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RubrikEinsatz zurück
ThemaGroßbrand Schredderwerk Herbertingen6 Beiträge
AutorMich8ael8a L8., Lindenberg / Bayern425588
Datum01.09.2007 15:33      MSG-Nr: [ 425588 ]6433 x gelesen

Habt ihr schon von dem großen Brand in Herbertingen mitbekommen. Der größte Brand der Nachkriegsgeschichte.

Sogar Feuerwehren aus Zürich, Karlsruhe... sind im Einsatz

Knapp an der Katastrophe vorbei

Es war ein Großeinsatz, wie ihn Oberschwaben noch nicht gesehen hat: Beim Großbrand im Schredderwerk in Herbertingen war alles im Einsatz, was den Begriff "Feuerwehr" in Namen trägt. Mit einem gigantischen Einsatz an Mensch und Material wurde der Brand bis gestern Abend eingedämmt.
Ein Bild der Verwüstung zeigt sich an der Brandstelle des Schredderwerks in Herbertingen. Das Feuer hatte einen der größten Feuerwehreinsätze im Südwesten ausgelöst.
Bild: Getty
Herbertingen im Landkreis Sigmaringen hat 5000 Einwohner. Und die erlebten seit Donnerstag einen Einsatz, wie man ihn sonst nur aus Katastrophenfilmen kennt. Bis aus Ludwigsburg, Pforzheim und Karlsruhe kamen die Einsatzkräfte. Die Flughafenfeuerwehr Stuttgart lieferte zusätzliches Schaumlöschmittel.

Insgesamt 130000 Liter wurden bis gestern Abend eingesetzt. Damit waren die größten Vorräte in ganz Süddeutschland aufgebraucht. "Wenn jetzt in Friedrichshafen oder Ravensburg was passiert, dann wird es eng", machte der Sigmaringer Kreisbrandmeister Michael Hack deutlich. Um in Herbertingen für einen eventuell wieder stärker werdenden Brand gerüstet zu sein, kam noch gestern Abend die Feuerwehr aus dem schweizerischen Zürich mit 22 Tonnen Löschmittel zum Brandort.

Für Michael Hack - er ist der einzige Berufsfeuerwehrmann im Kreis Sigmaringen - zählt der Großbrand im Schredderwerk in Herbertingen zu den "Top Ten nach dem Krieg".

Rund 30000 Quadratmeter Fläche und eine Höhe von 15 Metern umfasste die Schrotthalde, die am Donnerstagvormittag aus bislang unbekannten Gründen zu brennen anfing. Riesige Rauchschwaden zogen über Oberschwaben und bis an den Bodensee. Der Verdacht, dass Blausäure im Rauch enthalten sein könnte, erwies sich als unbegründet. Die Messungen werden aber weiterhin fortgesetzt.

Brand in Herbertingen
Inzwischen haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Sowohl das Landratsamt in Sigmaringen, die dortige Polizeidirektion und Einsatzleiter Hack betonen, dass für die Bevölkerung niemals Gefahr bestand. Nur vorsorglich habe man dazu aufgefordert, die Häuser nicht zu verlassen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Inzwischen gab es Entwarnung.

Drei Feuerwehrleute und drei Polizisten erlitten Rauchvergiftungen. Ein "mulmiges Gefühl" herrschte wohl bei vielen Einsatzkräften. Der beißende Geruch verunsicherte die Helfer einmal mehr.

Was nach Aussage des Kreisbrandmeisters hervorragend klappte, war die Zusammenarbeit der 31 Feuerwehren aus ganz Süddeutschland. Auch die Bundeswehr war mit im Boot. Der Einsatz eines Löschhubschraubers aus Laupheim erwies sich allerdings nicht als sinnvoll. Stattdessen kamen Kräfte und Gerät von der Bundesfeuerwehrschule der Bundeswehr in Stetten a.k.M. Für Herbertingens Bürgermeister Michael Schrenck hat der Schrecken allerdings noch kein Ende. Die Gemeinde muss den Feuerwehreinsatz bezahlen. Das ist in Baden-Württemberg so üblich.

http://www.suedkurier.de/_/tools/diaview.html?_CMTREE=139837&_CMELEM=1

http://www.feuerwehr-krauchenwies.de/Shredderwerk.php



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