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ThemaHochhausbrand Marburg8 Beträge
RubrikEinsatz
Infos:
  • Pressebericht von nh24.de mit Fotos/Video zum Hochhausbrand in Marburg
  •  
    AutorMari8o H8., FF Kleinmachnow - BF Berlin / Brandenburg790844
    Datum24.06.2014 17:075302 x gelesen
    Ein freundliches Hallo in die Runde!

    Zum heutigen Einsatz in Marburg. Das Internet gibt soviel nicht her dazu, vielleicht weiß jemand mehr.
    Und wirklich arroganzlos und ohne Wertung:
    Mich würde interessieren:
    1war es wirklich nur ein ganz normaler Keller oder das gesamte Kellergeschoss?
    2.Warum so viele Leute verletzt? (Fehlverhalten der Anwohner aus Unkenntnis?)
    3.Warum so viele Leute (alle bzw. viele Bewohner) das Haus über Drehleitern etc verlassen mussten wenn diese vermeintlich auf ihren Balkonen sicher waren

    und 4. Oder bauscht die Presse das ganze nur auf ?

    Als Anmerkung: Ich möchte keine Diskussion entfachen über Sinn und Unsinn, über Richtig oder Falsch und über Entscheidungen der Einsatzleitung vor Ort.

    Danke für die Antworten

    www.feuerwehr-kleinmachnow.de

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz790846
    Datum24.06.2014 18:323208 x gelesen
    ... und noch eine weitere Frage: In einem Studentenwohnheim in der gleichen Straße gab es kürzlich 2 Brände/mögliche Brandstiftungen:

    http://www.112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/feuerwehr/item/11515-erneut-kellerbrand-in-wohnheim-brandstiftung?

    Ist bekannt, ob es sich dabei um das gleiche Gebäude wie beim aktuellen Fall handelt?

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    AutorToma8s C8., Augsburg / Bayern790850
    Datum24.06.2014 19:153155 x gelesen
    Hallo,

    hier der Einsatzbericht der FF Marburg. Dort sind auch drei Presseberichte verlinkt.

    Aus persönlicher Ortskenntnis und Berichten von Betroffenen kann ich berichten:
    Das betroffene Gebäude hat keine Brandmeldeanlage, lediglich seit diesem Jahr Rauchmelder in den Wohnungen. Viele Bewohner sind erst durch die anrückende Feuerwehr oder durch die Wohnungsrauchmelder geweckt worden. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Flure und mindestens ein Treppenraum (von drei vorhandenen) verraucht. Durch große Türspalten in den Wohnungstüren konnte Rauch vom Flur in die einzelnen Wohnungen ziehen.

    Die Dramatik erklärt sich auch aus den Einsatz- bzw. Presseberichten, wonach die Feuerwehr zuerst zu einer Rauchentwicklung im 9. Stock alarmiert wurde.

    Disclaimer: Ich bin nach Umzug nicht mehr aktiv in der FF Marburg. Ich habe keine Kenntnis von internen (Einsatz-)Informationen der FF Marburg.

    Gruß, Tomas

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    AutorMari8o H8., FF Kleinmachnow - BF Berlin / Brandenburg790863
    Datum24.06.2014 21:072599 x gelesen
    Hallo Tomas !

    So etwas in der Art wie bauartbedingte (veraltete ???) Wohnungstüren mit großen Spalten zwischen Tür und Fußboden hatte ich vermutet.

    Denn gewöhnlich muss ja nicht ein ganzes Hochhaus geräumt werden wegen einem Kellerbrand, scheint hier aber Sinn zu machen.

    Danke für die Info

    LG Mario

    www.feuerwehr-kleinmachnow.de

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    AutorChri8sti8an 8M., Maintal / Hessen790902
    Datum25.06.2014 08:392509 x gelesen
    Bericht mit Video von hr-online.

    MKG Christian

    ----
    Es handelt sich um meine persönliche Meinung...

    http://www.feuerwehr-maintal.de

    Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht,
    beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.

    Oberverwaltungsgericht Münster 10A 363/86 11.12.1987
    ----

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    AutorDirk8 B.8, Marburg / Hessen790960
    Datum25.06.2014 15:29   2552 x gelesen
    Werte Forumsteilnehmer,

    zunächst möchte ich vorausschicken, dass sich unsere Feuerwehr aus grundsätzlichen Erwägungen üblicherweise nicht an öffentlichen Diskussionen in den einschlägigen Internetforen beteiligt. Da an dieser Stelle jedoch fachliche Fragen im Raum stehen, deren Beantwortung für andere Feuerwehren mit ähnlichen Objekten im eigenen Einsatzbezirk mitunter sehr hilfreich sein können, werde ich auf diese Fragestellungen kurz eingehen. Ich bitte um Verständnis, dass ich nur auf wenige Rahmenbedingungen eingehen werde. Zunächst müssen wir die Einsatzgeschehnisse für uns selbst aufarbeiten. Einen ausführlichen Einsatzbericht wird die Leitung der Feuerwehr Marburg demnächst sicherlich über die einschlägigen Fachzeitschriften zur Verfügung stellen.

    Als Wehrführer der örtlichen Feuerwehr (Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte) habe ich den Einsatz in der Technischen Einsatzleitung von Anfang an maßgeblich mit begleitet.

    Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein 12-geschossiges Wohnhochhaus. Die Bewohnerschaft setzt sich aus Menschen vielerlei Nationalitäten (und Sprachen!) zusammen. Vor allem wohnten hier auch mehrere junge Familien.

    Der bauliche Zustand entspricht im Wesentlichen dem Originalzustand aus den 1970er Jahren.

    Bei dem Einsatzgeschehen handelte es sich um den Vollbrand einzelner Kellerräume. Die Lokalisierung und Bekämpfung des Brandes gestaltete sich aus mehreren Gründen sehr schwierig. Zum einen erschwerte die recht verwinkelte Anordnung der Kellerräume die Orientierung. Zum anderen war der Keller maximal verraucht mit Sicht "Null". Weiterhin herrschten extreme Temperaturen im gesamten Keller. Im Verlauf der Erkundung deutete sich bereits eine mögliche Durchzündung an, die dann auch stattfand.

    Der Brandrauch erreichte über einen der Treppenräume und vermutlich über diverse Schächte sämtliche Geschosse und die meisten Quer- und Verbindungsflure. Demzufolge war die Evakuierung einzelner Wohneinheiten über die baulichen zweiten Rettungswege teilweise nicht möglich. Die Rettung über die Drehleitern erfolgte größtenteils erst im späteren Einsatzverlauf als sich andeutete, dass die geordnete Evakuierung über die Treppenräume auch weiterhin nicht möglich sein würde.

    Die Anzahl der Verletzten resultiert aus der starken Brandrauchausbreitung. Bei 280 gemeldeten Personen in dem Gebäude hätte ich persönlich sogar noch mit schlimmerem gerechnet. Die meisten Bewohner verhielten sich sehr diszipliniert. Einige wenige waren natürlich panisch und neigten mitunter zu irrationalem Verhalten. Diese Situationen konnten wir trotz der Sprachbarrieren entspannen.

    Der gesamte Einsatz wurde von allen beteiligten Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Marburg, der TEL des Landkreises, des DRK und der Polizei souverän und diszipliniert abgearbeitet. Obwohl dieses Einsatzszenario an Komplexität ein außergewöhnliches Maß erreicht hat, reagierten alle Kräfte mit einem großen Maß an Besonnenheit und Professionalität.

    Da wir uns wie geschildert derzeit noch mit der Aufarbeitung beschäftigen, bitte ich von weiteren Fragen über dieses Forum Abstand zu nehmen. Vielen Dank!

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    AutorAndr8eas8 R.8, Stuttgart / Ba-Wü791037
    Datum26.06.2014 13:181998 x gelesen
    Hallo,

    Dankesbrief


    Gruß Andi

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    AutorMari8o H8., FF Kleinmachnow - BF Berlin / Brandenburg791067
    Datum26.06.2014 20:281908 x gelesen
    Hallo Christian!

    Danke für Deine recht aufschlussreichen Zeilen.

    Liebe Grüße in Eure schöne Stadt

    www.feuerwehr-kleinmachnow.de

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