| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | 2 Verletze FA nach Kontakt mit Koppelzaun | 40 Beiträge |
| Autor | Hans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen | 500922 |
| Datum | 05.08.2008 19:15 MSG-Nr: [ 500922 ] | 14906 x gelesen |
| Infos: | 24.10.08 Uruguay: 56 Rinder durch Blitzschlag in Weidezaun getötet (Reuters-Meldung) 05.08.08 Waldbrand: zwei Kameraden auf dem Weg zur Brandstelle durch Stromschlag verunglückt
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| Themengruppe: | LandwirtschaftEinsatzunfälle |
1. Feuerwehrangehöriger (geschlechtsneutral)
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4. Feuerwehranwärter (Bayern)
Hallo,
Geschrieben von Matthias Ott
Ich hab mir bis eben gar nicht vorstellen können dass ein normaler Weidezau solche Spannungen dauerhaft abkann ohne dabei irgendwie Schaden zu nehmen.
Warum sollte er nicht?
Weidezäune arbeiten mit Spannungen zwischen 2 ... 10kV. Natürlich mit hohen Innenwiderstand der Quelle und kurzen Impulsen, damit die el. Arbeit (J = Ws) nicht zu groß wird. Das ist aber für die Tierarten begrenzt.
Zum weiteren haben auch Fernseher heute Anodenspannungen an der Bildröhre von 25kV und unser Zündanlagen im Auto begnügen sich auch nicht mit sehr viel weniger. Trotzdem sieht man nirgends armdicke und ellenbogenlange Isolatoren?
Es ist schon viel Richtiges, aber auch Unsinniges hier geschrieben worden. Leider kennt die VDE 0132 (also unsere "Brandbekämpfung in E-Technischen Anlagen") nur Nieder- und Hochspannung.
Die elektrische Welt ist aber komplexer. So unterscheidet die VDE 0105 schon viel differenzierter.
Und billigt der Fachkraft, welche die betroffene Spannungsebene erkennen sollte, größere Annäherung und Handlungen zu.
Z.B. wird (heute!) in der VDE 0132 bei Hochspannung eine Annäherung wegen des Spannungstrichters bis max. 20m erlaubt. Die 0105 kennt noch die 10m bis 30kV. Und sogar weniger ist unter Beachtung des Grundes und des Isolationsvermögen des Schuhwerkes möglich.
Abschaltproblematik: 220 und 380kV-Systeme gelten sternpunktseitig als geerdet. Hier gibt es Fehlerstrom-und Kurzschlußerkennungssysteme. Ist hier auch besonders wichtig, da diese Leitungen große Flächen bedienen und natürlich auch anfälliger für innere und äußere Blitzentladungen sind.
Die Mittelspannungssysteme (in D fast nur 10 und 20kV) haben wegen ihrer nur lokalen Bedeutung eher einfache Absicherungen und müssen ggf. per Hand abgeschaltet werden.
Die 110kV muß man beiden zuordnen und sind so mit besonderer Vorsicht zu genießen. Der Fachmann erkennt an den Stabisolatoren i.d.R. die Spannungsebene.
Lichtbogenspringweite:
Allgemein geht man von 30kV/cm aus (DC oder AC bis 100Hz). Allerdings sind gezündete Lichtbögen wegen der Ionisierung des Gases (Luft) erst bei viel größeren Abständen auch wieder löschbar. Viele Effekte spielen da noch mit rein.
So können auch Weidegeräte schöne kleine Lichtbögen gegen Grashalme erzeugen (dU/dt), Spannung ist ja auch gar nicht so klein s.o.
Geschrieben von Markus Weber
Er wird vermutlich nicht die ganzen 20kV aufgenommen haben. Ich habe keine Ahnung, aber je nach Weide kann das auch ein Stacheldraht mit 2x3,5² (zwei zur Litze verdrehte Drähte) sein. Wie lange der welche Spannung aushält kann
Doch, doch muß er wenn das Leiterseil aufliegt. Nur wird das dem Weidezaun noch nicht Schweißperlen auf die (Isolatoren)Stirn treiben, weil der in "dem Bereich" betriebsmäßig auch noch fast sicher isoliert sein muß.
Aber es wird davor und dahinter weitere Erdberührungen geben, welche Strom gegen Erde abgeben.
Den FA ist hier (wäre es sogar hilfreich gewesen, nur wie gut...) wenn es einen Spannungstrichter zur Potentialanhebung gegeben hätte...
Nein das ist zu theoretisch.
Man kann Hochspannungsdurchströmungen überleben, wenn diese kurz sind, d.h. wenn die Muskelkontraktion nicht das Lösen von dem Potential verhindert. Es gibt sogar Fälle, wo Extremitäten z.T. verbrannt sind (Stromwärme) aber das Leben erhalten wurde, während es mit AC bei geringen Strömen viel mehr Fälle mit tödlichen Ausgang gibt ( nichtresevibles Flimmern).
Geschrieben von Markus Weber
Ich wäre an der Stelle auch gestorben...
Hier gebe ich Dir soweit Recht, das diese Situation (wie beschrieben) wohl kein "irdischer" Mensch in der Praxis erkennen kann. Sterben muß man deshalb nicht zwangsläufig.
mkg hwk
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| | 04.08.2008 10:15 |
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., Schönewalde |
| | 04.08.2008 11:55 |
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Dani7el 7W., Schwäbisch Gmünd |
| | 04.08.2008 12:00 |
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., Westerwald | |