ein zu geringer Material und Personaleinsatz? Die sollten Kleinigkeiten schon in den Griff bekommen.
Es gibt ein gewisses Restrisiko, das viele der Blauröcke bzw. Rothelme einfach nicht hinnehmen wollen. Weil man hätte ja. Und könnte doch Und überhaupt und vielleicht. (-> siehe FKW zum VU, macht Ihr das auch?? Man könnte ihn ja vielleicht mal brauchen ...)

Vergleich: wieviele Feuer nach BMA-Alarm weiten sich jährlich so weit und so stark aus, dass sie nicht mit einer Gruppe in den Griff zu bekommen sind, und wieviele landwirtschaftlichen Anwesen bernnen jährlich ab? Sollten dann, um den "Spaß" bezahlbarer zu machen, nicht alle Bauernhöfe eine BMA bekommen? Oder gesprinklert werden? Oder, am besten noch, eine Werkfeuerwehr in Zugstärke bekommen, damit niemalsnicht die grausame Prophezeiung eintritt Durch zu geringen Material und Personaleinsatz im Erstangriff konnte sich der Brand enstprechend ausweiten.

Wenn ich für einen BMA-gemeldeten Entstehungsbrand im Ersteinsatz mehr als einen Zug brauche, dann ists IMHO egal, weil der "Entstehungsbrand dann eine Geschwindigkeit und ein Ausmaß erreicht hat, dass er auch den Zug auslacht. Sollte das bei bestimmten Objekten standardmäßig der Fall sein, kan mans ja getrost aufnehmen und eine Blaulichtorgie abhalten. Für die anderen 99% der BMA-Alarme bleibts dabei: die (DLK-erweiterte) Gruppe machts möglich.
Und das Restrisiko bleibt immer noch.

Grüßla,
FP


Der Beitrag stellt meine private Meinung dar und nicht die Meinung der Stellen oder Organisationen, in denen ich beruflich und privat tätig bin.

Tue zehn Jahre lang Gutes, und niemand wird es bemerken. Eine Stunde lang Böses getan, und Ruhm ist dir gewiss. - Samurai-Weisheit

Besucht uns unter:
Feuerwehr Lauf a. d. Pegnitz
Frühdefibrillation - Laiendefibrillation im BRK-Kreisverband Südfranken
LFV Bayern - Fachbereich 4: Vorbeugender Brandschutz

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AutorMarc8 D.8, Bad Hersfeld / Hessen351985
Datum27.07.2006 15:3616500 x gelesen
Und deshalb lösen wir auch jedesmal bei der Meldung Rauch aus Wohnung Katastrophenalarm aus, um jederzeit auch immer und überall genügend Material und Personal vor Ort zu haben.

Hat auch nie einer verlangt. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel muß schon gewahrt bleiben. Die Verhältnismäßigkeit muß sich aber nach dem gemeldeten Ereignis und nicht nach der Fehlalarmierungsquote bei diesem Meldeweg richten.

Wenn ich für einen BMA-gemeldeten Entstehungsbrand im Ersteinsatz mehr als einen Zug brauche, dann ists IMHO egal, weil der "Entstehungsbrand dann eine Geschwindigkeit und ein Ausmaß erreicht hat, dass er auch den Zug auslacht.

Für die anderen 99% der BMA-Alarme bleibts dabei: die (DLK-erweiterte) Gruppe machts möglich.

Ja was nun, Zug oder Gruppe?

Man wird es nicht standardmäßig definieren können, da es eindeutig Objektabhängig ist. Falsch ist meines Erachtens jedoch wie oben bereits erwähnt die Stärke der Erstangriffseinheit über den Meldeweg zu definieren.

Und das Restrisiko bleibt immer noch.

Das ist wohl selbstverständlich...


MkG
Marc



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(2) ...

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AutorFran8z-P8ete8r L8., Lauf a. d. Pegnitz / Bayern351989
Datum27.07.2006 15:4616598 x gelesen
Hallo,

Geschrieben von Steffen MauerBei euch vielleicht, in der Großstadt ist das anderst.

Warum, was ist denn in der Großstadt anderst? Ihr lasst euch durch die vielen Fehlalarmanrufer wohl ganz schön verschaukeln ;-)
Übrigens, ein "Irrtum des Meldenden" bei Feuerschein oder viel Wasserdampf ist doch wohl nix anderes, als wie wenn der IR-Melder einen falschen oder gespiegelten Feuerschein meldet oder der Durchlichtmelder Wasserdampf nicht von Rauch unterscheiden kann. Er macht genau das, was er soll. Das, wofür er gedacht ist, melden. Dass irgendjemand den Melder verschukelt, da kann der Melder nichts dafür. Der Anrufer kann ggf. noch nachfragen oder nachschauen (Neugier ist menschlich) somit wird wohl, wie der Daniel richtig bemerkt, das Verhältnis schon stimmen.

Geschrieben von Steffen MauerMeinst Du das Feuer brennt heute anderst als vor 18 Jahren?!
Ja, teilweise brennt das Feuer schon anderst. Und vor allem rauchen tuts noch viel andersterer.
Aber das ist eine Sache der Ausbildung "Brennen und Löschen", nicht der BMA.
(Obwohl, im Gegenteil, die Melder sind z.T. intelligent und wissen teilweise recht genau was brennt, weils einfach anderster rauchen tut)

Geschrieben von Steffen MauerUnd wenn es wirklich brennt, hast Du wie vor 18 Jahren auch wieder hunderte von Personen zu evakuieren.
Das halt ich aber für ein absolutes Gerücht. Alles rennet, rettet, flüchtet? Das war einmal!
Wieso soll ich denn panisch hunderte Personen aus feuerbeständig abgerennten Bereichen treiben, wenn ein rauchender Papierkorb, den ich locker ausbiesl`n kann, den Melder auslöst?
Bitte erklärs mir doch mal.

Grüßla,
FP


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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351990
Datum27.07.2006 15:5216482 x gelesen
Hallo,

geschrieben von Marc Dickey:
Fall 2 (vermindertes Programm): Durch zu geringen Material und Personaleinsatz im Erstangriff konnte sich der Brand enstprechend ausweiten. Und wer könnte u.U. diesen "Spaß" bezahlen müssen...?
Ach Marc, was soll denn dieser, verzeih mir, Schwachsinn nun auch noch!?


Gruß

Daniel


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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen351992
Datum27.07.2006 15:5816395 x gelesen
Tach,

geschrieben von Steffen Mauer:
Beim BMA läuft der normale Löschzug-Alarm raus, als ob ein Zimmerbrand gemeldet wurde, was soll daran Unfug sein?!
Das hab ich jetzt hier mehr-, bald schon zigfach dargelegt!


Bei euch vielleicht, in der Großstadt ist das anderst.
Ja genau. Bei dem einen ist in der Großstadt alles anders, bei dem anderen auf dem Land, dazwischen gibt es noch die mittleren Kommunen und bei denen ist sowieso nochmal alles ganz anders.


Meinst Du das Feuer brennt heute anderst als vor 18 Jahren?!
Darum geht es nicht, sorry, nicht verstanden.


Gruß

Daniel


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AutorMarc8 D.8, Bad Hersfeld / Hessen351998
Datum27.07.2006 16:0716613 x gelesen
Ach Marc, was soll denn dieser, verzeih mir, Schwachsinn nun auch noch!?

Wenn du mir jetzt nolch erklärst was du daran so schwachsinnig findest...


MkG
Marc



Brandschutzverein Hersfeld e.V.Aktuelle Infos: Empfehlung Helmkennzeichnung (PDF)
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AutorStef8fen8 M.8, Pfeddersheim / rlp352000
Datum27.07.2006 16:1716714 x gelesen
Geschrieben von ---Hier Namen einfügen--- Warum, was ist denn in der Großstadt anderst? Ihr lasst euch durch die vielen Fehlalarmanrufer wohl ganz schön verschaukeln ;-)
Übrigens, ein "Irrtum des Meldenden" bei Feuerschein oder viel Wasserdampf ist doch wohl nix anderes, als wie wenn der IR-Melder einen falschen oder gespiegelten Feuerschein meldet oder der Durchlichtmelder Wasserdampf nicht von Rauch unterscheiden kann. Er macht genau das, was er soll. Das, wofür er gedacht ist, melden. Dass irgendjemand den Melder verschukelt, da kann der Melder nichts dafür. Der Anrufer kann ggf. noch nachfragen oder nachschauen (Neugier ist menschlich) somit wird wohl, wie der Daniel richtig bemerkt, das Verhältnis schon stimmen.



Dann geh mal ein paar Wochen zu einer BF und Du wirst sehen wegen welchem Scheiß und ohne vorher nachzuschauen die Leute die Feuerwehr rufen. Ich sehe es doch jeden Tag. Ich selbst bin auch noch bei der FF tätig, da sieht die Sache schon wieder ganz anderst aus.



Geschrieben von ---Hier Namen einfügen--- Ja, teilweise brennt das Feuer schon anderst. Und vor allem rauchen tuts noch viel andersterer.
Aber das ist eine Sache der Ausbildung "Brennen und Löschen", nicht der BMA.
(Obwohl, im Gegenteil, die Melder sind z.T. intelligent und wissen teilweise recht genau was brennt, weils einfach anderster rauchen tut)



Viele Gebäude inkl. Fenster und Türen sind älter wie 18 Jahre. Richtig ist, dass der Brand sich in modernen Gebäuden anderst entwickelt wie vor 50 Jahren, aber vor 18 Jahren gab es wohl auch schon fast überall doppelt verglaste Fenster.


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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen352001
Datum27.07.2006 16:1816551 x gelesen
Tach,

geschrieben von Michael Reichert:
Allerdings betrachte ich die Datenerhebung als nicht sonderlich repräsentaiv.
Ahh ja.


Es wurden 6 Städte (nur 6) quer über Deutschland verteilt berücksichtigt!
Zwei "Millionenstädte" - HH und M, zwei mittlere Großstädte - MD und W sowie zwei "Fast-Großstädte" mit HA-Wache - GT und UL. Sicher, Kleinkleckersdorf mit einer einzigen BMA in der örtlichen Zimmerei ist da nicht dabei - aber hätten die zwei Fehlalarme im Jahr die Statistik letztlich irgendwie beeinflußt?


Ich würde es als repräsentativ betrachten wenn 500 Kommunen von der kleinen
Gemeinde mit einer BMA bis hin zu Berlin ausgewertet werden, welche in der Gewichtung die tatsachliche Verteilung berücksichtigen.

Und ich wette mit Dir, daß sich auch bie diesem (wesentlich größeren) Aufwand die Ergebnisse nur im Promillebereich verschieben würden - die Statistik also lediglich bestätigt würde (habe die Statistik, als ich das vfdb-Papier in die Finger bekommen habe, mal über unsere eigene, langfristige Statistik gelegt - und siehe da: Paßte!).


Dazu muss eine Abbildung aller Unternehmensgrößen und Tätigkeitsfelder (natürlich auch richtig gewichtet) Grundlage einer repräsentativen Aussage sein!
Wenn Du mir dann bitte noch erklärst, wozu? Ob die Butze Blumenerde abfüllt oder Microchips herstellt ist doch genauso unerheblich, wie die Frage ob der Fehlalarm (der einer bleibt!) durch Staub, Kurzschluß oder was weiß ich ausgelöst wird!?


Gruß

Daniel


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AutorAndr8eas8 R.8, Stuttgart / Ba-Wü352003
Datum27.07.2006 16:2716427 x gelesen
Tach,

Geschrieben von Daniel Ruhlandgeschrieben von Marc Dickey:

Fall 2 (vermindertes Programm): Durch zu geringen Material und Personaleinsatz im Erstangriff konnte sich der Brand enstprechend ausweiten. Und wer könnte u.U. diesen "Spaß" bezahlen müssen...?

Ach Marc, was soll denn dieser, verzeih mir, Schwachsinn nun auch noch!?


Also Marc mag ja manchmal seltsame Ansichten haben, aber in diesem Fall geb ich ihm vollkommen recht.
Wir haben zum Beispiel in unserem Wachgebiet einen Baustoffgroßhändler inklusive Produktionsanlagen.
Das Gelände ist voll mit Bitumen in jeglicher Form, die dementsprechen Rohstoffe natürlich auch, etliches an Dämmmaterial usw....
Dieser Betrieb steht unter 2.Alarm, d.h. es kommen zwei komplette BF-Züge, wir mit unserem Zug und diverse SoFa's.
Seit ich jetzt hier bin hatten wir zweimal ein "echtes" Feuer und glaub mir, wir waren beides mal mehr als froh das die Karawanne schon rollte bzw. kurz nach uns kam....
Der Betreiber bestimmt auch....

Gruß Andi


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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen352004
Datum27.07.2006 16:2816533 x gelesen
Hallo,

nehm ich zurück wenn Du mir irgendein zitierfähiges, hinreichendes Beispiel (Urteil) auf den Tisch knallst, in dem jemals irgendeine Kummune wegen mangelnder Planung, Vorsorge o.ä. zu erheblichen Schadenersatz oder aber erheblichen Regreßzahlungen an einen Versicherer verknackt wurde. Und komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen, zumeist am Anfang des Textes stehenden Paragraphen der Landesbrandschutzgesetzgebungen.

Gruß

Daniel


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AutorMatt8hia8s B8., Offenau / Baden-Württemberg352005
Datum27.07.2006 16:2916527 x gelesen
Hallo Michael,

repräsentativ ist die Statistik möglicherweise nicht, aber m.E. durchaus zutreffend. Auch die von Dir genannten möglichen Gründe für eine statistische Verzerrung (mehr Fehlalarme bei WF und bei städtischen Unternehmen) sind m.E. nicht maßgeblich. Die Zahl von 95% über mehrere Jahre lässt sich z.B. mit unserer Einsatzstatistik (Du kennst die "örtlichen Gegebenheiten"...kleinere Gemeinde mit etwa 5 BMA) auch nachvollziehen.
Der Grund dafür sind m.E. aber eher die "Ausreißer", also Firmen wo es besonders viele Fehlalarmierungen gibt. Ob hier ggf. veraltete oder unzureichend gewartete Anlagen dahinter stehen, kann ich nicht wirklich beurteilen, würde ich bei uns aber eher ausschließen. Es liegt m.E. viel häufiger an organisatorischen Mängeln und Unachtsamkeiten (wie oft ist die Ursache in einem Industriebetrieb z.B. "(Wasser-)Dampf führte zur Auslösung..." o.ä.?).


MkG Matthias


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AutorMarc8 D.8, Bad Hersfeld / Hessen352009
Datum27.07.2006 16:5116517 x gelesen
nehm ich zurück wenn Du mir irgendein zitierfähiges, hinreichendes Beispiel (Urteil) auf den Tisch knallst, in dem jemals irgendeine Kummune wegen mangelnder Planung, Vorsorge o.ä. zu erheblichen Schadenersatz oder aber erheblichen Regreßzahlungen an einen Versicherer verknackt wurde

Kannst ja mal bei der Berliner Feuerwehr nachfragen. Die durften nämlich m.W. für die Folgen ihres Millenium-Bugs ein hübsches Sümmchen an einen Versicherer abdrücken. Urteil suche ich gerade.

Im Übrigen sollte beachtet werden, daß immer mehr ausländische Versicherer auf den deutschen Markt drängen. Dazu gehören auch einige, die aus Ländern kommen, wo entsprechenden Klagen zur Tagesordnung gehören. Auch die nationalen Versicherer werden in Zukunft im Rahmen der Wettbewerbsfähigkeit ggf. noch vorhandene Skrupel verlieren.

MkG
Marc



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AutorMich8ael8 R.8, Aspach / Baden-Württemberg352024
Datum27.07.2006 17:4716478 x gelesen
Hallo Matthias,

Geschrieben von Matthias BesemerDer Grund dafür sind m.E. aber eher die "Ausreißer", also Firmen wo es besonders viele Fehlalarmierungen gibt.
Ich glaube da hast Du den Kern der Sache genau getroffen. Solche Dauerkandidaten (u.U. statistische Ausreisser ;-) ) sind mit die Ursache für diesen negativen Wert, der offenbar nicht ganz weltfremden statistischen Auswertung.

Und genau die Kandidaten kann man lange "bitten" die Brandmeldetechnik auf einen aktuellen Stand zu bringen. Ich denke erst der Druck von tausenden Euro Einsatzkosten durch die Feuerwehr schafft hier Abhilfe. Soll heissen gerade bei diesen Anlagen würde ich mit vollem Programm anrücken und dieses auch komplett abrechnen. Womit wir wieder ein wenig in die Nähe des Ursprungsthema kommen.

Schliesslich ist heute jede "unspektakuläre", weil sinnlose, Fehlalarmierung ein Rückschlag im Kampf um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes.

Gruß Michael

PS: Wasserdampf als Grund für eine Fehlauslösung ist idR. mit einfachsten Mitteln in den Griff zu bekommen!


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AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen352041
Datum27.07.2006 18:3616473 x gelesen
Hallo,

Die durften nämlich m.W. für die Folgen ihres Millenium-Bugs ein hübsches Sümmchen an einen Versicherer abdrücken.
Ok, das sagt mir jetzt nichts, bin aber gespannt.


Im Übrigen sollte beachtet werden, daß immer mehr ausländische Versicherer auf den deutschen Markt drängen. Dazu gehören auch einige, die aus Ländern kommen, wo entsprechenden Klagen zur Tagesordnung gehören.
Was noch lange nicht heißt, daß die deutsche Rechtsprechung sich den Gepflogenheiten anderer Länder annähern muß oder wird - Stichwort aberwitzige Schadenersatzzahlungen in den USA (z.B.).


Gruß

Daniel


PS: Komme übrigens grade von einer BMA... Kein Fehlalarm (muß ich mir mal notieren... ;-) ), Rauchentwicklung durch defekte Lötstelle der Kühlanlage! Trotzdem problemlos mit 1/6 abzuarbeiten.


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AutorMich8ael8 R.8, Aspach / Baden-Württemberg352047
Datum27.07.2006 18:5716628 x gelesen
Hallo Daniel,

Geschrieben von Daniel RuhlandAllerdings betrachte ich die Datenerhebung als nicht sonderlich repräsentaiv.
Ahh ja.
Sorry, kann nur von meiner Betrachtungsweise schreiben. Für eine repräsentative Umfrage hatte ich gerade keine Zeit. Was wolltest Du mir mit diesem Kommentar sagen?

Geschrieben von Daniel Ruhlandhabe die Statistik, als ich das vfdb-Papier in die Finger bekommen habe, mal über unsere eigene, langfristige Statistik gelegt - und siehe da: Paßte!). Ist dies eine ausreichende "Bestätigung"? Wenn ja, kann ich mich in nächster Zeit auf duzende (bei Betrachtung eines längeren Zeitraumes auch auf über 100) BMA Fehlalarme vorbereiten. Denn wir liegen weit unter den 1,5 - 2 Fehlalamen pro Jahr/Anlage.

Geschrieben von Daniel RuhlandWenn Du mir dann bitte noch erklärst, wozu? Ob die Butze Blumenerde abfüllt oder Microchips herstellt ist doch genauso unerheblich, wie die Frage ob der Fehlalarm (der einer bleibt!) durch Staub, Kurzschluß oder was weiß ich ausgelöst wird!?
Erkäre ich gerne!
Die Firma Butze Blumenerde stellt völlig andere Anforderungen an eine BMA wie die Firma Butze Microchip. Hier nur ein paar Kleinigkeiten:

Butze Blumenerde
- haupts. zu erwarten Brände (A) im Produktions und Lagerbereich
- einfacher Zugang und fast beliebiger Löschmitteleinsatz möglich
- verhältnismäßig kurzer Produktionsausfall nach Brand
- verh. geringe Werte, welche vernichtet werden können
- einfache BMA möglich
- Etat idR. sehr begrenzt
- usw.

Butze Microchip
- hauptsächlich Brände verursacht durch elektrische Geräte
- Zugang, da Reinraumtechnik, erschwert
- Löschmitteleinsatz sehr begrenzt
- totaler Produktionsausfall praktisch schon bei betreten der Reinräume durch Feuerwehr
- sehr hohe Sachwerte auf engem Raum
- Aufwendige BMA nötig, da sehr schnelle und gezielte Reaktion möglich sein muss (MA)
- Etat für BMA deutlich höher als bei Butze Blumenerde
- usw.

Da könnte man noch Stunden weiter konstruieren, aber es sollte klar geworden sein, dass bei Butze Microchip deutlich mehr Wert auf die Quälität der BMA gelegt werden muss und eine solche Anlage heute praktisch nicht fehlauslöst (nach Extern). Was sich selbstverständlich auch auf den vergleichbaren Teil der BMA z.B. in der Verwaltung auswirkt. Zudem ist bei einer solchen Firma jede Feuerwehr bei Bränden im Bereich der Produktion fehl am Platz. Wenn nicht vollautomatische Löschsysteme greifen so haben nur speziell geschulte Mitarbeiter eine Chance den Brand zu bekämpfen ohne den Kollateralschaden ins Unermessliche zu treiben.

Und zum Abschluss, eine gute Anlage löst nicht bei Staub oder Kurzschluss aus! Solche Fehlerquellen kann man heute leicht abfangen.

Gruß Michael


__________________________________________________
Und noch was zum Nachdenken:
"Die Erfahrung ist ein strenger Lehrmeister, sie prüft uns bevor sie uns lehrt"
Vernon Sanders Law
Ich hoffe, dass keiner von Euch die Erfahrung macht schlecht belehrt worden zu sein.

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AutorMarc8 D.8, Bad Hersfeld / Hessen352059
Datum27.07.2006 19:3516537 x gelesen
Ok, das sagt mir jetzt nichts, bin aber gespannt.

Bin noch auf der Suche nach Infos zum Urteil. Werde es aber nachreichen.

Was noch lange nicht heißt, daß die deutsche Rechtsprechung sich den Gepflogenheiten anderer Länder annähern muß oder wird - Stichwort aberwitzige Schadenersatzzahlungen in den USA (z.B.).

a) Differenzieren wir mal zwischen Schadensersatz und Schmerzensgeld. Es kann im deutschen Rechtssystem nur ein real aufgetretener Schaden ersatzpflichtig sein. Und das können u.U. auch Millionen sein.

b) Das Stichwort heißt Organisationsverschulden. Da gab es im Allgemeinen schon sehr viele Fälle. Und nur weil die Versicherer noch nicht flächendeckend auf die Idee gekommen sind zu Klagen heißt dies noch lange nicht, daß es nicht möglich und oftmals auch aussichtsreich wäre.

MkG
Marc


Wichtig ist das Gerät für den Einsatz.
Noch wichtiger ist die Hand, die das Gerät bedient.
Doch am wichtigsten ist der Geist, der diese Hand führt.


Ladislaus Widder, Ehrenpräsident des österreichischen Feuerwehrverbandes

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AutorDomi8nik8 B.8, Ulm / Baden-Würrtemberg353184
Datum03.08.2006 13:4016627 x gelesen
Ich habe gelernt, dass ne ausgelöste BMA bis zum Beweis des Gegenteils (hier: Erkundung durch Feuerwehr) als Brandeinsatz anzusehen ist.
Bei uns fährt zur BMA ein Löschzug raus, die Angriffstrupps ziehen ihre PAs auf, allerdings erst mal noch niocht die Maske.
Somit sind wir bei dem 1% der größeren Einsätze auf der sicheren Seite.

Außerdem kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass ein Großteil der "Fehlalarme" gar keine echten Fehlalarme sind, sondern sog. "Täuschungsalarme" durch Wasserampf, Zigarettenrauch oder Nebelmschinen bei Veranstaltungen...

Abschließend möchte ich mal die Disskusion mal etwas umkehren und frage deshalb mal: Was schadet es, wenn ein Löschzug da hin fährt und dann ohne was tun zu müssen wieder geht?


Das geschriebene gibt erst mal meine persönliche Meinung wieder. Es sei jedem Freigestellt, sich ihr anzuschließen oder sich seine eigene zu bilden! Ich bin mir sicher, dass meine Meinung nicht unbedingt DIE einzig richtige MEINUNG sein muss...

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AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP353196
Datum03.08.2006 14:1816524 x gelesen
Geschrieben von Dominik BachmannWas schadet es, wenn ein Löschzug da hin fährt und dann ohne was tun zu müssen wieder geht?Wenn das bei einer freiwilligen Wehr tagsüber der Fall ist, kann die Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Leute freizustellen, sinken, gleiches gilt für die Motivation der Einsatzkräfte wenn sie für diese Touren nachts aus den Betten gerufen werden.

Mal ne andere Methode: Bei Firmen/ Gebäuden, wo ständig jemand vor Ort ist (Pförtner, Hausmeister, Wachdienst...), wird bei BMA mit kleiner Besetzung (Gruppe+LF) ausgerückt. Vor Ort ist eine Person benannt, die bei Auslösen der BMA direkt kontrolliert und dann der Leitstelle mitteilt, was Sache ist. So kann frühzeitig nachalarmiert oder die Alarmfahrt abgebrochen werden.


Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde...

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AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen353359
Datum04.08.2006 17:3216590 x gelesen
Hallo,
Geschrieben von Dominik Bachmann
Abschließend möchte ich mal die Disskusion mal etwas umkehren und frage deshalb mal: Was schadet es, wenn ein Löschzug da hin fährt und dann ohne was tun zu müssen wieder geht?
- Der Gesundheit der FA und der einfachen Bürger, weil diese Fahrten mit x-fachen Risiko durchgeführt werden und die ?Sterberate? auf diese Tour gerade dieses Jahr beträchtlich ist. Da sind ?Wärmefensteropfer? derzeit ?Peanuts? dagegen
- Dem Arbeitgeber, weil Lohnersatz kein Ersatz für entgangenen Gewinn, Auftrag, Glaubwürdigkeit, Termintreue usw. ist
- Dem Arbeitnehmer, weil sein Arbeitsplatz wackelt, nicht immer aus bösem Wille, auch objektiv aus s.o., sowie seine beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten schmälert.
- Der Selbsteinschätzung, weil 100 Brandeinsätze im Jahr nur 2 waren und man schnell glaubt, das wird wieder so ein lockres Ding?
- Dem Steuerzahler, der das am Ende alles finanzieren muß


mkg hwk

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AutorGunn8ar 8K., Wüstenrot / BW357152
Datum23.08.2006 18:3616767 x gelesen
Da ich Jahre lang BMA Systeme montiert habe kann ich schon ein wenig aus dem Näh Kästchen sprechen.

Wie schon erwähnt kann man BMA Systeme so aufbauen das Fehlalarem so gut wie nicht möglich sind.Verschiedene Melder Typen Wärme , Ionisierungs Melder etc werden in abhängigkeit zueinander verschalten.
Die kosten aber eine Menge Geld. Und das hat heute niemand mehr.

Aber auch die beste geplante Anlage ist für den A.... wenn Sie nicht gewartet wird.
Und gerade bei der Montage und Wartung wird immer mehr Geld durch Sub Unternehmen etx gespart. Egal ob die Firma Siemens, Esser, EFF EFF ,Bosch etc heist.

Wenn die unnötig alamierten Feuerwehren aber wirklich jedes mal die Rechnung stellen würde, wäre schon mehr druck vorhanden die Anlagen vernünftig zu Planen und zu Warten.


Was lustiges nebenbei:
Als ich in Stuttgart die BMA in der Landesgirokasse eingebaut habe und es wurde ein Fehlalarm ausgelöst. Rückte die Berufsfeuerwehr mit den gesamten Zug an.
Entfernung Gebäude Gebäude 20m

Die Drehleiter war noch nicht aus der Garage da war das erste Fahrzeug schon am Feuerwehr Schlüsselkasten. :-)

Gruß Gunnar


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AutorGerh8ard8 P.8, Stuttgart / Baden-Württemberg357174
Datum23.08.2006 22:4316505 x gelesen
Geschrieben von Gunnar KreidlRückte die Berufsfeuerwehr mit den gesamten Zug an.
Entfernung Gebäude Gebäude 20m


Hallo,

das ist doch normal, wenn von einer technischen Sicherheitseinrichtung ein Brand gemeldet wird! Zur Abwicklung gelten die festgelegten SER! Weiterhin ist die Alarmierung und die Einsatzmittelkette doch nicht an der Entfernung zum eventuellen Brandobjekt festzumachen.

Sollte es anders sein, würde ich als Betreiber und Bezahler einer BMA der Feuerwehr aber kräftig was husten!

Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart

Gerhard Pfeiffer

www.firehelmets.info


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AutorSven8 N.8, Gehrden / Niedersachsen589134
Datum26.10.2009 21:0614417 x gelesen
Geschrieben von Marc Dickeyin noch auf der Suche nach Infos zum Urteil. Werde es aber nachreichen.

Hallo,
wurde dazu ein Urteil gefunden?


Gruß Sven

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