News Newsletter Einsätze Feuerwehr-Markt Fahrzeug-Markt Fahrzeuge Industrie-News BOS-Firmen TV-Tipps Job-Börse

banner

Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
RubrikKommunikationstechnik zurück
ThemaUmstellung auf Digitalfunk76 Beiträge
AutorKlau8s B8., Isernhagen / Nds393295
Datum26.03.2007 22:11      MSG-Nr: [ 393295 ]20349 x gelesen

oh nein, bitte nicht!

Jede Katastrophe ist vorherplanbar?

Ach, wäre das schön!

In einem Bahnhof fliegt ein Munitionszug (1969 in Hannover, acht Kollegen tot, vier weitere Eisenbahner (ich war im Dienst!)) - und der Disponent hat sofort alle Informationen an der Hand, um fehlerfrei und folgerichtig alle Maßnahmen von jetzt auf sofort einzuleiten?

Ich erinnere mich zu genau an diesen Sonntag Morgen: Ein Riesenknall, wir gehen in die Fahrzeughalle an den Funk und hören nur noch den einen überlebenden Kollegen: "Florian, kommen Sie, hier brennt alles, hier sind alle tot"

Der Kollege hatte überlebt, weil er noch vom Schichtwechsel her seine Straßenschuhe anhatte und hinter der DL Gummistiefel anziehen wollte.

Weitere Informationen waren nicht zu erhalten, der Kollege war schlicht nicht in
der Lage, zu sagen, was denn eigentlich los sei! (Gemeldet war ein Güterwagenbrand).
In Wirklichkeit (wer wusste das??) waren es vier Güterwagen mit Artilleriemuinition, von denden drei durch einen der später getöteten Eisenbahner abgekoppelt und von der Lok weggezogen wurden.

Konnten die Kollegen auf der Leitstelle wissen, dass das unmittelbar neben einer Produktionshalle der alten HANOMAG passierte?

Konnten sie wissen, dass da gerade vorher ein Personenzug vorbei gefahren war?
Konnten sie wissen, was da an Personen betroffen waren?

Da stehen die Kollegen der Leitstelle erst einmal davor - und müssen jetzt, auch unter dem Schock, dem AUCH SIE unterliegen folgerichtig Alarmpläne abarbeiten? Welche, wenn sie nicht wissen, was los ist?

Da bleibt doch nur, erst einmal drei Züge plus RTW (hieß damals noch UW) los zu schicken!

So, und jetzt bin ich auf Erklärungen gespannt, wie man das hätte richtig gemacht!

Mal eine Frage an die Praktiker: WIE lange dauert es bei einem Extremfall (ich spreche hier nicht von einem normalen Lagerhallenbrand!), bis die Leitstelle überhaupt einen Überblick hat, WAS da nun wirklich passiert ist?

Da rufen dann Dutzende von Bürgern an - und jeder erzählt etwas Anderes!

Natürlich gibt es Alarmpläne, natürlich wissen die Kollegen auf der Leitstelle, WER WANN alarmiert wird,
aber eine Menge an Großfeuern in meiner Vergangenheit haben mir gezeigt. dass das eben nicht nach Schema F abzuarbeiten ist.

Dann werden sehr viele Fahrzeuge aller Art in Gang gesetzt, die Wehren auf der Alarmfahrt informiert und und und..

Übrigens: Doch, bestimmte Fahrzeuge bestimmter Dienste wie die Stadtwerke können auch auf den Feuerwehrkanal schalten, stimmt schon!

Desgleichen der zuständige Dezernent!

Und das über Funk auf einem Kanal..
Auch die Rettungsfahrzeuge werden dann von ihrem eigenen Kanal auf den 470 umbestellt.

Da ich von der Tüchtigkeit meiner Wehr überzeugt bin weiß ich auch, wie flexibel die sind - und ich weiß, dass sie nicht zaubern können.

Gruß Klaus



Beitrag inhaltlich zustimmen / ablehnen

<< [Master]antworten>>
flache AnsichtBeitrag merkenalle Beiträge als gelesen markieren
Beitrag weiterempfehlen

 ..

0.264


Umstellung auf Digitalfunk - Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt