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| Thema | Schadensbemessung | 6 Beträge | |||
| Rubrik | Einsatz | ||||
| Autor | Mart8in 8M., Klix / Sachsen | 353812 | |||
| Datum | 07.08.2006 13:22 | 3795 x gelesen | |||
| Hallo, wenn man sich mal grundsätzlich ein paar Gedanken zur Wirtschaftlichkeit der Gefahrenabwehr macht, kommt man irgenwann logischerweise darauf, dass eine Gefahrenabwehr nicht mehr Kosten verursachen sollte, als dadurch Schaden vermieden wird. Dazu folgende Fragen: Wie handhabt ihr die Schadensbemessung für eure Einsatzberichte? Gibt es da irgendwelche Faustregeln oder Richtwerte um den entstandenen Sachschaden zu bemessen? Werden Angaben zu erhaltenen Sachwerten gemacht? Wenn ja, gibt es auch dazu Faustregeln oder Richtwerte? Wie wird für eure Statistik ein "gerettetes Menschenleben" definiert? Zählt da jeder aus einem Pkw freigeschnittene Leichtverletzte oder nur die Personen, die mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ohne den Einsatz der Feuerwehr zu Tode gekommen wären? Grüße Meier | |||||
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| Autor | Guid8o L8., Pforzheim / Baden-Württemberg | 353825 | |||
| Datum | 07.08.2006 13:53 | 3311 x gelesen | |||
Geschrieben von Martin Meierwenn man sich mal grundsätzlich ein paar Gedanken zur Wirtschaftlichkeit der Gefahrenabwehr macht, kommt man irgenwann logischerweise darauf, dass eine Gefahrenabwehr nicht mehr Kosten verursachen sollte, als dadurch Schaden vermieden wird. AUs diesem Grund ist die Frage nach dem Sachschaden nach einem Brand auch falsch gestellt. Relevant ist, welche Werte durch den Einsatz der Feuerwehr gerettet werden konnten. Das ist regelmäßig das etwa 2-3-fache des entstandenen Schadens. Die paar Zimmer- oder PKW-Brände, bei denen diese Faustformel nicht stimmt, fallen wegen der Großschäden nicht besonders ins Gewicht. Geschrieben von Martin Meier Wie wird für eure Statistik ein "gerettetes Menschenleben" definiert? Zählt da jeder aus einem Pkw freigeschnittene Leichtverletzte oder nur die Personen, die mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ohne den Einsatz der Feuerwehr zu Tode gekommen wären? Das es in D keine einheitliche Statistik gibt, macht hier im Grunde jeder, was er für richtig hält. Eine eingeschlossene Person nach einem VU ist sicher ein Beispiel, das nicht überall als "Rettung" zählt. Oder eine Person im Aufzug... Interessante Frage, ich bin auf die Antworten im Forum gespannt... :-) | |||||
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| Autor | Mart8in 8M., Klix / Sachsen | 353829 | |||
| Datum | 07.08.2006 14:15 | 3236 x gelesen | |||
| Hallo Geschrieben von Guido Lobermann Das ist regelmäßig das etwa 2-3-fache des entstandenen Schadens. Beziehst du dich auf "Brütsch: Die Wirtschaftlichkeit und Effektivität einer Feuerwehr, Brandschutz Deutsche Feuerwehrzeitung 05/1985" oder gibts noch andere Untersuchungen dazu? Fein wär natürlich auch noch, wenn sich jemand findet, der mir den eingescannten Artikel mailen kann. Geschrieben von Guido Lobermann Interessante Frage, ich bin auf die Antworten im Forum gespannt... :-) Ich auch. Grüße M. | |||||
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| Autor | Guid8o L8., Pforzheim / Baden-Württemberg | 353835 | |||
| Datum | 07.08.2006 14:37 | 3237 x gelesen | |||
| Tolles Forum, da tippt man eine Mail und wegen irgend eines Errors ist der Beitrag dann weg. :-( Den Artikel von Brütsch kenne ich, weiß aber natürlich nicht auswendig, welche Quellen er nennt. Der Faktor 2-3 ist AFAIK von der Versicherungswirtschaft bestätigt, kommt aber ursprünglich aus dem gewerblichen Bereich. | |||||
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| Autor | Mart8in 8M., Klix / Sachsen | 354557 | |||
| Datum | 11.08.2006 08:50 | 3218 x gelesen | |||
| Hallo, wenns der regeren Beteiligung an der Diskussion dient, könnt ihr den bemessenen Schaden auch in TSF-W-Sonder oder ähnlichen Größen angeben - ich rechne es mir dann selber um. *g* Grüße M. | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8H., Harmstorf / Niedersachsen | 354577 | |||
| Datum | 11.08.2006 10:13 | 3198 x gelesen | |||
| Hallo Martin, ich denke, dass die große Zurückhaltung bei dieser Fragestellung mit der ebenso großen Schwierigkeit zusammen hängt, sie zu beantworten. Insbesondere die erhaltenen Werte kann man m.E. oft nur sehr schwer "statistikgerecht" einschätzen. Beispiel: Wir löschen einen Flächenbrand rechtzeitig bevor er ein ausgedehntes Waldgebiet (womöglich mit inliegender Bebauung) erreicht. Der Sachschaden geht in solchen Fällen in der Regel gegen Null, aber was haben wir nun vor der Vernichtung bewahrt? Den Rest der Freifläche? 2 ha Wald? 20 ha Wald? Infrastrukturelle Einrichtungen, die irgendwo durch den Wald laufen? Hier den maximal möglichen Schaden anzusetzen (und der wäre bei der Trockenheit der vergangenen Wochen in diesem Beispiel eben wirklich maximal), würde sicherlich jede Statitik unserer Brandschutzprüfer sprengen. Außerdem liefen wir als Feuerwehr Gefahr, mit diesen Angaben nicht mehr Ernst genommen zu werden. Sorry, aber eine Antwort habe ich auch nicht. Gruß, Christian Meine ganz private Meinung! | |||||
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