| News | Newsletter | Einsätze | Feuerwehr-Markt | Fahrzeug-Markt | Fahrzeuge | Industrie-News | BOS-Firmen | TV-Tipps | Job-Börse |
| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Fachkarrieren?, war: Feuerwehrgurt zulässige Anwendungsbereiche ? | 57 Beiträge | ||
| Autor | Chri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg | 417136 | ||
| Datum | 26.07.2007 01:08 MSG-Nr: [ 417136 ] | 10997 x gelesen | ||
Geschrieben von Michael Wulf Fachkarrieren sind einerseits was feines, weil es an allgemeiner Ausbildung spart und gleichzeitig im Fachgebiet fit macht, aber holen wir uns damit nicht eher das Problem ins Haus, dass wir mehr Mitglieder brauchen? Richtig. Das Problem ist, daß Du für die Spezialisierung eine gewisse kritische Masse an Personal brauchst. Leider ist es so, daß Feuerwehr in Deutschland Aufgabe der Kommune ist. Mit dem Ergebnis, daß man was die Menge an Personal betrifft auch nur so weit denkt. Das Thema mit der Spezialisierung wäre dann kein Problem, wenn wir das ganze (mindestens) auf Ebene der Landkreise angehen könnten. Feuer ausmachen muß jeder können. und ich stehe auch auf dem Standpunkt, daß jemand in der Blüte seiner Jugend körperlich in der Lage sein muß die G26.3 und die Ausbildung zum AGT zu bestehen. Wenn er dann mit 45 aus dieser Tätigkeit ausscheidet ist das was anderes. Aber wer das schon mit 18-20 Jahren nicht packt - wo soll das dann erst enden? Und sind wir bitte ehrlich. Ich schätze mindestens 95% der nicht bestandenen G26.3 liegen an zwei Faktoren. Übergewicht oder Trainingsmangel - beides hat jeder selbst in der Hand. Danach kann die Spezialisierung einsetzen. Dies hieße aber auch, daß die Ausstattung der Wehren in ihren "Nicht-Spezialgebieten" drastisch herunter gefahren würde. Beispiel: Hydraulisches Rettungsgerät. Das bekommt dann nur noch die auf THL spezialisierte Wehr. Alle anderen haben das nicht. Auch nicht das Kombigerät auf dem LF 10/6 o.ä. Und alle nicht spezialisierten Wehren bekommen dann auch kein HLF 20/16, sondern nur ein LF 20/16 (und das auch ohne vollumfängliche Zusatzbeladung THL). Aber da geht es dann schon los. Ich erinnere da an meine dreistufige Theorie des Potenzersatzes (Wasser, Hydr. RettGerät, Seilwinde)... Und man müßte sich davon verabschieden, daß alles Spezialgerät bei einzelnen Wehren konzentriert ist. Wo dieses Prinzip heute neben größeren Städten teilweise schon gut funktioniert ist bei Wehren mit mehreren (ähnlich starken) Ortsteilen. Hier kann man durchaus eine Spezialisierung an Hand der Verteilung der Sonderfahrzeuge (RW, DLK, SW, TLF,...) erkennen. ganz konsequent wird das aber auch oft nicht gemacht, da oft trotzdem mehrere Wehren ein HLF haben, statt "nur" eines LF. Wo das System scheitert ist bei Gemeinden welche die kritische Größe zur Spezialisierung nicht erreichen, aber dennoch eine gewisse Größe haben die ein umfangreiches Leistungsspektrum "verlangt". Hier muß man sich früher oder später was die Aufgaben betrifft selbst bescheiden. Sonst wird man zwar in den Aufgabengebieten immer breiter. Aber die Tiefe der Ausbildung sinkt bei annähernd konstanter Ausbildungszeit dramatisch. Hier helfen dann nur überörtliche Konzepte oder die grundlegende Veränderung der Strukturen des Feuerwehrwesens. Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder! Christian Fischer Wernau P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de | ||||
| << [Master] | antworten | >> | ||
| flache Ansicht | Beitrag merken | alle Beiträge als gelesen markieren | ||
| ||||
|