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| Thema | Gefahr durch Ertrinken - Wassergefahren auf, am und im Wasser... | 13 Beträge | |||
| Rubrik | Einsatz | ||||
| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 887953 | |||
| Datum | 03.06.2024 23:17 | 2814 x gelesen | |||
| Gefahr durch Ertrinken (Gefahren auf, am und im Wasser)... Die FwDV 8 sollte dringend um einige Inhalte dazu erweitert werden..., das ist m.E. wichtiger, als sich nur um das Tauchen zu kümmern... https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/brennpunkt/sendung/brennpunkt-jahrhunderthochwasser-im-sueden-100.html?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTAAAR0_xXk5rBdFeJxhHjmhl0djkdvi6qnCmWC3JtHw-yPNQdOYzVYMSuPep6o_aem_ATriRFMAIxVR9N1PoE7svUEwcUmaQc-98EMrc2UNxroTlLYyRlo-EmAC_aO6JNucilkTe6ehAgjDXQ1Kizy_mTUi Die Wathosen können an der Stelle natürlich auch korrekt sein, wenn das sicher nur der Anlandungsbereich des Bootes und ausserhalb der Strömung ist.. Leider gibts aber genau mit den Wathosen in und an Strömungsgewässern immer wieder blöde Unfälle. (Ich meine mich erinnern zu können, gehört zu haben, dass auch einer oder 2 an der Ahr 2021 darauf zurückgehen sollen... - weiß da jemand was näheres?) Vgl. daher auch: https://www.fuk.de/fileadmin/user_upload/fuk/service/downloads/interschutz2015/PSA-TH-Wathosen.pdf ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Thom8as 8T., Mengen / Baden-Württemberg | 887957 | |||
| Datum | 04.06.2024 12:17 | 1595 x gelesen | |||
| Hallo Ulrich, ich würde die FwDV 8 für die "tauchenden" Feuerwehren so stehen lassen, da diese ja im speziellen nur das Thema Tauchen abdeckt. Ich fände es sinnvoller eine eigene FwDV für Wassergefahren mit Inhalten zu/r - Ausbildung (z.B. Strömungsretter/Fließwasserretter) - notwendiger (Eigen-)Absicherung bei Hochwasserlagen oder an Gewässern - PSA für Arbeiten im/am Wasser) - Zusatzausrüstung (Wurfleinen, Rettungswesten, Schwimmhilfen usw.) - Boote/Rafte usw. - Einschätzung Wassergefahren zu etablieren. Leider werden die Gefahren bei derartigen Lagen oft unterschätzt oder die eigenen Fähigkeiten (inkl. Technik) überschätzt. Gerade für die Einheiten, die bei derartigen Lagen immer als erste vor Ort sind - und das sind halt flächendeckend die Feuerwehren - wären weitere Ausbildungsinhalte und eine entsprechende Sensibilisierung für die Gefahren notwendig. Die Feuerwehrschulen halten sich hier, vorsichtig ausgedrückt, eher zurück. Die Feuerwehren, die Strömungsretter ausbilden machen die Ausbildungen meist andere Organisationen oder über z.B. resuce3. Grüsse Thomas | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 887958 | |||
| Datum | 04.06.2024 14:01 | 1490 x gelesen | |||
Geschrieben von Thomas T.ch würde die FwDV 8 für die "tauchenden" Feuerwehren so stehen lassen, da diese ja im speziellen nur Es gibt noch nicht mal mehr eine eigene FwDV zur THL... die wurde in die 3 integriert, aber 2 zur Wasserrettung? Warum? ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 887959 | |||
| Datum | 04.06.2024 14:50 | 1354 x gelesen | |||
Geschrieben von Ulrich C.Gefahr durch Ertrinken (Gefahren auf, am und im Wasser)... Absolut richtig und wichtig. Bei den Atemschutzunfällen haben wir eine Menge gelernt, mittlerweile sterben in meiner Wahrnehmung mehr Feuerwehrler an Wasser als an Feuer. Wenn man ehrlich ist stellt das Tauchen nur einen kleinen Teil der Tätigkeiten in und auf Gewässern dar, die meisten Hilfeleistungen finden an der Oberfläche statt. Hier könnte man die FwDV 8 inhaltlich ergänzen, da thematisch passend. Fraglich ist auch ob eine eigene FwDV für das Tauchen in der Feuerwehr überhaupt noch nötig ist, die DGUV Regel 105-002 "Tauchen mit Leichttauchgeräten in Hilfeleistungsunternehmen" ist ja fast inhaltsgleich mit der FwDV 8. Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Thom8as 8T., Mengen / Baden-Württemberg | 887960 | |||
| Datum | 04.06.2024 16:59 | 1220 x gelesen | |||
| Warum die FwDVs so zusammengefasst (THL/Löscheinsatz bei der FwDV 3) oder getrennt sind (extra FwDV 500 für ABC Einsätze (im weitesten Sinne ja auch THL) oder FwDV/DV 800/810 oder FwDV 10) entzieht sich meiner Kenntnis, konnte mir bisher auch keiner sinnvoll erklären. Ob es sinnvoll ist eine recht umfangreiche und spezialisierte FwDV 8 noch zu ergänzen, damit sich alle die Strömungsretter und nicht Taucher werden wollen auch mal mit den Austauchtabellen beschäftigen können , darüber lässt sich sicherlich diskutieren. Von mir aus könnte das Ganze, ähnlich wie die Absturzsicherung, grundlegend auch in der FwDV 1 eingearbeitet werden. Wichtig wäre mir nur, dass das Thema der (Oberflächen-)Wasserrettung mit all seinen Facetten zur PSA, Eigensicherung, usw. endlich mal bei den Feuerwehren präsent ist und ankommt. Auch das Thema Bootseinsatz (Einsatzzweck und -grenzen von Hochwasserbooten und einfachen Schlauchbooten) wäre wichtig. | |||||
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| Autor | Thom8as 8T., Mengen / Baden-Württemberg | 887961 | |||
| Datum | 04.06.2024 17:24 | 1154 x gelesen | |||
Geschrieben von Adrian R.Fraglich ist auch ob eine eigene FwDV für das Tauchen in der Feuerwehr überhaupt noch nötig ist, die DGUV Regel 105-002 Die letzten Anpassungen beider haben schon zu wesentlichen Überschneidungen geführt, das ist richtig. Allerdings ist die FwDV8 im Bereich Ausrüstung (nur Vollmaske) und Ausbildung (Signalmann/-frau nur ausgebildeter Taucher, Ausbildungsvorschriften) noch etwas konsequenter und damit in der praktischen Umsetzung für Betreiber letztlich kostenintensiver. | |||||
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| Autor | Nils8 J.8, Wackersdorf / | 887962 | |||
| Datum | 04.06.2024 17:26
| 1410 x gelesen | |||
| ...vlt. könnte man in diesem Zusammenhang wieder verstärkt einen Blick auf die einsatzabhänig notwendige PSA werfen: Reflexartig fällt den meisten Fw´lern bei Wasser-/Bootseinsatz nur "Weste an, Helm runter" ein. Auf die Idee, daß man bei umschlagendem Boot oder einem Fall in´s Wasser unschön am Schädel getroffen werden kann, kommen die meisten nicht. Genauso, daß es für solche Einsätze Wasserrettungshelme gibt, die landauf-landab von Wasserrettern, DLRG, DGzRS, Wasser- und Schifffahrtsämtern etc. getragen werden. Nur von der Feuerwehr im RTB/MZB daneben nicht - schön zu sehen beim Einsatz auf dem Rhein bei Bonn. Beim Wachdienst im Sommer auf´m Badesee kann es dann ja eher das Basecap als Sonnenschutz sein... Dann weiß ich nicht, inwieweit man sich überall Gedanken über die techn. Grenzen von schwimmendem Gerät macht: Man kann an Flachwasserschubboote auch einen Außenborder dranbasteln - hochseetüchtig werden sie dadurch nicht. Und RTB 1 sind nunmal lt. Norm für stehende Gewässer konzipiert und nicht für "Bäche" mit Wildwassercharakter... Summa summarum gibt´s da anscheinend Nachholbedarf... | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 887965 | |||
| Datum | 05.06.2024 06:40 | 1101 x gelesen | |||
| Guten Morgen Geschrieben von Thomas T. Auch das Thema Bootseinsatz (Einsatzzweck und -grenzen von Hochwasserbooten und einfachen Schlauchbooten) wäre wichtig. Grob in die Richtung gabs mal was: -> "KatS-DV 282 - Fahren auf dem Wasser " Gibt es bei DLRG bzw. der Wasserwacht zur Thematik was brauchbares ? Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 887967 | |||
| Datum | 05.06.2024 09:45
| 1227 x gelesen | |||
Geschrieben von Thomas T.Leider werden die Gefahren bei derartigen Lagen oft unterschätzt oder die eigenen Fähigkeiten (inkl. Technik) Zustimmung meinerseits. Gerade für die Einheiten, die bei derartigen Lagen immer als erste vor Ort sind - und das sind halt flächendeckend die Feuerwehren - wären weitere Ausbildungsinhalte und eine entsprechende Sensibilisierung für die Gefahren notwendig. Gemeinsame Grundlagen wären eine tolle Sache, der Kontakt mit nennenswerten Wasserständen geht ja beim Kellerpumpen schon los. Die Feuerwehrschulen halten sich hier, vorsichtig ausgedrückt, eher zurück. Die Feuerwehren, die Strömungsretter Wenn die Wasserwacht etwas über feuer wissen will fragt sie ja auch die Experten. Ich sehe bei der Feuerwehr drei Gefährdungsfälle: Fall 1: Arbeiten am oder im Gewässer in dem die Helfenden immer sicherer Stand haben (Ufer oder Grund). Diesen Fall sollte jede Feuerwehr beherrschen, mit Wathosen und ausreichend Schwimmwesten/Leinensicherung ist die Gefahr beherrschbar. Theoretische Einweisung reicht um die Gefährdung zu beherrschen. Fall 2: Arbeit mit Booten ohne Helfende im Wasser. Dieser Fall benötigt zusätzliches Material und eine erweiterte Ausbildung. Jährliche Praxisübungen sind nötig um das Boot und weiteres Material (z.B. Ölsperren) auch bei schlechter Sicht/Witterung sicher zu beherrschen. Der Ausbildungsaufwand ist für Feuerwehren im Rahmen des jährlichen Übungsdienstes beherrschbar. Anmerkung: Für viele Rettungstechniken muss kein Helfer ins Wasser, man ist ohne Wasserretter nicht hilflos. Fall 3: Geplanter schwimmender/tauchender Einsatz von Helfenden Dieser Fall benötigt eine umfassende Ausbildung und Erfahrung aller Beteiligten. Mehrfache jährliche Übungen unter wechselnden Bedingungen sind hier Pflicht. Es geht los mit der richtigen Gefährdungseinschätzung/Rettungstaktik durch die Führungskraft. Interessant für die Führungskräfte wird es beim Zusammenspiel mehrerer Fachbereiche, z.B. Taucher in Fließgewässern mit Bootseinsatz. Der Helfer muss über fortgeschrittene Schwimmfertigkeiten verfügen und regelmäßig in verschidenen Bedingungen (Nacht, Welle, Strömung...) üben. Es stellt sich mir hier die Frage ob die Feuerwehr diese Disziplin wirklich mit der erforderlichen Sicherheit und Handlungskompetenz ausführen kann. In meinen Augen liefern Wasserwacht und DLRG in der Wasserrettung ein sehr hohes fachliches Niveau. Gleichzeitig hat die Feuerwehr mit Brandbekämpfung/THL-Land/CBRN ein sehr breites und anspruchsvolles Handlungsfeld, welches sie ja per gesetzlichem Auftrag mit hoher Handlungskompetenz beherrschen soll. Weiterhin gehen Feuerwehreinsätze am Gewässer weit über die Menschenrettung hinaus. Bei der Brandbekämpfung auf Wasserfahrzeugen spielt die Feuerwehr ja wieder eine wichtige Rolle. Ähnlich der Unterscheidung in "Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen" durch entsprechend ausgebildete Feuerwehren und "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" durch Facheinheiten könnte man auch die Wasserrettung betrachten. Fließwasserrettung/Tauchen ist dann ähnlich der Höhenrettung (SRHT) Aufgabe von Spezialisten, Bootseinsätze auf stehenden Gewässern macht, ähnlich der Flaschenzugrettung (ERHT) eine entprechend geschulte Feuerwehr. Dabei folgt die SRHT (Fließwasserrettung) eigenen Standards, dafür gibt es keine allgemeine FwDV. Ich habe bei einigen Feuerwehren Ausbildung im Bereich der Wasserrettung begleitet. Zuerst kommt meist Ernüchterung auf, weil man in der Wasserrettung Ausbildung nicht mit teurem Material kompensieren kann. Beispiel Raft: Kann man kaufen, jeder Insasse braucht dann aber die passende PSA und Ausbildung falls das Ding kentert. Wenn man ihnen dann aber zeigt was man z.B. mit einem Mehrzweckboot alles machen kann, selbst ohne Personen im Wasser, wird die Stimmung wieder besser. Die teuren Helly-Hansen-Überlebensanzüge wurden in unserem Bereich gerne von Feuerwehren gekauft, nur wie oft wurde wirklich damit realistisch geübt? Bedeutet teuer hier auch wirklich einsatztauglich? Fazit: "FwDV X - Tätigkeiten der Feuerwehr an und auf Gewässern" sehr gerne. Dabei der Fokus aber die sichere Ausführung von Grundtätigkeiten. Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Mark8us 8G., Kochel am See / Bayern | 887968 | |||
| Datum | 05.06.2024 11:31 | 958 x gelesen | |||
| Hallo Adrian, meinerseits volle Zustimmung. Allerdings würde ich noch weiter gehen. Warum ist Feuerwehr nicht in der Lage Dinge abzugeben oder sich etwas sagen zu lassen?? Ich erlebe auch in meiner Feuerwehr-Welt immer wieder, daß jede Institution das berühmte aber sinnlose Spiel spielt: Mein Feuer / dein Feuer.... Soll heißen, daß die Feuerwehr mit einer bescheidenen oder gar keiner Ausbildung Dinge macht, die andere Besser können. Warum??? Keine Ahnung oder frei nach dem Motto: Wir haben noch jedes Feuer aus bekommen. Geschrieben von Adrian R. dafür gibt es keine allgemeine FwDV.Weil es eigentlich auch gar nicht unsere Aufgabe ist. ;-) Wir haben ein Boot u.a. für Ölwehr. Bei uns kommt z.B. keiner mit Wathosen in selbiges, weil wir Wissen, daß man damit absäuft und nie wieder hoch kommt. Das Wissen haben andere Wehren nicht, weil sie sich nicht damit beschäftigen. Das geht ja dann mit dem Helm und Schwimmwesten weiter uswusw. Ich habe bereits in der Frage das Dachwaschens die Frage gestellt, warum denn keiner unserer Führungskräfte darauf geschult ist. Warum sich die Schulen hier komplett heraushalten und darauf verweisen, daß sie mit ihren normalen Aufträgen schon nicht hinterher kommen. Oder diejenigen, die darauf geschult wären nicht in diesem Gebiet unterwegs sind uswusw. Leider ist der Preis für alle beteiligten immer extrem hoch. Ich würde mir wünschen, daß wir unsere Ausbildung ernster nehmen oder in manchen Wehren überhaupt stattfinden würde. Ich würde mir wünschen, daß die Inspektionen sich viel mehr auf Ausbildung konzentrieren würden, als sich nur bei Hauptversammlungen blicken zu lassen. Ich würde mir wünschen, daß die gesamte Blaulichtfamilie enger zusammenrücken würde und wie hier wenigsen einen Wasserretter auf jeden Feuerwehrboot wäre um uns entsprechend einzuweisen und wir das dann auch annehmen! Ich würde mir wünschen, daß wir solche Einsätze in Zukunft ohne Kosten von Menschenleben abarbeiten könnten. Es geht letzten Endes nur um Wasser in der Wohnung oder im Keller. In den allermeisten Fällen ist Zeit hier nicht der entscheidende Faktor, weil die meisten Menschen in den oberen Stockwerken meist auch 5 Min länger warten können. Aber hier ist wieder einmal nur der Wunsch der Vater des Gedanken. Gruß vom See Markus In Treue fest! | |||||
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| Autor | Stef8an 8D., Neunburg vorm Wald / Bayern | 887972 | |||
| Datum | 05.06.2024 17:26 | 832 x gelesen | |||
| Grüß Dich Adrian, ich hatte mir zufälligerweise im Kopf bereits die selbe Untergliederung gemacht, wie Du sie in Deinen drei Anwendungsfällen schilderts. zu deinem Fall 3: Schwimmerischer Einsatz von Kräften Den Fall 3 würde ich - ähnlich wie Du es mit EHRT und SHRT vergleichst - nochmal unterscheiden in "einfache" und "schwierige" Fälle. Als "einfach" sehe ich hier Badeunfälle an, also an Badegewässern (ohne Strömung), bei "Badetemperaturen" und bei Tageslicht und nicht zu weit weg vom Ufer. Das ist das, was ich jedem guten Schwimmer als Ersthelfer zumuten kann. Hierfür hat die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg sehr gute Unterlagen und Handlungsempfehlungen online. Ansonsten sehe ich es genau wie Du: Das Thema ist sehr komplex und vor allem trainingsintensiv! Es gibt nur sehr wenige Feuerwehren, die über Tauch- oder Wasserrettungsgruppen verfügen und die das wirklich ernsthaft betreiben. Meistens ist das historisch gewachsen, dass die Feuerwehr in dieser Region die Aufgabe mit übernimmt und Organisationen wie DLRG oder WW sind oder waren zu dieser Zeit hier nicht vertreten. Ich glaube auch nicht, dass es Sinn macht, das Arbeiten der Feuerwehr hier in eine FwDV zu pressen. Natürlich ist es sinnvoll einheitliche Standards zu schaffen, um mit benachbarten Einheiten bzw. wie hier im Hochwasser Überregional zusammenarbeiten zu können, allerdings sind diese benachbarten Einheiten, die auch schwimmende Kräfte zum Einsatz bringen i.d.R. keine anderen Feuerwehren, sondern Wasserwacht und DLRG. Bevor hier die Feuerwehr im Süden von Bayern mit der in Schleswig-Holstein kooperieren kann, ist doch viel mehr eine gemeinsame Basis mit den anderen Einheiten im eigenen Umfeld nötig. In SH vielleicht eher mit der DGzRS (geraten, ich hab keine Ahnung da oben!), in Bayern WW, DLRG und teilweise auch mit der Bergwacht, weil die (gemeinsam mit der WW) die Canyoningrettung betreiben. Im übrigen haben in Sachen Fließwasserrettung (oder Strömungsrettung) auch WW und DLRG sich stark an Rescue3 orientiert, wie es auch einige der Feuerwehren machen, die sowas betreiben. Also hier gibt es schon einen gewissen Ausbildungsstand. In Bayern gibt es von den HiOrgs und dem Innneministerium seit ein paar Jahren die Überlegung eines Ausbildungszentrum Wasserrettung, das von WW und DLRG betrieben werden soll. Das wäre vielleicht ein guter Schritt, um gewisse gemeinsame Standards herzustellen. Die Ausbildung für ORGL und ÖEL wird in Bayern ja auch einheitlich von den LFS übernommen, egal von welcher Organisation die Person kommt. Ausbildungen, bei denen Hubschraubersimulation gebraucht wird sind auch quer durch alle Organisationen im Ausbildungszentrum der Bergwacht. Mal schauen ;-) Zu deinem Fall 2: Feuerwehren mit Booten Hier gibt es Feuerwehren, die echt gut sind und mit ihrem Boot viel üben, es gibt aber auch viele, bei denen das Boot einfach da ist. Hier wäre es vielleicht tatsächlich gut, wen sich eine LfS hinsetzt und für die kleineren einfache Handlungsempfehlungen und Übungsvorschläge gibt, ähnlich wie die LfS in Bayern jährlich eine "Winterschulung" ausarbeiten könnte man hier auch alle paar Jahre etwas ausarbeiten, vielleicht auch in Abstimmung mit DLRG und WW. Es gibt schon ein paar Kleinigkeiten, die man sich aus Sicht der Wasserrettung von der Feuerwehr wünschen würde, wenn sie zuerst eintrifft. Wenn schon eine Feuerwehr mit Boot zuerst eintrifft und die Person schon untergegangen ist, dann wäre es z.B. super, wenn die Untergangsstelle so genau wie möglich lokalisiert und wenn möglich auch z.B. mit einer Boje markiert wird (nur als Beispiel). Zu deinem Fall 1: ich würde ihn "Feuerwehren ohne spezielle Ausrüstung" nennen Du erwähnst hier das Einsatzmittel Watthose. Ja, wir wissen, dass die gefährlich sind, aber wie Du richtig schreibst sind die Gefahren oft mit Rettungswesten und Leinensicherung beherrschbar. Hier dürfen wir aber nicht vergessen, dass Leinen in fließenden Gewässern auch gefährlich werden können, das geht jetzt aber zu weit. Das größte Problem in meinen Augen ist, dass bei einer Watthose nicht zwingend eine Rettungsweste dabei ist. Mir ist natürlich auch klar, dass die Watthose zu 99 % in absolut harmlosem Umfeld eingesetzt wird. Aber gerade das aktuelle Hochwasser zeigt immer wieder Bilder von Feuerwehrkräften, die mit Watthose Hüfthoch oder sogar noch höher durchs Wasser gehen und dabei eben keine Weste tragen. Wenn es in meinen Augen etwas festzulegen gibt, dann muss bei jeder Watthose zwingend eine Rettungsweste mit in der Kiste sein und oben drauf liegen. Ich darf die Watthose garnicht herausnehmen können, ohne dass ich die Rettungsweste in die Hand nehmen muss. Es ist utopisch zu glauben, dass die dann immer angezogen wird und es ist auch klar, dass es genug Lagen gibt, in denen es das auch nicht braucht. Aber die Möglichkeit muss da sein und ich (respektive der Einheitsführer) muss quasi gezwungen werden mir Gedanken zu machen, ob ich die jetzt anziehe oder nicht. Zu guter Letzt würde es uns manchmal gut tun auch in unserem eigenen Aufgabenbereich mehr mit DLRG und WW zusammen zu arbeiten. Reine Sachbergungen sind (in Bayern) Aufgabe der Feuerwehr. Hier werden die HiOrg nur mitalarmiert, wenn die Feuerwehr das in der Alarmplanung so hinterlegt hat. Das ist leider nicht überall und immer der Fall. Die Hinweise des IM zur Feuerwehrbedarfsplanung ermöglichen z.B. dass Boote von HiOrg (oder auch des THW) bei der Planung berücksichtigt werden. Ganz oft sind die Einsatzmittelketten aber so geplant, dass der Computer nur das nächste Feuerwehrboot sucht. Die örtlich zuständige Feuerwehr wird ja immer alarmiert (auch wenn sie kein Boot hat), aber stimmt, wenn andere Boote hier mit gezogen werden, dann würde unter umständen eine andere benachbarte Feuerwehr nicht mehr zum Einsatz kommen. In Landkreisen, in denen es sehr viele DLRG und WW-Einheiten gibt könnte es sogar sein, dass zu einfachen THL-Einsätzen das Feuerwehrboot gar nicht mehr gezogen wird, weil überall ein DLRG oder WW-Boot steht. Jetzt kann man natürlich noch kritisieren, dass WW und DLRG manchmal zu lange zum ausrücken brauchen - dieses Thema würde ich jetzt aber ungern aufmachen. Ich kann Euch nur sagen, dass letzte Woche 4 Wasserrettungseinheiten meines Landkreises zu einem Starkregenereignis im Nachbarlandkreis alarmiert wurden und die ersten erste Einheit 2 Minuten nach Alarm ausgerückt ist, die zweite Einheit 4 und die dritte 5. Die vierte Einheit war der "Trödler" mit 8 Minuten. Wenn die Einheiten regelmäßig alarmiert werden, dann werden die genau so schnell! Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema. Schönen Gruß Stefan | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8H., Burgheim / | 887984 | |||
| Datum | 06.06.2024 14:21 | 668 x gelesen | |||
| Jetzt werde ich mich wieder unbeliebt machen ... Geschrieben von Adrian R. Fall 3: Geplanter schwimmender/tauchender Einsatz von Helfenden Ja, schöne Theorie ... will auch gar nicht abstreiten das du recht hast. Realistisch? Niemals, wie willst du das realistisch machen in diesem Umfang beüben? Kannst ja mal eine Umfrage unter Berufsfeuerwehrleuten erstellen und fragen wie oft die das im Jahr beüben, wenn die meisten ehrlich sind kommst du dann auf einmal und bei der FF willst du dann mehrere im Jahr abhalten? Als ich vor über 30 Jahren zur FF ging gab es rund 7-8 Gesamtübungen, ein paar Maschinisten und Atemschutzübungen. Mittlerweile sind unzählige Sonderübungen dazugekommen und eine unbestimmte Anzahl hat gar keine Zeit und bestimmt auch keine Lust mehr noch mehr Übungen zu besuchen. Geschrieben von Adrian R.
Werden die meisten Freiwilligen Feuerwehren sicher nicht haben. Bei so einer Hochwasserlage wirst du aber niemals zeitnah ausreichend Wasserrettungszüge in deinem Katastrophengebiet haben. Das Leben ist lebensgefährlich, der Feuerwehrdienst erst recht. Also entweder begeben wir uns in Lebensgefahr und versuchen Menschenleben zu retten oder wir warten auf die Profi der Wasserrettung. Aber nochmal, sorry viele Feuerwehren auch in Hochwassergegenden werden niemals in ihrem Feuerwehrleben gott sei dank hoffentlich so eine Wasserrettung niemas durchführen müssen und dafür mehrfache Übungen zu fordern halte ich für sinnlos oder besser gesagt für nicht zielführend. Da haben wir schon genug Themen die beübt werden müssen und sicher auch das ein oder andere Gebiet das besser beübt werden müsste. | |||||
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| Autor | Nils8 J.8, Wackersdorf / | 887987 | |||
| Datum | 06.06.2024 16:40 | 676 x gelesen | |||
Geschrieben von Alexander H.Jetzt werde ich mich wieder unbeliebt machen ... oooooch nöö - wieso denn? Prinzipiell isses doch schonmal wichtig zu wissen, was man kann - und was nicht - oder was andere einfach besser können. Wir bauen gerade auch unser Einsatzmittel "Boot" auf - des wird so langsam auch mal Zeit. Und wir wissen jetzt schon, daß wir die Kompetenz der Wasserwacht niemals erreichen werden (wie Du sagst: keine Zeit, zu wenig Leute, muß des auch noch sein etc pp.). Das müssen wir aber auch nicht - es geht doch eigentlich hauptsächlich darum, wie man aus einer Einsatzsituation das Optimale rausholt. Beispiel: Feuerwehr is eigentlich fast immer ersteintreffend - egal ob beim StandUp-Paddler im Badesee, dem Taucher unter dem Eis oder dem Bach, der auf einmal zum Wildwasserfluß mutieren muß (Gewässer mit Wachstation laß´ ich jetzt mal bewußt aus...). Feuerwehr´s kann erkunden, Anwesende ausquetschen, Wege freiräumen, Einsatzbereiche absperren, Schranken öffnen. Und vielleicht schonmal den ersten Kutter zu Wasser lassen. Wenn´st dich dann umdrehst wirst feststellen, daß der erste Kamerad im blau-roten Neopren und rotem Helm sehr wahrscheinlich auch schon da ist. Die können jetzt durch feuerwehrs Vorarbeit ihre Einsatzmaßnahmen hoffentlich schneller einleiten. Und der Wasserwacht SEG isses doch sehr wahrscheinlich sch.... egal was neben auf dem Kutter draufklebt. Hauptsache erstmal ein tauglicher, schwimmender Untersatz. Im Optimalfall mit einem besetzt, der den Kahn dahin fahren kann, wo der Wasserretter ihn hinhaben will - Zahnrädchen halt... Einen Ertrunkenen mit Sonar, Tauchern und Hubschrauberunterstützung suchen, finden und aus 25m wieder hochholen - ganz ehrlich: diese Kompetenz will ich mir garnicht aneignen. Geschrieben von Alexander H. Das Leben ist lebensgefährlich, der Feuerwehrdienst erst recht. Hier geh´ ich nicht mit Dir mit - niemand würde auf die Idee kommen, einen Fw´ler ohne taugliche Ausrüstung oder Ausbildung in einen IA zu schicken; weil "Lebensgefahr gehört halt einfach zum Hobby dazu". Wenn keine PA-Träger da sind, dann muß man eben auf welche warten - oder was anderes überlegen. Oder man bereitet schonmal alles so vor, daß die später eintreffenden "Profis" nahtlos mit der Arbeit anfangen können... Ich glaub´, die Parallele erklärt sich von selbst. Gruß Nils | |||||
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