1. Pressluftatmer
2. Patientenablage; nach DIN 13050: Eine Stelle an der Grenze des Gefahrenbereiches, an der Verletzte oder Erkrankte gesammelt und soweit möglich erst versorgt werden. Dort werden sie dem Rettungs-/Sanitätsdienst zum Transport an einen Behandlungsplatz oder weiterführende medizinische Versorgungseinrichtungen übergeben.
3. Permanent Allrad
Hallo!
nachem mein Puls wieder etwas gesunken ist meine Meinung zu dem Thema:
Für den Innenangriff brauchen wir PA, zur Bekämpfung eines Schornsteinbrandes ein Schornsteinwerkzeugsatz. Alles andere sind Spielchen, die können gut gehen aber auch gewaltig schief. Auch beim Schornsteinbrand hört „Mein Feuer“ auf!
1. Wenn auf dem Dach Tritte für den Schornsteinfeger vorhanden sind, dann nutzt die. Und die sind immer vorhanden, wenn der Schornstein von dort gereinigt wird. Wenn keine vorhanden sind, werden sie in der Regel auch nicht gebraucht, weil dann eine andere Reinigungsmöglichkeit unterm Dach vorhanden ist. Macht bitte keine Experimente mit einer Feuerwehrleine, sondern bestellt wenn wirklich notwendig eine DLK oder betreibt korrekte Absturzsicherung.
2. Werft niemals irgendwelche Dinge in den Schornstein, die ihr notfalls nicht wieder nach oben raus ziehen könnt. Das Bild mit dem Stein ist für mich ein Alptraum. Ich habe in meiner Laufbahn schon nach zahllosen Steinen, Ketten oder Betonklötzen gefischt, die irgendeiner gemeint hat reinwerfen zu müssen.
Was ist wenn die stecken bleiben? Ganz einfach, dann ist er Teufel los. Der Schornstein geht ganz zu, die Energie ist aber vorhanden. Und die geht dann nicht mehr nach oben weg, sondern sucht sich einen anderen Weg. Wenn nötig über einen Ofen oder Ofenanschluss in das Gebäude. Und dann habt ihr ein Problem.
3. Die Zeiten einen Schornsteinbrand brennen zu lassen sind ein für alle mal vorbei. Auch wenn das noch nicht alle kapiert haben (leider auch viele meiner Berufskollegen). Je länger das Ding brennt, umso mehr steigt die Gefahr der Ausbreitung durch Wärmeleitung, Wärmestau und Wärmestrahlung.
4. Lasst den Blödsinn mit dem Feuerlöscher. Bis heute konnte mir noch keiner einen Löscherfolg belegen. In den meisten Fällen endete es mit einer Riesenschweinerei durch Löschpulver im Gebäude und Atemschutzeinsatz (nicht wegen dem Rauch, sondern wegen dem Löschpulver) Die angeblichen Erfolge beliefen sich alle auf die These "Bis jetzt haben wir jeden Brand gelöscht, irgendwann und irgendwie. Und spät. wenn nix brennbares mehr da ist, geht das Feuer von alleine aus".
Mit dem neuen Schornsteinwerkzeugsatz ist der Einsatz in einer Stunde erledigt.
So genug gemeckert! Was macht die Ortswehr mit TSA oder TSF beim Schornsteinbrand?
1. Sie sichert die Einsatzstelle und bereitet den Löschangriff vor und schlägt ggf. starken Funkenflug nieder.
2. Sie erkundet im Gebäude und entfernt ggf. Schränke, Kleidungsstücke oder Bücherregale vom Schornstein. Das sollten möglichst wenige Personen erledigen. Wer hat schon gerne 20 Mann mit dreckigen Gummistiefel, die über den hellen Teppichboden durchs ganze Haus stiefeln.
3. Man prüft die oberen und unteren Reinigungsöffnungen. Wenn vorhanden, vor der oberen und unteren Reinigungsöffnung eine Schuttmulde und eine Löschdecke bereitstellen.
4. Verständigt schnellstens den zuständigen Schornsteinfeger und/oder eine Feuerwehr mit einem Schornsteinwerkzeugsatz und die sich auch damit auskennt.
5. Ist die Sache kritisch, kann man noch Löschmittel auf den Stockwerken bereitstellen. Wenn Leitungen verlegt werden, bitte nur im Notfall Wasser darauf geben. Sonst reicht die Kübelspitze, Gartenspritze, ein Eimer Wasser oder ein Blumenzerstäuber.
Wenn es richtig schief geht, dann hilft eh nur noch Wasser. Wobei bei mir noch ein Fettbrandlöscher auf den nächsten Schornsteinbrand wartet.
Mehr unter www.feuerwehr-herrstein.de und dann unter SER
Ansonsten bin ich gespannt, wann beim nächsten Schornsteinbrand wieder Feuerlöscher gestartet und Steine in den Schornstein geworfen werden. Es stand ja schließlich in der Feuerwehrbild!
Viele Grüsse aus dem Hunsrück
Klaus
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