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Rubrikpers. Ausrüstung zurück
ThemaBeschaffung von Schutzkleidung und Material für den GWG9 Beiträge
AutorStef8an 8 S.8, Haar / Bayern788805
Datum21.05.2014 12:28      MSG-Nr: [ 788805 ]3170 x gelesen

Hallo Patric,

wir benutzen die Prochem II F fest angebrachten Handschuhen und Füßlingen. Damit haben wir, zusammen mit der Gummilippe um den Atemschluss, sehr gute Erfahrungen im Einsatz als flüssigkeitsdichter Anzug überall da gemacht, wo die Anforderungen über einen normalen Spritzschutz hinausgehen, z.B. als Form II im Gefahrenbereich. (Als Spritzschutz haben wir die Prochem I C bzw. F ohne Handschuhe und Füßlinge am Anzug)

Wenn Ihr z.B. diese Dichtlippe um den Atemanschluss und den "Heckeinstieg" in den Anzug nicht braucht / wollt, kann man auch den Prochem I F mit Füßlingen und Handschuhen ordern. Da weiß ich jetzt aber nicht wie groß der preisliche Unterschied ist und diese Kombi macht meiner Meinung nach auch wenig Sinn. (Wenn ich vorne einen langen, notdürftig abgeklebten Reißverschluss habe, kann ich auch Handschuhe und Stiefel (ähnlich "dicht") abkleben.

Zu dem Folieninlay für das Fass: Da muss ich Hans Christian rechtgeben. Das ist tatsächlich etwas, was zwar nicht total unsinnig ist, jedoch gut überlegt sein will. Einige Punkte die es dabei zu bedenken gibt sind z.B.

- die schon angesprochene Gefahr elektrostatischer Aufladung

- die chemische Beständigkeit: Irgendeine "mechanisch stabile Plastikfolie" kann sich je nach Stoff auch schnell mal verabschieden und auflösen.

- Befestigung im Fass. Erfahrungsgemäß ist es nicht ganz trivial, die Folie dazu zu bringen von selbst "aufrecht" im Fass zu bleiben und bei Befüllung nicht mehr oder weniger mit runterzurutschen.

- Edelstahl ist in aller Regel sehr gut dekontaminierbar. Wenn das also nicht gerade rauchende Salpetersäure oder etwas in der Preisklasse ist, solltet Ihr das Fass auch so gut wieder sauber bekommen.

- Was ist der genaue Einsatzzweck dieses Fasses? Ich frage, weil wir auch so ein Fass haben, das bisher aber recht selten in dieser Form genutzt haben. Grund: Entweder hat man undichte, bzw. beschädigte kleine Einzelgebinde. Die muss man meist nur im ganzen irgendwo "dicht verschlossen" lagern. Da haben wir z.B. (bei gegebnener Beständigkeit) so 08/15-weithals-Spannringfässer. Oder man hat entsprechend größere Mengen (Tanks, IBC's, Tank-LKW etc.) dann muss man wirklich nennenswerte Menge Flüssigkeit auffangen bzw. umfüllen. Da stößt man mit 200l aber natürlich sehr schnell an die Grenzen. Da sind dann min. sowas wie 3000l Gestellbehälter o.ä. gefragt. ...dies zumindest aus unserer Erfahrung.

Der einzige (wenn auch durchaus etwas exotische) Fall, den wir uns für so ein Folieninlay überlegt hatten war, eine Folie aus hochbeständigem Perflourkunststoff (PTFE oder besser PFA) machen zu lassen, falls man wirklich mal hochaggresive Flüssigkeiten hat, die man anders nicht mehr lagern kann. Da kostet dann aber die Folie auch schon ne ganze Stange Geld und das ist wirklich dann eher eine Sonderlösung.

Viele Grüße

Stefan

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