| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | Ludwigshafen, Herne und jetzt Soltau: Angriff auf Feuerwehr | 73 Beiträge |
| Autor | Klau8s B8., Isernhagen / Nds | 468011 |
| Datum | 04.03.2008 16:44 MSG-Nr: [ 468011 ] | 15205 x gelesen |
Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Geschrieben von Thomas K. PiechaDie beiden Fälle, die ich erlebt habe, wurden durch einen Schlag mit der Feuerwehraxt auf die Motorhaube, bzw. eine mit der Feuerwehraxt eingeschlagene Seitenscheibe der Fahrertür beendet. In beiden Fällen hatten die Fahrer die Wahl zwischen Polizei oder verschwinden - beide entschieden sich fürs verwschwinden....
Da habe ich mal bei einem Hochwassereinsatz eine Variante eingeführt: Ein PKW-Fahrer fuhr sehr schnell auf mich zu, (Ich war Absperrposten) das Wasser spritzte wie weiland die Wasserwände des Roten Meers beim Durchzug der Kinder Israels hoch und ich war echt gefährdet.
Ich hatte aber den guten alten "Eisenmann", den damals üblichen Handscheinwerfer (richtig massiv und schwer) zur Hand und den habe ich in die Windschutzscheibe gedonnert.
Der Erfolg war im Sinne des Wortes "durchschlagend".
Keine Folgen für mich, außer einem rumschreienden Autofahrer, dem ich das Angebot unterbreitete, wir könnten das per Polizei klären.
Anmerken möchte ich, dass es schon Anklagen wegen versuchten Mordes gegeben hat, weil flüchtende Autofahrer versucht haben, Schutzleute kurzerhand zu überfahren.
Ach ja, noch eine eigene Geschichte: Schwerer Verkehrsunfall, ein Streifenwagen war in der hannoverschen Eilenriede gegen einen Baum geknallt.
Im Einsatz der Rettungshubschrauber, der Fünfte Zug plus Rüstzug und natürlich RTW und der damals noch übliche NAW.
Während die Kollegen des Rüstzuges mit der Befreiung des sehr schwer verletzten Fahrers beschäftigt waren sollte ich mit einem P12 absichern.
In meinem Rücken eine Menschenmenge, ein Vater z.B. hob sein etwa fünf Jahre altes Kind auf die Schultern, damit es das Geschehen besser verfolgen konnte.
Ich war knochen sauer, die Leute rückten mir immer weiter auf das Fell.
Da ist mir rein versehentlich der hinter meinem Rücken stehende (warum stand der da wohl? Der Phantasien sind keine Grenzen gesetzt!) Löscher los gegangen.
Riesiges Gefluche - und plötzlich stand der Pilot des Choppers vor mir, wischte sich das Pulver von der Kombi: " D u b i s t e i n e a l t e S a u!"
"Oha, Keule, (sein Spitzname, ein Ur-Berliner), DICH habe ich nicht gemeint!" Er lachte nur, ehrlich.
Nun war das schon heftig und ich bin mit hängenden Ohren zum Einsatzleiter geschlichen, um ihn mein Mißgeschick zu beichten.
Kommentar: "Mensch Klaus, Du hast aber auch immer nur Pech!"
Tja, in über 30 Jahren erlebt man so das Eine oder Andere, grins
Gruß
Klaus
Klaus
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