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RubrikEinsatz zurück
ThemaGroßbrand in Aluminium Fabrik40 Beiträge
AutorMich8ael8 B.8, Landau in der Pfalz / Rheinland-Pfalz405625
Datum28.05.2007 20:59      MSG-Nr: [ 405625 ]13611 x gelesen
Infos:
  • 28.05.07 Landau: Grossbrand in metallverarbeitenden Betrieb

  • Hallo Kollegen!

    Ich antworte dann mal, nachdem ich nach 21 Stunden nun zu Hause auch die Zeit finde:



    Zum Thema Schaum/Zement:

    Wir haben da schon "Erfahrung" bei dem Betrieb - es war nun der vierte Einsatz. Zwei Mal klimpflich, mit dem jetzigen zweimal Großbrand.
    Damals wie heute haben wir den Schaum eingesetzt um die komplette Halle und damit die zig Big-Packs mit gehäkseltem Aluminium abzuschirmen. Dies wurde mit mobilen Werfern und Schaum aus einem Schaumfahrzeug der WF BASF aufgebracht. Der Zement dient zur eigentlichen Bandbekämpfung des brennenden Aluminiums.



    Zum Thema Zement:

    Der Zement wurde beim ersten Großbrand mittels Radladerschaufeln in Form von Baumarkt-Säcken aufgebracht. Damit wurde aber auch wieder Brandgut mit der Verpackung aufgebracht. Das wollten wir dieses Mal besser machen und mussten aufgrund der baulichen Gegebenheiten auf zwei unterschiedliche Möglichkeiten anwenden:

    1. Von einem örtlichen Betonwerk haben wir 9 6m3-Mischer voll Zement erhalten und diese über Radlader auf die brennenden Big-Packs aufgebracht. Die Radlader kamen vom THW OV Neustadt/Weinstrasse und einem örtlichen Verleiher.Nachteil: breite Streuung und nicht sehr zielgerichtet, Fläche darf nicht sehr kompakt sein, damit der Radlader mit der Ausladung auch überall hinkommt. Vorteil: Relativ schnell.


    2. Ein Silo-LKW mit 23m3 Zement "pumpte" durch seinen Druck von 5 bar den Zement durch B-Schläuche bis zur Abgabe. Hier wurde vom anfangs verwendeten Schwerschaumrohr auf einen Stützkrümmer umgestellt. Dieser hat den Vorteil des geringeren Reibungswiderstandes und der Griffigkeit auch bei der Wärmeentwicktlung. Vorteil: große Wurfweite von über 5m, Zielgerichtet. Nachteil: Druckstöße müssen von den Kollegen am "Strahlrohr" abgefangen werden und diese stehen relativ nahe am Brandherd, das Entleeren des Silo-LKW dauert sehr lange, es wird sehr viel Luft "transportiert"



    Zum Thema Lanniger Rohre FF Speyer:

    Die Feuerwehr Speyer wurde mit ABC-Erkunder und Mef-G eingesetzt um zusammen mit den beiden Mef-Gs aus Landau und dem LK Südliche Weinstraße Messungen aus der Richtung in die die Rauchwolke zog vorzunehmen.

    Ich hoffe ich konnte die ersten Fragen damit beantworten.
    Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Michael Bumb
    m.bumb@feuerwehr-landau.de
    www.feuerwehr-landau.de

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