Geschrieben von Anton K.Ich persönlich habe noch keinen Fendt gesehen, der mit 80 km/h fuhr. MAN habe ich schon mit über 100 km/h gefahren. Wenn du aber solche Niederdruckreifen auf einen schnellen LKW dranmontierst, dann gibt´s beim Fahren in der Kurve bestimmt große Probleme.
Richtig, der Fendt hat Reifen, mit denen Du auch auf der Straße mit 1,5 bar fährst, und das dann entsprechend langsam. Auf den MAN ziehst Du 4x 14.00R20 auf, und sorgst bei der Gewichtsbilanz dafür, daß Du 6,5t vorn und 6,5t hinten hast (zumindest näherungsweise). Zwar darfst Du 10t auf die Hinterachse laden, wenn Du die Reifen auf 7,5 bar aufbläst, das nützt Dir im Gelände aber überhaupt nichts, Du wirst elendiglich verrecken mit Deinem tollen Allrad Single.
Mit 6,5t oder einem kleinen bißchen mehr bläst Du ihn auf 5 bar auf, und damit darfst Du dann getrost 100 km/h fahren. Für Schotterwege mit VMax 65 km/h erlaubt Dir Michelin die Reduktion auf 2,8 bar. Und für Sand oder Schlamm mit Vmax 20 km/h gibt der Hersteller 1,4 bar frei. Mit 1,4 bar bist Du dann ziemlich exakt beim Ackerschlepperreifendruck angekommen, und hast außerdem eine schön laaaange Aufstandsfläche des Reifens mit vielen Griffkanten.
Geschrieben von Anton K.Und wer füllt die Reifen dann wieder auf?
Rein theoretisch macht man die Reifendruckregelung wie beim MAN HX oder SX, das kann man kaufen, möchte eine Feuerwehr aber vermutlich nicht bezahlen (so ganz ohne olivgrünen Etat). Die zweitbeste Lösung kannst Du bei skandinavischen Holzkutschern, oder auch hier aus der Nähe bewundern. Die drittbeste Lösung sind voreingestellte Ventilaufsetzer, aufschrauben, weiterfahren, Druck wird während der Fahrt auf die Voreinstellung abgesenkt. Und für's Vollmachen hast Du Dein LF ja mit zwei Reifenfüllschläuchen ausgeschrieben. ;-)
Geschrieben von Anton K.Aus der Praxis (bei Baumaschinen) kann ich sagen: Eine Maschine, die alles kann, kann nichts richtig. Wenn, dann braucht man für jede Gelgenheit eine spezielle Maschine (Fahrzeug)
Ein LKW auf 14.00R20 fährt auf der Straße, insbesondere in Kurven, schlechter als ein LKW mit Straßenbereifung. Aber durchaus annehmbar. (Sofern wir nicht über ein LF mit völlig überladener Hinterachse reden.)
Übrigens findet man gerade bei den Baumaschinenleuten genau die gleiche Lösung, sobald sie nicht auf die Baustelle, sondern wirklich in's Gelände müssen. Okay, das sind XZL 16.00R20, aber der TGS ist ja auch schwerer.
Beste Grüße
Hans-Joachim
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