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RubrikEinsatz zurück
ThemaAGT Ausbildung - war: Unfall in Tübingen letztens15 Beiträge
AutorThob8ias8 S.8, Dortmund / NRW345968
Datum29.06.2006 11:51      MSG-Nr: [ 345968 ]4193 x gelesen

So hier der Bericht zu der Übung.

Übungsauswertung vom xx.xx.2006

Name der Übung: MAYDAY

Eingesetzte Kräfte: LF 16/12 mit Stärke 0/1/5 (6 AGT)
LF 16-TS mit Stärke 1/0/3 (2 AGT)

Übungsaufbau:
Gebäude mit 3 Vollgeschossen (EG, 1.OG, 2.OG) und einem ausgebauten Dachgeschoss (3.OG).

Verqualmung ab dem 2.OG, auch im Treppenhaus, eine Personen steht Hilfe schreiend am Fenster im 2.OG.

Übungsziel:
Die Freiwillige Feuerwehr wurde zu dem Einsatzstichwort Kleinbrand alarmiert. Das LF 16/12 rückte mit 1/0/5 aus, das LF 16-TS sollte mit 0/1/3 kurz darauf folgen. Der Angriffstrupp soll im Gebäude verunglücken um den Einsatz des Rettungstrupp zu trainieren.

Ziel für den Fahrzeugführer LF 16/12:
· Lagefeststellung,
· Fahrzeugaufstellung,
· Abgeben einer Eintreffmeldung,
· Beurteilung der Lage und festlegen der Gefahrenschwerpunkte,
· Einsatzbefehle an die Trupps geben,
· Rückmeldung und Nachalarmieren gemäß dem Stichwort Menschenleben in Gefahr,
· Übernehmen der Einsatzleitung bis eintreffen eines Führungsdienst der BF.

Ziel für den Angriffstrupp LF 16/12:
· Ausrüsten mit Atemschutz und anlegen der PSA während der Anfahrt,
· Vorgehen unter Nullsicht im Gebäude (Verqualmung),
· Retten der Person am Fenster mittel Feuerwehrleine und abseilen,
· Kommunikation mit dem Fahrzeugführer und geben entsprechender Rückmeldungen,
· Weiteres vorgehen im Gebäude unter Nullsicht mit Strahlrohr,
· Kein Ziel: verunglückten im 3.OG, absetzen des Notrufes, richtiges verhalten im Notfall.

Ziel für den Wassertrupp LF 16/12:
· Mittels Hydrantenbuch und gelbe Seiten den Maschinisten zur Einsatzstelle lotsen und mögliche Wasserentnahmestellen festlegen.
· Ausrüsten mit Atemschutz und anlegen der PSA an der E-Stelle,
· Rettungsmulde herrichten und als Rettungstrupp in Bereitstellung gehen.
· Einsatz als Rettungstrupp durchführen und zwei verletzte FA retten.
· Vorgehen unter Nullsicht im Gebäude mit Rettungsmulde.

Ziel für den Maschinisten LF 16/12:
· Absichern der Einsatzstelle,
· Unterstützen der Trupps bei der Geräteentnahme,
· Bedienen der Fahrzeugpumpe,
· Rückmeldungen an die Leitstelle geben, nach Auftrag durch den Fahrzeugführer.
Ziel für den Fahrzeugführer LF 16-TS:
· Abgeben einer Eintreffmeldung,
· Anmelden beim Fahrzeugführer des LF 16/12 und durchführen seiner Einsatzbefehle,
· Zur besonderen Verwendung.

Ziel für den Angriffstrupp LF 16-TS:
· Herrichten einer Wasserversorgung für das LF 16/12,
· Betreuen der geretteten Person bis der Rettungsdienst eintrifft.
· Zur besonderen Verwendung.

Ziel für den Maschinisten LF 16-TS:
· Absichern der Einsatzstelle
· Unterstützen der Trupps bei der Geräteentnahme,
· Unterstützen der Einsatzleitung (Melder),
· Zur besonderen Verwendung.

Übungsablauf:
Das LF 16/12 traf als erste am Einsatzort ein. Die Person stand schreiend am Fenster. Ein verwenden der tragbaren Leitern für die Menschenrettung war nicht möglich, es gab keine Möglichkeit die tragbaren Leitern in Stellung zu bringen.
(Zum Verständnis die LF 16/12 der Freiwilligen Feuerwehr werden nicht mit Sprungpolster aus Kostengründen ausgerüstet.)

Der Fahrzeugführer gab eine Eintreffmeldung und lies sofort weitere Einheiten alarmieren mit dem Stichwort Wohnungsbrand Menschenleben in Gefahr. Lies das LF an der E-Stelle vorbei fahren und bestimmte somit die Fahrzeugaufstellung. Befahl sofort den Einsatz seiner Einheit: ?Angriffstrupp zur Menschenrettung mit Hohlstrahlrohr ins 2.OG über das Treppenhaus vor.?
?Wassertrupp unterstütz Angriffstrupp, Verteiler nach einer B-Länge.?
?Maschinist sichert die Einsatzstelle ab, unterstützt die Trupps bei der Geräteentnahme und übernimmt die Atemschutzüberwachung.?
Im weiteren Verlauf beruhigte er die Person am Fenster und hielt sie vom springen ab.

Der Angriffstrupp ging mit Schlauchtragekorb und Hohlstrahlrohr über das Treppenhaus ins Gebäude vor, eine Meldung an den Controller erfolgte.
Der Angriffstrupp ging in den verqualmten bereich vor, ohne dass das Hohlstrahlrohr angeschlossen war, es war kein Wasser an der Leitung um entsprechend zu reagieren.
Der Angriffstrupp erreichte die Person die am Fenster stand und seilte diese mit der Feuerwehrleine aus dem Fenster ab, eine entsprechende Meldung an dem Fahrzeugführer erfolgte. Die Person wurde vom bereits eingetroffenen Angriffstrupp des LF 16-TS übernommen.
Der Angriffstrupp ging weiter im Gebäude vor, noch immer ohne Wasser am Strahlrohr zu haben (Dies war nicht geplant! Die Trupps sollten mit Wasser am Rohr vorgehen).
Der Angriffstrupp arbeitete sich über das Treppenhaus in das 3.OG, zur Brandstelle vor.
Ein Tür wurde geöffnet und hier erfolgte Planmäßig das verunglücken des Angrifftrupp, simuliert durch Feuerwerkskörper (Böller) und entsprechender Mitteilung an den Trupp.
Anmerkung: da der Trupp ohne Wasser vorging ist davon auszugehen, dass es auch in einem Einsatz zu diesem Ergebnis geführt hätte, hinter der Tür befand sich die Brandwohnung in der sich bereits ein Flash-Over anbahnte.



Dem Truppführer wurde mitgeteilt, dass er bewusstlos ist und sein Atemschutzgerät beschädigt ist, so dass ein Tauschen des Gerät notwendig wird.
Der Truppmann ist nur leicht verletzt, so dass er nicht vom Rettungstrupp gerettet werden muss.

Der Truppmann musste jetzt als erstes die Lage Überblicken und entsprechend reagieren. Er verschloss die Tür zur Brandwohnung und versuchte als nächstes an das Funkgerät seines Truppführers zu kommen um eine MAYDAY Meldung abzusetzen. Dabei zeigte sich, dass es eigentlich negativ ist, dass ein Trupp nur mit einem Funkgerät ausgerüstet ist. Der Truppmann hatte einige Probleme das Funkgerät oder das Handsprechgerät zu bekommen um eine Meldung abzusetzen. Dies gelang ihm und er setzte folgenden Funkspruch ab:
?Mayday Mayday Mayday von xx-xx Mayday Truppführer ist nicht ansprechbar, Atemschutzgerät scheint kaputt, benötige sofort Hilfe.?

Vom Fahrzeugführer wurde der Rettungstrupp in benachrichtigt, der Rettungstrupp war bis zu diesem Moment nicht einsatzbereit, das heißt nicht fertig ausgerüstet und die Rettungsmulde war noch nicht gepackt. Dies führte zu einer zeitlichen Verzögerung.
Ca. 2 min. nach der Meldung Mayday setzte sich der Rettungstrupp endlich in Bewegung.
Eine entsprechende Rückmeldung wurde vom Fahrzeugführer versäumt.
Der Rettungstrupp hatte einige Probleme unter Nullsicht und mit der Rettungsmulde in dem engen Treppenhaus vorzugehen. Der Rettungstrupp erreichte den verunglückten Trupp ca. 12 min. nach dem die Maydaymeldung vom Angriffstrupp gegeben wurde!

Der Angriffstrupp hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Atemluftreserve von 90bar (Angriffstruppmann) und 0bar (Übungsvorgabe) (real 95bar) (Angriffstruppführer).

Der Angriffstruppmann spielte sehr überzeugend eine unter Schock stehende Person. Er teilte dem Rettungstrupp mit, dass das Atemschutzgerät von seinem Truppmann beschädigt ist und dieser keine Luft mehr bekommt. Er wiederholte häufiger dass die Flasche getauscht werden muss (was so ja nicht richtig war, aber solche ?Versprecher? können unter Schock passieren).
Der Rettungstruppmann (seit 2 Jahren AGT) fing darauf an bei dem Rettungs-PA die Flasche auszubauen, ohne dass dies von seinem Truppführer oder dem Übungsbeobachter bemerkt wurde, im folgenden führte dies dazu, dass die Flasche nicht mehr richtig mit dem Gerät verbunden war. Der Rettungstruppführer lies sich diese Atemschutzgerät geben, er wollte das Gerät für den Tausch vorbereiten und öffnete dafür das Flaschenventil, dies führte dazu, dass die Flasche abblies und vom Gerät löste, das Fenster durchschlug und auf der Straße landete. Es wurde sofort der Übungsabbruch befohlen.



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