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ThemaMindeststärke Ostdeutschland11 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorMell8ner8 J.8, Emden / Niedersachsen389915
Datum07.03.2007 08:534310 x gelesen
Hallo! Ich hab´ da mal ´ne Frage. Oft hört und liest man, dass gerade in den neuen Bundesländern tagsüber kaum noch Leute zum Einsatz kommen. Viele würden auswärts arbeiten, oder sind weggezogen heisst es dann. Die Frage ist nicht deskriminierend gemeint, aber was ist denn mit den vielen Arbeitslosen? Der Osten ja bekanntlich leider zu viele.

Also meine Frage: Immer mehr Arbeitslose aber immer weniger (tagsüber) verfügbare Feuerwehrleute?

Kann mir das mal bitte jemand erklären?


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AutorSven8 K.8, Vogtland/ Sachsen / 389923
Datum07.03.2007 09:303768 x gelesen
Geschrieben von Mellner JohannAlso meine Frage: Immer mehr Arbeitslose aber immer weniger (tagsüber) verfügbare Feuerwehrleute?

Dann fühle ich mich als Ossi mal angesprochen :-)
Allerdings kann ich nicht für die neuen Länder pauschal, sondern hauptsächlich über den "Zustand" in der eigenen Wehr berichten.

Da sieht es nun so aus, dass der Großteil glücklicherweise einer festen Arbeit nachgeht. Der Rest setzt sich aus Schülern, Zivis und kurzzeitig Beschäftigungslosen zusammen.
Die gefühlte Arbeitslosigkeit ist somit relativ unerheblich und 1 Prozent mehr oder weniger bewirkt nicht plötzlich die Mehrverfügbarkeit einer Gruppe o.ä.

Zudem ja -nach meinem Empfinden- die Arbeitslosigkeit hier eher die älteren Generationen und die Jugend betrifft. Die Jugend geht weg und jmd. der 50 Jahre oder älter ist brauche ich nicht neu zu 'rekrutieren'.

Letztendlich finde ich das die These mehr Arbeitslose = höhere Tagesalarmstärke so nicht haltbar ist.


MkG Sven

-meine Meinung-

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AutorMell8ner8 J.8, Emden / Niedersachsen389926
Datum07.03.2007 09:413724 x gelesen
So krass meinte ich das ja auch gar nicht. Nur aus eigener Erfahrung ist man bei einem Einsatz morgens so gegen 10 Uhr froh um jeden der kommt. So, ist das zumindestens bei uns. Und da machen 2-3 Erwerbslose die dann kommen könnten schon was aus. Aber du hast recht, diese gleichung ist etwas übertrieben ;)


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AutorLars8 B.8, Zwinge / Thüringen389930
Datum07.03.2007 10:193779 x gelesen
Hallo,
ich kann jetzt nur für unsere Wehr bzw. beiden Ortsteilwehren sprechen.

Wir haben in unseren Reihen von 35 Mann in der Einsatzabt. z.B. keinen einzigen Arbeitslosen.
Ich denke durch Wegzug,oder Montage/Schichtarbeit sind viele kleine Feuerwehren tagsüber nicht komplett einsatzfähig(allein).

Pauschalisieren mag ich es jetzt nicht,aber meine pers.Meinung zu dem Thema ist,das einfach von den vielen Arbeitslosen die es ja leider gibt,kaum einer in der Freiwilligen Feuerwehr zu sein scheint.......,zumindest würde ich so die Statistik/deine Aussage so beantworten ?!

Gruß Lars


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AutorJens8 M.8, Enger / NRW389947
Datum07.03.2007 13:053744 x gelesen
Geschrieben von Lars BallhausePauschalisieren mag ich es jetzt nicht,aber meine pers.Meinung zu dem Thema ist,das einfach von den vielen Arbeitslosen die es ja leider gibt,kaum einer in der Freiwilligen Feuerwehr zu sein scheint.......,zumindest würde ich so die Statistik/deine Aussage so beantworten ?!

Würde ich auch so sagen. bzw, sind bei unseren ~33~37 aktiven die letzten Jahre auch kaum
Arbeitslose dabei, eigentlich gar keine - sind wenn fast sofort wieder in einem Arbeitsverhältnis.

Gruss


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AutorChri8sti8an 8H., Harmstorf / Niedersachsen389956
Datum07.03.2007 13:173751 x gelesen
Geschrieben von Jens Meyersind wenn fast sofort wieder in einem Arbeitsverhältnis

Kann man daraus vielleicht sogar den (provokativen und durch keinerlei Statistik erhärteten) Rückschluss ziehen, dass Feuerwehrangehörige auf dem Arbeitsmarkt eben doch gar nicht so ungern gesehen werden?

Der "Gefahr", dass die Kameraden sich hin und wieder vom Arbeitsplatz entfernen, steht ja immerhin auch die Bereitschaft entgegen, sich freiwillig zu qualifizieren und zu engagieren...

Mit hoffnungsvollen Grüßen,
Christian


Meine ganz private Meinung!

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AutorJens8 M.8, Enger / NRW389980
Datum07.03.2007 14:023729 x gelesen
Geschrieben von Christian HüppeKann man daraus vielleicht sogar den (provokativen und durch keinerlei Statistik erhärteten) Rückschluss ziehen, dass Feuerwehrangehörige auf dem Arbeitsmarkt eben doch gar nicht so ungern gesehen werden?

Der "Gefahr", dass die Kameraden sich hin und wieder vom Arbeitsplatz entfernen, steht ja immerhin auch die Bereitschaft entgegen, sich freiwillig zu qualifizieren und zu engagieren...


Hm, daß weiß ich nicht. Bzw. pauschal kann man das nicht sagen.

Gibt da bei uns verschiedene Gruppen von Arbeitsgebern.
Einer z.B. war selber mal Aktiv, beschäftigt viele Leute aus der FF und stellt auch idR problemlos frei für Einsatz etc.
Wurde dafür auch mit dieser DFV Aktion "geehrt".
Der letzte Kamerad der seine Arbeit gewechselt hat, hat gleich gesagt bekommen das er nicht
weg kann für Einsätze (ja ich kenn das FSHG - aber eben auch die Realität ;-))

Ich würds bei uns eher auf die Leute und Region (OWL) schieben, daß das so "gut" geht.


Gruß JM

Löschzug Dreyen und Jugendfeuerwehr der Feuerwehr Stadt Enger

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AutorThom8as 8E., Hohenstein / Thüringen389991
Datum07.03.2007 14:363761 x gelesen
Mich stört die ?Ossi/ Wessi? Unterscheidung 16 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ganz erheblich. Es gibt sicher auch im westlichen Teil Deutschlands Wehren welche Probleme mit der Tageseinsatzbereitschaft haben. Ich leite selber eine Wehr mit neun kleinen Ortsfeuerwehren in Nordthüringen. Auch wir haben Probleme mit der Sicherung der Tagesalarmsicherheit. Die personellen Resourcen in der Anwerbung von Arbeitslosen zu suchen halte ich für den falschen Weg, da gerade im ländlichen Bereich diese für den Feuerwehrdienst ?überaltert? sind. Die Jungen bilden wir aus und sind sie dann los, da Sie hier keine Arbeit finden.

Ich sehe immer wieder zwei Gegenargumente bei der Mitgliederwerbung auf mich zukommen: 1.?Lass das doch lieber die anderen, oder die Jugend machen? - 2. ?ich bin doch schon in anderen Vereinen wie Kleintierzüchter, Angler, Schützen usw? (nur löschen die leider kein Feuer oder schneiden Unfallopfer aus ihren Fahrzeugen)

Fazit: All zu oft verlassen sich die Bürger auf den Staat, die Kommune mit ihrer Feuerwehr oder einfach auf den Nachbarn ohne selber aktiv zu werden. Wenn die Führung der Feuerwehren (inkl. der Träger der Fw) dieses Problem nicht erkennt und gegensteuert, wird es uns irgendwann mal überrollen.

Also: ?Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr?!

Mit freundlichen Grüßen
Thomas


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AutorSven8 K.8, Vogtland/ Sachsen / 389994
Datum07.03.2007 14:423710 x gelesen
Geschrieben von Christian HüppeKann man daraus vielleicht sogar den (provokativen und durch keinerlei Statistik erhärteten) Rückschluss ziehen, dass Feuerwehrangehörige auf dem Arbeitsmarkt eben doch gar nicht so ungern gesehen werden?

Wobei man hier noch den Arbeitsort berücksichtigen muss. Wieviele können innerhalb von 5 Minuten an der Wache sein?
Wenn von 30 Kameraden 25 auswärts/weiter weg arbeiten (was besonders im Osten gut möglich ist) und somit tagsüber auch nicht als Arbeitskraft ausfallen können, so hinkt auch dieser Vergleich.


MkG Sven

-meine Meinung-

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AutorMell8ner8 J.8, Emden / Niedersachsen389995
Datum07.03.2007 14:463759 x gelesen
Es war ja auch gar nicht dieses typische Ost-West-Klischee gemeint. Nur eines ist doch wohl klar. Der Osten ist davon leider wesentlich stärker betroffen. Man muss sich nur mal die Einwohnerzahlen von bitterfeld oder stendal ansehen.

---Seit 1990 ist die Einwohnerzahl der Stadt durch Abwanderung und Sterberateüberschuss stark rückläufig und nähert sich der 1964 erreichten historischen Tiefstandsmarke an.----
Quelle Wikipedia.


Gleichzeitig sind aber die Arbeitslosenzahlen überall gestiegen, leider auch wieder gerade im Osten.

Meine Ausgangsfrage war ja nur, wie es kommt, dass es so viele Arbeitslose gibt, aber die Tagesalarmstärke immer mehr abnimmt. In unserer Wehr gibt es zwar keinen Arbeitslosen aber, als Student mit viel Ferien kann ich sagen, dass uns ein VU morgens um 10 Uhr schon mal an die Personalgrenzen bringt. Und das bei 43 Kräften.


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AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen390061
Datum07.03.2007 19:583727 x gelesen
Geschrieben von Mellner JohannAlso meine Frage: Immer mehr Arbeitslose aber immer weniger (tagsüber) verfügbare Feuerwehrleute?
Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Hallo Johann,
Du musst vor allem Statistiken ?lesen? lernen. 20 % AL, soviel sind es bei uns ca. leider, heißt nicht das 15 % aus den ABL hier her gewandert sind, weil Arbeitslosigkeit hier so süß ist. Es sind also i.d.R. dieselben Leute, die freilich früher Arbeit hatten (egal ob FF oder nicht), aber viele andere sind der Arbeit wegen jetzt wo anders.
Damit sinkt zwangsweise die Beschäftigungsrate hier vor Ort. Wir haben somit auch AL in der FF, genauso wie welche, die wieder Arbeit gefunden haben, bzw. sich selbstständig gemacht haben.
(Und man kann allen nur die Daumen drücken)

Warum ein AL-gewordener nicht FA sich nun bei der FF bewerben sollte, kommt mir nicht recht in den Kopf. Ich glaube der hat andere Sorgen, nämlich Arbeit zu finden (was schlecht in ?Bereitschaft? von zu Hause geht) und außerdem muß man dazu viel zu oft unendlich ?flexibel? sein, keine Ahnung von Tarif haben und möglichst die Gewerkschaften hassen, sich also den globalisierten Anforderungen stellen. Das geht dann etwa 6 Monate gut, dann bekommt man 3 Monate keinen Lohn mehr, um dann nebenbei zu erfahren, das der AG in Konkurs gegangen ist. Ja woher sollte man das denn alles wissen?
Und vergesst nicht wer die Arbeit verliert, verliert auch an Selbstvertrauen. Damit kann nicht jeder umgehen, gerade hier, wo es früher für alle eine Arbeit gab!

Wenn wir allerdings auch 8 ?/h an Entschädigung für die Einsatz- und Ausbildungsstunde zahlen könnten, würde sich die Agentur für Arbeit wahrscheinlich wundern. (soviel würde mancher gerne im regulärem Job bekommen)
So bleibt alles erst mal beim Alten.

Wobei wir als FF explizit noch nicht barmen müssen, für 450 EW des Ortsteiles, sind 32 aktive FA sicher für andere beneidenswert, dabei ein Altersdurchschnitt von ca. 34 Jahren und 32 %! Frauenanteil.
Damit besetzen wir auch Dienstag 10:00 das LF innnerhalb von 5 min (jedenfalls ist es mir bisher nicht gelungen, bei meiner 7 km Anfahrt von Arbeit dieses zu erreichen. So bleibt mir ?glücklicherweise? die Nachhut im MTW).
Aber 15 ? 20 Mitglieder in der JFW, daraus 2 bis 3 Mannschaften für Wettkämpfe bilden (z.B. wieder mal Sachsenmeister werden), davon können wir auch nur noch träumen. Jedes Mädchen/Frau welche weggeht nimmt statistisch gesehen ja auch min. ein Kind mit.


mkg hwk

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