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ThemaWie man ein 50 Jahre altes Feuer löschen will9 Beträge
RubrikEinsatz
 
AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg875058
Datum11.02.2022 07:152598 x gelesen
»Tor zur Hölle«: Wie man ein 50 Jahre altes Feuer löscht

Der weltberühmte Krater von Derweze soll gelöscht werden ? nur wie?

Guten Morgen

Da werden lt. Spektrum paar Vorschläge gemacht:

[...]
Schaum und Sprengstoff

»Um die Flammen zu ersticken, kann man grundsätzlich Wasser verwenden, doch das wird in der Wüste kaum in der nötigen Menge vorhanden sein«, sagt der Forscher. Besser sei Löschschaum: ein Gemisch aus Wasser, Luft und einem Schaummittel, das unzählige Blasen erzeugt. Der Schaum trennt den Brandherd von der Sauerstoff führenden Umgebungsluft und erstickt das Feuer. »Es müsste der gesamte Krater mit Schaum gefüllt werden«, sagt Rein.

Eine andere Option erinnert an den legendären Feuerwehrmann Paul Neal »Red« Adair , der brennende Erdgasquellen mit Explosivstoffen löschte. Das könnte auch im Krater von Derweze funktionieren, sagt Rein: »Unten am Grund wird Sprengstoff gezündet, wodurch es einige Sekunden lang keinen Sauerstoff mehr gibt und die Flammen gehen aus.«
[...]



und auch interessant:

[...]
En miniature kann das Phänomen ebenfalls in Deutschland besichtigt werden. Am »Brennenden Berg« im Saarland, wo im 17. Jahrhundert ein Flöz in Brand geriet und bis heute schwelt. Auch am »Hohen Meißner« in Nordhessen schwelen alte Brände weiter. Krause: »Das ist aber eher eine Touristenattraktion als ein sicherheitstechnisches Problem.«
[...]




Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


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AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW875062
Datum11.02.2022 10:161497 x gelesen
Ich würde als erste versuchen, Gasentnahmebohrungen in der Umgebung zu setzen, um die Gasquellen anzuzuapfen...
Schaum und Stickstoff o.ä. reichen allein m.E. nicht aus, weil dann weiter Gas aus dem untergrund nachströmt!
Letztlich muss das Loch und alle Löcher drum herum zugeschüttet und verdichtet werden - und das Gas auffangen (s.o.).

-----

mit privaten und kommunikativen Grüßen


Cimolino

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg875064
Datum11.02.2022 11:001367 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Ulrich C.

Schaum [...] reichen allein m.E. nicht aus,

Abgesehen davon auch genügend Wasser zur Schaumherstellung in diesen abgelegenen Teil der Welt zu bringen.


Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


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AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern875072
Datum11.02.2022 17:091241 x gelesen
..also salopp gesagt eine große Aktion hier Material in den Krater zu schieben... Was ist mit Sprengungen, um Bodenmaterial in den Krater rutschen zu lassen um so die Fläche der freien Oberfläche (ungehinderter Sauerstoffzutritt) zu verkleinern?

..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund...

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AutorThor8ben8 G.8, Leese / Niedersachsen875076
Datum11.02.2022 20:381160 x gelesen
Moin,

Geschrieben von Volker L.Was ist mit Sprengungen, um Bodenmaterial in den Krater rutschen zu lassen um so die Fläche der freien Oberfläche (ungehinderter Sauerstoffzutritt) zu verkleinern?

Alles Blödsinn, solange Du nicht den zugrundeliegenden Gasaustritts gestoppt bekommst. Selbst für's Klima ist's besser als CO2 + H2O denn als Methan in die Atmosphäre freigesetzt...
Ein wie auch immer gearteter oberflächlicher Stopfen wird hier höchstwahrschenlich nicht funktionieren. Kommt jetzt drauf an, wo die Herkunft des Gases liegt. Da aber die örtlichen Behörden offenbar um eine Beeinträchtigung der benachbarten Gasförderung fürchten, ist wohl eher weniger von biogenem, oberflächennah sich bildenden Methan auszugehen. Stattdessen hast Du da in der Vertikalen ggf. mehrere tausend Meter Gassäule als Verbindung zu einer größeren Lagerstätte. Allein schon die der geringeren Dichte geschuldete geringere Gewichtskraft der Gassäule (da helfen auch ein paar hundert bar Kompression nicht allzuviel) führt zu einem kleineren Druckgradient entlang selbiger, denn als lithostatischer oder zumindest hydrostatischer Druck auf das Reservoir einwirkt. Oder anders gesagt: Du hast da unten paarhundert bar in der Lagerstätte und da gehen ein paar Dutzend für das Eigengewicht der Gassäule von ab. Bleiben immer noch paarweniger hundert bar, die auf den "Stopfen" übertragen würden. Selbst wenn es Dir gelingt, diesen an seinem Platz zu halten, ist da bei weitem der Aufbrechdruck des oberflächennahen Gesteins überschritten und das Gas fract sich kurzerhand selbst einen anderen Weg herbei...
Beim Kavernenschaden in Gronau vor ein paar Jahren hat schon der Dichteunterschied von Wasser und Öl auf wenigen hundert Meter Höhe zum Aufbrechen des an der Undichtigkeit der Verrohrung angrenzenden Gesteins geführt...

Wenn es sich bei dem Krater um eine havarierte Bohrung dort handelt besteht prinzipiell die Chance, das Bohrloch erneut anzubohren und mit Bohrspülung und ggf. später Zement die Bohrung aufzufüllen, sodass das Gegengewicht der Füllung dem weiteren Gaszutritt am Fuß der Bohrung entgegenwirkt. Handelt es sich hingegen um eine durchlässige Störungszone im Untergrund als speisende Wegsamkeit, dürfte es nahezu aussichtslos sein, diese Fuge zwischen Gesteinsschollen igendwie verfüllen zu wollen.


Gruß,
Thorben

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AutorHenn8ing8 K.8, Dortmund / NRW875077
Datum12.02.2022 00:09975 x gelesen
Geschrieben von SpektrumEine andere Option erinnert an den legendären Feuerwehrmann Paul Neal »Red« Adair , der brennende Erdgasquellen mit Explosivstoffen löschte. Das könnte auch im Krater von Derweze funktionieren, sagt Rein: »Unten am Grund wird Sprengstoff gezündet, wodurch es einige Sekunden lang keinen Sauerstoff mehr gibt und die Flammen gehen aus.«

War es nicht ein fundamentaler Bestandteil der Löschtaktik von Red Adair, aufgeheizte Metallteile am Brandherd zunächst zu entfernen oder wenigstens zu kühlen, bevor mit Sprengstoff die Flamme ausgeblasen wurde?

Ich habe ja vor etlichen Jahren selbst mal an einer Fortbildung "Löschen von Flüssigkeits- und Gasbränden für Stadtmenschen" teilgenommen (leider ohne Sprengstoff *g*), und auch da wurde vermittelt vor dem Einsatz von Schaum zunächst etwaige Metallteile im Brandbereich mit reichlich Wasser zu kühlen.

Wie würde es da erst mit ein paar hundert Kubikmetern Sand und Gestein aussehen, die seit 40 bis 50 Jahren ständig beflammt werden?!

Irgendwie glaube ich nicht so recht, dass es ohne Wasser gehen würde. Also, ohne viel Wasser.

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AutorNeum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken875078
Datum12.02.2022 08:02886 x gelesen
Das wäre doch mal ein Ausflugsziel für alle freiwilligen Feuerwehren. Wasserförderung über eine sehr lange Wegstrecke.... :-)

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg875079
Datum12.02.2022 10:42882 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Henning K.

War es nicht ein fundamentaler Bestandteil der Löschtaktik von Red Adair, aufgeheizte Metallteile am Brandherd zunächst zu entfernen oder wenigstens zu kühlen,

Der "Herr der Flammen" und "Katastrophenkiller" Red Adair benötigte bei seinen Einsätzen oftmals Unmengen von Wasser als Kühlmittel, um einen Arbeitseinsatz in der Nähe der Brandherde zu ermöglichen. Die Bereitstellung der benötigten Wassermengen galten als ein großes Problem bei seinen legendären Aktion, irgendwie haben seine Zuarbeiter dies immer geschafft.


Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg875080
Datum12.02.2022 10:52924 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Neumann T.

Das wäre doch mal ein Ausflugsziel für alle freiwilligen Feuerwehren. Wasserförderung über eine sehr lange Wegstrecke.... :-)

Da werden Diskussionen wie diese oder diese und beispielsweise ähnliche Themen wieder aktuell ;-))


Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

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(Heinrich Heine)


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 11.02.2022 07:15 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
 11.02.2022 10:16 Ulri7ch 7C., Düsseldorf
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