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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Stromausfall (Wetterlage?) | 23 Beiträge | ||
| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 768223 | ||
| Datum | 23.07.2013 10:50 MSG-Nr: [ 768223 ] | 4002 x gelesen | ||
hallo, ich denke daß wir momentan so langsam die geänderte Rahmenbedingungen in der Wirtschaft allgemein und in der Stromversorgung insbesondere merken. "Früher" wurden die Netze auf Sicherheit gebaut. Da haben die Energieversorger bei den Investionen drauf geschaut daß das Netz gut ausgebaut ist. Sie konnten sich das leisten. Sie hatten ja eine (Gebiets-) Monopolstellung. Ich hab diese Veränderung an einem Beispiel selbst erlebt. Als vor über 15 Jahren unsere Strasse neu ausgebaut wurde hat der Energieversorger im ersten Abschnitt die Hausversorgung von Dachständer auf Erdverkabelung umgestellt. Damit hat er u.A. die Versorgungssicherheit erhöht. Als dann einige Jahre später der zweite Abschnitt angepackt wurde hat der Energieversorger diese Investion eingespart und die Dachständerverkabelung einfach so stehen lassen. Er sparte da einfach diese Investion ins Netz ein. Strom wird auch über die Dachständer verkauft. Deshalb steht auf meiner Hütte immer noch der alte Dachständer :-( Heute ist das anders. Da wurden die Bereiche Stromlieferung, Netzbetrieb usw. auch intern aufgetrennt. Die Verbraucher können ihren Stromlieferanten wählen. Das hat zu geänderten Bedingungen unter denen Investitionen bzw. der Netzausbau und die Netzunterhaltung betrachtet werden geführt. Auch die Wettbewerbssitution zwingen die Firmen anders zu rechnen. Da wurde Vieles was früher selbstverständlich war auf den Prüfstand gestellt und teilweise einfach nicht mehr gemacht bzw. einfacher gemacht. Das wirkt sich natürlich auf das Netz im Allgemeinen aus. Da wo früher ev. einen zweite Leitung die in Notfällen als Redunanz zur Verfügung stand ist sie heute aus Kostengründen stillgelegt bzw. abgebaut. Im "Tagesgeschäft" ist sie ja nicht notwendig. Wenn aber mal ein Problem auftritt fehlt sie. Solche ähnliche Beispiele findet man sicher in vielen Bereichen des Versorgungsnetzes. Bei steigendem wirtschaftlichen Druck wird immer mehr geschaut wo man einsparen kann. Da wird dann auch in der Wartung der Rotstift angesetzt und das Netz ev. sogar auf Verschleiß gefahren. Es fehlt dann das "Fleisch" um Engpässe abzufangen. Ich denke DAS ist mit die Hauptursache warum wir Probleme im Stromnetz immer mehr spürbar auf die Verbraucher durchschlagen. Die Energiewende dürfte da momentan noch keine so grosse Rolle als Ursache für Ausfälle spielen. Dazu kommt das angesichts der Diskussionen in der Öffentlichkeit, in den Medien und in der Politik solche Vorfälle ganz anders wahrgenommen werden wie z.B. vor 10 Jahren. Vor allem als es "politisch" wurde. Um jetzt wieder die Kurve zu Feuerwehrs zurückbekommen: Solange die Energieversorger es schaffen solche Ausfälle lokal und auch zeitlich zu begrenzen sind wir nur punktuell betroffen. Das kann man einigermassen in den Griff bekommen. Wenn mal der eine oder Stadt- bzw. Ortsteil ein oder zwei Tage ohne Strom ist können die Hilfsorganisationen die Notfälle (z.B. Dialysepatienten usw.) ohne Probleme abarbeiten. Es stehen dazu auch genügend Resourcen zur Verfügung. Ich denke die Folgen von Stromausfällen die aus der Netzstruktur (Ausbau, Wartung usw.) und auch aus der geänderten Struktur bei der Stromerzeugung ( = alternative Energien) herrühren sind meist örtlich und auch zeitlich so begrenzt das wir die Folgen relativ gut in den Griff bekommen. Bauchweh machen mir da andere Ursachen. Die zwar recht unwahrscheinlich aber in den vor allem zeitlichen Auswirkungen deutlich gravierender sind. Die Szenarien die in der Bundestagdrucksache Bundestagsdrucksache Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung beschrieben sind dürften auf andere Ursachen beruhen. Dort werden diese möglichen Ursachen nicht erwähnt. Meiner Meinung nach kann man die aber im Bereichen suchen wo es wirklich sinnvoll ist diese nicht öffentlich zu diskutieren. Man sollte ja keine Blaupausen für mögliche Aktivitäten frei Haus liefern. MkG Jürgen Mayer Neu: Jürgens WebBlog auf www.FEUERWEHR.de | ||||
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