Hallo,
Geschrieben von Jürgen M@yer
hat eigentlich schon jemand erlebt das bei einem Einsatz zu einem PKW-Brand die Feuerwehr den Brand noch in der Phase eines Entstehungsbrandes vorgefunden hat?
Das ist sicher nicht die Regel, aber mal 2 Beispiele:
Auf einem Parkplatz wurde ein "brennender" PKW gemeldet.
Er brannte nicht, aber qualmte doch stark und zwar aus dem Fahrgastraum. Da der Halter nicht (so schnell) ermittelt werden konnte, haben wir eine hintere kleine Scheibe eingeschlagen, dann die hintere Tür entriegeln und damit auch die Fahrertür öffnen können. Im Fußraum lag ein "Kniekeil", das war wohl mal Mode, um das "Gasbein" zu entlasten. Da er Raucher war, hatte er wohl "eine" Kippe übersehen. Wir haben das Teil in der Kirnitzsch ertränkt, einen Zettel hinterlassen und später sogar einen kleinen Dankbrief erhalten (Autos waren in der DDR nicht so einfach wiederbeschaffbar).
Auf freier Landstraße wurde von einem PKW-Fahrer ein brennender KOM gemeldet. Beim Eintreffen hatten die 2 Fahrgäste und der Fahrer (mit Kasse und Einnahmen) diesen schon verlassen. Wir hatten damals kein wasserführendes Fahrzeug. Feuerlöscher von PKW waren ohne besondere Wirkung aufgebraucht. Der Bus war stark verqualmt (aber leer), im Motorraum war Feuer zu erkennen. Ursache war wohl eine verschlissene Kupplung zur Einspritzpumpe, wodurch recht spät eingespritzt wurde und es den Auspuff auf Rotglut brachte.
Wir haben dann bis zum Eintreffen der nächsten städtischen Wehr mit TLF, Sand mit Schaufeln vom Straßenrand in den Motorraum geschaufelt und das Feuer auch recht gut im Griff halten können.
Den Schluß hat dann das TLF mit einer SD 200 wirkungsvoll erledigt (Kühlung).
mkg hwk
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