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Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) Nordrhein-Westfalen
RubrikEinsatz zurück
ThemaGefahren der Einsatzstelle - Sturmschadensbeseitigung24 Beiträge
AutorThom8as 8B., Horst / Mecklenburg-Vorpommern383269
Datum28.01.2007 10:55      MSG-Nr: [ 383269 ]5575 x gelesen
Infos:
  • 27.01.07 Einsatzbericht zu Baum auf Einsatzfahrzeug

  • Geschrieben von ---Ulrich Cimolino--- Leute, wir haben offensichtlich mindestens teilweise mehr Glück als Verstand gehabt!

    Habe mit großem Interesse den Einsatzbericht gelesen.

    Mir stellt sich jetzt aber dennoch die Frage was man im konkreten, hier angeführten Beispiel besser hätte machen können? wenn ich die Lagebeschreibung richtig verstehe, dann war der Sturm doch zum Einsatzzeitpunkt bereits abgeflaut, oder?


    Geschrieben von ---siehe link sinngemäß--- "Seit 18.01 laufende Beseitigung von Sturmschäden" ... "Auftrag vom 20.01. (14:00 Uhr) ... "Einsatz war notwendig, weil Wohnsiedlung auch Tage nach dem Sturm noch abgeschnitten war ... "Bäume kippten ohne erkennbaren Anlass (auch keine Windböe) um"


    daraus schließe ich jetzt, dass der Einsatz schon mal nicht mitten während des Sturmes erfolgte - soweit, so gut. Aber irgendwann muß man ja dann doch mal anfangen - hilft ja alles nix.
    Du schreibst ja auch selbst, dass die Einsatzgrundlage nach §1 FSHG NRW gegeben war.
    Weiterhin schreibst du noch, dass ein Abstellen des Fahrzeuges an anderer Stelle auch nicht möglich war.
    Um jetzt eine Gefährdung der Einsatzkräfte und/oder die Zerstörung des Fahrzeuges zu verhindern, hätte man folglich schon vorher bei der Lageerkundung erkennen müssen, dass die beiden Bäume eine Gefahrenquelle darstellten. Das wird aber wohl im geschilderten Fall zeimlich schwierig sein, oder anders herum gesagt: den Fotos nach zu urteilen kamen ziemlich viele Bäume als gefahrenquelle in Frage, da die Straße ja anscheinend mitten durch einen Buchenhochwald führt und die Bäume bis auf wenige Meter an die Straße heran stehen. - man kann ja jetzt schlecht vorsichtshalber eine Schneise entlang der Straße durch den Wald schlagen, die so breit ist, wie die dort wachsenden Bäume hoch sind (könnte man natürlich schon, wäre aber wohl dem Förster nicht so recht)
    bleibt also nur die Einschätzung jedes einzelnen Baumes, der als potenzielle Gefahrenquelle in Frage kommt. Gerade die Bäume mit gelockertem Wurzelteller erkennt man aber wiederum nur dann (Bewegung im Boden) wenn's immer noch oder schon wieder (wenigstens etwas) Wind hat - bei Flaute ist da auch nix zu erkennen .... dann also doch bei Wind in den Wald, zumindest zur Lageerkundung?? schwierig, schwierig

    meine Empfehlung:

    Ich würde die Beurteilung welche (noch stehenden) Bäume eine Gefahrenquelle darstellen möglichst mit dem zuständigen Revierförster zusammen vornehmen. Der kennt seinen Wald und seine Bäume am besten, weiß was für Bodenverhältnisse vorherrschen usw.
    Außerdem gibt's dann weniger Ärger, wenn man auf Verdacht einen noch stehenden Baum fällt und die Verwertungsfrage (Wertholz oder Brennholz?) kann gleich geklärt werden.


    P.S.: Alles oben gesagte ist so zu verstehen wie es gemeint ist.

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