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Themanächster Grossbrand in Norwegen35 Beträge
RubrikEinsatz
Infos:
  • Spiegel.de: Defekte Hochspannungsleitungen - Großbrand zerstört fast 140 Häuser
  • spiegel.de: Waldbrand in Schweden
  •  
    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen781941
    Datum28.01.2014 10:2016517 x gelesen
    Die Nacht ist in der Nähe von Trondheim wieder ein Feuer ausgebrochen mit einen zum Teil grösseren Ausmass an Zerstörung wie in Laerdal. nrk.no

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorFran8k E8., Viskafors / Västra Götaland781946
    Datum28.01.2014 11:259328 x gelesen
    Aber ob es irgendetwas ändern wird? Ich denke nicht. Ausser dass vielleicht der eine oder andere Experte darauf habilitieren oder einen Doktortitel machen wird.

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    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen781953
    Datum28.01.2014 12:039414 x gelesen
    Erstmal ein paar neue Infos zum Brand.

    Anfangs wurde eine Heide und Waldbrand gemeldet, aufgrund des vorherrschenden starken Windes konnte sich das Feuer auf der Halbinsel ausbreiten und war nicht unter Kontrolle zu bringen.
    Im Winter wohnen dort etwa 20 Personen, die 100 Häuser und Gebäude sind zum großen Teil Ferienhäuser, landwirtschaftliche Gebäude und Lagerhallen, aber auch Wohnhäuser und kleine Bauernhöfe.

    Auch in anderen Teilen Norwegen ist dieses Jahr im Januar die Brandgefahr sehr hoch. Es ist in den letzten Wochen wenig Niederschlag gefallen und in einigen Regionen fehlt der Schnee, so das die trockenen Gras- und Heideflächen unbedeckt sind.
    Auch der stetig wehende Wind in diesen Region ist dann gefährlich, brennt es irgendwo führt dieser Wind zur raschen Verbreitung des Feuers.

    Da nun das norwegische Feuerwehrsystem überhaupt nicht mit den Deutschen vergleichbar ist, dass heisst die norwegischen Feuerwehren sind für Regionen verantwortlich, die in Deutschland die Fläche von ein bis 3 Landkreisen haben. Anfahrtswege zur nachbarschaftlichen Löschhilfe betragen da schon mal 70 km und mehr. Auch Personaltechnisch ist die Zahl der Feuerwehrmitglieder begrenzt, während in Deutschland pro Landkreis 40 und mehr Feuerwehren mit 700 und mehr Feuerwehrleuten zur Verfügung stehen, sind in Norwegen auf der gleichen Fläche eine Feuerwehr ( mit 3 bis 4 Wachen) und knapp 100 Mann verantwortlich. Die Technik beschränkt sich dann meist auf eine DLK, VRW und je Wache ein TLF und LF und event. noch MTWs. Die Finanzierung dieser Technik müssen die Kommunen zu 100% selber stemmen. Fördermittel gibt es nicht so wie in Deutschland. Flächenmässig sind weniger Einwohner und Gebäude, aber viele der Häuser sind aus Holz und zum Teil Jahrhunderte alt. Jedes Wohngebäude in Norwegen muss mit Rauchmelder ausgestattet sein und öffentliche Gebäude (Hotels usw) mit einer BMA.
    Die Feuerwehren bestehen aus einem kleinen Teil Hauptamtlichen Kräften und freiwilligen Kräfte, die aber im Einsatzfall bezahlt werden.
    Bei den normalen Einsätzen ist das System der Feuerwehr in Norwegen ausreichend, bei den grösseren Schadenslagen wie in der letzten Zeit in Laerdal und jetzt bei Trondheim kommt das System an die Grenzen.

    Eintreffzeiten der ersten Feuerwehren bei Verkehrsunfällen können da schon mal 20 bis 30 Minuten betragen. Diese konnte ich vor Jahren in Nähe von Flam mit erleben. Nach einen Verkehrsunfall PKw gegen Reisebus mit 4 Verletzten war das erste Feuerwehrfahrzeug (VRW mit 3 Mann) nach 25 Minuten vor Ort, ein Rtw folgte nach weiteren 5 Minuten und dann trudelten nach und nach noch TLF und LF ein sowie nach 40 min ein Arzt. Die Feuerwehrwach lag ca 25 km entfernt und musste 3 Tunnel durchfahren (zwischen 5 km und 10 km Länge)

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern781959
    Datum28.01.2014 13:478571 x gelesen
    Woraus man erkennen kann, dass die Politik und die Bürger in Norwegen offensichtlich mit diesem Sicherheitsstandard zufrieden sind oder sich damit abgefunden haben. Denn mir ist zumindest nichts bekannt, dass dort eine Verbesserung gefordert wird.

    Bezogen auf den Wohnhausbrand bedeutet dies: Bürger bring' dich selbst in Sicherheit (ins Freie). Das Haus ist bei so einem Konzept per Definition verloren gegeben und das Ziel der Feuerwehr ist es dann nur noch eine Brandausweitung zu verhindern. Also weit entfernt von den Planungskonzepten in Deustchland mit dem kritsichen Zimmerbrand und soundsoviel Funktionen in einer best. Zeit.

    Bei solchen Eintreffzeiten ist ein Herz-Kreislaufstillstand dann praktisch auch ein Fall für den Bestatter und nicht mehr für den Rettungsdienst (auf dem Land. In Olso erwarte ich deutsche Großstadtverhältnisse).

    Oder sehe ich das falsch ?

    ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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    AutorPatr8ick8 M.8, Kaiserslautern / RLP781962
    Datum28.01.2014 14:298363 x gelesen
    Genaues Ausmaß der Schäden noch unklar. Laut Tagesschau 140 Gebäude zerstört:
    http://www.tagesschau.de/ausland/norwegen304.html

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    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen781970
    Datum28.01.2014 17:098155 x gelesen
    Oder sehe ich das falsch ?

    Nein also in Oslo, Bergen, Stavanger und den anderen grossen Städten ist mindestens das Rettungsdienst Konzept gut ausgebaut. Auch das Rettungshubschraubersystem ist sehr gut ausgebaut und bei den richtigen Einsatzstichworten wie z.B. Herzstillstand wird auch der RTH alarmiert.
    Feuerwehrtechnisch sind die Grossstädte auch recht gut ausgestattet aber bei weiten nicht so wie in Deutschland. In den Städten dort wird vermehrt auf BFs gesetzt.

    Im ländlichen wird schon ehr nach dem Konzept SchadensBegrenzung gearbeitet. Eine Einsatztruppe besteht dort auch meist nur aus 6 Feuerwehrleuten incl. Leitung. Da steht der Angriffstruppmann auch mal allein am Rohr.

    Zusätzlich zu dem FeuerwehrKonzept ist auch das helfen untereinander ganz normal, nicht wie hier das gaffen. Es ist für die Norweger selbstverständlich mit anzupacken. Da kann es schon mal sein das ein Zivilist mit dem Feuerwehrschlauch im Aussenangriff steht. Oder der Bauer ganz selbstverständlich mit seinem Wassertank kommt und hilft.

    Das deutsche System ist nach aussen hin Top, krankt aber nach innen. Viele Gemeinden können sich ein Wehr gar nicht mehr leisten.

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP781975
    Datum28.01.2014 18:058028 x gelesen
    Geschrieben von Dominic W. Da kann es schon mal sein das ein Zivilist mit dem Feuerwehrschlauch im Aussenangriff steht.Mach das mal in Deutschland, und wehe es fotografiert dann jemand den Zivilisten.

    Geschrieben von Dominic W. Das deutsche System ist nach aussen hin Top, krankt aber nach innen. Viele Gemeinden können sich ein Wehr gar nicht mehr leisten.Die Gemeinden können sich ihre Selbständigkeit nicht (nicht mehr oder noch nie) leisten, klar dass das auf Aufgaben wie die Feuerwehr durchschlägt.

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
    Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
    (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW781979
    Datum28.01.2014 18:368211 x gelesen
    Geschrieben von Sebastian K.Geschrieben von Dominic W.
    Das deutsche System ist nach aussen hin Top, krankt aber nach innen. Viele Gemeinden können sich ein Wehr gar nicht mehr leisten.
    Die Gemeinden können sich ihre Selbständigkeit nicht (nicht mehr oder noch nie) leisten, klar dass das auf Aufgaben wie die Feuerwehr durchschlägt.



    Obacht vor Vergleichen.... Norwegen gilt gemeinhin in sozialen Kreisen als das am weitesten entwickelte Land, was die Kinderfürsorge, Ausbildung, Rente, Krankenversorgung uvm. angeht... das Volk wählt demokratisch, der Staat hat jede Menge Einnahmen (Staatsfond aus den Ölgewinnen dürfte einer der größten der Welt sein)...

    Ergo haben die genau das System, das sie gewählt haben... es liegt an ihnen das ggf. zu verändern...

    Das Pendel schlägt in demokratischen Systemen schon mal ziemlich hin und her - wollen wir wetten, dass das Thema "Feuerwehr" jetzt nach den beiden Bränden "plötzlich" wieder wichtig(er) wird?

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorHenn8ing8 P.8, Nordhastedt / Schleswig-Holstein781982
    Datum28.01.2014 19:138065 x gelesen
    Hallo,

    Geschrieben von Dominic W.Da nun das norwegische Feuerwehrsystem überhaupt nicht mit den Deutschen vergleichbar ist, dass heisst die norwegischen Feuerwehren sind für Regionen verantwortlich, die in Deutschland die Fläche von ein bis 3 Landkreisen haben.

    Und je nach Region bedeutet das vielfach Einwohnerzahlen, die kaum an eine deutsche Kleinstadt herankommen. Je weiter nach Norden, desto dünner ist die Besiedlung.
    Es ist ungefähr das, was Christian F. ab und zu schreibt: Orte mit 100 oder weniger Einwohnern haben ein niedriges Schutzniveau. Das bedeutet in Norwegen dann einen Großteil der Landesfläche.

    Wie schon angeklungen, herrscht dort aber auch ein deutlich anderes (vorbildlicheres) Miteinander und gegenseitiges Helfen. Wenn 6 FM vor Ort sind, sind dann auch 10 Nachbarn dabei und helfen, soweit sie können.

    Auch die verwendete Technik ist teilweise "ganz nett". Nachlöscharbeiten am niedergebrannten Gebäude: an jede Ecke einen großen Rasensprenger mit 90 Grad Umlauf eingestellt und zwei FM daneben, die das ganze beobachten.

    Viele Grüße
    Henning

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine eigene Meinung wieder.

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW781988
    Datum28.01.2014 20:118183 x gelesen
    Geschrieben von Henning P.Wie schon angeklungen, herrscht dort aber auch ein deutlich anderes (vorbildlicheres) Miteinander und gegenseitiges Helfen. Wenn 6 FM vor Ort sind, sind dann auch 10 Nachbarn dabei und helfen, soweit sie können.

    Auch die verwendete Technik ist teilweise "ganz nett". Nachlöscharbeiten am niedergebrannten Gebäude: an jede Ecke einen großen Rasensprenger mit 90 Grad Umlauf eingestellt und zwei FM daneben, die das ganze beobachten.

    Viele Grüße


    wie man an den letzten beiden größeren Fällen sieht, funktioniert das System (so es eines ist) ja "super"...

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorHenn8ing8 P.8, Nordhastedt / Schleswig-Holstein781999
    Datum28.01.2014 20:457974 x gelesen
    Geschrieben von Ulrich C.wie man an den letzten beiden größeren Fällen sieht, funktioniert das System (so es eines ist) ja "super"...

    Man mag das polemisieren, man kann es aber auch ganz nüchtern betrachten.
    Deutschland hat eine Bevölkerungsdichte von 226 Einwohnern / km^2
    Norwegen hat eine Bev.-Dichte von 13 EW / km^2, wobei sich 75% der EW auf die Städte verteilen. Hinzu kommt ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Macht also auf dem Land 25% der Einwohner, was einer Einwohnerdichte von ca. 3 EW / km^2 entspricht.
    Flatanger liegt ca. 100 Km nördlich von Trondheim, autotechnisch müssten das ca. 2 Stunden Fahrzeit sein. Viele der dort stehenden Häuser sind Ferienhäuser, also nur selten bewohnt.

    Und jetzt erkläre mir mal, wie Du bei einer solchen Einwohnerdichte auf dem Land, einem so teils zersiedelten Gebiet und langen Anfahrtwegen ein Rettungswesen aufbauen willst, welches nicht den Totalverlust von Häusern in Kauf nimmt und sich finanzieren lässt.
    Ich halte das für nicht möglich.

    Viele Grüße
    Henning

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine eigene Meinung wieder.

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW782017
    Datum29.01.2014 07:337868 x gelesen
    Geschrieben von Henning P.Und jetzt erkläre mir mal, wie Du bei einer solchen Einwohnerdichte auf dem Land, einem so teils zersiedelten Gebiet und langen Anfahrtwegen ein Rettungswesen aufbauen willst, welches nicht den Totalverlust von Häusern in Kauf nimmt und sich finanzieren lässt.
    Ich halte das für nicht möglich.


    1. Ansatz: VB!
    Also die Häuser müssen so gebaut werden, dass - wenn es nicht gelingt - mit den dauerhaft (!) und immer (!) verfügbaren Bordmitteln (Fw, Freiwillige, Militär vor Ort usw.) den Brand initial zu löschen, eine Brandausbreitung nicht möglich ist.
    Das braucht ggf. andere Baustoffe und bzw. oder viel mehr Fläche - sollte aber da kein Problem sein.

    2. Ansatz: Abwehr!
    Nochmal drüber nachdenken, was man wie verbessern kann....
    Und spätestens jetzt werden die Einwohner auch nochmal bereit sein, drüber nachzudenken, wie man mit solchen Problemen umgeht und ob vielleicht eine FF o.ä. (bzw. für die "Ferienbewohner" eine Umlage für die örtliche FF bzw. Rest-Gemeindearbeiter o.ä.) sinnvoll bzw. besser als der Totalverlust der Häuser ist...

    3. Keine Polemik, so funktioniert Politik...

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Departement Saare 782019
    Datum29.01.2014 07:477705 x gelesen
    Geschrieben von Ulrich C.Also die Häuser müssen so gebaut werden

    Gegenfrage: Werden denn solche Städte wieder 1:1 aufgebaut? Oder gelten dann für den Wiederaufbau andere Regeln?

    Grüße, BeschFl

    Toto, ich glaube, wir sind nicht mehr in Kansas

    "As long as people are gonna believe stupid crap, we're gonna have a job"

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW782035
    Datum29.01.2014 09:267629 x gelesen
    Geschrieben von Florian B.Gegenfrage: Werden denn solche Städte wieder 1:1 aufgebaut? Oder gelten dann für den Wiederaufbau andere Regeln?

    ich kenne die aktuellen Bauvorschriften für Norwegen nicht... - auch nicht die evtl. dort schon angelaufene Diskussion ...

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen782050
    Datum29.01.2014 10:077499 x gelesen
    Ich denke in Laerdal werden die Grundstüc ke wieder so bebaut wie vorher.
    Wenn man die Örtlichkeiten der letzten beiden Brände un Norwegen kennt, vor allen Laerdal sieht man das trotz der Grossen Anzahl an Häusern dort die Abstände von Grundstück zu Grundstück im Vergleich zu einem Dorf in Deutschland riesig sind.
    Und mitten im Brandgebiet sieht man teilweise neue unbeschädigte HolzHäuser was wohl schon mit den Baustoffen zu tun hat.

    Beim letzten Brand in Flatanger standen die Häuser teilweise hunderte Meter auseinander. Nur gibt es in Norwegen nicht überall ein Hydrantennetz, in den Ferienhausgebieten stehen Brunnen für die Versorgung mit Trinkwasser. Tanklöschfahrzeuge mit 10000 Liter Wasser gehören in Norwegen zur Grundausstattung der Feuerwehren.
    Wenn es in Deutschland in einem Dorf gebrannt hätte und man einen so intensiven Wind wie in Norwegen zum Zeitpunkt des Brandes geherrscht hätte, wer das Feuer mit Sicherheit auch nicht nur auf das Brandobjekt beschränkt gewesen. In Norwegen waren Flammen bis 30 Meter Höhe beobachtet worden und stärker Funkenflug der mit grosser Intensität einen Strecke von 300 bis 500 Meter zurück legte und dort Häuser entzündete.

    Ich denke auch in einem deutschen Dorf währen wir trotz flächendeckender Feuerwehr an unsere Grenzen gestossen wenn mehr als 3 Häuser gleichzeitig in Brand stehen. Nur mal an die Wasserversorgung denken. Das Hydrantennetz würde gar nicht ausreichend sein. Wasserversorgung über lange Wege, bei Minusgraden und eisigen Wind.

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern782051
    Datum29.01.2014 10:147384 x gelesen
    Üblicherweise wird nicht 1:1 wieder aufgebaut (Denkmalbereich sei mal außen vor).

    Der erlittene Totalverlust führt dazu, dass man sich Gedanken macht:

    a) baue ich überhaupt wieder auf - oder war's das mit dem Totalverlust
    b) baue ich wieder auf, aber lasse ich dann neue Nutzerprofile in den Neubau einfließen? (z.B. das alte Elternhaus, dass nur noch wochenweise als Ferienhaus genutzt wurde - die Fragestellung wieviel Haus benötige ich für meine Nutzung)
    c) Wiederaufbau bei praktisch identischem Nutzungsprofil - aber ein vorher gegangener Totalverlust wird unweigerlich zu der Fragestellung führen worauf man achten muß, was man besser machen sollte. Was die Qualität einer Neuplanung anbetrifft kommt es aber entscheidend darauf an, welche belastbare Fachkompetenz der Planer einbringt.

    Selbst bei Wiederaufbau der Bibliothek in Weimar gab es Anpassungen im VB . Und hier gab es Denkmalschutz pur.

    Holz ist halt ein billiger Werkstoff, schnell vor-Ort verfügbar. Deswegen wurde / wird er gerne verwendet, wenn es schnell gehen muß und geringe Kosten gefragt sind. Nur Holz brennt halt schnell. Und alle großen europäischen Städte sind deswegen mal abgebrannt. Und beim Wiederaufbau gabe es dann eine andere Wertigkeit beim Brandschutz.
    Das feuersichere Steinhaus, war kulturell immer teuer als ein Holzhaus. Wer arm war hatte ein Holzhaus - wer reich war konnte sich ein Steinhaus leisten. Daher auch die Entstehung des Begriffes "steinreich".

    ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern782052
    Datum29.01.2014 10:167412 x gelesen
    Ich sage nur mal Großbrand im alten Dorfkern von Films (Graubünden) !
    Oder der Stadtbrand von Bad Reichenhall im 19. Jahrhundert.

    ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen782054
    Datum29.01.2014 10:237349 x gelesen
    Neue Häuser aus Stein und Beton sind in Norwegen ausser in den Großstädten selten. Selbst wenn die Mauern aus Beton und Stein sind, werden die Häuser dort mit Holz verkleidet.
    Da ich sehr oft in Norwegen unterwegs war und bin , konnte ich beobachten, das an der Stelle wo im Jahr zuvor ein Haus abgebrannt war ein neues Holzhaus errichtet worde.
    Auch zu beobachten ist, ist das alte Wohnhaus nicht mehr ausreichend wird auf dem gleichen Grundstück ein neues gebaut und das alte lässt man stehen. Teilweise pflegt man es noch teilweise lässt man es zerfallen.

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern782057
    Datum29.01.2014 10:377372 x gelesen
    Das ist eine Mentalitätsfrage.

    Will ich aus einem Schaden lernen, dann muß ich etwas anders machen und kann nicht das Verlorene 1:1 kopieren. Denn sonst wiederhole die Fehler, die hier zum Totalverlust führen.
    Ob ich diesen Lernprozeß verstanden habe oder ihn verstehen will, ist eine induviduelle Frage.

    Ob man eine Holzverkleidung - die das Haus so "schön traditionell" aussehen lässt - mit Gewalt und allen Brandrisiken wieder haben will, ist ebenfalls eine individuelle Entscheidung. Will ich das Branderlebnis /Risiko nochmal - dann ja baue ich wie gehabt. Will ich es nicht noch einmal - dann muß ich folgerichtig anders bauen.

    Wenn einer daraus nicht lernen will - nun, es ist ja nicht mein Haus. Und wenn es kein Risiko für mich in der Nachbarschaft darstellt...(man kann sich denken was hier jetzt stehen würde)

    Lasse ich ein altes Haus einfach verfallen, dann lasse ich auch eine pot. Brandobjekt und Feuerbrücke bestehen. Entweder gefährde nur ich mich - dann mag es mein eigenes Risiko sein (und eventuell die Versicherungsprämien hochtreiben). Gefährde ich dadurch auch die Nachbarschaft, dann muß sich die Gesellschaft / Kommune fragen, ob sie so etwas hinnimmt.

    Ich sagen nur - best. Mittelmeerländer und die Feuerbrücken bei Waldbränden zu den Ortschaften..... ;-)

    ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern782064
    Datum29.01.2014 12:207627 x gelesen
    Ein Kamerad, der Holzbauingenieur ist legt Wert darauf das Holz ein preiswerter Baustoff ist - nicht billig.

    Billig könnte umgangssprachlich nicht nur als niedriger Preis sondern auch als niedrige Qualität empfunden werden. Das wollte ich damit nicht ausdrücken.

    Das Wörtchen "billig" ist historisch als Kostenfaktor von mir gewählt worden - beschreibend für eine Zeit, als ein Steinhaus mit mühsam im Steinbruch gewonnenen Steinen errichtet werden musste und deswegen "teuer" war.

    Ich hoffe, jetzt sind Alle wieder zufrieden ;-)

    ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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    AutorDomi8nic8 W.8, Nohra / Thüringen782072
    Datum29.01.2014 13:007180 x gelesen
    Also wenn ich die Preise für ein qualitativ gutes Holzblockhaus in Deutschland sehe , dann ist ein Haus aus Beton und Stein sogar günstiger.
    Holzrahmenbauweise mal ausgenommen.

    Und wenn ein Steinhaus im Inneren im Vollbrand stand ist das Ergebnis meist auch ein Totalschaden und wird abgerissen und neu aufgebaut. Da hat ein Holzhaus sogar ein Vorteil, da von dem Holz viel weggebrand ist, ist auch weniger Material zu entsorgen.

    Mit kameradschaftlichen Gruß

    Dominic Wenkel

    FFw Nohra VG Hainleite

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    AutorFran8k E8., Viskafors / Västra Götaland782082
    Datum29.01.2014 13:597189 x gelesen
    Geschrieben von Dominic W.Also wenn ich die Preise für ein qualitativ gutes Holzblockhaus in Deutschland sehe , dann ist ein Haus aus Beton und Stein sogar günstiger.
    Und Holzblock gerät durch Funkenflug von aussen auch nicht mal eben so in Brand.
    Blöd nur, wenn man wie ich eine Ventilationsanlage hat, die von aussen die Luft einzieht. Funkenflug und Innenverschmutzung im Rohrsystem könnten eine schlechte Kombination sein.
    Ich kenne da folgende Problematik:
    Beim Filterwechsel im Sommer krabbelt und kribbelt es ... jegliche seltene und nicht seltene Käfer / Insektenarten findet man da. Hier ein Funkenflug aus der Aussenwelt -> Da ist's Wurscht, ob Holz oder was auch immer für Bauweise. Die Bude brennt mir in Minuten von Innen heraus weg.

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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Sebnitz, OT Ottendorf / Sachsen782130
    Datum29.01.2014 20:297249 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von Volker L.
    Das feuersichere Steinhaus, war kulturell immer teuer als ein Holzhaus. Wer arm war hatte ein Holzhaus - wer reich war konnte sich ein Steinhaus leisten. Daher auch die Entstehung des Begriffes "steinreich".
    Wenn es denn so ist, frage ich mich wie es den Fw im allg. fast immer gelingt einen Wasserschaden zu erzeugen, der dem Abriß auch beim "Steinhaus" unumgänglich zur Regel macht...?

    mkg hwk

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    AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY782131
    Datum29.01.2014 20:457112 x gelesen
    Servus,

    Geschrieben von Hanswerner K.Wenn es denn so ist, frage ich mich wie es den Fw im allg. fast immer gelingt einen Wasserschaden zu erzeugen, der dem Abriß auch beim "Steinhaus" unumgänglich zur Regel macht...?

    was macht dich da so sicher? Ich kenne Häuser, die auch nach größeren Schadenereignissen nicht abgerissen werden mußten.
    Wieso sollten alle Feuerwehren so schlecht arbeiten wie du denkst? Auf einer Seite die Flugbahn eines imaginären Rotorblattes bis in die kleinste Einzelheit "zerfieseln" und hier so verallgemeinern. Ich denke mir meinen Teil.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Anton Kastner

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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Sebnitz, OT Ottendorf / Sachsen782134
    Datum29.01.2014 21:10   7192 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von Anton K.
    was macht dich da so sicher?
    Nichts ;-)

    Wieso sollten alle Feuerwehren so schlecht arbeiten wie du denkst?
    Ich bin selber in einer FF. Es stört mich aber immer wieder, wenn nur das Umfeld, die Anderen usw. für was gerade zu stehen haben. Ich provoziere gern um zum Nachdenken anzuregen. Scheint aber wegen dem vor Selbstvertrauen strotzenden FA gar keinen Sinn zu machen... sh. SoSi-Unfälle, Einsatzberichte usw.

    Auf einer Seite die Flugbahn eines imaginären Rotorblattes bis in die kleinste Einzelheit "zerfieseln"
    Es war eine konkrete Diskussion zum Sachverhalt?

    Ich denke mir meinen Teil.
    Keine Angst, ich auch immer wieder...
    ...guck mal was sich am Besten mit Riesenbeteiligung im Forum ellenlang diskutieren lässt...

    mkg hwk

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    AutorRalf8 H.8, Drebkau / Brandenburg782143
    Datum29.01.2014 22:367155 x gelesen
    Geschrieben von Dominic W.Die Nacht ist in der Nähe von Trondheim wieder ein Feuer ausgebrochen mit einen zum Teil grösseren Ausmass an Zerstörung wie in Laerdal.

    Die schlechten Nachrichten aus Norwegen scheinen kein Ende zu nehmen.

    Neuer Brand und Flutwelle

    Gruß Ralf

    Graustein 1988 - Ein besonderer Waldbrand - Blog

    Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn. Joseph Joubert

    Wenn ihr etwas nicht versteht, dann muss es doch nicht auch gleich falsch sein. (Rosenstolz, Willkommen)

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW782144
    Datum29.01.2014 22:537499 x gelesen
    Geschrieben von Ralf H.Die schlechten Nachrichten aus Norwegen scheinen kein Ende zu nehmen.

    Neuer Brand und Flutwelle


    ggf. doch mal hier anrufen: EU-Gemeinschaftsverfahren....

    Jetzt im letzten Dez. sollten da doch Neuerungen beschlossen worden sein, um schneller, besser und einheitlicher helfen zu können - weiß zufällig jemand, was daraus geworden ist....?
    http://www.wdr.de/tv/bab/sendungsbeitraege/2013/1120/Katastrophenschutz.jsp

    (Hab mir allerdings beim Thema Vegetationsbrandbekämpfung ehrlicherweise bis eben auch kein Szenario vorgestellt, wo das im Winter im Norden so brennt....)

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorBjör8n P8., Markt Schwaben / Bayern782341
    Datum01.02.2014 22:227058 x gelesen
    Hallo,

    laut DSB ist das tatsächlich als Vorwarnung gemacht worden (das erste Mal seit 2008), da die Waldbrandgefahr immer noch extrem ist.

    Schöne Grüße,
    Björn

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    AutorBjör8n P8., Markt Schwaben / Bayern782356
    Datum02.02.2014 00:446922 x gelesen
    Und schon wieder ein Flächen(gras)brand auf einer Insel. Zur Zeit 'unter Kontrolle',und noch keine Häuser in Gefahr.

    Aftenbladet

    Man sieht an den Häsuern, wie lang die Flammenfront hier ist.
    Und in hier ein Video, das den Brand in Flatanger aus der Luft zeigt.
    Flatanger Luftbilder

    Schöne Grüße,
    Björn

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW782367
    Datum02.02.2014 10:306933 x gelesen
    Geschrieben von Björn P.laut DSB ist das tatsächlich als Vorwarnung gemacht worden (das erste Mal seit 2008), da die Waldbrandgefahr immer noch extrem ist.


    sollte Bedarf bestehen, haben m.W. die Niederländer und die Briten entsprechend ausgebildete Einheiten.... (@fire könnte das m.W. auch... ;-)

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorFran8k E8., Viskafors / Västra Götaland782387
    Datum02.02.2014 13:396854 x gelesen
    Geschrieben von Ulrich C.sollte Bedarf bestehen, haben m.W. die Niederländer und die Briten entsprechend ausgebildete Einheiten.... (@fire könnte das m.W. auch..
    Was ich nicht verstehe, ist was für Einheiten sollen denn in z.B. Skandinavien die Kohlen aus dem Feuer reissen?
    Auf der einen Seite die selbsternannt Best-World Standard Länder und auf der anderen Seite ... kommt dann wer aus Europa und macht die Feuer aus oder bringt ordentliche Pumpen mit?
    Sind das dann hauptamtliche Kräfte? Und genau da sollte man sich Gedanken machen, wie man auch politisch das ganze wertet.
    Muss schlimmstenfalls ein deutscher Freiwilliger ein Feuer in Schweden löschen, nur weil die sagen, dass Freiwilligen Arbeit totaler umprofessioneller Murks ist und verboten gehört? Und es daher auch fast keine effektiven Freiwilligen Wehren gibt.

    Nebenbei: Das soll jetzt nicht die grenznahen Arbeiten mit Frankreich, Holland, Tschechei oder Polen usw. betreffen. Wenn da Not am Mann ist, ist das ja bisher nicht auf EU Ebene organisiert worden. Oder täusche ich mich?

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    AutorBjör8n P8., Markt Schwaben / Bayern783038
    Datum10.02.2014 21:566947 x gelesen
    Hallo,

    nein,es ging da weniger umPersonal, als um technik, konkret vorallem Löschflugzeuge. Norwegen hat vorallem Hubschrauber zur Verfügung, aber bei beiden Bränden war der Wind anfangs zu stark (stiv kuling ~7 Bf) , als das sie eingesetztwerden konnten,

    Schöne Grüße,
    Björn

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    AutorBjör8n P8., Markt Schwaben / Bayern788224
    Datum09.05.2014 22:396952 x gelesen
    So langsam kommen weitere zusammenfassende Berichte. Der erste im Brannmannen

    Der Ablauf:

    Montag 27. januar kl. 22.18: Meldung eines Brandes in Uran i Flatanger.
    -> 4 Mann (freiwillige ) FA vom Depot Hasvåg mit TS, Feuerpatschen und Löschrucksäcken + 16 Mann aus dem Hauptort (Anfahrtzeit 1 Stunde !) als Erstalarmierte Kräfte.
    Nacht zum Dienstag: 20 Bewohner evakuiert . Die Feuerwehr versucht das Feuer an einer Strasse und einem See aufzuhalten.
    Dienstag 28. januar kl. 05.33: Der Brand erreicht Hasvåg.
    Dienstag morgen: Der Brand erreicht die Bebauung auf Småværet.
    Dienstag nachmittag: Feuer immer noch nicht unter Kontrolle. 50 bis 70 Gebäude niedergebrannt.
    Dienstag Abend flammt das Feuer wieder auf . Starke Kräfte versuchen die Ausbreitung nach Osten zu stoppen. Cirka 100 Mann von Feuerwehr und Zivislchutz im Einsatz .
    Mittwoch kl. 05.30: Feuer unter Kontrolle.
    Mittwoch kl. 12.09: Feuer gelöscht.
    Samstag abend: Erneutes Aufflammen

    Fakten:
    Heidebrand auf 5 km Länge, 15 km² betroffen
    Schäden: 64 Gebäude niedergebrannt. 150 Millionen Kronen Schaden.
    Ressursen: 250 Fa aus 21 Kommunen beteiligt . 150 Mann Zivilschutz. 2 Waldbrandhelikotper + 4 Militärhubschrauber, zum Löschen aus der Luft (wetterbedingt erst ab Di. Nachmittag), Seenotkreuzer RS Harald V und Küstenwachschiffe KV Bergen und KV Njord zumlöschen vom Meer und als Beobachtungsposten.

    Durch den Wind und die extreme Trockenheit (kein Niederschlag seit Anfang November) war der Brand sehr schwer unter Kontrolle zu bringen.

    Björn

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    AutorThom8as 8E., Nettetal / NRW788237
    Datum10.05.2014 22:276508 x gelesen
    Wenn ich das richtig rechne, sind das etwa 18Mio. Euro. Damit könnte ich die freiwillige Feuerwehrinfrastruktur finanzieren, die den Schaden drastisch reduziert hätte

    Ich schreibe hier nur für mich und nicht für meine FF.
    Sollte das mal wirklich offiziell sein, dann mit Dienstgrad und Funktion

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    AutorBjör8n P8., Markt Schwaben / Bayern799688
    Datum03.12.2014 22:595689 x gelesen
    Ergänzung:

    Vortrag des Brandchefs auf der Brann+Redning 2014: Link

    Ersteinsatz: 6 Mann Depot(freiwillige) aus Hasvåg( dort Ca. 30 Einwohner),
    12 Mann aus dem Hauptort der Gemeinde( von 18), Anfahrt Ca. 1 Stunde.
    2 Stunden nach Alarmierung ist die Evakuierung abgeschlossen.
    Insgesamt eingesetzt waren 30 Wehren (200 Mann) mit bis zu 300km Anfahrt.

    Björn

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