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RubrikEinsatz zurück
ThemaGroßbrand in Aluminium Fabrik40 Beiträge
AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW405667
Datum29.05.2007 08:35      MSG-Nr: [ 405667 ]13599 x gelesen
Infos:
  • 28.05.07 Landau: Grossbrand in metallverarbeitenden Betrieb

  • Geschrieben von Thorben GruhlMit was für Drücken arbeiten denn Silowagen? Kann man damit 'ne brauchbare Wurfweite erzielen?

    Zementsilowagen gehen, die Wurfweiten sind nicht nennenswert.


    Geschrieben von Thorben GruhlSind die Kupplungen ggf. per GSG-Ausrüstung auf Storzsystem adaptierbar und eignen sich die Schläuche von Feuerwehrs, sofern trocken?

    Würde ich nicht machen, die bringen übrigens eigenes Schlauchmaterial mit.


    Geschrieben von Thorben GruhlBetonpumpen? Können die Pulver fördern?

    M.W. nein.


    Geschrieben von Thorben GruhlBei Sackware - Korngebläse vom örtlichen Landwirt? Sandstrahlgerät (Betonfassadenreinigerklasse)?

    Korngebläse dürften das nicht lang mitmachen, was gehen könnte, wären ggf. Putzmaschinen.

    M.W. gibts da ein paar Feuerwehren, die damit Erfahrung haben.


    Vgl. unten Auszug aus http://www.einsatzleiterhandbuch.org/

    3 ? M Metallbrände

    Allgemeines

    Durch die in allen Bereichen zunehmende Leichtbauweise werden neben Kunststoffen in zunehmendem Maße Leichtmetalle, insbesondere Aluminium und Magnesium sowie deren Legierungen verwendet.
    Bei Kraftfahrzeugen älterer Bauart sind häufig Bauteile aus Aluminiumguß verarbeitet.


    Eigenschaften

    Bei Bränden mit Aluminium- oder Magnesium-Spänen können die bei der Verbrennung entstehenden Oxid-Verbindungen hochgeschleudert werden.

    Fast alle Metalle sind selbst brennbar, insbesondere bei einem günstigen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen (Metallstäube) besteht die Gefahr der Staubexplosion.

    Besonders gefährlich sind Alkali- und Erdalkalimetalle (Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, Francium, Calcium, Strontium, Barium, Magnesium), da diese mit Wasser heftig reagieren und dabei Wasserstoff freisetzen.


    Erscheinungsbild

    Metallbrände verlaufen mit extrem hohen Verbrennungstemperaturen zwischen 2000° C und 3000°C. Dadurch ergibt sich eine sehr hohe Wärmestrahlung mit sehr heller Flamme.

    Metalle zeigen bei der Verbrennung eine charakteristische Flammenfärbung:
    Aluminium  blendendweiß
    Barium  grün bis gelbgrün
    Cäsium  blauviolett
    Kalium  violett
    Kalzium  orange bis ziegelrot
    Lithium  intensiv rot
    Magnesium  blendendweiß
    Natrium  intensiv gelb
    Strontium  rot
    Zink  hell leuchtend grün



    Maßnahmen

    Geeignete Löschmittel:

    - Metallbrandpulver (Brandklasse D)
    - Zement
    - trockener (!) Sand (z.B. Gießsand)
    - Raffinationssalz.

    Für ca. 1 kg brennendes Metall wird ca. 2 kg Löschmittel benötigt.

    Aufbringung muß aufgrund der starken Wärmestrahlung aus der Entfernung erfolgen.

    Wärmestrahlungsschutzkleidung und Preßluftatmer anlegen, ggfs. Schweißerbrillen als Blendschutz verwenden.

    Mit transportablen Putzmaschinen oder Zement-LKW kann Zement (bzw. Raffinationssalz) ausgebracht - und auch über kürzere Entfernungen geworfen - werden.


    Ungeeignete Löschmittel:

    - Wasser oder wasserhaltige Löschmittel (Schaum). (Gefahr der Zersetzung mit heftiger Folgereaktion!)
    - Kohlendioxid (Gefahr der Zersetzung mit heftiger Folgereaktion!)
    - ABC-Pulver
    - Halone (Gefahr der Zersetzung mit heftiger Folgereaktion, Bildung von toxischen Folgeprodukten!)



    Benachrichtigen:

    - Löschmittel für Metallbrände: ______________________________
    Zementwerk: ____________________________________________
    Gießereibetrieb: __________________________________________
    - Umweltamt
    - _________________________________
    - _________________________________
    - _________________________________


    Literaturhinweise
    - Kolb, Karl Georg: Einsatzbericht: Metallbrand, MIC Forum Feuerwehr, Erding, 2005
    - Rempe: Feuerlöschmittel, Kohlhammer-Verlag
    - Römpp: Chemie Lexikon, Thieme-Verlag
    - UB 10/97: Einsatzpraxis der Feuerwehr

    Autor: H. Greven, U. Cimolino


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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