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ThemaHängetrauma22 Beträge
Rubrikpers. Ausrüstung
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  • Hängetrauma im Überblick
  • Hängetraum aus Sicht der BG#
  •  
    AutorJako8b T8., Bischheim / Rheinland - Pfalz392647
    Datum23.03.2007 14:0013310 x gelesen
    Hallo!

    Nach dem wir zuletzt über das Thema "Hängetrauma" gesprochen haben, wurde die Frage gestellt ob es nicht einen besonderen Sicherungsgurt/Fanggurt gibt der das Hängetrauma evtl, hinauszögert um den Rettern etwas mehr Zeit zu geben.

    Bei den bisher verwendeten Fanggurten stellten sich nach div. Versuchen in einigen Fällen schon nach wenigen Minuten schweren Anzeichen des Hängetraumas ein.
    Dies könnte dazu führen, das trotz rechtzeitig alarmierten Hilfkräften eine Person unter Umständen nicht mehr zu retten ist.

    Hier nochmal ein Link zu dem Thema.

    Nun meine Frage, gibt es spezielle Gurte?

    Gruß vom Berg

    Jakob


    Alles meine ganz private Meinung und keinesfalls die Meinung meiner Feuerwehr oder Gemeinde oder sonst wem!

    Alle meine Beiträge sind ausschließlich zur Verwendung auf www.feuerwehr-forum.de bestimmt. Die Verwendung ganzer Beiträge, Textpassagen, Zitaten, Bildern usw. von mir aus diesen Forum in anderen Foren oder Medien nur mit meiner vorherigen Genehmigung!

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    AutorStep8han8 B.8, Wesseling / NRW392652
    Datum23.03.2007 14:4711621 x gelesen
    Hallo!

    Ein Fanggurt ist ein Auffanggurt nach EN 361?

    Es gibt neben den einfachen "Dachdecker-Standardgurten" auch Auffanggurte mit guter Polsterumg, vor allem im Oberschenkelbereich, z.B. Petzl Navaho u.a., die auch als Arbeitsgurte für Höhenarbeit verwendet werden können. Allerdings werden auch in den Gerätesätzen Absturzsicherung der Feuerwehr oftmals Einfachstgurte aus ungepolsterten Gurtband vorgehalten.

    Im Lehrgang AbStusi wurde als Möglichkeit das Hängetrauma herauszuzögern die Muskelpumpe beschrieben um eine aktive Beinaktivität zu erreichen. Dies setzt aber voraus, dass die betreffende Person noch bei Bewusstsein ist und über die Brustöse (einige Einfachstgurte haben keine) angeseilt ist.

    Gruß Stephan


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    AutorThom8as 8Z., Kruft / RP, VG Pellenz392654
    Datum23.03.2007 14:5811467 x gelesen
    Hi,

    eine weitere Möglichkeit ist der sog. Prusikknoten. Setzt allerdings auch vorraus das die betreffende Person bei Bewußstsein ist.

    Grüße

    Thomas


    Meine persönliche Meinung !

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    AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Schweiz / Aargau / Schweiz392656
    Datum23.03.2007 15:1911651 x gelesen
    Mit dem Prusikknoten kann man aber nicht viel an der Lage der Person ändern. Das Problem besteht ja darin, dass alles Blut in die Beine absackt bei der bewusstlosen oder über längere Zeit inaktiven Person. Sobald man sich bewegt ist das Problem beseitigt, sonst wären Klettertouren ja nicht möglich.

    Mit dem Prusik höher einzubinden hat dann keinen grossen Vorteil, ausser dass der Oberkörper nicht mehr so stark nach hinten absacken kann, was vor allem bei reinen Sitzgurten der Fall ist.

    Was ich mir allerdings gerade überlege: Komme ich an einen solchen Unfall ist eines klar: Die Person muss schnellstmöglich die Beine bewegt bekommen, im Minimum sollte sie horizontal gelagert werden. U.U. kann ich die Person nicht schnell genug ablassen, also muss das im Seil geschehen. Was wäre die beste Rettungsmethode?

    Mein Ansatz: Wenn vorhanden ein Rettungsbrett o.ä. vorbereiten, indem je ein Strick in die kurzen Enden eingebunden werden. In diese beiden Stricke (einer am Kopf, der andere am Fuss) kommen dann die eigentlichen Tragestricke, die mittels eines Achterknotens mit Spiel eingebunden wurden. Das Rettungsbrett kann dann so zu mir und dem Opfer abgelassen werden, bzw unter das Opfer. Durch langsames anheben des Rettungsbrettes und gleichzeitigem "Betten" des Opfers kann es so in die Horizontallage gebracht und langsam geborgen werden. Dabei werden die Gurten des Opfers aber nicht(!) gelöst, da das Brett ansich keine genügende Abstruzsicherung darstellt, aber immerhin wäre das Opfer schnell in der horizontalen.
    Was habt ihr für Ideen diesbezüglich?


    Dieser Beitrag repräsentiert meine private Meinung und muss weder mit der der FFW Würenlingen oder der der WF PSI noch der der Gemeinde Würenlingen bzw. dem Arbeitsgeber (PSI) übereinstimmen.

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    AutorAndr8eas8 D.8, Stolberg / NRW392658
    Datum23.03.2007 15:4411467 x gelesen
    ...was hast Du dann mit dem Prusik vor?

    Das einfachste: Mit Hilfe der eingebundenen Acht und einer Bandschlinge eine Trittschlinge bauen, darin "eintreten" und den Körper entlasten...


    Gruß
    ado

    -----

    Wie immer: MEINE Meinung

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    AutorStep8han8 B.8, Wesseling / NRW392659
    Datum23.03.2007 15:5511441 x gelesen
    Hallo!

    Geschrieben von Andreas DovernDas einfachste: Mit Hilfe der eingebundenen Acht und einer Bandschlinge eine Trittschlinge bauen, darin "eintreten" und den Körper entlasten...


    Das ist das, was ich unter dem Begriff Muskelpumpe kenne.

    Gruß Stephan


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    AutorAndr8eas8 D.8, Stolberg / NRW392660
    Datum23.03.2007 16:0011507 x gelesen
    Hmm. Da hab ich wohl in meinem Rettungsassistenten nicht aufgepasst. Ich verstehe unter dem Begriff Muskelpumpe die Unterstützung des Blutkreislaufs durch die Bewegungen der Muskeln. Durch das An- und Entspannen der Muskeln bei der Bewegung werden die in der Tiefe der Muskel verlaufenden Venen immer wieder komprimiert, was zu einem verbesserten Rückfluss des Blutes führt...

    ;-)


    Gruß
    ado

    -----

    Wie immer: MEINE Meinung

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    AutorStef8fen8 G.8, Frankfurt am Main / Hessen392661
    Datum23.03.2007 16:0511483 x gelesen
    Hallo Jakob,
    mir ist klar, dass Feuerwehren grundsätzlich alles ausprobieren müssen.

    Geschrieben von Jakob TheobaldBei den bisher verwendeten Fanggurten stellten sich nach div. Versuchen in einigen Fällen schon nach wenigen Minuten schweren Anzeichen des Hängetraumas ein.
    Davon allerdings solltet ihr die Finger lassen!!! Selbst unter Aufsicht eines Arztes ist das ein heikler Selbstversuch, der zu schweren körperlichen Schädigungen bis hin zum Tod führen kann. Und das geht wesentlich schneller als man denkt.
    Besser gepoltsterte Gurte helfen da nur bedingt, die Polster sind meistens im "Sitzbereich" also an den Hinterseiten der Oberschenkel sowle an der Hinterseite des Beckens angebracht. Hilft also nicht, wenn die Person an der dorsalen (rückwärtigen) Anschlagöse festgemacht wurde.
    Grundsätzlich gilt, dass man sich vor einem Sturz Gedanken darüber machen muß wie man die Person im Ernstfall möglichst schnell zum Boden bringt, damit die Gefahr eines Hängetraumas ausgeschlossen ist. Das gilt natürlich genau so für Übungen.
    Ich finde es ja löblich, dass Du dir Gedanken über dieses Thema machst, frage mich aber ernsthaft, was man Dir/Euch bei der Ausbildung beigebracht hat? Das ist Grundwissen, dass jeder Anwender von PSA gegen Absturz haben muss. Sturz vermeiden-Hängetrauma ausschließen, bekommen meine Absolventen in der zweiten Unterrichtseinheit beigebracht.

    Halt die Ohren steif
    der Steffen


    Alle Menschen sind klug; die einen vorher - die anderen nachher. (chinesisches Sprichwort)

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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Saar392663
    Datum23.03.2007 16:1011398 x gelesen
    Ist in dem Sinne das selbe,

    ein Mitschüler hatte das als Referatsthema

    übrigens wurden in Frankreich (?) versuche zum Thema Hängetrauma durchgeführt..

    Alle Experimente wurden nach spätestens ca einer halben Stunde abgebrochen


    Mit kameradschaftlichem Gruß

    Florian

    ****
    "Prüft sorgfältig bevor ihr Bewährtes ändert, aber haltet nicht an Bewährtem fest, wenn die Lage dies nicht länger rechtfertrigt und die bewährte Lösung nicht den Erfordernissen der Zukunft entspricht"

    Scharnhorst

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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392665
    Datum23.03.2007 16:2011637 x gelesen
    Geschrieben von Dominic Suterim Minimum sollte sie horizontal gelagert werden

    Geschrieben von Dominic SuterDurch langsames anheben des Rettungsbrettes und gleichzeitigem "Betten" des Opfers kann es so in die Horizontallage gebracht und langsam geborgen werden. Dabei werden die Gurten des Opfers aber nicht(!) gelöst, da das Brett ansich keine genügende Abstruzsicherung darstellt, aber immerhin wäre das Opfer schnell in der horizontalen.

    Achtung Bergetot!

    Quelle: Wikipedia "Hängetrauma"
    Nach der Rettung einer betroffenen Person ist zu beachten, dass diese für 10 bis 20 Minuten in eine kauernde Lagerung gebracht werden oder zumindest sitzend mit ausgestreckten Beinen und aufrechtem Oberkörper. Wichtig ist nach der Rettung aus dem Seil, den Patienten nicht hinzulegen oder in Schocklage zu versorgen. In den ersten bekannt gewordenen Fällen des Orthostatischen Schocks beim Abseilen, wurde die zu rettende Person meist in eine stabile Seitenlage gebracht. Diese Lagerung führt beim Hängetrauma jedoch in der Regel zum sogenannten Bergetod. Eventuell ist es notwendig, das Rettungsdienstpersonal auf die besonderen Umstände hinzuweisen.


    Gruss aus der Schweiz

    - ohne Vorbaupumpen
    - dafür mit viel Wasser auf den Fzg.

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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392666
    Datum23.03.2007 16:2411532 x gelesen
    Geschrieben von Steffen GerberHallo Jakob,
    mir ist klar, dass Feuerwehren grundsätzlich alles ausprobieren müssen.

    Geschrieben von Jakob Theobald
    Bei den bisher verwendeten Fanggurten stellten sich nach div. Versuchen in einigen Fällen schon nach wenigen Minuten schweren Anzeichen des Hängetraumas ein.

    Davon allerdings solltet ihr die Finger lassen!!! Selbst unter Aufsicht eines Arztes ist das ein heikler Selbstversuch, der zu schweren körperlichen Schädigungen bis hin zum Tod führen kann. Und das geht wesentlich schneller als man denkt.
    Besser gepoltsterte Gurte helfen da nur bedingt, die Polster sind meistens im "Sitzbereich" also an den Hinterseiten der Oberschenkel sowle an der Hinterseite des Beckens angebracht. Hilft also nicht, wenn die Person an der dorsalen (rückwärtigen) Anschlagöse festgemacht wurde.
    Grundsätzlich gilt, dass man sich vor einem Sturz Gedanken darüber machen muß wie man die Person im Ernstfall möglichst schnell zum Boden bringt, damit die Gefahr eines Hängetraumas ausgeschlossen ist. Das gilt natürlich genau so für Übungen.
    Ich finde es ja löblich, dass Du dir Gedanken über dieses Thema machst, frage mich aber ernsthaft, was man Dir/Euch bei der Ausbildung beigebracht hat? Das ist Grundwissen, dass jeder Anwender von PSA gegen Absturz haben muss. Sturz vermeiden-Hängetrauma ausschließen, bekommen meine Absolventen in der zweiten Unterrichtseinheit beigebracht.

    Halt die Ohren steif
    der Steffen


    Es handelt sich bei diesen Versuchen IMO um Versuche der australischen Armee mit wissenschaftlicher Begleitung. Wenn ich mich nicht irre, gabs aber auch da Tote.


    Gruss aus der Schweiz

    - ohne Vorbaupumpen
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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392667
    Datum23.03.2007 16:2911417 x gelesen
    Versuche zum Hängetrauma

    Runter scrollen zu: Nach 2 bis 12 Minuten Bewusstseinsverlust


    Gruss aus der Schweiz

    - ohne Vorbaupumpen
    - dafür mit viel Wasser auf den Fzg.

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    AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Schweiz / Aargau / Schweiz392668
    Datum23.03.2007 16:4011542 x gelesen
    Vielen Dank für den Hinweis, das war mit bislang unbekannt!

    Somit wird das Spiel schwieriger...
    Beine bzw. Füsse so zusammenbinden, dass man keine zusätzlichen Blutbahnen abschnürt (nach Möglichkeit also über die Stiefel und nur leicht anziehen) und dann die Beine "hochbinden", damit sie zwar die Beine +/- horizontal haben, aber der Oberkörper immernoch oberhalb der Beine verbleibt. Sieht zwar sicher dämlich aus, könnte aber funktionieren. Durch das hochbinden werden wohl auch die Blutgefässe mehr oder weniger bewegt und entlastet, dass bereits ein wenig Blut wieder fliessen kann.
    Eure Meinungen und Anregungen?


    Dieser Beitrag repräsentiert meine private Meinung und muss weder mit der der FFW Würenlingen oder der der WF PSI noch der der Gemeinde Würenlingen bzw. dem Arbeitsgeber (PSI) übereinstimmen.

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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392669
    Datum23.03.2007 16:4611559 x gelesen
    Geschrieben von Dominic SuterBeine bzw. Füsse so zusammenbinden, dass man keine zusätzlichen Blutbahnen abschnürt (nach Möglichkeit also über die Stiefel und nur leicht anziehen) und dann die Beine "hochbinden", damit sie zwar die Beine +/- horizontal haben, aber der Oberkörper immernoch oberhalb der Beine verbleibt. Sieht zwar sicher dämlich aus, könnte aber funktionieren. Durch das hochbinden werden wohl auch die Blutgefässe mehr oder weniger bewegt und entlastet, dass bereits ein wenig Blut wieder fliessen kann.
    Eure Meinungen und Anregungen?


    Das ist in etwa das selbe wie die Schocklagerung...

    Schocklagerung

    Wenn du Material hast um solche Sachen wie du sie vorgeschlagen hast zu vollführen, sollte es auch möglich sein den Patienten abzulassen.

    P.S: Die FF Waldshut-Tiengen hat eine Höhenrettungsgruppe, ich glaub die Kollegen aus dem grossen Kanton zu alarmieren dürfte wesentlich zweckdienlicher sein als selbst grossartig zu Basteln.


    Gruss aus der Schweiz

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    AutorJako8b T8., Bischheim / Rheinland - Pfalz392787
    Datum24.03.2007 16:1811708 x gelesen
    Hallo!

    Geschrieben von Stephan BreuerEin Fanggurt ist ein Auffanggurt nach EN 361

    Richtig. In dem Betrieb in dem ich arbeite müssen diese Gurte beim Besteigen von Kesselwagen oder Tanklastzügen angelegt werden, praktisch mit Retraktorrolle ein sehr gutes Absturzsicherungssystem.

    Geschrieben von Andreas DovernDas einfachste: Mit Hilfe der eingebundenen Acht und einer Bandschlinge eine Trittschlinge bauen, darin "eintreten" und den Körper entlasten...

    Hatte wir auch angedacht, leider im tägliche Gebrauch bei Ein- und Austankvorgängen nicht so gut anwendbar.

    Geschrieben von Steffen GerberDavon allerdings solltet ihr die Finger lassen!!! Selbst unter Aufsicht eines Arztes ist das ein heikler Selbstversuch, der zu schweren körperlichen Schädigungen bis hin zum Tod führen kann.

    Keine Sorge, so Schmerzfrei bin ich auch wieder nicht ;-)

    Also alles in allem gibt es keine alternative zu den herkömmlichen Fanggurten.
    Wir hatten auf der Nachtschicht gestern mal darüber gesprochen ob evtl. das Gurtzeug der Fallschirmspringer bzw. ein vom Aufbau her ähnlicher Gurt da Abhilfe schaffen würde. Ich meine Fallschirmspringer sind ja auch mal etwas länger nach unten unterwegs, den Gedanken haben wir wieder verworfen da das Springergurtzeug vom Aufbau her etwas anders ist und mit dem Rest des Absturzsicherungssystems nicht kompatibel.

    Auch eine elektronische Ablassvorrichtung haben wir wieder verworfen.

    Also bleibt wohl nur ?Aufpassen und mit Umsicht arbeiten?.

    Gruß vom Donnersberg

    Jakob


    Alles meine ganz private Meinung und keinesfalls die Meinung meiner Feuerwehr oder Gemeinde oder sonst wem!

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    AutorStep8han8 B.8, Wesseling / NRW392789
    Datum24.03.2007 16:3311487 x gelesen
    Hallo!

    Geschrieben von Jakob TheobaldAlso bleibt wohl nur ?Aufpassen und mit Umsicht arbeiten?.


    habt ihr denn einen betriebsinternen Notfallplan, bzw. stehen Möglichkeiten zur Rettung abgestürzter und im Gurtzeug hängender Kollegen zur Verfügung? Wird alleine gearbeitet oder befinden sich Kollegen die Hilfe leisten/holen können in Sicht-/Rufweite?

    Gruß Stephan


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    AutorJürg8en 8H., Herne / NW392790
    Datum24.03.2007 16:3611366 x gelesen
    Hallo Jakob,

    der von dir geäußerte Gedanke erscheint mir doch gar nicht so abwegig. Wer ist/war denn hier Falli oder ziviler Springer und könnte da mal Vor- und Nachteile nennen?


    Schönen Gruß ins Forum,

    Jürgen

    Ich habe eine Meinung, die kann man teilen. Muss man aber nicht! Und ich spreche hier ausschliesslich für mich!

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    AutorStef8fen8 G.8, Frankfurt am Main / Hessen392793
    Datum24.03.2007 16:4611506 x gelesen
    Hallo nochmal,
    da ist wohl ein Mißverständnis aufgekommen, ich dachte es handelt sich um Absturzsicherung bei der Feuerwehr und um Selbstversuche. Sorry, kam so rüber. Bei betrieblichen Sicherungsmaßnahmen gelten ganz andere Vorschriften als für die Feuerwehr. Es ist immer etwas schwer, so ein Thema per Mail oder Forum abzuhandeln, wenn Du Hilfe benötigst, kannst Du Dich gerne bei mir melden. Beratungen sind immer kostenfrei.
    Schick mir doch mal ein Bild von einem eurer Arbeiter, während er auf dem Tankwagen gesichert arbeitet, per Mail.
    Gruß
    der Steffen


    Alle Menschen sind klug; die einen vorher - die anderen nachher. (chinesisches Sprichwort)

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    AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Schweiz / Aargau / Schweiz392795
    Datum24.03.2007 17:0011650 x gelesen
    Gut geschulte Leute zu holen ist natürlich immer das beste. Wenn ich aber die Zeiten bis zum möglichen Eintritte eines Hängetraumas sehe (10'), wird die Zeit sogar schon knapp, bis unsere Leute richtig und vor allem sicher beim Patienten sind. Ob da noch viel Zeit dazu bleibt die Kollegen aus WT zu alarmieren? Vor allem gibt es bei uns in der FW genügend Leute, die auch klettern gehen etc, also im Umgang mit Klettertechnik vertraut sind und auch _richtige_ Gurten haben zum durchführen eines solchen Auftrages (bei entsprechender Meldung würde ich den Rucksack mit den Klettersachen, ohne Seil, jedenfalls mitnehmen).

    Was die Lagerung betrifft: ich meinte eigentlich keine Schocklagerung, da dort der Oberkörper unterhalb der Beine liegt sondern mehr eine Sitzstellung mit aufrechtem Oberkörper mit ausgestreckten Beinen. Damit werden die Beine zwar angehoben, die Last im Gurt verteilt sich ein wenig anders, aber der Oberkörper bleibt aufrecht, wie im Text gefordert. Schnell und einfach wäre das auch gemacht. Am Patientenseil mittels Prusik eine Bandschlinge oder Reepschnur einbinden und daran die Füsse einhängen. Somit wäre auch nicht viel Platz von Nöten.
    Muss der Patient nur abgeseilt werden, ist das natürlich wesentlich schneller und IMO zu bevorzugen. Meine "Idee" geht dahin, dass das schnelle ablassen u.U. nicht möglich ist.

    Übrigens: Der SFV bietet ja regelmässig Kurse an (in der SFV ausgeschrieben), die das Thema Absturzsicherung zum Thema haben. Hast du oder jemand aus der Wehr Erfahrung damit? Darin soll IMO auch das Thema Hängetrauma behandelt werde. Infos dazu wären interessant.


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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392823
    Datum24.03.2007 19:0111501 x gelesen
    Geschrieben von Dominic SuterÜbrigens: Der SFV bietet ja regelmässig Kurse an (in der SFV ausgeschrieben), die das Thema Absturzsicherung zum Thema haben. Hast du oder jemand aus der Wehr Erfahrung damit? Darin soll IMO auch das Thema Hängetrauma behandelt werde. Infos dazu wären interessant.

    Nein, und der private Besuch des Kurses liegt beim aktuellen Stand der Portokasse leider nicht drinn.


    Gruss aus der Schweiz

    - ohne Vorbaupumpen
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    AutorDavi8d J8., Kaiserstuhl / Kt. Aargau392825
    Datum24.03.2007 19:0311549 x gelesen
    Geschrieben von Dominic SuterGut geschulte Leute zu holen ist natürlich immer das beste. Wenn ich aber die Zeiten bis zum möglichen Eintritte eines Hängetraumas sehe (10'), wird die Zeit sogar schon knapp, bis unsere Leute richtig und vor allem sicher beim Patienten sind. Ob da noch viel Zeit dazu bleibt die Kollegen aus WT zu alarmieren? Vor allem gibt es bei uns in der FW genügend Leute, die auch klettern gehen etc, also im Umgang mit Klettertechnik vertraut sind und auch _richtige_ Gurten haben zum durchführen eines solchen Auftrages (bei entsprechender Meldung würde ich den Rucksack mit den Klettersachen, ohne Seil, jedenfalls mitnehmen)

    Mit dem tätig werden der Ortswehr musst du aber auch von Zeiten ab 10min aufwärts rechnen.


    Gruss aus der Schweiz

    - ohne Vorbaupumpen
    - dafür mit viel Wasser auf den Fzg.

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    AutorDomi8nic8 S.8, Würenlingen / Schweiz / Aargau / Schweiz392827
    Datum24.03.2007 19:1811546 x gelesen
    Stimmt, habe ich auch geschrieben. Ich denke, dass das Hauptproblem wohl eh darin besteht, die Person zu bemerken. Arbeiten die im Team wird es der Kamerad wohl schnell merken und auch helfen können, was den Einsatz der FW u.U. sogar gänzlich überflüssig macht. Arbeitet er alleine wird es wohl nur dem Zufall zu verdanken sein wenn die Umstände rechtzeitig erkannt werden...


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    AutorDiet8mar8 R.8, Essen / NRW392828
    Datum24.03.2007 19:2711427 x gelesen
    Geschrieben von Jakob TheobaldIn dem Betrieb in dem ich arbeite müssen diese Gurte beim Besteigen von Kesselwagen oder Tanklastzügen angelegt werden,

    wo ist denn dabei der Festpunkt? Am Handlauf des Aufliegers, oder noch höher? Dann ist die Fallhöhe doch sehr begrenzt, zumindest bei korrekter Einstellung der Kurzsicherung, und eine Rettung kann aus eigener Kraft oder mit Hilfe eines Kollegen erfolgen. Ein freies Hängen ist doch praktisch nicht möglich, weil der Gefallene Kontakt zum Kessel hat.

    Geschrieben von Jakob TheobaldRetraktorrolle

    Hört sich gut an, aber was macht die? :-)

    Geschrieben von Jakob TheobaldAlso bleibt wohl nur ?Aufpassen und mit Umsicht arbeiten?.

    Das ist immer gut, wichtiger ist, dass kein Sturz unbemerkt bleibt, also mit "Aufpasser" arbeiten.

    Im gewerblichen Baumklettern ist auf der Baustelle die Anwesenheit eines zweiten Kletterers von der BG vorgeschrieben, sowie verschiedener Maßnahmen die eine Rettungs durch den zweiten Mann ermöglichen. Dazu gehört ein Aufstiegsseil, dass während der Arbeiten im Baum verbleibt. Eine jährliche Rettungsübung ist für alle Kletterer vorgeschrieben, weil man davon ausgehen muß, dass Rettungsdienst und Feuerwehr nicht in der Lage sind einen im Baum hängenden, verletzten Patienten zu erreichen, geschweige denn in angemessener Zeit zu retten. Dazu gehört auch die mangelnde Kenntnis bezüglich des Hängetraumas.

    Das Vorhandensein und die Benutzung eines Auffangsystems ist an sich ja schon mal nicht schlecht, aber man sollte auch mal weiter denken, was danach kommt, da hast Du Recht. Und dabei sollte man sich besser nicht auf externe Hilfe verlassen müssen...

    Wenn ich Deine Arbeitssituation richtig verstanden habe, kann man durch geeignete Vorkehrungen, das Risiko des Absturzes und anschließenden freien Hängens deutlich reduzieren.


    Mit freundlichen Grüßen

    Dietmar Reimer

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    AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg392831
    Datum24.03.2007 19:5111429 x gelesen
    Geschrieben von Jakob TheobaldWir hatten auf der Nachtschicht gestern mal darüber gesprochen ob evtl. das Gurtzeug der Fallschirmspringer bzw. ein vom Aufbau her ähnlicher Gurt da Abhilfe schaffen würde. Ich meine Fallschirmspringer sind ja auch mal etwas länger nach unten unterwegs, den Gedanken haben wir wieder verworfen da das Springergurtzeug vom Aufbau her etwas anders ist und mit dem Rest des Absturzsicherungssystems nicht kompatibel.



    So ein großer Unterschied ist zwischen Gurtzeug eines Fallschirms und einem entsprechenden Sicherungsgurt ist da nicht. Gurte über die Schulter, Gurte um den Bauch bzw. die Brust, Gurte durch den Schritt.
    Man darf auch nicht davon ausgehen, daß jeder der in irgend einem Gurt hängt gleich ein Hängetrauma hat (sonst müßten massig tote Industriekletterer an irgend welchen Fassaden hängen).
    Das Problem ist i.d.R. ein bewußtloses Hängen oder ein Hängen das die Bewegung (und damit die Muskelpumpe) einschränkt.

    Ach ja. Auch bei der bekannten Hinrichtungsart der Kreuzigung war das Hängetrauma die eigentliche Todesursache.


    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau


    P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de

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    AutorJose8f M8., Gütersloh / NRW392835
    Datum24.03.2007 20:0511413 x gelesen
    Geschrieben von Stephan Breuerhabt ihr denn einen betriebsinternen Notfallplan, bzw. stehen Möglichkeiten zur Rettung abgestürzter und im Gurtzeug hängender Kollegen zur Verfügung? Wird alleine gearbeitet oder befinden sich Kollegen die Hilfe leisten/holen können in Sicht-/Rufweite?


    Davon würde ich mal ausgehen, siehe BGVR online und gib dann mal BGR 117 und BGR 159 ein.


    mit freundlichen Grüßen

    Jo(sef) Mäschle



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    AutorJako8b T8., Bischheim / Rheinland - Pfalz393239
    Datum26.03.2007 18:5311477 x gelesen
    Hallo!

    Geschrieben von Dietmar Reimerwo ist denn dabei der Festpunkt?

    Der Festounkt befindet sich oberhalb der Entladestelle. Der Retraktor (ähnlich wie bei dem Sicherheitsgurt im Auto) läuft auf einer Schiene, so kann man sich ungehindert und ohne das Seil zu weit auszuziehen auf dem zu entladenden Fahrzeug bewegen.

    Geschrieben von Dietmar ReimerDas ist immer gut, wichtiger ist, dass kein Sturz unbemerkt bleibt, also mit "Aufpasser" arbeiten.

    Kann beim entladen von Kwg nicht eingehalten werden. Beim Rangieren werden zwar 2 oder auch 3 Personen eingesetzt, beim Be- oder Entladen nur eine Person. Kann also schon vorkommen das man locker mal eine halbe bis eine ganze Stunden "alleine" arbeitet. Also ich benötige für zum Anschluss eines Kesselwagens im "absturzgefährdeten" Bereich rund 10 Minuten.

    Geschrieben von Stephan Breuerhabt ihr denn einen betriebsinternen Notfallplan, bzw. stehen Möglichkeiten zur Rettung abgestürzter und im Gurtzeug hängender Kollegen zur Verfügung?

    Die Wekrfeuerwehr ist innerhalb von maximal 5 Minuten nach der Alarmierung vor Ort.

    Geschrieben von Stephan BreuerWird alleine gearbeitet oder befinden sich Kollegen die Hilfe leisten/holen können in Sicht-/Rufweite?

    Bei Kesselwägen wird in der Regel alleine gearbeitet.

    Geschrieben von Steffen GerberSchick mir doch mal ein Bild von einem eurer Arbeiter, während er auf dem Tankwagen gesichert arbeitet, per Mail.

    Würde ich gerne, aber leider besteht auf dem Werkgelände absolutes Fotographierverbot. Ich werde mal mit meinen Chef sprechen. Am einfachsten reiche ich mit den Kollegen zusammen einen VV ein, evtl. kann man ja dann was machen.

    Gruß vom Berg

    Jakob


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