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RubrikEinsatz zurück
ThemaWeste für Führungskräfte84 Beiträge
AutorPhil8ipp8 E.8, Buchloe / Bayern362867
Datum27.09.2006 12:10      MSG-Nr: [ 362867 ]27895 x gelesen
Infos:
  • 27.09.06 Führungs- und Funktionskennzeichnung der Fw Dortmund (NRW) gemäß des Erlasses und erweiterung orientiert am Erlass
  • 27.09.06 K-Schutz Bayern SEG-Richtlinie incl. Kennzeichnung Führungskräfte RD/San/Betreuung (siehe Seite 15/16/17)
  • 27.09.06 K-Schutz Bayern Das Bayerische Katastrophenschutzgesetz (Stellung ÖEL)
  • 27.09.06 K-Schutz Bayern Die Führungsgruppe Katastrophenschutz
  • 27.09.06 K-Schutz Bayern Führungsorganisation im K-Fall
  • 27.09.06 K-Schutz Bayern MANV-Richtlinie (Stellung von LNA und OrgL)

    alle 21 Einträge im Threadcontainer anzeigen

  • Also das es ein wirrwarr in Deutschland gibt ist denk ich unbestritten. Aber das hat zum einen historische und zum anderen politisch administrative Gründe.

    Je nach Besatzungszone wurden die Systeme der Länder, die hier besetzten eingeführt.
    Außerdem sind Katastrophenschutz-, Rettungsdienst- und Feuerwehraufgabengesetze der landesgesetzgebung unterworfen.

    Das interessante ist ja auch, daß es in jedem Bundesland in sich ja funktioniert, auch wenn es hier und da immer wieder Insellösungen gibt.

    Nun zum Führungssystem Bayern:

    Die Führung im K-Schutz hat immer die Kreisverwaltungsbehörde, d.h. der Landrat bzw. sein Vertreter im Amt. Da dieser sich meistens nicht sehr gut in rettungstechnischen Belangen auskennt beauftragt er vorgenannte Führungskräfte (meistens Kreisbrandinspektion, aber auch von HiOrgs möglich) sich den einsatz vor Ort anzuschauen. Diese Leute werden bei bestimmten Alarmstufen automatisch mitalarmiert und entscheiden dann vor Ort ob sie als ÖEL tätig werden und teilen dies dann der Kreisverwaltungsbehörde mit. Sie sind dann der lange Arm und Augen und Ohren für diese und haben dann auch dementsprechende Resourcen in der Hinterhand. Ebenso haben die ÖEL weitreichende Befugnisse, z.B. sind sie im K-Fall sogar der Polizei weisungsbefugt (unterhalb der K-Schwelle natürlich nicht). Dieser ÖEL bildet vor Ort nun einen Stab und hat Ansprechpartner bzw. Fachberater der einzelnen Fachdienste Polizei, Feuerwehr, THW, Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Rettungsdienst bei sich.

    Die Fachdienste Betreuung, Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Wasserrettungsdienst, Bergrettungsdienst (Wasserrettung und Bergrettung sind in BY Aufgabe des Rettungsdienstes und als solche auch im Rettungsdienstgesetz erwähnt) sind aufgrund ihrer engen Verzahnung und auschließlichen Vorhaltung durch die HiOrgs einer Sanitätseinsatzleitung bestehend aus Oranisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt unterstellt.

    Das heißt der ÖEL stehen im Schadensgebiet folgende Fachdienste mit jeweils einem verantwortlichen Einsatzleiter zur Verfügung: Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst, THW, Polizei, evtl. Bundeswehr.

    Diese bedienen sich dann ihren Abschnittsleitern bzw. Fachabschnittsleitern funktionsbezogen. Denkbar wäre hier:
    Löschwasserversorgung, Brandbekämpfung, Ventilation bei der Feuerwehr
    Ortung, Bergung beim THW
    Rettungsdienst, Wasserrettung, Bergrettung, San/Betreuung beim Rettungs- und Sanitätsdienst
    usw.

    Hierunter kann man dann noch räumlich trennen:
    z.B. Verletztenablage, Sichtung, Behandlungsplatz, Halteplatz, Transport aus sanitätsdienstlicher Sicht

    Hierunter dann natürlich die einzelnen Zug- und Gruppenführer.

    Soweit zum System.

    Das die Kennzeichnung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst unterschiedlich ist, ist mitunter auch zum großen Teil Schuld des Innenministeriums. Diese Kennzeichnungen wurden zeitgleich entwickelt und von den Inneministeriums-Fachbereichen Rettungsdienst, K-Schutz und Feuerwehr, d.h. von drei verschiedenen diskutiert. Jeder hat nun eine beschlossen, ohne zu wissen bzw. sich zu informieren, was der andere gerade beschließt oder diskutiert.
    So haben wir nun nicht abgestimmte Kennzeichnungen und Bezeichnungen für K-Schutz (ÖEL, OrgL, LNA), Rettungs- Sanitäts- und Betreuungsdienst (ELRD, ELWRD, ELBRD, ELSan/Betreuung, SEG-Führer, Abschnittsleiter, Leiter Notfallsellsorge, usw.) und Feuerwehr (EL, AL, AschÜ, Fachberater, usw.).

    Soviel zur Geschichte.

    Mitunter liegt auch viel Unverständnis an den verschiedenen Systemen. So ist es in Süddeutschland undenkbar, daß die Feuerwehr zur Wasserrettung ausrückt, den Rettungsdienst oder die Notfallseelsorge betreibt. Hier sind dies Fachdienste der Hilfsorganisationen.
    Im Norden ist es andersrum undenkbar.

    Deswegen beurteilt bitte nicht die Systeme anderer Bundesländer, denn dort ist euer eigenes System ebenso unverstänlich und erscheint "schwachsinnig" oder widersprüchlich.

    Und das Problem der einheitlichen Bezeichnung und Kennzeichnund haben wir überall (Bundesland intern)


    Grüße aus dem Allgäu

    ESCHE

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