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RubrikEinsatz zurück
ThemaAusländische Kameraden14 Beiträge
AutorGerh8ard8 P.8, Stuttgart / Baden-Württemberg371634
Datum19.11.2006 17:38      MSG-Nr: [ 371634 ]4429 x gelesen

Hallo,

im Rettungsdienst einer Großstadt ist der Umgang mit anderen Kulturen und Religionen das tägliche Brot.

Als Leistungserbringer in diesem System hat es mich nicht zu interessieren ob ich mit meiner persönlichen Meinung im Einklang mit diesen Kulturbereichen und Religionen stehe. Ich habe einen Auftrag und dieser ist schlicht und einfach zu erfüllen.

Jeder RD-Profi wird bestätigen, dass es regelmäßig zwischenmenschliche Probleme und Missverständnisse gibt, die oft in Unkenntnis oder Anspruchsdenken ihren Ursprung haben, - dies jedoch unabhängig vom Kulturkreis oder der Religion.

Von einer professionellen Einsatzkraft erwarte ich ein gewisses Maß an Stressresistenz, Taktgefühl, Menschlichkeit und natürlich auch die Fähigkeit bei entsprechenden Lagen deeskalierend einzugreifen! Oft sind es doch nur ein paar freundliche Worte (die man oft genug noch aus dem Urlaub kennt) und ein Lächeln, um Spannungen, Stresssituationen und Angst abzubauen.

Ich komme als Urlauber seit über 35 Jahren in die Türkei und in den Nahen Osten. Oft bin ich schon bei schweren Verkehrsunfällen, Bränden oder sonstigen Notfällen dazugekommen. Beeindruckend wie hier ???ALLE??? ihre Hilfe nach bestem Wissen und Gewissen einbringen! Gerade wir Deutsche sollten uns ein Beispiel an der in diesen Ländern vorhandenen Hilfsbereitschaft nehmen. Dort habe ich noch nie erlebt, dass bei Notfällen die Hilfe wegen der ?rechtlich umstrittenen Lage? (typisch deutsch: wie ist denn das rechtlich...) verweigert wurde oder krampfhaft nach der Adresse des Unfallopfers gesucht wird, da man den Ersatz der 2 verbrauchten Verbandpäcken regeln muss oder die Polizei zur Geldentnahme aus dem Geldbeutel des Unfallopfers aufgefordert wurde, da man bei der Hilfeleistung die Hose verschmutzt hatte....

Ich bin schon erschrocken über einige Aussagen in diesem Thread und möchte nur empfehlen mal öfters ins Ausland zu gehen, um dort auch mit den Kollegen der Feuerwehren/Rettungsorganisationen Kontakt aufzunehmen. Vielleicht helfen diese Erfahrungen manchen Kollegen weiter.

Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart

Gerhard Pfeiffer

www.firehelmets.info



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