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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Großbrand: Fleisch-Logistikzentrum mit 25.000 qm PV-Dach | 45 Beiträge | ||
| Autor | Axel8 P.8, Neuss am Rhein / Nordrhein-Westfalen | 777128 | ||
| Datum | 13.11.2013 23:19 MSG-Nr: [ 777128 ] | 9384 x gelesen | ||
Geschrieben von Lars T. Geschrieben von Axel P. Tja, hier wird dem Einsatzleiter ein Konflikt aufgebürdet, der eigentlich unlösbar ist. Geschrieben von Lars T. Für mich (und ich hab auch mal eine Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert) gilt daher erst einmal die Abstände gem. DIN VDE 0132 einzuhalten. Ich sag ja auch nicht, daß das bei 0-Sicht einfach wäre, aber wenn man einen Objektplan hat und darin die PV-Leitungen in einem Raum eingezeichnet sind, dann wird halt dieser Raum nicht betreten. Das ist dann aber nur ein Raum, deswegen muß man nicht gleich das ganze Gebäude aufgeben. Genau das aber machen einige, indem sie sich hinter der PV-Anlage verstecken. Genau, die Null-Sicht ist ein Problem. Und Objektpläne leider sehr selten. Und ich habe viele Bilder von Installationen gesehen, die unerwartet Gefahren bereit halten, weil da schon vor dem Brand blanke Kabel waren, oder schlechte Installationen. Außerdem sind die Verläufe der Leitungen nicht klar, enge Treppenhäuser, Leitungen hinter Rigips und und und. Schließlich schmelzen Leitungen auch. Aber das für mich Erhellendste der UL-Untersuchung war die Erkenntnis, dass Abzweigdosen und Schalter nicht strahlrohrsicher sind und dass bei einem kollabierenden Gebäude bei Brand überraschende neue Stromkreise entstehen können. Für den Angriffstrupp, der im Wasser kniet nicht beherrschbar. Und nun? Man kann die Dinger ja abschalten. Es soll ja Möglichkeiten geben. ;-) Noch ein anderer Gedanke: Wie machen wir es denn bei den anderen Brandeinsätzen, also ohne PV? Das geht mir dann im Hinblick auf die oben beschriebene Entscheidungssituation für den Einsatzleiter nicht so in den Kopf. Bei normalen Bränden wird möglichst getrennt und bei PV setzen wir Einsatzkräfte einer potentiellen Gefahr von 2 Ampere aus, was aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht sonst nirgendwo möglich wäre. Nur weil die Schulung intensiviert wurde und die Feuerwehr sowieso immer alles im Griff hat? Das ist grotesk. Freundliche Grüße aus Neuss Axel Pawlowsky | ||||
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