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| Thema | Rolle der Feuerwehr bei einem nuklearen Störfall (Kernunfall) | 18 Beträge | |||
| Rubrik | Einsatz | ||||
| Autor | Tobi8as 8L., Bindlach / Bayern | 477949 | |||
| Datum | 16.04.2008 21:18 | 7581 x gelesen | |||
| Hallo, das Thema ist sicher n etwas heikles Thema, man hofft ja dass sowas nie passieren wird, aber ich suche zur Zeit Informationen über eine genauere Rolle der Feuerwehr bei einem nuklearen Störfall, so etwa wie in Tschnernobyl, aber auch kleinerer Störfälle. Die ungefähren Aufgaben sind mir ja schon klar, bin ja schon lange genug dabei, aber man übersieht sicher immer Kleinigkeiten, auch eben weil man noch nie mit dem Thema konfrontiert worden ist. Da ich nicht in Nähe eines KKW wohne, ist's auch mit Plänen usw. schlecht, existieren dazu überhaupt Übungs-/Notfallpläne, und wie bzw. wo könnte man diese einsehen? Einsatzberichte von größeren Störfällen gibts ja zum Glück bei uns in Deutschland noch nicht, aber wie siehts denn mit kleineren aus, würde man da welche finden? In der Suche hab ich zum Thema leider nichts näheres gefunden, und ich bin für alle Infos dankbar. MfG Tobias | |||||
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| Autor | Andr8eas8 K.8, Ostheim / Bayern | 477950 | |||
| Datum | 16.04.2008 21:22 | 6455 x gelesen | |||
| Hi, wir sind im Nah- und Fernbereich von 3 KKW. Bei uns hat die FW die Aufgabe, soweit ich informiert bin, die Verteilung von Jodid Tabletten an die Bürger zu organisieren. Mehr ist mir leider nicht bekannt. Gruß Andreas UG-ÖEL Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen | |||||
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| Autor | Andr8eas8 S.8, Lampertheim-Hofheim / Hessen | 477951 | |||
| Datum | 16.04.2008 21:24 | 6397 x gelesen | |||
| Hallo Tobias, für unser hessisches KKW Biblis wird gerade wieder eine Großübung vorbereitet, die im Herbst stattfinden und neben der Feuerwehr auch die anderen HiOrgs einbinden soll. Vielleicht könnte Dir die Feuerwehr Biblis (Hier ein Link...) da weiterhelfen - als am Ort eines KKW ansässige Feuerwehr dürfte die mit in die unmittelbare Notfallplanung eingebunden sein. Ansonsten vielleicht auch mal bei den Betreibern nachfragen (bei uns wäre das RWE), die können Dir sicher auch entsprechende Auskünfte geben... | |||||
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| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 477953 | |||
| Datum | 16.04.2008 21:29 | 6439 x gelesen | |||
| Hallo Tobias, jedes AKW hat einen eigenen Sicherheitsbeauftragten mit einer Ausbildung bei der Feuerwehr. Oftmals, wenn nicht generell eine Betriebsfeuerwehr. Du wärst auf der sichersten Seite, wenn Du Dir einfach die Adresse des nächsten AKW raus suchst, Dir den Beauftragten nennen lässt und ihn dann ansprichst. Die sind mit Sicherheit froh (und üben ja auch mit der örtlichen Feuerwehr, so kenne ich es von einem AKW so ca 40 km von mir entfernt), wenn sich jemand ernsthaft mit der Problematik beschäftigt. Und geheim ist da gar nichts! Ansonsten kann ich Dir noch empfehlen, Dich über Deinen Wehrführer (oder auch persönlich) an Deine zuständige LFS zu wenden, denn dort werden Strahlenschutzlehrgänge abgehalten. Ist vielleicht sogar der bessere Weg, denn im AKW erwartet man natürlich entsprechende Grundkenntnisse (Und die sind nicht klein!) Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben Und immer schön fröhlich bleiben Klaus | |||||
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| Autor | Adri8an 8H., Lippstadt / NRW | 477975 | |||
| Datum | 16.04.2008 22:50 | 6441 x gelesen | |||
| Nabend! Geschrieben von Klaus Bethge Und geheim ist da gar nichts! Achja, die Informationspolitik der AKW-Betreiber ist ja in Deutschland absolut vorbildlich... Das haben die Störfälle in Krümmel und Brunsbüttel haben ja gezeigt, wie gerne die AKW-Betreiber über Störfälle sprechen. Mich würden ja doch mal aus den Alarmplänen zu einem auslegungsüberschreitender Störfall mal interessieren, welche Personengruppe dann im Umfeld die Aufräumarbeiten erledigen sollen. Falls jemand dazu mal eine Aussage von AKW-Betreiber-Seite bekommt, dann bitte mal hier posten! Danke! Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. (Antoine de Saint-Exupéry) | |||||
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| Autor | Dani8el 8B., Westhofen / Rheinland-Pfalz | 477978 | |||
| Datum | 16.04.2008 23:07 | 6490 x gelesen | |||
| Hallo! Für Rheinland-Pfalz gibt es hier einige Informationen als Download. Bezieht sich auf die AKW Biblis, Philippsburg und Cattenom. MfG Daniel Meine hier geschriebenen Beiträge sind nur für die Veröffentlichung in diesem Forum gedacht. Weiterhin stellen sie auch nur meine persönliche Meinung und nicht die Meinung der Feuerwehr Westhofen oder einer sonstigen Institution dar. | |||||
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| Autor | Dan 8B., Grünwald b.München / Bayern | 477991 | |||
| Datum | 17.04.2008 01:49 | 6530 x gelesen | |||
| hier ist eine Seite der WF des KKI Isar in Ohu bei Landshut http://www.werkfeuerwehr-kki.de/ Was mir von einem bekannten mitgeteilt wurde dass in der Landshuter Zeitung regelmässig über Störfälle was steht ausfälle in irgenwelchen Systemen die eigentlich nicht meldepflichtig sind usw. | |||||
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| Autor | Sasc8ha 8W., Bad Schwalbach / Hessen | 478028 | |||
| Datum | 17.04.2008 11:13 | 6580 x gelesen | |||
| Hallo, also erst einmal gab es in Deutschland noch NIE einen Störfall in einem Kernkraftwerk! Was man so immer wieder mal hört mit Fehlern in Dübeln oder das eine von 8 Pumpen defekt war oder halt mal ein Maschienenhaus an einem KKW abbrennt, das waren alles nur Abweichungen vom normalen Betrieb. Die Presse nennt sowas halt gerne Störfall, obwohl es nach internationalen Kriterien keiner ist. Und mal ehrlich gesagt das Maschienenhaus was brannte ist genau das selbe das in Kohlekraftwerken verwendet wird und wenn das abbrennt interessiert sich doch keiner dafür. So aber zurück zum Thema, hier gilt eigentlich im Land Hessen folgende Regelung, sollte es mal zu einem echten Störfall kommen, so übernimmt die Feuerwehr eigentlich ihr alltäglichen Aufgaben. Evtl. kommen unterstützende Tätigkeiten wie Räumung von Gebieten, Verkehrslenkung auf Sie zu. Der Katastrophenschutz wird dann natürlich auch aktiv werden, soll heißen das die G-ABC Züge, ELZ, Betreuungs- und Saneinheiten eingesetzt werden um Notfallstationen einzurichten und zu betreiben. Hier werden dann auch die entsprechenden Jodtabletten ausgegeben. Bei den G-ABC Zügen kann es auch noch sein, das die Erkunder bzw. die Strahlenspürtruppfahrzeuge außerhalb des Hauptgefährdungsbereiches Messungen vornehmen werden. Im Hauptgefahrenbereich wird dann in der Regel die KHG aktiv. Gruß S.Walther | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8R., Geisenfeld / Bayern | 478030 | |||
| Datum | 17.04.2008 11:21 | 6432 x gelesen | |||
also erst einmal gab es in Deutschland noch NIE einen Störfall in einem Kernkraftwerk! Was ist dann 1977 (?) Gundremmingen A für dich? Aus gegebenem Anlass: Dies ist nur meine persönliche Meinung. | |||||
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| Autor | Stef8an 8M., Oberhausen-Rheinhausen / Baden-W. | 478033 | |||
| Datum | 17.04.2008 11:25 | 6348 x gelesen | |||
| Weiterer Ansprechpartner: KHG Alles meine eigene Meinung. Und nein ich will niemanden anpissen, niemandem schaden o.ä ;) Es handelt sich keinesfalls um offizelle Meinungen von irgendwelchen amtlichen Stellen! | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8S., Wasserburg/Bodensee / Bayern | 478039 | |||
| Datum | 17.04.2008 12:15 | 6393 x gelesen | |||
Geschrieben von Sascha Waltheralso erst einmal gab es in Deutschland noch NIE einen Störfall in einem Kernkraftwerk! Falsch, mindestens 1977 Gundremmingen und 1987 Biblis waren definierte Störfälle auch nach der internationalen einstufung. Ich vermute das es mehr waren, da fehlt mir aber grad die Zeit zur Recherche. Gruß Christian TROLLWUT! Gefährdeter Bezirk! Zwangsregistrierung JETZT! TROLL COLLECT - Trolls im Forum | |||||
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| Autor | Sasc8ha 8W., Bad Schwalbach / Hessen | 478040 | |||
| Datum | 17.04.2008 12:23 | 6460 x gelesen | |||
| In Remmingen war es ein wirtschaftlichert Totalschaden nach einem Kurzschluss im Hochspannungsystem. Das Wasser stand dann aber im Raktorbehälter ca. 3m hoch. Es kam hierbei jedoch zu keiner größeren Kontamination im Gebäude bzw. beim Personal und gilt somit nur als Störung. | |||||
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| Autor | Sasc8ha 8W., Bad Schwalbach / Hessen | 478043 | |||
| Datum | 17.04.2008 12:37 | 6434 x gelesen | |||
| So 1987 in Biblis war ein Kühlkreislaufventil nicht geschlossen worden und es entwisch radioal´ktiver Dampf in den Ringraum. Die Kontamination betrug hierbei aber nur 10% der zulässigen Tageshöchstdosis des Personals, ferner war die Kontamination nur auf den Ringraum beschränkt, fällt also das ganze unter Störung. Gruß S.Walther | |||||
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| Autor | Dani8el 8J., Grave / Niedersachsen | 478045 | |||
| Datum | 17.04.2008 13:10 | 6443 x gelesen | |||
| Moin! Wie siehts denn mit Greifswald am 7.12.1975 aus? Ist zwar die damalige DDR gewesen, aber immer noch Deutschland. Laut den Berichten, die ich dazu gefunden habe, statt man dort kurz vor einer Kernschmelze. INES-Stufen habe ich dazu zwei unterschiedliche gefunden: 3 und 4. Aber egal, welche davon stimmt, ist das ein Erster Störfall(3) oder Unfall(4). Gruß Daniel | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8R., Geisenfeld / Bayern | 478047 | |||
| Datum | 17.04.2008 13:23 | 6368 x gelesen | |||
| Das Wasser (Speisewasser beim SWR ist kontaminiert...) stand im Reaktorgebäude 3m hoch, da nach der RESA die Noteinspeisung angeregt wurde, da die Automatik aufgrund vorheriger Probleme von einem großen Leitungsbruch ausgegangen war. Und irgendwo musste das ganze Wasser dann hald hin, als der Kreislauf voll war. Das reicht locker für INES 2 und somit Störfall Aus gegebenem Anlass: Dies ist nur meine persönliche Meinung. | |||||
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| Autor | Sasc8ha 8W., Bad Schwalbach / Hessen | 478048 | |||
| Datum | 17.04.2008 13:31 | 6458 x gelesen | |||
| Hallo, durchaus möglich das es in diesem Fall ein Störfall war. Fehlen mir genaue Informationen dazu. Aber wie du bereits gesagt hast war es die DDR und nicht Deutschland. Aber ich denke wir kommen hier auch zu sehr vom Thema ab, Frage war ja: Was tut die Feuerwehr in so einem Fall. Gruß S. Walther | |||||
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| Autor | Sven8d-O8le 8R., St.Michaelisdonn / Schleswig-Holstein | 478054 | |||
| Datum | 17.04.2008 13:57 | 6621 x gelesen | |||
| Moin Moin. Also die Feuerwehren bzw. Katastrophenschutzeinheiten sowie HiOrgs. sind in den Betriebshandbüchern (BHB) der Kernkraftwerke mit eingebunden und organisiert. Je nach Lage, Situation und Umfang des Ereignisses werden die Einsatzkräfte dann eingesetzt und eingewiesen. Es ist immer Situationsabhängig - auch wer als Einsatzleitung fungiert. KatS, oder etc... Jedes KKW hat den Brandschutz sicherzustellen, das heißt, das eine gewisse Anzahl von Einsatzkräften sofort verfügbar sein muss --> Werkfeuerwehr. Mit kameradschaftlichem Gruß Svend-Ole Reimers Kernkraftwerk Brokdorf Mitarbeiter und Mitglied/ Einsatzkraft Werkfeuerwehr Kernkraftwerk Brokdorf | |||||
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| Autor | Stef8fen8 H.8, Landau in der Pfalz / RLP | 478056 | |||
| Datum | 17.04.2008 14:18 | 6487 x gelesen | |||
| Hallo Tobias, ein paar allgemeine Informationen (aus RLP) findest du hier. Mit freundlichen Grüssen, Steffen Herr | |||||
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