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RubrikEinsatz zurück
ThemaSchweres Zugunglück in Spanien33 Beiträge
AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg768606
Datum26.07.2013 14:28      MSG-Nr: [ 768606 ]4133 x gelesen
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  • 25.07.13 Video vom Unfall

  • Geschrieben von Markus M.Liegt es tatsächlich "nur" an der geschichtlichen Entwicklung des Brandschutzes der Länder?

    Nein. Die geschichtliche Entwicklung des Brandschutzes ist eine Folge von geschichtlichen Entwicklungen eines Landes und seiner Gesellschaft.

    Geschrieben von Markus M.Ist die Gesetzeslage und damit Vorgaben diesbezüglich so anders?

    Unsere deutsche Gesetzeslage hat m.E. nichts anderes gemacht, als den irgend wann bestehenden status quo (nämlich dass es fast überall eine FF gab) gesetzlich abzubilden. Auch wenn das ursprüngliche Feuerlöschwesen Vereinscharakter hatte und tlw. dem Turnerwesen entsprungen ist. Man hatte einfach erkannt, dass das System FF zur damaligen Zeit Sinn gemacht hat und es "verstaatlicht". Diese Entwicklung sieht man ja heute noch z.B. im bayerischen Feuerwehrgesetz gedruckt.


    Geschrieben von Markus M.Ist es mehr die Mentalität und/oder Disziplien in den Ländern?

    Jein. Es ist eine Frage der Möglichkeiten und der Mentalität. In D hat sich zum einen die Industrialisierung so ausgewirkt, dass sukzessive ein nicht unerheblicher Wohlstand entstanden ist. Den galt es zu schützen. Dazu kommt, dass wir es uns schlicht auch technisch leisten konnten. Denn während in D durch die Industrialisierung der Wohlstand wuchst nahm er in anderen Ländern in der Nachkolonialzeit ab. z.B. Spanien ohne Armada und überseeische Kolonien war dann eben auf Dauer kein Erfolgsmodell...



    Geschrieben von Markus M.Ist die Ausrüstung und Taktik tatsächlich so unterschiedlich, dass woanders mit weniger Kräften der gleich Erfolg erzielt wird?

    Der gleiche Erfolg sicherlich nicht immer. Die Frage ist, ob die Kosten die bei uns für den zusätzlichen Erfolg aufgewandt werden in einem sinnvollen Verhältnis zum zusätzlichen Erfolg stehen. Sozusagen Grenzkosten/ Grenznutzen.


    Geschrieben von Markus M.Sollte man sich dann in Anbetracht schwindender Mitgliederzahlen an diesen Strukturen und Taktiken zukunftsweisend orientieren?

    Diese Strukturen zeigen zumindest schon mal auf was in bestimmten Situationen/ Veränderungen die Folge ist.


    Geschrieben von Markus M.Oder, geben sich andere Länder mit weniger Hilfe und evtl. schlimmeren Folgen (wenn´s die dann tatsächlich gibt) zufrieden?

    s.o. Für wie viel % der Lagen reicht diese Regelvorhaltung. Und wie oft reicht sie nicht? Was sind die Folgen von "reicht nicht" und sind diese Folgen aus gesellschaftlicher Sicht akzeptabel. Diese Rechnung will nur keiner aufmachen.

    Das ist wie mit dem Hochwasser. Was kosten die Schutzmaßnahmen, was bringen sie und was ist die Schadenshöhe, wenn ich sie nicht durchführe und akzeptiere ich dieses Risiko. Das ist wie mit der Vollkaskoversicherung fürs Auto. Irgend wann kommt der Zeitpunkt, wo es sich nicht mehr rechnet diese Prämie zu bezahlen. Wenns aber einen Tag nach der Kündigung rumpelt ärgerst Du Dich trotzdem. Wenns 10 Jahre später ist ärgerst Du Dich auch, weil Du was was neues kaufen mußt, kannst aber gegenrechnen, was Du an Prämien in der Zeit gespart hast.


    Geschrieben von Markus M.Oder werden in Deutschland immer so viele Hilfskräfte mobilisiert weil sie einfach momentan noch da sind?

    Richtig. Vergleiche die Diskussionen hier
    - wenn man alarmiert ist muss man auch ausrücken dürfen
    - wenn die Sitzplätze auf den Autos nicht für alle reichen, dann fährt man mit Privat-PKW (und damit meine ich nicht die 3 Mann beim TSF)
    - Objekte kann man nicht einfach aufgeben (und das ggf. vorher ankündigen), sondern baut eine Einsatzorganisation auf, die dann eine Spirale ergibt.
    - Ab dem 2. Zug brauche ich eine FüKomponente Stufe C (ELW1). Ich brauche dann die WV lange Wege, dann brauche ich eine Versorgungskomponente, Verpflegung,.... Wenn ich nach dme 1. Zug sage "sorry, das brennt jetzt eben ab, 1 LF bleibt zur Kontrolle da", dann will das keiner entscheiden und aushalten.
    - Man findet ganz tolle Lösungen für Partialprobleme. mein Lieblingsbeispiel: Dekon-V. Wer schwerstverletzt ist und kontaminiert ist, da würde ich sagen "Entweder er überlebt so lange bis alle nicht kontaminierten Verletzten versorgt und an nur kontaminierten Unverletzten dekontaminiert sind und wir schauen dann was noch zu tun ist, oder es war eben Pech". Bei einer solchen Lage alle 10 Schaltjahre pro Landkreis - wenn überhaupt.

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau

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