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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Großbrand: Fleisch-Logistikzentrum mit 25.000 qm PV-Dach | 45 Beiträge | ||
| Autor | Lars8 T.8, Oerel / Niedersachsen | 777135 | ||
| Datum | 13.11.2013 23:40 MSG-Nr: [ 777135 ] | 9322 x gelesen | ||
Geschrieben von Axel P. Und ich habe viele Bilder von Installationen gesehen, die unerwartet Gefahren bereit halten, weil da schon vor dem Brand blanke Kabel waren, oder schlechte Installationen. Außerdem sind die Verläufe der Leitungen nicht klar, enge Treppenhäuser, Leitungen hinter Rigips und und und. Schließlich schmelzen Leitungen auch. Du glaubst nicht, was ich als Elektriker schon alles gesehen habe... Nichts desto trotz ist das aber auch kein spezielle Problem der Photovoltaik-Anlagen. PV-Anlagen haben für uns das einzige Problem, daß sie so gut wie nicht abgeschaltet werden können. Es sei denn, gewisse Mechanismen sind verbaut, doch das dürfte (noch) eher die Ausnahme sein. Nun mag mir mal wer verraten, ob nun jedes brennende Gebäude konsequent und immer spannungsfrei geschaltet wird. Ist dies nicht der Fall, dann brauchen wir über Einsätze an PV-Anlagen jetzt nicht mehr weiter zu diskutieren.... Geschrieben von Axel P. Aber das für mich Erhellendste der UL-Untersuchung war die Erkenntnis, dass Abzweigdosen und Schalter nicht strahlrohrsicher sind und dass bei einem kollabierenden Gebäude bei Brand überraschende neue Stromkreise entstehen können. Für den Angriffstrupp, der im Wasser kniet nicht beherrschbar. Und nun? Ja guten Morgen. Kein Schalter, keine Steckdose und auch keine Leuchte in der normalen Hausinstallation ist "wasserdicht". Um gegen das Eindringen von Wasser aus einem (Hohl-)Strahlrohr geschützt zu sein, müßten diese elektrischen Betriebsmittel m.E. mind. IPx5 als Schutzart haben. Das findet man in der Regel nicht mal in einem 08/15-Badezimmer. Also auch kein spezielles Problem der PV-Anlagen. Wobei UP-Abzweigdosen dabei m.E. nach sogar noch etwas "sicherer" sein dürften, weil da im Normalzustand immer noch die Tapete drüber klebt, da perlt das Wasser z.T. halt dran ab. In einen Schalter oder eine Steckdose dürfte es leichter reinlaufen. Geschrieben von Axel P. Man kann die Dinger ja abschalten. Es soll ja Möglichkeiten geben. ;-) Wen? Die PV-Anlagen oder die "normale" Hausinstallation? Aber "ja" für beides gibt´s Möglichkeiten... ist nur die Frage was vorgeschrieben ist und/oder was der Betreiber bereit ist zu bezahlen. Auch kein spezielles Problem der PV-Anlagen. Geschrieben von Axel P. Wie machen wir es denn bei den anderen Brandeinsätzen, also ohne PV? Das geht mir dann im Hinblick auf die oben beschriebene Entscheidungssituation für den Einsatzleiter nicht so in den Kopf. Bei normalen Bränden wird möglichst getrennt und bei PV setzen wir Einsatzkräfte einer potentiellen Gefahr von 2 Ampere aus, was aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht sonst nirgendwo möglich wäre s.o. Wird die normale Hausinstallation auch immer abgeschaltet? Werden auch da immer die richtigen Abstände gem. DIN VDE 0132 eingehalten? Wenn "nein", dann brauchen wir wie auch schon oben erwähnt gar nicht weiter über PV-Anlagen diskutieren.... Gruß Lars "Nutze Deine Fähigkeiten, beschränke Dich nicht auf Zuständigkeiten. " J. Dalhoff **************************************************************************** Natürlich gebe ich hier nur meine eigene, persönliche Meinung wieder. Wer meint, meine Worte irgendwo drucken oder zitieren zu müssen, möge mich vorher fragen. | ||||
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