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ThemaKleve: wegen fehlender Übung keine Einsätze :-()18 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg808831
Datum13.06.2015 08:3017372 x gelesen
hallo,

in Kleve wird sogar der Begriff "Mobbing" verwendet :-()

Feuerwehrmänner klagen über Mobbing

Sechs Brandbekämpfer, die teilweise 30 Jahre aktiv sind, kritisieren die Führung der Wehr. Diese teilte ihnen schriftlich mit, sie dürften an keinen Einsätzen mehr teilnehmen - wegen fehlender Übung. Ein Anwalt ist eingeschaltet.

Sie schlafen über Feuerwehrautos, nie sehr tief. Der Alarm bestimmt ihr Leben und das ihrer Familien. Für sechs Männer vom Florianweg in Kleve ist der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr mehr als ein Hobby. Es sei etwas anderes als Fußballspielen, so einer von ihnen. Zwischen zehn und 32 Jahren sind die Sechs bei der Klever Wehr. Es scheint so, als sollten es ihre letzten sein. Grund: Die Führungsebene wolle sie aus dem Dienst mobben.

Die sechs Feuerwehrleute wohnen mit ihren Familien in 90 Quadratmeter großen Wohnungen direkt über der Klever Wache. Sie gehören zu den wichtigsten Brandbekämpfern der Stadt. Wenn nachts die Sirenen heulen, sitzen die Männer aus dem Obergeschoss als erste im Wagen. Die Truppe vom Florianweg gehört zum "Hausalarm". Sie sind in der Regel die Ersten am Einsatzort. Wichtig, weil die einfache Rechnung lautet: Je schneller vor Ort, desto effektiver die Hilfe.

Jetzt weht den sechs Feuerwehrmännern ein Wind entgegen, der mit eisig noch recht putzig beschrieben ist. Jedem ist in einem Schreiben die Teilnahme an Einsätzen untersagt worden. Stadtbrandinspektor Ralf Benkel hat es unterschrieben. Der Wehrleiter begründet dies damit, dass die Männer nicht ausreichend am Übungs- und Ausbildungsdienst teilgenommen haben. Benkel erläutert, dass er eine "Fremd- und Selbstgefährdung" vermeiden will. ...


auch interessant:

Bei einem der sechs Männer ist die Begründung von Benkel eine Farce. Er arbeitet hauptberuflich bei einer großen Berufsfeuerwehr im Ruhrgebiet. Ihm aufgrund fehlender Übungszeiten Einsätze in der Klever Wehr zu verbieten, da er sich und andere gefährden könne, mutet nach einem Treppenwitz an. Der Mann hat bereits einen Anwalt eingeschaltet. Er will den Sachverhalt juristisch prüfen lassen.

vollständiger Artikel auf rp-online.de

MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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AutorOliv8er 8B., Köln / NRW808859
Datum14.06.2015 07:4610298 x gelesen
Hallo zusammen,

scheinbar ein Fall von "Überregelung" zu Dienstbeiligung. Bin mal gespannt wie das in NRW aussieht wenn das BHKG entsprechende Dienstbeteiligungen verpflichtend macht.

Andere Frage, hätten die Aktiven nicht eine Möglichkeit Druck auszuüben, letztlich wird der LdF alle 6 Jahre neu Bestellt und die Wehr angehört.

Weiter (habe ich mich schon immer gefragt): Was wäre wenn die wirklich wichtigen Funktionen (Gerätewarte, Atemschutzgerätewarte, Jugendwarte, Elektrofachpersonal, Schirrmeister, Küche, IuK, Ausbilder, keiner mehr aus vorgeschobenen Gründen mehr Atemschutz- oder Fahrtauglich ist) alle ihre Tätigkeiten über Nacht einstellen?

Da in der Welt der freiwilligen keine wirklichen Maßnahmen zur Sanktionierung existieren was bleibt der Stadt / Leitung der Feuerwehr?

Müssen kurzfristig Hauptamtliche her? Gesetzlich ist das doch Aufgabe der Stadt, also hat der Oberbürgermeister als Chef der Verwaltung doch ein zunächst unlösbares Problem.

Freue mich auf die sicherlich interessante Entwicklung.

Dieses Thema soll nicht nur auf NRW (FSHG) beschränkt bleiben, letztlich sehen viele Landesgesetze zum Brand- und KatS ähnlich aus.

Viele Grüße
der Olli

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AutorAlex8and8er 8H., Bürstadt / Hessen808863
Datum14.06.2015 10:059449 x gelesen
Guten Morgen,
Geschrieben von Oliver B. Da in der Welt der freiwilligen keine wirklichen Maßnahmen zur Sanktionierung existieren was bleibt der Stadt / Leitung der Feuerwehr?

Müssen kurzfristig Hauptamtliche her? Gesetzlich ist das doch Aufgabe der Stadt, also hat der Oberbürgermeister als Chef der Verwaltung doch ein zunächst unlösbares Problem.


Ich denke mal der betroffene OB wird es sich einfach machen und die Kameraden/innen zwangsverpflichten Dienst in der Feuerwehr zu tun.
Nun zumindest ich würde das an dieser Stelle tun. Das man dann über die Motivation der Einsatzkräfte nicht diskutieren braucht und von denen keine Freudensaltos zu erwarten sind ist ja klar.

Gibt es im entsprechenden Feuerwehrgesetzt des Bundeslandes die "Pflichtfeuerwehr"? Beim HBKG und beim FwG-BaWü weiß ich das.

Ich schreibe grundsätzlich als Privatperson.

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AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP808864
Datum14.06.2015 11:048753 x gelesen
Geschrieben von Oliver B. Da in der Welt der freiwilligen keine wirklichen Maßnahmen zur Sanktionierung existierenTrotzdem sind die Verwaltungsgerichte quer durch Deutschland immer mal wieder damit befasst, solche Sanktionen zu überprüfen, mit Ergebnissen für und gegen den freiwilligen Feuerwehrangehörigen. Und so, wie ein "Ehrenamtsbonus" auf der einen Seite immer mal wieder gewährt wird, wird auch regelmäßig deutlich, dass das alte Sprichwort "Nur der Eintritt ist freiwilliig" auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Geschrieben von Oliver B. Was wäre wenn die wirklich wichtigen Funktionen (Gerätewarte, Atemschutzgerätewarte, Jugendwarte, Elektrofachpersonal, Schirrmeister, Küche, IuK, Ausbilder, keiner mehr aus vorgeschobenen Gründen mehr Atemschutz- oder Fahrtauglich ist) alle ihre Tätigkeiten über Nacht einstellen?Die von dir genannten Funktionen irritieren mich etwas. Die können über Nacht einstellen was sie wollen, die Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft sind nur äußerst minimal, wenn überhaupt. Wenn eine Wehr gesamt (oder größtenteils) "über Nacht" quasi streikt, und daraus resultiert ein Schaden bei einem Hilfebedürftigen, der mit einer halbwegs normalen Feuerwehrtätigkeit möglicherweise zu verhindern gewesen wäre, liegt der schwarze Peter sicher auch nicht direkt bei der Kommune bzw. dem OB. Denn der muss von dem "Streik" ja irgendwas wissen, er muss überhaupt die Möglichkeit haben darauf zu reagieren (HA kommt nicht "über Nacht", AAO-Erweiterungen möglich, aber Hilfsfristen?...). Und da die Verwaltungsgerichte regelmäßig das Dienstverhältnis ehrenamtlicher Feuerwehrangehöriger aufgrund ähnlicher Interessenlagen mit den Grundsätzen des Beamtenrechts beurteilen, kann so ein "Pseudo-Streik" für die Streikenden ganz übel ausgehen.
Das Problem der Stadt ist dann eher mittel- und langfristig.

"In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
(Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP808865
Datum14.06.2015 11:348869 x gelesen
Geschrieben von Jürgen M. in Kleve wird sogar der Begriff "Mobbing" verwendet :-()Der wird aber heute so inflationär verwendet, dass das erstmal nichts heißen muss. Meine Kaffeemaschine hat mich eben auch gemobbt.

Das Problem, was in Kleve akut zu sein scheint, kenne ich, natürlich in kleinerem Maßstab, auch hier aus den kleinen Ortswehren. Es gibt einen Teil der Mannschaft, der (wegen BF-Hauptjob, Engagement in der Arbeitsplatzwehr, Sonderfahrzeugschleife, Umzug aus größeren Städten/Wehren, simpler Tagesverfügbarkeit... insgesamt deutlich mehr Einsätze absolviert (hat), als der andere Teil. Die Übungsdienste aber müssen im Hinblick auf Erfahrung und Leistungsstand der gesamten Truppe konzipiert werden. Ein Aufteilen der Truppe ist wegen der Gesamtgröße o.ä. auch nicht unbedingt zweckmäßig, und kann auch schnell weitere Probleme verursachen.
Und dann gibt es eben Übungen, die für manche langweilig sind, die denken sich dann gerne mal, wenn sie nicht angemessen gefordert werden bleiben sie eben demnächst ganz daheim. Und wenn sie dann daheim bleiben, werden irgendwelche standortspezifischen Kenntnisse oder Systeme eingeführt, wo die bisherige Einsatzerfahrung und das handwerkliche Können der "hochtrainierten" nichts nützen, der Rest der Truppe merkt das, und das Motzkarussell nimmt Fahrt auf. Und gerade bei diesen standortspezifischen Konzepten hat sich in den letzten Jahren schon einiges in der Feuerwehrwelt getan, z.B. SER, Atemschutznotfallkonzepte...
Da muss man versuchen, mit beiden Seiten zu sprechen, das Verständnis für die unterschiedlichen Übungsanforderungen zu vermitteln, und ein Stück weit muss man auch mal "Augen zudrücken". Auch mal die Hochtrainierten für bestimmte Übungen explizit ein oder ausladen: "Hey, beim nächsten Dienst machen wir Basics und stellen den ganzen Abend nur drillmäßig Leitern auf, ist o.k. wenn du dann mal aussetzt." vs. "Hey, beim nächsten Dienst legen wir fest, welcher Trupp wann automatisch die Anleiterbereitschaft übernimmt und wollen das im Anschluss mal ernsthaft überprüfen, dann sollten alle dabei sein. Vielleicht kannst du da aus deiner Erfahrung bei der BF schon im Vorfeld was beisteuern?"
Einfacher und belegbarer ist es natürlich, irgendwelche statistischen Übungsbeteiligungen zu nehmen, und unter der Anzahl X wird ohne Würdigung des Einzelfalls aussortiert. Die juristische Prüfung könnte dann allerdings zeigen, dass dieser vermeintlich rechtssicherere Weg auch Mist ist.

"In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
(Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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AutorStef8an 8R., Papendorf / Mecklenburg-Vorpommern808866
Datum14.06.2015 16:407724 x gelesen
Moin zusammen,
ich bin einfach nur gespannt, wie das ausgeht. Wir stehen in der Wehr vor dem Dilemma, dass die "Altgedienten" mit 20 Jahren Erfahrung aus Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung im Einsatzfall immer in der ersten Reihe stehen, aber (fast) nie bei den Übungsabenden sind, und die frischen Kräfte, die regelmäßig bei den Übungsabenden auch zum 50. Mal die Schiebleiter aufbauen, bis jeder Handgriff sitzt, die frischeste Atemschutzgeräteträgerausbildung haben und das Standrohr auch im Schlaf aufbauen, trotzdem höchstens im Schlauchtrupp unterwegs sind. Dass die neuen FA die Lust verlieren, wenn sich andere immer in den Vordergrund stellen, ist selbstredend. Das Vertauen in den Kameraden leidet, weil keiner den anderen so richtig gut kennt (und dessen Können beurteilen kann). Wegen mangelnder Beteiligung an den Übungsabenden kann aber auch keiner vor die Tür gesetzt werden, da wir dann nicht mal in Staffelstärke losfahren würden.
Gibt es Erfahrungen, wie man dieses Problem angehen kann, ohne gleich die Klever Lösung fahren zu müssen?
Grüße

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AutorNeum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken808867
Datum14.06.2015 18:447124 x gelesen
Dann kann ein Fernbleiben auch bedeuten, dass man immer auf dem alten (bewährten?) Stand bleibt.
Gemeinsam besser werden geht halt nur gemeinsam.

Bei einem Fußballverein wird es auch irgendwann Revolte gegen, wenn der 'Star', der aus irgendwelchen Gründen kaum am Training teilnimmt, immer in der Startelf steht. Das wird sich zumindest auf den Trainingsfleiss der anderen Spieler auswirken.

Es gibt ja auch Minimalforderungen für die im Jahr abzuleistenden Übungsstunden. Evtl. könnte man ja überlegen, ob man da die Einsatzzeiten teilweise anrechnen könnte, aber ohne Übungsabende (inkl. Feedback/Verbesserung nach Einsätzen) einzelner Leute wird die 'Kamaradschaft' irgendwann auseinander fallen.

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AutorFlor8ian8 F.8, Würzburg / Bayern808869
Datum14.06.2015 19:286941 x gelesen
Geschrieben von Stefan R.aber (fast) nie bei den Übungsabenden sind, und die frischen Kräfte

Hallo Stefan,

gibt es bei Euch keine Mindestübungsbeteiligung? So kenne ich das zumindest. Wer nicht x % bei den Übungen anwesend ist muss sich langfristig ein anderes Hobby suchen.


Schöne Grüße

Florian

Dies ist meine PERSÖNLICHE Meinung!
Hier gehts zu meinem Feuerwehr-Blog feuerwehrleben.de

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg808870
Datum14.06.2015 19:336900 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Florian F.

gibt es bei Euch keine Mindestübungsbeteiligung? So kenne ich das zumindest. Wer nicht x % bei den Übungen anwesend ist muss sich langfristig ein anderes Hobby suchen.


So hat es eine Nachbar-FF bei uns kürzlich praktiziert.


Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


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AutorMich8ael8 L.8, Dausenau / RLP808873
Datum14.06.2015 20:116851 x gelesen
Das ist bei uns gängige Praxis. Zuerst werden Gespräche geführt, wenn das nicht fruchtet wird die Entpflichtung eingeleitet.

Alle Beiträge geben meine eigene Meinung wieder.
Sollte sich jemand daran stören so stehe ich jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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AutorMich8ael8 B.8, Überlingen / Baden-Württemberg808874
Datum14.06.2015 20:346772 x gelesen
Wir haben 3 Züge, die im wöchentlichen Wechsel alarmiert werden. Im Nachtalarm bei Kleineinsätzen noch Gruppenalarm (halber Zugalarm, also nur 15-16 Einsatzkräfte).
Durch Urlaub, Fortbildungen, Abwesenheiten usw. kommt jeder mal dran - als AT, WT, ST, ME, Ma, GF,...so ist immer ein wechsel, und bei uns arbeiten "die alten Hasen" und "die jungen Hüpfer" oft in einem Trupp zusammen.

(wir haben einen Mindest-Probenbesuchsquote von 50%, wo jedoch Sonderfunktionen (Führungsgruppe, ABCErkKW oder Gefahrgutzug momentan nur teilweise mitgezählt werden).

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AutorKevi8n L8., Oberkirch / BW808876
Datum14.06.2015 21:136891 x gelesen
In diesem Zusammenhang interessant:

Der Internetauftritt der Feuerwehr Kleve ist aufgrund einer Neugestaltung nur spartanisch ausgestattet.

Die Website des Löschzug Kleve ist allerdings seit gestern morgen nur mit einem schönen Sprichwort von Julian Assange ausgestattet:

"Jedes Mal, wenn wir Zeuge einer Ungerechtigkeit werden und nicht handeln, bringen wir unserem Charakter bei in solchen Situationen passiv zu bleiben und verlieren dadurch vielleicht die Fähigkeit, uns selbst und die, die wir lieben, zu verteidigen."

Da scheinen sich entweder die Kameraden verbündet zu haben und stehen hinter den 6 Kameraden (ich hoffe diese Variante) oder der Webmaster ist einer der sechs Betroffenen und hat das auf eigene Faust gemacht (was natürlich nicht ausschließt, dass andere Kameraden mit dieser Aktion hinter ihm stehen).

Das ist auch eine Möglichkeit des "Protests".

MkG K. Leguttky

Alle meine Beiträge sind meine freie und persönliche Meinung und müssen nicht mit der meines Dienstherrn übereinstimmen

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AutorOliv8er 8B., Köln / NRW808881
Datum14.06.2015 23:046643 x gelesen
Hallo,

die Option Pflichtfeuerwehr gibt es in NRW natürlich auch, doch nach 30min mit dem Arzt des vertrauens muss man nicht mehr befürchten aus dem Schlaf gerissen zu werden und diese schrecklichen Bilder ansehen zu müssen. Dienstunfähig ist Dienstunfähig. Es gibt 1000 Gründe "blau" zu machen. Thema "kein Bock auf Wahlhelfer" etc..

Über Nacht wäre auch unrealistisch, blödes Beispiel. Mal ein einfaches:

Atemschutzgerätewarte der Atemschutzwerkstatt: Diese melden sich Dienstunfähig oder quittieren ganz den Feuerwehrdienst oder widerrufen ihre Bereitschaft diese Funktion auszuüben. Wer prüft die Geräte und füllt die Flaschen? (Antwort: jemand anders..)

Kann jemand anderes verpflichtet werden diese zusätzlichen Aufgaben (nach der Qualifizierung) zu übernehmen? Was wenn sich niemand aus Reihen der Kameraden findet (alle halten zusammen)?

Ich nehme das Beispiel Kleve nur zum Anlass, da mich das immer wieder wundert mich welcher Begeisterung einige Leute so viel Energie in etwas stecken und dann voll auf die Fr***e bekommen.

Gerade die ehrenamtliche Welt ist doch sehr heterogen - zwischen "Klischee-Feuerwehr" mit Kasten Bier in der Sitzbank und "Hochleistungs-Feuerwehr" wird sich irgendwo jeder wiederfinden.

Meine Meinung: Vielleicht alkoholfreies Bier ;-) alles andere würde ja sofort Dienstunfähig machen da man nicht mehr nüchtern ist..... was trinkt ihr denn so nach dem Übungsabend? :-o

Grüße
Olli

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AutorStef8an 8R., Papendorf / Mecklenburg-Vorpommern808883
Datum15.06.2015 06:306353 x gelesen
Wir sind in der Einsatzabteilung nur 20 Leute. Es besteht die Befürchtung, dass nach stattgefundenen Gesprächen mit den Betroffenen und einem zukünftigen Ausschluss (zumindest vom Einsatzgeschehen) weitere Kameraden dann auch nicht mehr zur Verfügung stehen. Da wir innerhalb des Amtes derzeit die Wehr mit den meisten und intensivsten Einsätzen sind, wäre das nicht nur für die Gemeinde ein herber Schlag.
Wir haben eine neue Wehrführung, vielleicht kehren neue Besen gut. Trotzdem scheint ein Ausschluss weiterhin riskant.
Natürlich haben auch wir bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich der geleisteten Übungsstunden. Die bekommt man aber auch mit der Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses, mit Gerätehaus- und Fahrzeugpflege, Funkausbildung, ... zusammen. Leitern, Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung, wo es auf ein Zusammenarbeiten ankommt, wird aber leider von den betroffenen Kameraden vernachlässigt. Ein Gewichten der Übungsinhalte scheidet m.E. aus, da auch der Knoten irgendwann mal lebensrettend sein kann.
Die Einteilung von Altgedienten und Anfängern in gemeinsame Trupps würde ich im Einsatz auch nicht wagen, denn die Altgedienten kennen ihre alten Kameraden und wissen, wie die z.B. im Brandobjekt unter Atemschutz vorgehen. Das ist für die Kameraden sicherer und für evtl. Vermisste im Brandobjekt auch besser.
Nur zum Verständnis: die Altgedienten sind teilweise jünger als die Anfänger, weil wir in der Vergangenheit viele Zugänge von Älteren hatten. Vielleicht liegt da auch das Problem?

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AutorFran8k R8., Eppelborn / Saarland808884
Datum15.06.2015 07:016386 x gelesen
Geschrieben von Kevin L.Die Website des Löschzug Kleve ist allerdings seit gestern morgen nur mit einem schönen Sprichwort von Julian Assange ausgestattet

und im Quelltext der Seite findet sich dann noch dieser Kommentar:

"Aufgrund von der falschen Darstellung von Sachverhalten, der fehlenden Transparenz
und der Willkür mit der die Löschzugführung in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen
hat, ist diese Website vom Netz gegangen.
"


Gruß
Frank

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AutorFran8k B8., Sydower Fließ / Brandenburg808890
Datum15.06.2015 08:416312 x gelesen
Hallo,

Geschrieben von Stefan R.Wir sind in der Einsatzabteilung nur 20 Leute.

Wir auch.

Geschrieben von Stefan R.Wir haben eine neue Wehrführung

Wir nicht, die alte wird wohl noch eine Weile aushalten, das ist auch gut so.

Ich habe deinen Standort nicht gegoogelt, oder mich sonstwie informiert, tut auch nicht not. Ich habe da also 20 Kräfte vor Augen, 2-6 davon sind alte und neue Wehrführung, Leute denen das Problem bewusst ist. Mir stellt sich jetzt die Frage: wieviele altgediente Lebensjüngere habt ihr und wieviele junggediente Lebensältere stehen denen gegenüber ? Das werden in Summe kaum mehr als zehn Leute sein können! Wo habt Ihr die Neuen her? Bei einer Einheit mit 20 Kräften, kann das keine große Siedlung sein. Da kennt man sich doch.

Geschrieben von Stefan R.Die Einteilung von Altgedienten und Anfängern in gemeinsame Trupps würde ich im Einsatz auch nicht wagen, denn die Altgedienten kennen ihre alten Kameraden und wissen, wie die z.B. im Brandobjekt unter Atemschutz vorgehen. Das ist für die Kameraden sicherer und für evtl. Vermisste im Brandobjekt auch besser

Ich persönlich finde den Ausdruck "Anfänger", auch wenn er stimmt, nicht so gelungen. Und ist die Personaldecke bei Euch so dick, dass ihr es Euch wirklich erlauben könnt, die Trupps nach Dienstjahren zu sortieren? Kommen die wirklich immer alle ?

Ich bin für den Landkreis auf der Atemschutzübungsanlage eingesetzt. Da erlebe ich immer wieder wie die vermeintlich "altgedienten" und "erfahrenen" Kameraden (meistens auch mit der größten Klappe) einen Fehler nach dem anderen machen, schlimm soetwas. Ich kann nur empfehlen zukünftig für eine gute Durchmischung zu sorgen. Ich selber achte auch darauf, wenn möglich, immer wechselnde Trupppartner zu haben.

Gruß

Frank

Das ist meine Meinung, die kann jeder wissen, braucht aber niemand teilen. Und es liegt mir fern jemanden zu verletzen.

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AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW808891
Datum15.06.2015 09:25   6662 x gelesen
Geschrieben von Jürgen M.
"Bei einem der sechs Männer ist die Begründung von Benkel eine Farce. Er arbeitet hauptberuflich bei einer großen Berufsfeuerwehr im Ruhrgebiet. Ihm aufgrund fehlender Übungszeiten Einsätze in der Klever Wehr zu verbieten, da er sich und andere gefährden könne, mutet nach einem Treppenwitz an. Der Mann hat bereits einen Anwalt eingeschaltet. Er will den Sachverhalt juristisch prüfen lassen."


?
Farce?
Wie siehts aus mit der Einweisung und der Übung mit den lokal vorhandenen Ausrüstungsgegenständen und Fahrzeugen (oder ist das alles baugleich mit denen der BF)?
Wie siehts aus mit der GEMEINSAMEN Übung im Team, nicht zur Ausbildung, sondern auch zum Schaffen von Vertrauen?

Ich glaube, das Problem liegt ganz woanders..

-----

mit privaten und kommunikativen Grüßen


Cimolino

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AutorStef8an 8R., Papendorf / Mecklenburg-Vorpommern808913
Datum15.06.2015 14:155966 x gelesen
Hallo Frank,

zu Deinen Fragen:
Geschrieben von Frank B. Mir stellt sich jetzt die Frage: wieviele altgediente Lebensjüngere habt ihr und wieviele junggediente Lebensältere stehen denen gegenüber ? Das werden in Summe kaum mehr als zehn Leute sein können! Wo habt Ihr die Neuen her? Bei einer Einheit mit 20 Kräften, kann das keine große Siedlung sein. Da kennt man sich doch.

Die junggedienten lebensälteren sind meistens solche, die sich für den Feuerwehrdienst begeistern (lassen) konnten, oft zwischen 30 und 40, teilweise sogar älter. Ich selbst gehöre auch dazu, mit mehr als 40 Jahren. Diese haben nie in einer Jugendfeuerwehr mitgewirkt, auch nicht bei anderen Feuerwehren in der Einsatzabteilung und auch nicht bei anderen Hilfsorganisationen. Manchmal sind sie mehr oder weniger vorbelastet, meine Mutter war z.B. 30 Jahre lang EH-Ausbilderin beim DRK. Davon haben wir 4 (soll eine stolze Zahl sein, da der Nachwuchs in der Regel aus den eigenen Reihen kommt).

Die altgedienten sind um die 30 Jahre alt, sechs an der Zahl, beim Überschreiten der unteren Altersgrenze der JF beigetreten und später dann in die Einsatzgruppe gewechselt.

Alle anderen sind sehr junge FA, die aus der JF in die Einsatzgruppe gekommen sind oder sehr viel ältere FA.

Fünf von den Sechs Leuten kommen wenigstens noch sporadisch zum Übungsabend, einer so gut wie nie. Sollte der aber die Konsequenzen bekommen, könnten die anderen fünf u.U. auch abspringen.

Unsere Gemeinde ist eine kleine Gemeinde vor den Toren Rostocks mit vier Ortsteilen und einer Wehr im Hauptort. Die Gemeinde hat 2500 Einwohner, die zu 85% in Rostock arbeiten, 10% pendeln woanders hin und nur ein verschwindend geringer Anteil arbeitet im Ort. Leider zählen die Altgedienten auch zu denjenigen, die die Tagesbereitschaft einigermaßen sicherstellen. Ich bin zwar tagsüber auch immer da, aber - wie der andere ältere Selbstständige - verkehrsbedingt nicht im ersten Fahrzeug.

Das ist die Situation.

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