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RubrikEinsatz zurück
ThemaErfahrungen aus, war: Saisonstart7 Beiträge
AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW402063
Datum08.05.2007 10:44      MSG-Nr: [ 402063 ]3971 x gelesen

Geschrieben von Willem BaaijNatürlich hat es in diese Periode viele Waldbrände gegeben, viele Kleine aber auch einige Große. Und ich denke die Feuerwehren im Land haben dabei insgesamt eine gute Figur abgegeben.

1. Die Feuerwehren haben m.E. überwiegend v.a. eines richtig gemacht: Die Lagen nicht zu unterschätzen und ausreichend Personal und Material von Anfang an rein zu werfen.

2. Das hat deshalb funktioniert, weil ALLE sensibilisiert waren. (Von den Ministerien; anderen Dienststellen wie Polizei, Bundeswehr; den Mittelbehörden; den Feuerwehren bis hin zu den Forumsteilnehmern.)
UND weil

3. wir so wenig parallele Lagen bzw. keine größeren Feuer hatten, dass das auch funktioniert hat.
(Ich weiß nicht, ob man es sich sonst leisten könnte für 500 - 600 qm große Feuer zig Fahrzeuge mit noch mehr Personal einzusetzen. Ich wage das aber zu bezweifeln. Wenn das aber nicht mehr geht, sind plötzlich neben vielen TLFs auch wieder ganz andere Dinge wichtig. Z.B. LW-Versorgung, Vorgehen mit wenig Wasser, Wundstreifen anlegen usw.)

4. Wir hatten m.E. aber v.a. auch viel GLÜCK, weil es zu keinem größeren Brand in wirklich kritischem Bereich gekommen ist. Selbst das Feuer in Meschede wäre m.E. spätestens an der Straße um den Hügel zu stoppen gewesen, wenn z.B. dafür nicht (so schnell) CH 53 etc. verfügbar gewesen wären, wie es diesmal (ausnahmsweise? - oder weil auch die Bw sensibilisiert war? - oder weil wir auch da einfach nur Glück hatten?). Das Vorgehen in solchen Waldgebieten mit massiver Verlegung durch Windbruch ist hoch problematisch, der Einsatz zur Brandbekämpfung dort erst recht.

5. Das Forum hier ist nicht die "dt. Feuerwehr", da erwarte ich mir deutlich mehr von.

6. Aber der Austausch über das Forum funktioniert, sehr schnell sogar. - Und es lesen mehr mit, als manche immer noch glauben... ;-)


Geschrieben von Willem BaaijEs ist also um das Thema Waldbrandbekämpfung in Deutschland gar nicht so schlecht gestellt. Es gibt erfahrene Fachleute und es gibt diese hervorragende Platform.

Dann sollte man die erfahrenen Fachleute (ich kenn da nur eine Handvoll zu dem Thema) auch fix ins Thema bzw. Boot holen und das auch außerhalb dieser Plattform, an der sich m.E. nur 2 oder 3 aktiv beteiligen, die ich hier bisher als Fachleute betrachten würde (mir fallen grad nur Jan und HWK ein).


Mein Fazit:
1. Wir waren vorsichtig genug, wir konnten uns das aber auch leisten.
2. Wir hatten viel Glück. (Die mehreren Brandstiftungen im Wald, die wir z.B. hatten, haben sich i.d.R. intakten Laubwald ausgesucht, das ist für deren Vorhaben schlecht, aber für uns gut.)
3. Wir sollten 1. und 2. nicht als Argument dafür benutzen, dass wir "im Prinzip" ja in der Waldbrandbekämpfung ganz gut wären. Das sind wir sicherlich nicht!
4. Es gibt viel zu tun...


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mit privaten und kommunikativen Grüßen


Cimolino

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