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| Thema | Emotional schwierige Einsätze | 26 Beträge | |||
| Rubrik | Einsatz | ||||
| Autor | Mich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg | 389052 | |||
| Datum | 01.03.2007 20:28 | 9493 x gelesen | |||
| Ich wusste jetzt nicht, wie ich dieses Thema hier hier eingruppieren sollte, auch wusste ich nicht, ob ich dieses Thema hier überhaupt hineinstellen sollte, aber nunja, ich habe mich dafür entschieden .... Heute morgen morgen wurde der tatverdächtige Mann der den kleinen Mitja vermutlich getötet hat Festgenommen. Er hatte sich in Erfuhrt vor eine Straßenbahn geworfen und musste vermutlich durch die Feuerwehr (zumindest lassen das die Bilder im TV den Schluss zu) befreit werden. Ich Frage mich, was im Kopf einer Einsatzkraft in so einer Einsatzsituation vor geht, wird das Handeln und Tun emotional bestimmt oder Taktisch. Prinzipiel muss man doch so handeln wie in jedem andern Fall. Ein Polizeibeamter, der bei solch einer Sache eingesetzt ist, ist auf solche Einsätze geschult, außerdem muss er prinzipiel immer damit rechnen, einen Tatverdächtigen festzunehmen, der ein u.U. sehr schlimme Tat begangen hat, die ein überregionales Intresse geweckt hat. Noch schlimmer stelle ich mir eine solche Einsatzsituation auf dem Lande vor, wo die Menschen in der Regel mehr Emotional unter einander verbunden sind als in einer Großstadt, auch die Feuerwehrangehörigen. Ich hoffe dieser Beitrag wird hier nicht als am falschen Platz angesehen, mir geht es in erster linie nicht um die Tat (als Diskusionsgrundlage), sondern darum was die Einsatzkräfte u.U. empfinden und wie ihr Handeln dadurch bestimmt wird. Vielleicht gibt es hier auch jemanden, der vielleicht vor solchen oder ähnlichen Einsatzsituationen schon stand. Mit Grüßen Michael Alles meine private und persönliche Meinung Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann. Oscar Wilde, irischer Dichter ICQ 494000336 | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8F., Bochum / NRW | 389056 | |||
| Datum | 01.03.2007 20:43 | 8391 x gelesen | |||
| Ich stand Glücklicherweise noch nicht vor einer solchen Einsatzlage, sagt aber nix aus, da ich erst knapp ein Jahr dabei bin. Nun denn, ich denke, es wird so aussehen wie bei jedem Einsatz, wärend des Einsatzes ist keine Zeit lange über sowas zu grübbeln...die Gedanken kommen einem erst hinterher! Ich denke, dass is` eine ähnliche Situation, als wen du Haar scharf davon kommst im Einsatz (ich beziehe mich hier auf eine Situation, im Sturmeinsatz, als ein Laternenteil mich am Helm traf, als ich gerade die Flucht ergriffen hab) da hab ich auch erst weiter gemacht und danach kamen die Gedanken, dass es verdammt eng war! Darüber hinaus muss man in diesem bestimmten Fall mit sicherheit sehen, dass den Einsatzkräften in der Situation mit sicherheit nicht bewusst war, wen sie da retten. Ich denke für die Einsatzkräfte war es wie jeder Suizid bzw. jeder Unfall mit einer Bahn. Hoffe ihr könnt mir alle Folgen. Aber ich denke, dein Beitrag is` hier genau an der Richtigen Stelle. Da die mentale Belastung von uns als Einsatzkräften in der Regel einfach unterschätzt wird, von der Bevölkerung, aber auch von uns selbst... MkG. Alex Besuch mal meine Löscheinheit unter http://www.ff-bochum-mitte.de | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8F., Bochum / NRW | 389057 | |||
| Datum | 01.03.2007 20:45 | 8508 x gelesen | |||
| Ich stand Glücklicherweise noch nicht vor einer solchen Einsatzlage, sagt aber nix aus, da ich erst knapp ein Jahr dabei bin. Nun denn, ich denke, es wird so aussehen wie bei jedem Einsatz, wärend des Einsatzes ist keine Zeit lange über sowas zu grübbeln...die Gedanken kommen einem erst hinterher! Ich denke, dass is` eine ähnliche Situation, als wen du Haar scharf davon kommst im Einsatz. Ich denke hier an eine Situation, im Sturmeinsatz, als ein Laternenteil mich am Helm traf, als ich gerade die Flucht ergriffen hab. Da hab ich auch erst weiter gemacht und danach kamen die Gedanken, dass es verdammt eng war! Darüber hinaus muss man in diesem bestimmten Fall mit sicherheit sehen, dass den Einsatzkräften in der Situation mit sicherheit nicht bewusst war, wen sie da retten. Ich denke für die Einsatzkräfte war es wie jeder Suizid bzw. jeder Unfall mit einer Bahn. Hoffe ihr könnt mir alle Folgen. Aber ich denke, dein Beitrag is` hier genau an der Richtigen Stelle. Da die mentale Belastung von uns als Einsatzkräften in der Regel einfach unterschätzt wird, von der Bevölkerung, aber auch von uns selbst... MkG. Alex Besuch mal meine Löscheinheit unter http://www.ff-bochum-mitte.de | |||||
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| Autor | Mich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg | 389060 | |||
| Datum | 01.03.2007 21:00 | 8431 x gelesen | |||
Geschrieben von Alexander FinkeDarüber hinaus muss man in diesem bestimmten Fall mit sicherheit sehen, dass den Einsatzkräften in der Situation mit sicherheit nicht bewusst war, wen sie da retten. Ich denke für die Einsatzkräfte war es wie jeder Suizid bzw. jeder Unfall mit einer Bahn. Ich denke durch das, dass die Presse wohl schon frühzeitig vor Ort war, wurde es den Einsatzkräften sicherlich schon in einer frühen Phase klar wenn sie da Retten. Außerdem ist es aus meiner Erfahrung so, dass die an nächster Front nicht unbedingt darüber nachdenken, was neben Ihrer Aufgabe ist, aber die Leute im Backround/ die zweite Reihe bekommt das schon eher mit. Geschrieben von Alexander Finke Ich denke, dass is` eine ähnliche Situation, als wen du Haar scharf davon kommst im Einsatz. Das denke ich ist nicht unbedingt so, wenn Dir während eines Einsatzes ein Geschehen unterkommt, hast Du darüber im Vorfeld nicht nachgedacht, anders hier, gerade die Nähe der Tat bewegt die Menschen vor Ort, und wir wissen alle was wir reden und denken, wenn wir uns mit Kollegen, Freunden und Bekannten über so eine Tat und/oder so einen Täter unterhalten ...."wenn wir den in die Hand bekommen würden, dann [...]", das kennt doch jeder so auf diese oder ähnliche Art, oder? Mit Grüßen Michael Alles meine private und persönliche Meinung Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann. Oscar Wilde, irischer Dichter ICQ 494000336 | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP (KLF-Land) | 389061 | |||
| Datum | 01.03.2007 21:15 | 8477 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael HilbertIch Frage mich, was im Kopf einer Einsatzkraft in so einer Einsatzsituation vor geht, wird das Handeln und Tun emotional bestimmt oder Taktisch.Ich denke schon, dass da auch Emotionen mit reinspielen. Alles andere wäre auch irgendwie unmenschlich, oder? Geschrieben von Michael Hilbert Prinzipiel muss man doch so handeln wie in jedem andern Fall.Das Vorgehen wird letzlich nicht großartig anders sein, die Gedanken/der Umgang der Einsatzkräfte wahrscheinlich schon. Ich denke es sind sicher verschiedene Situationen, ob man jetzt irgendeine fremde, erwachsene Person hat, oder ein Kind (dann wahrscheinlich mit größerer Anspannung der Einsatzkräfte), oder einen gesuchten Verbrecher. Im letzteren Fall könnte ich mir schon vorstellen, dass der letzliche Ausgang der Rettungsversuche einem eher am A**** vorbei geht. (ohne jetzt irgendjemandem etwas vorwerfen zu wollen!). Ich denke, bei mir wäre das schon so. Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde... Meine Wehr: www.ffw-grafschaft.de | |||||
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| Autor | Mich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg | 389063 | |||
| Datum | 01.03.2007 21:25 | 8414 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian KruppIm letzteren Fall könnte ich mir schon vorstellen, dass der letzliche Ausgang der Rettungsversuche einem eher am A**** vorbei geht. (ohne jetzt irgendjemandem etwas vorwerfen zu wollen!). Ich denke, bei mir wäre das schon so. Ich kann es jetzt nur schwer beurteilen, aber ich Glaube es währe bei mir wahrscheinlich ebenso. Und darin sehe ich auch das große Problem. Was wenn dann ausgerechnet bei so einem Einsatz was schief geht, egal wie die Einsatzkräfte gehandelt haben (und ich gehe immer davon aus, das eine 100%tig korekte Arbeit geleistet wird, das möcht ich betonen), alle Einsatzkräfte werden dann wahrscheinlich in der Presse hin gestellt, dass es wohl beabsichtigt so gelaufen sein könnte .... zumindest könnte ich mir das vorstellen. Könnte dies dann das Vertrauen der Bevölkerung (Einwohner einer Kommune) erschüttern oder verlustig machen? Das ganze ist eine sehr heikle schwer zu beurteilende Sache. Mit Grüßen Michael Alles meine private und persönliche Meinung Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann. Oscar Wilde, irischer Dichter ICQ 494000336 | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8W., Bad Hersfeld / Hessen | 389064 | |||
| Datum | 01.03.2007 21:27 | 8293 x gelesen | |||
| Hallo, dazu passt auch dieser Bericht im Feuerwehr-Weblog. Auch ein Forum wie dieses hilft uns sicher manches besser verarbeiten zu können und uns wenn nötig auszutauschen. - Ulrich Wolf Wissen besteht aus Erfahrung. Alles andere ist nur Information. (Albert Einstein) - Meine Beiträge sind ausschließlich meine private Meinung und sind nur für dieses Forum bestimmt! | |||||
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| Autor | Patr8ick8 S.8, Nistertal / Westerwald / Rheinland-Pfalz | 389066 | |||
| Datum | 01.03.2007 21:40 | 8383 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael HilbertIch Frage mich, was im Kopf einer Einsatzkraft in so einer Einsatzsituation vor geht, wird das Handeln und Tun emotional bestimmt oder Taktisch. Emotionen spielen hier eine große Rolle. Wir hatten z.B. im Herbst 2005 einen schweren VU mit einem schwerverletzt eingeklemmten Feuerwehrkameraden aus dem Nachbarort. Seine Kameraden waren hier auch in der Erstalarmierung berücksichtigt, wurden aber von Anfang an aus der "eigentlichen technischen Rettung" komplett herausgehalten, was sich auch als absolut richtig rausstellte. Die FA wurden für Absicherungsmassnahmen etc. eingesetzt. Die Information, dass es sich bei dem Verletzten um einen Kameraden handelte wurde weitestgehend von den FA ferngehalten. Im Anschluß an diesen Einsatz wurden mehrere Termine in Sachen Einsatznachbereitung / Notfallseelsorge etc. angesetzt und auch sehr zahlreich wahrgenommen. Aber um auf die Frage zurück zu kommen: Man kann dies glaube ich nicht pauschal sagen. Aber ich denke, es gehört zum GMV, dass man eng emotional gebundene E-Kräfte besser von dem Einsatzgeschehen fernhält. Übrigens: Der verletzte kamerad lag mehrere Monate im Koma, kann aber mittlerweile wieder Arme und Beine bewegen, sprechen und befindet sich auf einem guten Weg der Besserung. Lobenswert muß man hier auch die unzähligen Hilfsaktionen der Bürger und der umliegenden Feuerwehren, die die Familie finanziell unterstützten und auch immernoch unterstützen, da Haus und Hof u.a. behindertengerecht umgebaut werden mussten, die Mutter musste Ihren Job für die Pflege aufgeben, und, und, und.... Gruß aus dem Westerwald! Patrick ..::Freiwillige Feuerwehr Nistertal - Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit::.. www.feuerwehr-nistertal.de Alle Aussagen sind ausschließlich meine eigene Meinung. | |||||
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| Autor | Hein8z C8., Friesenheim / Rheinland-Pfalz | 389074 | |||
| Datum | 01.03.2007 22:35 | 8460 x gelesen | |||
| Ich habe bei allen Einsätzen meine Grundsätze: Viele Leute haben mir schon gesagt, wenn ich von den vielen Reanimationen von Fixern in meinem damaligen Wachgebiet sprach, es wäre doch besser für die, wenn sie sterben. Egal wemich helfe, ich habe nicht das Recht zu endscheiden ob dieser Mensch leben darf oder nicht. Das gilt für mich für alle Einsätze. Einsätze, bei denen Kinder oder Angehörige der Feuerwehrleute oder Bekannte betroffen sind: Als Einsatzleiter muß ich die Stimmung und die Gefühle meiner Leute wahrnehmen und darf sie mit ihren Sorgen und Gedanken nicht allein lassen. Nach einem emotionell schwierigen Einsatz geht mir keiner nach Hause ohne das wir über die Sache gesprochen haben. Der Einsatz ist beendet wenn er aufbereitet ist. Das kann durchaus Wochen dauern. Ich rede mit meinen Leuten über meine Gefühle bei kritischen Einsätzen. Sie sollen wissen das sie nicht alleine Probleme haben und diese nicht nach dem Motto "harter Mann" wegstecken müssen. Im Einsatz mit Leichenbergung bestimme ich die Leute, die das machen. Kann auch mal Chefsache sein. kameradschaftliche Grüße Heinz | |||||
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| Autor | Onno8 E.8, Crawinkel & Halle(Saale) / TH & LSA | 389077 | |||
| Datum | 01.03.2007 22:58 | 8449 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael HilbertEr hatte sich in Erfuhrt vor eine Straßenbahn geworfen zunächst zwei Dinge: 1.) Erfuhrt wird Erfurt geschrieben 2.) Ort des Geschehens war hier nicht die thüringische Landeshauptstadt Erfurt sondern Schkeuditz in der Nähe der sächsischen Hauptstadt Leipzig. (Für manchen vielleicht nicht so wichtig, sollte aber meiner Meinung nach richtig gestellt werden.) zur Frage: Es ist als Außenstehender wohl schwer zu beurteilen was in den betroffenen Einsatzkräften vor sich ging. Aber niemand sollte (und so wie ich das einschätze, würde) an einer E-Stelle einen Unterschied machen zwischen einem Straftäter und einem unbescholtenen Bürger. Außerdem finde ich, dass so jemand eher durch eine Haftstrafe bestraft werden sollte als dass man ihm seinen Wunsch nach Tod in Erfüllung gehen lässt... -alles meine ganz private Meinung- | |||||
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| Autor | Marc8 M.8, Heidenheim a. d. Brenz / Baden-Württemberg | 389078 | |||
| Datum | 01.03.2007 23:07 | 8480 x gelesen | |||
| Wobei man auch anmerken muss, das Tatverdächtig noch lange nicht bedeutet, den wahren Täter vor sich zu haben ( auch wenn in diesem Fall einiges dafür spricht ). Wie schon von anderen geschrieben, sollte bei den Einsatzkräften hier Professionalität vor Emotionen haben. Und gerade als Erstangreifer hat man a) meistens ohnehin keine Ahung wen man da vor sich hat und b) fehlt einem oft die Übersicht bzw. die nötigen Hintergrundinfos, um urteilen zu können. Mir ging es auch schon so, dass ich bei THL innerlich einen vermeintlichen Unfallverursacher verflucht habe, im Nachhinein stellte sich der Betreffende aber als völlig unschuldig raus... | |||||
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| Autor | Onno8 E.8, Crawinkel & Halle(Saale) / TH & LSA | 389081 | |||
| Datum | 01.03.2007 23:31 | 8489 x gelesen | |||
Geschrieben von Marc Maierdas Tatverdächtig noch lange nicht bedeutet, den wahren Täter vor sich zu habenGanz meiner Meinung! Geschrieben von Marc Maier Mir ging es auch schon so, dass ich bei THL innerlich einen vermeintlichen Unfallverursacher verflucht habe, im Nachhinein stellte sich der Betreffende aber als völlig unschuldig raus... Aber deshalb wird(sollte) er genau so behandelt wie alle anderen Opfer. Interessant wird die Frage dann, wenn man bspw. einen Rüstsatz vor Ort hat (ich weiß, nachfordern geht immer, kann aber u.U. länger dauern) aber zwei Personen in zwei PKW. Ob dann immer objektiv entschieden wird wer zuerst "bearbeitet" wird... -alles meine ganz private Meinung- | |||||
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| Autor | Mich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg | 389095 | |||
| Datum | 02.03.2007 06:52 | 8375 x gelesen | |||
| Guten morgen zusammen Geschrieben von Onno Eckert 1.) Erfuhrt wird Erfurt geschrieben *fürfehlerentschuldige* und *nächstesmalbessermache* Geschrieben von Onno Eckert Es ist als Außenstehender wohl schwer zu beurteilen was in den betroffenen Einsatzkräften vor sich ging. Aber niemand sollte (und so wie ich das einschätze, würde) an einer E-Stelle einen Unterschied machen zwischen einem Straftäter und einem unbescholtenen Bürger. Sollte und würde ist schon klar, aber jetzt stelle Dir mal die Situation xxx vor; Du Vater von x Kindern, in Deinem Heimatort passiert so etwas oder ähnliches, u.U. kanntest Du die Betroffene Familie, Du muss zu einem Einsatz und stellst fest, "das ist der Täter" Was geht in Dir vor, wie handelst Du ...? (das DU soll nicht auf dich bezogen sein, sondern eine allgemeine Fragestellung an jeden) Heute morgen sah ich das Interview eines Arztes, Aussage in etwa so; " Ich bin auch Vater von mehreren Kindern[...]es Berührt mich sehr was da geschehen ist[...] es ist eine schwiriger Fall für einen Arzt so einen Patienten zu haben [....] es ist mein Patient[...]" (alles sinngemäß aus der Errinerung) Geschrieben von Onno Eckert Außerdem finde ich, dass so jemand eher durch eine Haftstrafe bestraft werden sollte als dass man ihm seinen Wunsch nach Tod in Erfüllung gehen lässt... Da gebe ich Dir 100%tig recht! Nur, mal aus der anderen Seite der Zukunft gesehen, in 10, vielleicht 15 oder auch 20 Jahren kommt er wieder frei, ob er geheilt ist sagen Ärzte .... so wie schon oft geschehen ..... Ich finde Haft als die absolut richtige Bestrafung an, nur kommen die Täter zu oft frei, wenn noch eine Gefahr von ihnen ausgeht, aber dieser Teil ist glaube ich hier im Forum an der falschen stelle um es zu Diskutieren. Mit Grüßen Michael Alles meine private und persönliche Meinung Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann. Oscar Wilde, irischer Dichter ICQ 494000336 | |||||
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| Autor | Patr8ick8 S.8, Nistertal / Westerwald / Rheinland-Pfalz | 389097 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:14 | 8427 x gelesen | |||
Geschrieben von Heinz CapranoEgal wemich helfe, ich habe nicht das Recht zu endscheiden ob dieser Mensch leben darf oder nicht. Right! Gruß aus dem Westerwald! Patrick ..::Freiwillige Feuerwehr Nistertal - Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit::.. www.feuerwehr-nistertal.de Alle Aussagen sind ausschließlich meine eigene Meinung. | |||||
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| Autor | Onno8 E.8, Crawinkel & Halle(Saale) / TH & LSA | 389099 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:36 | 8353 x gelesen | |||
Geschrieben von Onno Eckert Schkeuditz in der Nähe der sächsischen Hauptstadt Leipzig Leipzig ist natürlich "nur" die inoffizielle Hauptstadt, Landeshauptstadt ist Dresden ;-) Geschrieben von Michael Hilbert es ist mein PatientAuch wenn dem Arzt schwer fällt, aber er verhält sich professionell. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man als Einsatzkraft tatsächlich Rettungsmaßnahmen verhindert/verzögert nur weil man denkt zu wissen wen man vor sich hat. Geschrieben von Michael Hilbert in 10, vielleicht 15 oder auch 20 Jahren kommt er wieder frei,überleg mal was in den letzten 10-20 Jahren deines Lebens passiert ist. Das is ne lange Zeit! Geschrieben von Michael Hilbert nur kommen die Täter zu oft frei, wenn noch eine Gefahr von ihnen ausgehtDas sind Einzelfälle (nur 3-4% der Täter werden rückfällig). Von vielen erfolgreichen Fällen erfährt man nix, die schlechten Fälle werden (zu recht) bekannt. Aber wie du schon sagtest, das ist ne Wissenschaft für sich und Geschrieben von Michael Hilbert hier im Forum an der falschen stelle um es zu Diskutieren. -alles meine ganz private Meinung- | |||||
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| Autor | Jose8f M8., Gütersloh / NRW | 389100 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:40 | 8335 x gelesen | |||
Geschrieben von Heinz CapranoNach einem emotionell schwierigen Einsatz geht mir keiner nach Hause ohne das wir über die Sache gesprochen haben. Vorsichtige Frage: Ist es nicht inzwischen "Stand der Technik", mit Nachbesprechung, Debriefing, Aufbereitung oder wie auch immer man es nennt frühestens 24h nch dem Ereignis zu beginnen und es ohne Führungskräfte abzuhalten? | |||||
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| Autor | Flor8ian8 B.8, Völklingen / Saar | 389101 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:49 | 8343 x gelesen | |||
| Mahlzeit? und was machen traumatisierte Führungskräfte ? Ich denke gerade PTSD macht uns alle gleicher als uns leib ist. Wichitg ist das die Angebote alle freiwillig sind .... Mit kameradschaftlichem Gruß Florian **** Für meine Stille Mitleser gilt übrigens das selbe wie für die anderen (eigne Meinung, frei Meinungsäusserung, Probleme mit mit bitte mit mir klären) **** "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertrigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht" Scharnhorst | |||||
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| Autor | Will8em 8B., Breitenstein / Baden-Württemberg | 389102 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:49 | 8354 x gelesen | |||
| So etwas hier am grünen Tisch richtig zu beurteilen ist tatsächlich sehr schwierig, und bringt daher nicht viel. Das Szenario was du hier schilderst dass wir in der Presse so dargestellt werden könnten als ob wir selbst Richter gespielt hätten, daran möchte ich gar nicht denken. Erstens halte ich es für so gut wie ausgeschlossen. Zweitens dürfte es schier unmöglich sein Vorsatz nachzuweisen. Der Imageschaden wäre allerdings mehr als eine Katastrophe. Aber sehr gut dass du das schwierige Thema angesprochen hast. Herzliche Grüße aus dem "wilden Süden" | |||||
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| Autor | Will8em 8B., Breitenstein / Baden-Württemberg | 389103 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:57 | 8279 x gelesen | |||
Geschrieben von Onno EckertOb dann immer objektiv entschieden wird wer zuerst "bearbeitet" wird... Das wird uns dann der Notarzt auf Grund von medizinische Kriterien schon sagen. Das ist nicht an uns dies zu entscheiden. Herzliche Grüße aus dem "wilden Süden" | |||||
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| Autor | Mich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg | 389104 | |||
| Datum | 02.03.2007 08:59 | 8392 x gelesen | |||
Geschrieben von Onno EckertAuch wenn dem Arzt schwer fällt, aber er verhält sich professionell. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man als Einsatzkraft tatsächlich Rettungsmaßnahmen verhindert/verzögert nur weil man denkt zu wissen wen man vor sich hat. Ich wollte damit nicht behaupten, das ein Arzt oder eine andere Einsatzkraft Fahrlässig oder falsch handelt, wenn so ein Fall vorliegt, im gegenteil bin ich der Meinung dass wahrscheinlich jeder doppelt so sehr darauf bedacht ist, keine Fahler zu machen, da jeder u.U. die Folgen kennt. Da war mal vor vielen Jahren ein Fall, wo sich ein Sexuallstraftäter "stilllegen" lassen wollte, bei der OP kam es dann wohl durch die arkose zu Komplikationen und der Mann starb. Es wurde dann immer behauptet, dass es die Absicht der Ärzte war, obwohl einwandfrei das Gegenteil bewiesen war .... >>Volksmund tut Meinung kund<< Geschrieben von Onno Eckert Das sind Einzelfälle (nur 3-4% der Täter werden rückfällig). Sind das nun viele oder wenige ...... Geschrieben von Onno Eckert Aber wie du schon sagtest, das ist ne Wissenschaft für sich und Mit Grüßen Michael Alles meine private und persönliche Meinung Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann. Oscar Wilde, irischer Dichter ICQ 494000336 | |||||
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| Autor | Onno8 E.8, Crawinkel & Halle(Saale) / TH & LSA | 389108 | |||
| Datum | 02.03.2007 09:07 | 8330 x gelesen | |||
Geschrieben von Willem BaaijDer Imageschaden wäre allerdings mehr als eine Katastrophe. Ich weiß gar nicht ob es einen so großen Imageschaden gäbe. Allein die Disskusion hier zeigt doch, dass jeder verstehen kann, dass solche Einsätze schwierig sein können. Der Volksmund würde doch noch ganz andere Sachen machen wollen... *duckundweg* -alles meine ganz private Meinung- | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP (KLF-Land) | 389110 | |||
| Datum | 02.03.2007 09:15 | 8425 x gelesen | |||
Geschrieben von Marc MaierWobei man auch anmerken muss, das Tatverdächtig noch lange nicht bedeutet, den wahren Täter vor sich zu haben ( auch wenn in diesem Fall einiges dafür spricht ).Unabhängig von der jetztigen Tat handelt es sich immerhin um einen verurteilten Kinderschänder. Geschrieben von Marc Maier Professionalität vor EmotionenDas eine schließt m.E. nach das andere nicht aus. Professionalität heißt für mich auch, mit Emotionen umzugehen, positiven wie negativen. Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde... Meine Wehr: www.ffw-grafschaft.de | |||||
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| Autor | Flor8ian8 B.8, Völklingen / Saar | 389112 | |||
| Datum | 02.03.2007 09:17 | 8392 x gelesen | |||
Geschrieben von Marc MaierWie schon von anderen geschrieben, sollte bei den Einsatzkräften hier Professionalität vor Emotionen haben Professionalität statt Emotionen (zumindestens im Einsatz) Mit kameradschaftlichem Gruß Florian **** Für meine Stille Mitleser gilt übrigens das selbe wie für die anderen (eigne Meinung, frei Meinungsäusserung, Probleme mit mit bitte mit mir klären) **** "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertrigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht" Scharnhorst | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP (KLF-Land) | 389113 | |||
| Datum | 02.03.2007 09:20 | 8434 x gelesen | |||
Geschrieben von Josef MäschleIst es nicht inzwischen "Stand der Technik"Böse Gegenfrage: Ist der Stand der (FW-)Technik denn überall in D gleich? Geschrieben von Josef Mäschle und es ohne Führungskräfte abzuhalten?Da kann man geteilter Meinung sein. Wenn Führungskraft an einem entsprechenden Einsatz beteiligt war, gehört sie auch zur Nachbesprechung dabei. Für den Fall, dass jemand nicht vor der Führungskraft sprechen will (oder auch vor der Mannschaft), gibt es immer noch das Mittel des persönlichen 4-Augen-Gesprächs. Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde... Meine Wehr: www.ffw-grafschaft.de | |||||
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| Autor | Jose8f M8., Gütersloh / NRW | 389129 | |||
| Datum | 02.03.2007 09:57 | 8329 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian KruppBöse Gegenfrage: Ist der Stand der (FW-)Technik denn überall in D gleich? Dem Argument habe ich wahrlich nichts entgegennzusetzen. Geschrieben von Sebastian Krupp Da kann man geteilter Meinung sein. Wenn Führungskraft an einem entsprechenden Einsatz beteiligt war, gehört sie auch zur Nachbesprechung dabei. Für den Fall, dass jemand nicht vor der Führungskraft sprechen will (oder auch vor der Mannschaft), gibt es immer noch das Mittel des persönlichen 4-Augen-Gesprächs. So wie ich es verstanden hatte war der Sinn der Trennung, die Hierarchieebenen aus der Nachbereitung von vorne herein herauszuhalten bzw. dadurch keine Hemmschwellen beim Wunsch, sich zu öffnen, entstehen zu lassen. Es gibt also nach wie vor keine allgemeinen "Guidelines", wie einen Nachbetreuung grundsätzlich erfolgen sollte, sondern jeder macht regional, was er für das Beste hält? Das klingt in der Tat sehr nach Feuerwehr... Gruß, (Jo)sef Mäschle. -------------------------- Führung. Koordinierung und Zusammenfassung aller Kräfte und Mittel zur Erreichung des angestrebten Zieles. Lexikon Brandschutz, Staatsverlag der DDR, Berlin 1986 | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8H., Weissach / BaWü | 389176 | |||
| Datum | 02.03.2007 13:46 | 8258 x gelesen | |||
Geschrieben von Willem BaaijDer Imageschaden wäre allerdings mehr als eine Katastrophe. Das glaube ich nicht, gerade weil die meisten anderen Menschen so denken wie wir. Allerdings sollte uns klar sein, dass es nicht unsere Aufgabe ist andere Menschen zu bestrafen und wir solche Situationen, dass der Ausgang uns egal ist, vermeiden müssen, alleine aus moralischen Gründen und der Tatsache in einem Rechtsstaat zu leben. Gruß Alex Meine ganz persönliche Meinung!! Wer sie auch haben will kann sie mieten, für nur 4,50? im Monat. :D | |||||
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