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ThemaVorbereitet sein! war: Oberledingerland:6 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Departement Saare 772646
Datum12.09.2013 07:27   2858 x gelesen
Geschrieben von Christian R.Man kann aber auch nicht für jede erdenkliche Situation vorher ein Konzept erstellen, weil wir als Feuerwehr einfach in viel zu viele unvorhergesehene Situationen mit zuvielen Unbekannten geraten.

Frage: sind es wirklich viel zu viele Situationen? Oder sind Einsätze in gewissen Grundzügen doch eher gleich als verschieden?

Wenn Einsätze zu 70% gleich sind könnte man doch ein Konzept entwickeln das diese 70% abdeckt und für den Rest haben wir den Kopf frei?

Geschrieben von Christian R.Wichtiger als tolle Konzepte ist es da, dass man ein gewisses Improvisationstalent hat, um mit den gegebenen Mitteln das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

You made my day. Da war Er wieder, der Mythos vom hemdsärmligen Feuerwehrmann der mal guggt was er so den ganzen Tag improvisieren kann. Ich stelle mir die Frage war um es für die Feuerwehr so schwer ist zu akzeptieren das es einfacher ist aus den Erfahrungen anderer zu lernen und Prozesse zu standardisieren als jeden Tag aufs Neue Leben in der Lage zu spielen.

Achtung Satire:

Ich stelle mir gerade vor wie ein Flugkapitän deine Checklisten aus dem Fenster wirft und zu dem Copilot sagt: Heute improvisieren wir.

Wie der Neurochirurg die Patientenunterlagen links liegen lässt und zu seinem Assistenten sagt: mach die Rübe auf, heute improvisieren wir.

Wie der Bauleiter die Baupläne im Auto lässt und zu seinem Polier sagt: heute improvisieren wir..

Grüße, BeschFl

Toto, ich glaube, wir sind nicht mehr in Kansas

"As long as people are gonna believe stupid crap, we're gonna have a job"

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AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY772650
Datum12.09.2013 08:151572 x gelesen
Servus,

Geschrieben von Florian B.Wie der Bauleiter die Baupläne im Auto lässt und zu seinem Polier sagt: heute improvisieren wir..

und was machst du, wenn was Unvorbereitetes auftaucht? Da mußt du auch hin und wieder improvisieren.
Wenn du alle Einsätze nach den gleichen Merkregeln absolvierst, dann engst du dich doch selbst ein. Ein grober "Handlungsstrang" sollte reichen, aber der wird nicht stur durchgezogen, sondern schon mal abgeändert, wenn es denn sein muss.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Anton Kastner

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AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Departement Saare 772652
Datum12.09.2013 08:331509 x gelesen
Geschrieben von Anton K.und was machst du, wenn was Unvorbereitetes auftaucht?

Zwingen unerwartet Umstände immer zum Improvisieren?

Nicht wenn man das richtige Werkzeug hat...

Grüße, BeschFl

Toto, ich glaube, wir sind nicht mehr in Kansas

"As long as people are gonna believe stupid crap, we're gonna have a job"

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AutorChri8sti8an 8R., Erkrath / Nordrhein-Westfalen772653
Datum12.09.2013 08:471445 x gelesen
Geschrieben von Florian B.Da war Er wieder, der Mythos vom hemdsärmligen Feuerwehrmann der mal guggt was er so den ganzen Tag improvisieren kann.Das habe ich so nicht gemeint. Ich bin überzeugt, dass die wichtigsten Handgriffe und Abläufe drin sein müssen, damit man bei Bedarf den Kopf zum Improvisieren frei hat.

Im Einsatz dürfte keiner Einsatzkraft unklar sein, wie man ein Standrohr setzt, eine Leiter aufstellt, ein Atemschutzgerät (inkl. Schnellprüfung) anlegt und bedient usw. Vermutlich ist hier ähnlich dem Pareto-Prinzip, dass man 20% in Konzepte gießen kann und damit 80% der Einsätze erschlagen hat.

Geschrieben von Florian B.Ich stelle mir die Frage war um es für die Feuerwehr so schwer ist zu akzeptieren das es einfacher ist aus den Erfahrungen anderer zu lernen und Prozesse zu standardisieren als jeden Tag aufs Neue Leben in der Lage zu spielen.Ganz meine Meinung.

Christian Rosenau

Das ist meine persönliche Meinung. Sollte das mal anders sein wird das auch angemerkt.

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AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern772659
Datum12.09.2013 09:571374 x gelesen
Es gibt eine übersichtliche Anzahl von relevanten Szenarien im Einzugsbereich jeder Feuerwehr - das sind Standardsituationen der Feuerwehr aber auch standortspezifische Besonderheiten mit denen gerechnet werden muß. Hier darf es eigentlich nicht dazu kommen, dass jedesmal die Vorgehensweise neu erfunden und improvisiert wird. Hier muß ein Grundkonzept "stehen" wie man die Schadenslage mit eventuellen Nebenbedigungen angeht.
Im EFD der Werkfeuerwehr haben wir Standsrdsituatioen bei den Objekten durchgesprochen, und diskutiert - damit sind wir nicht jedesmal aufs improvisieren angewiesen. Gute Vorbereitung erleichtert die Einsatzleitung ungemein.
Situationen die völlig neu und unvorhersehbar sind wirst Du selten haben, wen Di deinen EFD gut ausbildest.

Beispiele : brauche ich als WF Tierretttung aus dem Stall ? - nein! Aber Strahlenschutzeinsatz und gefahrguteinsatz muß neben den klassischen Brand und THL-Szenarien "sitzen" - also alle in Frage kommenden Objekte durchsprechen mit Einsatzvarianten und das Vorgehen bei allen im Betriebsgelände vorkommenden Gefahrstoffgruppen etc.

Das checklistenartige Vorgehen ist dabei nicht schlecht!

..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY772666
Datum12.09.2013 10:371332 x gelesen
Servus,

zum Teil ja.
Wenn ich die Standardachen "intus" habe, dann kann ich aber wunderbar improvisieren. Dazu muss man nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Aber es erleichtert einem das Handeln, wenn du die normalen Hangriffe, Bewegungen usw. aus dem ff. kannst. Gut, manche Taschenkarten machen Sinn, aber muss ich denn eine ganze Bücherei an Taschenkarten mit in den Einsatz schleppen? Vor kurzem gab´s hier mal einen Faden, wo jemand griffige Abkürzungen für bestimmte Sachen suchte. U. Wolf stellte daraufhin seine Downloads zur Verfügung, wo es wirklich gute Taschenkarten zum runterladen und einlaminieren gibt. Aber wer nutzt das alles? Wenn ich mir die "HAUS"- oder die "GAMS" - Regel einige Male durchlese, diese mir einpräge, dann sollten die doch ein ganzes Feuerwehrleben parat sein. Und auf solche Regeln kann ich mit meiner Improvisation aufbauen. Also, vielleicht mal vor einem Einsatz etwas "Hirnschmalz" einsetzen. ;-)

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Anton Kastner

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