Geschrieben von Jakob T.Dabei vergisst man, das wenn es zu einem Brand kommt, nicht nur erhebliche Werte auf dem Spiel stehen. Es ist sicher ein ganz beschissenes Gefühl für die betroffene Wehr und die einzelnen Aktiven, je größer die Identifikation mit der Sache (und je höher die bislang dort erbrachte Eigenleistung) ist, desto schlimmer. Das kann man auch zur Zeit auf der Facebookseite der betroffenen Wehr sehen (wobei mich da Kommentare wie "R.I.P." und "Mein Beileid" schon etwas irritieren).
Darüber hinaus sollte man aber nicht den Weltuntergang beschwören. Die Vergangenheit zeigt, dass bei Bränden in Feuerwehrhäusern die "brandschutzlose" Zeit des Ortes ungefähr so lange ist wie übliche Feuerwehrvereinsfahrten. Man wird auch da durchs Umfeld kompensieren und schnelle Abhilfe schaffen können. Und die Sachwerte an sich, so fies es sich anhört: Ein Fahrzeug 20 Jahre, eines 31 - gibts halt neu (und ein HLF 20 ist ja in diesem Fall eh schon in der Beschaffung, hätte man bei der dann kommenden normalen Aussonderung des alten LF16 auch Beileidsbekundungen geschrieben?).
Also der ideelle Schaden wiegt für mich weitaus schwerer als der Sachschaden und als die Folgen für den Bevölkerungsschutz.
"In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)
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