| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | Einsatzleitung - wer hat den Hut auf? - war: ... Kurze Hose - verbrannte Erde #
| 71 Beiträge |
| Autor | Chri8sti8an 8B., Neuenhaus / Nds. | 823262 |
| Datum | 14.09.2016 11:24 MSG-Nr: [ 823262 ] | 4956 x gelesen |
Zugführer
Örtliche Einsatzleitung
Organisatorischer Leiter
Notarzteinsatzfahrzeug
Mobile Radio Terminal, Bezeichnung für ein mobiles Funkgerät (Fahrzeugfunkgerät) im Digitalfunk
Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Organisatorischer Leiter
Hilfsorganisation
Technisches Hilfswerk
Organisatorischer Leiter
Geschrieben von Mario L.Das wichtige Wort ist "lageabhängig". Einen generellen Anspruch auf Führung durch die Feuerwehr sehe ich hieraus nicht.
Stellt sich die Frage, welche Organisation oder Behörde flächendeckend überhaupt in der Lage ist, entsprechendes Wissen, Erfahrung und Technik ad hoc für eine Einsatzleitung größeren Ausmaßes einzusetzen. Da bleibt fast nur die Feuerwehr.
Denn wir ...
- haben entsprechende Fahrzeuge (ELW 1, 1,5 oder 2) schnell an der Einsatzstelle,
- haben die entsprechende Technik an Bord (mehrere Funkgeräte, Telefon, Führungsmittel, ...)
- haben entsprechendes Material an Bord (Kennzeichnungswesten, Kartenmaterial, Tisch, Platz, ...)
- haben eine flächendeckende Ausbildung zum führen größerer Einheiten (Zugführer, Verbandsführer, Führen von Welten und Galaxien, ...)
- sammeln regelmäßig Führungserfahrung (Zugeinsätze sind die Regel, viele engagieren sich in Bereitschaften, Einsatz mehrerer Wehren, ...)
- haben eine Führungsstruktur die regelmäßig angewandt wird (GF, ZF, ...)
- können auf Personal zur Führungsunterstützung schnell zurück greifen (IuK, ÖEL, ...)
- sind vor Ort
- haben Ortskenntnisse
Das heißt jetzt nicht, dass der Rest seinen Job nicht versteht. Aber der OrgL steht da mit seinem NEF, hat ein MRT und ein HRT. Muss dann alles koordinieren. Der Regelrettungsdienst verfügt meines Wissens nicht über ELW. Führungsassistent wird auch wohl Fehlanzeige sein. Wenn da fünf RTW vor Ort sind, ist der erst mal voll ausgelastet. Wie häufig so ein OrgL in der Praxis dann auch mal größere Lagen (> 60 Einsatzkräfte) führt - keine Ahnung.
Der normale Streifenbeamte der Polizei hat eventuell das letzte Mal Führungsausbildung geschnuppert, als er Halbzugführer bei der BePo-Hundertschaft war. Die haben sicherlich ein leistungsfähiges Lagezentrum im Hintergrund - nützt mir aber vor Ort nichts. Für geplante Lagen gibt es sicherlich auch genügend Erfahrung und Material. Dann kommt aber auch planmäßig Bereitschaft A mit 12 Fahrzeugen, Zugtrupp und 60 Kräften. Bei uns kommt Feuerwehr A + Z, danach HiOrg B und gleichzeitig Fahrzeug von THW C plus die Kollegen von der Autobahnwache. Aus dem normalen Streifenwagen ist eine Lage da nicht führbar.
Noch einmal, ich will dem OrgL oder dem Polizeibeamten nicht Unfähigkeit unterstellen. Allerdings verfügt die Feuerwehr sehr schnell über die Möglichkeiten und Fähigkeit eine Lage mit 60 oder mehr Einsatzkräften zu koordinieren. Andere Teilnehmer der Gefahrenabwehr brauchen dafür wesentlich mehr Zeit und die Erfahrung ist nicht in der Fläche so vorhanden. Und auch das Führen mit Führungsmittel ist nicht jeder gewohnt. Feuerwehrs da also eine Ersatzfunktion wahrnimmt - mit dem Manko einsatzleitende Entscheidungen treffen zu müssen.
Gruß
Christian Bergmann
Meine Meinung ist nicht unbedingt die meiner Feuerwehr
www.feuerwehr-neuenhaus.de
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Geändert von Christian B. [14.09.16 11:35] Grund: = nur für angemeldete User sichtbar = |
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| | 11.09.2016 15:12 |
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Seba7sti7an 7 A.7, Heitersheim Landkreis Neustadt an der Waldnaab: Kurze Hose - verbrannte Erde | |