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| Thema | Gasintox und Versicherung | 18 Beträge | |||
| Rubrik | Einsatz | ||||
| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 463817 | |||
| Datum | 15.02.2008 17:55 | 5969 x gelesen | |||
| Heute Nachmittag las ich einen Beitrag mit der Frage, ob eine Gasintox wirklich von der Unfallkasse abgedeckt würde, da ein Unfall mit einem plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes unvorhergesehenes (nicht: unvorhersehbar) Schadensereignis sei. Rauchgasintoxikationen sind doch Unfallereignisse der Feuerwehr par excellence. Wohl jeder hat sie schon gehabt, ohne gleich an ein Unfallereignis zu denken, Da wird gehustet, einmal ausgespuckt und meistens ist es gut, Und dennoch war es die erste Stufe eines Unfalles. Erinnern wir uns an die Lehrstunden "Atemgifte" Die drei Gruppen sind doch: Schädigung des Blutes Schädigung der Nerven und mechanische Schädigung der Atemwege. (Letzteres ist das oben angeführte!) Sind das noch nitrose Gase, so hat man von jedem etwas. Das teuflische ist, dass die Schädigung sofort, etwas später und sehr viel später erkennbar wird und dann wird es oftmals schwierig, die Kausalität zur Invalidität herzustellen. Es ist jeder gut beraten, der nur den Verdacht hat, dass sein Unwohlsein über das Übliche bei weggeschnupperten Rauch dieses dem Wehrführer so meldet und verlangt, dass das schriftlich festgehalten wird. Also, ganz klar: Die FUK tritt ein, Kommt immer gesund nach Hause Klaus | |||||
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| Autor | Juli8an 8H., Stemwede / NRW | 463889 | |||
| Datum | 15.02.2008 21:18 | 5171 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Klaus Bethge Die drei Gruppen sind doch: Also ich kenne es als: Atemgifte mit erstickender Wirkung Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen Gruß, Julian Ich vertrete hier ausschließlich meine persönliche und private Meinung und nicht die der Feuerwehr, der ich angehöre. "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein | |||||
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| Autor | Magn8us 8H., Pöttmes / Bayern | 463893 | |||
| Datum | 15.02.2008 21:39 | 5109 x gelesen | |||
| Hallo Geschrieben von Julian Holsing Also ich kenne es als: So hab ichs auch gelernt. Warum sollte denn eine solche "Verletzung" nicht von der UVV abgedeckt sein? Grüße Magnus | |||||
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| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 463894 | |||
| Datum | 15.02.2008 21:42 | 5212 x gelesen | |||
Geschrieben von Julian HolsingAtemgifte mit erstickender Wirkung Julian, gut, dann etwas in die Tiefe: Atemgifte Reiz-und Ätzwirkung = Schädigung der Atemwege, OK? Atemgifte, die auf das Blut wirken: Da geht es da drum, dass die Blutkörperchen, welche für den Sauerstofftransport zuständig sind gehindert werden, den Sauerstoff zu transportieren. Quizfrage: Welches Atemgift legt sich um den Faktor Sieben eher an als der Sauerstoff? Also sind wir bei der erstickenden Wirkung. Die Mechanik der Atemgifte ist hoch komplex, aber das war nicht mein Thema. Das Thema war die Frage des Kameraden, ob das versicherungspflichtige Unfallgeschehen nur eine mechanische Schädigung sei oder nicht. Und hier ist die Antwort klar: NEIN Bitte glaube mir, wir haben lange Debatten mit unserem Ausbilder geführt, ob eine Atmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt weniger 15 Prozent in die Rubrik "erstickende Gase" gehört oder nicht. (15 Prozent ist das absolute Minimum an lebensnotwendigem Sauerstoff) Ganz klar: Wenn wir so eine Situation haben, dann müssen zwangsläufig andere Gase den Sauerstoff verdrängt haben. Der Schluss lautete "Nein" als selbstständige Gruppe Dass da Andere eine abweichende Meinung haben, das ändert letztendlich nichts am Ergebnis. Die Automatik ist sehr kompliziert und da will ich jetzt nicht drauf einsteigen. Ach ja, Nervengifte: Da gibt es die ganze Palette, angefangen von der Blausäure bis über die Kampfgase. Und das ist eine ganze Latte mit Wirkungen auf die Psyche, Lähmungen hervorrufende, Brechreiz und und und.. Wenn wir die noch dazu nehmen, dann müssen wir auch hinzu nehmen: Auf die Haut wirkende Gase (Lost) Müssen wir nicht haben.. Gruß Klaus | |||||
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| Autor | Magn8us 8H., Pöttmes / Bayern | 463895 | |||
| Datum | 15.02.2008 21:50 | 5133 x gelesen | |||
| Hallo! Geschrieben von Klaus Bethge Quizfrage: Welches Atemgift legt sich um den Faktor Sieben eher an als der Sauerstoff? Das würde mich auch interessieren! Bei Kohlenstoffmonoxid jedenfalls liegt der Faktor bei 210. Grüße Magnus | |||||
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| Autor | Gerh8ard8 P.8, Stuttgart / Baden-Württemberg | 464658 | |||
| Datum | 19.02.2008 03:17 | 5181 x gelesen | |||
Geschrieben von Klaus Bethge Geschrieben von Magnus Hammerl Das würde mich auch interessieren! Hallo, gibt es da noch eine Auflösung für die interessierten KollegenInnen? Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart Gerhard Pfeiffer www.firehelmets.info | |||||
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| Autor | Jose8f M8., Bad Urach / BaWü | 464665 | |||
| Datum | 19.02.2008 07:34 | 5141 x gelesen | |||
Geschrieben von Klaus Bethge(15 Prozent ist das absolute Minimum an lebensnotwendigem Sauerstoff) Leider auch falsch, siehe z. B. BGI 644 Unter 15 Vol% verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Unter 10 Vol% Bewußtlosigkeit. Unter 6-8% Tod. mit freundlichen Grüßen Jo(sef) Mäschle | |||||
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| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 464668 | |||
| Datum | 19.02.2008 08:06 | 5170 x gelesen | |||
Geschrieben von Josef MäschleLeider auch falsch, siehe z. B. BGI 644 Und wie definierst Du "lebensnotwendig", wenn bei 15 Prozent die von Dir geschilderten Effekte eintreten? Mann oh Mann Klaus | |||||
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| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 464669 | |||
| Datum | 19.02.2008 08:08 | 5224 x gelesen | |||
| gibt es da noch eine Auflösung für die interessierten KollegenInnen? Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart Gerhard Pfeiffer Geschrieben von Gerhard Pfeiffer Hallo, Nein, die gibt es nicht! Es ist nicht nur das (von mir gar nicht genannte CO) Gas, welches sich über das Blut an die Zellen und Nerven verbreitet. Lest es selber, das bildet! Klaus | |||||
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| Autor | Jose8f M8., Bad Urach / BaWü | 464670 | |||
| Datum | 19.02.2008 08:13 | 5160 x gelesen | |||
Geschrieben von Klaus BethgeUnd wie definierst Du "lebensnotwendig", wenn bei 15 Prozent die von Dir geschilderten Effekte eintreten? Die Schwelle unterhalb derer zwangsläufig der Tod eintritt. Und diesen Unterschied finde ich in Bezug auf Rettungsaussichten sehr wichtig. Geschrieben von Klaus Bethge Mann oh Mann Ist das wieder einer Deiner allseits geschätzten Aufrufe zur Diskussionskultur? mit freundlichen Grüßen Jo(sef) Mäschle | |||||
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| Autor | Gerh8ard8 P.8, Stuttgart / Baden-Württemberg | 464693 | |||
| Datum | 19.02.2008 11:37 | 5101 x gelesen | |||
Geschrieben von Gerhard Pfeiffer | |||||
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| Autor | Juli8an 8B., Siegerland / NRW | 464707 | |||
| Datum | 19.02.2008 12:47 | 5106 x gelesen | |||
Geschrieben von Klaus BethgeNein, die gibt es nicht! Es ist nicht nur das (von mir gar nicht genannte CO) Gas, welches sich über das Blut an die Zellen und Nerven verbreitet. Ah ja, hmmm dann frag ich mich warum man in einem "Diskussionsforum" solche Fragen stellt?! ___________________________________________________ ***Die hier geäußerte Meinung spiegelt meine Meinung wieder und ist in keinster Weise die Meinung meiner Vorgesetzten. Ich präsentiere auch nicht meine Feuerwehr sondern nur mich selber. Ich bin eine private Person mit einem nie endenden Wissensdurst. Sollte sich wer gestört fühlen, meine Email ist geduldig*** An die Menschen die meinen sie müssten. Lest es euch durch und last es dabei, oder sucht euch ein anderes Hobby. Feuerwehr hat was mit Kameradschaft zutun und nicht mit rumpetzen | |||||
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| Autor | Jan 8Ole8 U.8, Hamburg / Hamburg | 464720 | |||
| Datum | 19.02.2008 14:15 | 5144 x gelesen | |||
| Moin, Geschrieben von Klaus Bethge Lest es selber, das bildet! Gerne, wo denn? Vielleicht gibst du einen klitzekleinen Quiztipp? Beste Grüße ...und bleibt neugierig! Jan Ole drehleiter.info - Ein Stück näher dran! | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8W., Linden / Hessen (StLF 20/25-Land) | 464894 | |||
| Datum | 20.02.2008 02:23 | 5200 x gelesen | |||
| Moin Geschrieben von Klaus Bethge Und wie definierst Du "lebensnotwendig", wenn bei 15 Prozent die von Dir geschilderten Effekte eintreten?Ist das jetzt dein Ernst? Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt bei 15 % (andere Quellen sagen, erst ab ca. 13 %) ab. Du solltest also nicht gerade Sport treiben oder Kasparow beim Schachspiel schlagen wollen. "Lebensnotwendig" ist wohl ein bisschen was anderes, oder? Und deine Aussage "15 Prozent ist das absolute Minimum an lebensnotwendigem Sauerstoff" ist nunmal einfach falsch, übliche Sauerstoffreduktionsanlagen steuern zwischen 13 und 15 % an, und die sind so beliebt gerade *weil* man sich in den Räumen noch aufhalten kann. Weiterhin müssten 15% so in etwa das sein, was man auf der Zugspitze hat (Hans-Werner, du darfst das gerne nochmal genau nachrechnen *g*), warst du mal oben? Ich war mal dort, und wie man sieht kam ich mit dem "absoluten Minimum" ziemlich gut aus. Hätte ich mich am Gipfelkreuz noch auf eine Trittleiter gestellt, wäre ich aber vermutlich sofort und gleich tot umgefallen.... Also sorry, wer so stur auf nachweislich falschen Aussagen beharrt, entzieht sich selbst meiner unbedeutenden Meinung nach jegliche Glaubwürdigkeit... Gruß Sebastian -- Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben (Friedrich Hebel) Wer bei anderen schlecht über mich reden möchte, der kann sich gern bei mir noch ein paar Anregungen holen ;o) | |||||
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| Autor | Manu8el 8S., Westerwald / Rheinland-Pfalz | 465006 | |||
| Datum | 20.02.2008 16:49 | 5220 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian WeißWeiterhin müssten 15% so in etwa das sein, was man auf der Zugspitze hat (Hans-Werner, du darfst das gerne nochmal genau nachrechnen *g*) Ich bin nicht Hans-Werner, äußere mich aber trotzdem mal dazu :-) Die Sauerstoffkonzentration liegt auch auf der Zugspitze bei etwa 21%. Trotzdem fällt das Atmen schwerer. Wieso? Nun, das, was die O2-Moleküle durch die Wand der Lungenbläschen in's Blut treibt ist der sogenannte "Partialdruck". Der Druck den das betreffende Gas, hier der Sauerstoff, am gesamten Luftdruck ausmacht. Rechunung: Luftdruck auf NN: 1013mbar, O2-Gehalt 21% => Sauerstoffpartialdruck: 213mbar Luftdruck auf 2962M: 718mbar, O2-Gehalt 21% => Sauerstoffpartialdruck: 150mbar daher geht der Sauerstoff nicht so gut in's Blut über. Grüße Manuel | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8W., Linden / Hessen (StLF 20/25-Land) | 465117 | |||
| Datum | 21.02.2008 00:23 | 5205 x gelesen | |||
| Moin Okay, dann hab ich da wohl nicht so richtig zugehört gehabt... Wobei mir ja bei den von dir genannten Drücken: Geschrieben von Manuel Schmidt Luftdruck auf NN: 1013mbar, O2-Gehalt 21% => Sauerstoffpartialdruck: 213mbar auffällt, dass sie im Verhältnis sich fast haargenau so verhalten wie 21% zu 15% Sauerstoffanteil ;o) Könnte man also sagen, die 21% Sauerstoff auf der Zugspitze gehen so gut ins Blut über, wie 15% O2 im Flachland? Meine Aussage bliebe dann zwar natürlich physikalischer Blödsinn, wäre aber wenigstens vom Inhalt her richtig gewesen ;o) Gruß Sebastian -- Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben (Friedrich Hebel) Wer bei anderen schlecht über mich reden möchte, der kann sich gern bei mir noch ein paar Anregungen holen ;o) | |||||
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| Autor | Chri8sti8@n 8P., ein Badner in Leipzig / Sachsen physisch, Baden emotio | 465242 | |||
| Datum | 21.02.2008 19:13 | 5072 x gelesen | |||
| Tach, Post! Geschrieben von Manuel Schmidt Die Sauerstoffkonzentration liegt auch auf der Zugspitze bei etwa 21%. Korrekt. Davon ab leben in den Anden Millionen Menschen bei noch geringeren O2-Partialdrücken (z.B. Bolivien, Peru). Auch wenn die Höhenkrankheit dort recht verbreitet ist liegen die nicht zu hunderttausenden tot am Wegesrand. MkG, Christi@n ------------------------------------------------- Fumus ignem - This is my very own opinion... - "Da die Anschaffung des Rettungsgeräthes Kosten erfordert, und die Leute selbst für ihren redlichen Dienst bezahlet sein wollen, so kann die Obrigkeit, zumal bei unseren Zeiten, wo die bürgerlichen Abgaben nicht steigen, die Ausgaben aber die alte Norm fünf- ja oft zehnfach übersteigen, nicht daran gedacht werden, daß die Obrigkeit solche Ausgaben aus ihrem breitesten Vermögen bestreite, vielmehr muß eine Anlage unter den concurrierenden Orten gemacht, und in kleinen Theilen wochenweise eingesammelt werden, bis der Geldvorrath zu Anschaffung des Geräthes, zu einem Leihkauf und zu Deponirung einer proportionirlichen Vergeltungssumme vorhanden ist." (Johann Friedrich Krügelstein: Vollständiges System der Feuerpolizeywissenschaft, 1799) | |||||
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| Autor | Manu8el 8S., Westerwald / Rheinland-Pfalz | 465259 | |||
| Datum | 21.02.2008 20:39 | 5114 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian WeißKönnte man also sagen, die 21% Sauerstoff auf der Zugspitze gehen so gut ins Blut über, wie 15% O2 im Flachland? Korrekt. Daher ist bei Sauerstoffreduktionsanlagen auch die Frage der Höhe mit einzubeziehen. In einem Technikraum auf der Zugspitze hätte man bei 15% Vol O2 nur noch einen O2-Partialdruck von 107mbar. Das wird nicht reichen um einen ausreichenden Sauerstoffpartialdruck im Blut zu erreichen. (Da ist das Konzentrationsgefälle vom aufgesättigten Blut zum weniger gesättigten Gewebe für die O2-Abgabe an die Zellen verantwortlich). Man wird nicht direkt sterben, aber es wird dort zu einer deutlichen Sauerstoffschuld kommen, die der Körper auch mit vermehrter Atemarbeit nur kurze Zeit kompensieren kann. Manuel | |||||
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