| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | Nebenschlussverfahren zur Schaumherstellung | 39 Beiträge |
| Autor | Thor8ben8 G.8, Leese <-> OS / Niedersachsen | 511974 |
| Datum | 30.09.2008 23:29 MSG-Nr: [ 511974 ] | 9111 x gelesen |
Wasserversorgung
Moin,
Geschrieben von Michael Wulf
Kann mich mal einer unserer Inschenieure aufklären? Ich stelle mir das gerade so vor:
Wenn der Druck in der Zuleitung Hydrant-Sammelstück geringer ist, als die Differenz aus Ausgangsdruck und Druckverlust im Zumischer, wird doch durch die Klappe im Sammelstück die Frischwasserzuführung bzw. im umgekehrten Fall die Wasser-Schaum-Gemischzuführung unterbunden.
Richtig. Nehmen wir mal an, die Speiseleitung het einen größeren Druck. Klappe verschließt zumischerseitigen Eingang. Strömung durch Zumischer folglich Null. Druckverlust durch Zumischer dann ebenfalls Null. Somit Pumpenausgangsdruck = Zumischereingangsdruck = Sammelstückstutzendruck (auf der Zumischerseite) und der wiederum muss kleiner sein als der Druck aus der Speiseleitung, damit die Klappe geschlossen bleibt. Wenn Klappe zumiscchersetig zu, gilt Speiseleitungsruck = Pumpeneingangsdruck. Mit dem Satz zuvor komtm man auf Pumpenausgangsdruck muss kleiner als Pumpeneingangsdruck sein - nicht ganz der übliche Betriebspunkt einer Pumpe ;o)
Andersherum betrachtet - Überdruck im Pumpe-Zumischer-Kreis auch Pumpeneingang = Sammelstückseitig größer als Druck der Speiseleitung, sonst wäre die Klappe nicht vor die Speiseleitung gedrückt. Überdruck im Pumpeneingang bedeutet (um den Druckverlust des Z4) höheren Druck am Pumpenausgang. sobald da irgednwo ein Rohr offen ist, strömt dort Wasser aus. Da aus der geschlossenen Sepeiseleitung erstmal nix nachströmt, sinkt der Druck im Pumpe-Zumischerkreis rapide ab, bis er unter den Speiseleitungsdruck fällt und aus dieser die Klappe wieder aufdrückt.
Geschrieben von Michael Wulf
Gibt es gar ansonsten einen Zwischenzustand (halboffene Klappe o.ä.)?
Der wird sich ganz automatisch einstellen...
Verbleibendes Problem: Um die Wassermenge X durch den Zumischer zu drücken, muss am Z.eingang = Pumpenausgang ein Überdruck von y bar herrschen. Die Druckdifferenz zwischen Ein- udn Ausgangsseite des Zumischers ist hier für den Durchfluss entscheident. Heißt also, wenn man aus der WV schon mit 5 bar in die Pumpe geht, braucht man einen um 4 bar höheren Pumpenausgangsdruck, als wenn es mit 1 bar in die Pumpe hineinplätschert, um den gleichen Durchfluss zu erzielen. Weiterer Aspekt ist, dass man letztlich nicht eine Wassermenge durch den Zumischer drücken muss, sondern darüber einen Sog am Schaummittelstutzen erreichen will. Je höher nun der Druck am Zumischerausgang - dieses mal nun gegen den Schaummittelstutze = Umgebungsdruck - ist, umso schlechter wird Schaummittel von außen angesaugt bzw. um so größer müssen Durchfluss und damit Druckdifferenz zwischen Zumischer-Ein- und -Ausgang sein. Das ist nix anderes als die normale Gegendruckempfindlichkeit. Dort drückt ja auch der Schlauchinhalt gegen die Umgebung. Hebt man nun durch zu großen Druck in der Speiseleitung und damit Pumpeneingang und damit auch Zumischerausgang den "Gegendruck" zu sehr an, so hat man das Gegendruckproblem auch beim Nebenschlussverfahren. Nur liegt es dort nicht in der Leitung zum Strahlrohr begründet und kann relativ einfach durch Drosseln der WV-Leistung (notfalls am Standrohr den Abgang etwas zudrehen) und/oder Druckbegrenzungsventil vor der Pumpe behoben werden.
Gruß,
Thorben
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