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RubrikEinsatz zurück
ThemaSchweres Zugunglück in Spanien   33 Beiträge
AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen768644
Datum27.07.2013 12:26      MSG-Nr: [ 768644 ]3902 x gelesen
Infos:
  • 25.07.13 Video vom Unfall

  • Hallo,

    geschrieben von Marcus M.:
    Hier kam u.a. der Hinweis auf die vergangene Diskussion ob für einen Lagerhallenbrand tatsächlich 500 FM notwendig sind, und dass solche Einsätze in anderen Ländern sicher mit einem geringeren Kräfteansatz abgearbeitet werden.
    Das eine ist das eine Extrem - 500 FM. Das andere ist das andere Extrem - über den Daumen zunächst etwas wie zwei, maximal drei Staffeln bei so einem Einsatz wie diesem Zugunglück.


    Ich will auch gar nicht über Vor- und Nachteile von viel oder wenig Einsatzkräften sprechen, denn offensichtlich bekommen andere Länder die Lagen auch in den Griff.
    Nein, das ist wiederum eine Fehlannahme! In den Diskussionen um die verschiedenen "Feuerwehr-Systeme" wird oft kolpotiert "andere Länder sind auch noch nicht abgebrannt". Das ist schlicht zum Teil Unsinn! Wenn z.B. Dein Häuschen auf dem platten Land brennt, brennt es sowohl in Spanien als auch z.B. in Norwegen absehbar ganz schlicht und ergreifend ab! Und in anderen Ländern brennen auch mal, noch heute, ganze Viertel von Städten ab, auch mit den entsprechenden Opferzahlen. Steht hier nur kaum im medialen Fokus, wenn sich das ganze z.B. in einem Dritte Welt Land in Afrika ereignet.

    Von den / Deinen Einzelfragen, von denen ja einige auch schon von anderen beantwortet wurden, mal einige herausgepickt:

    Sind wir in Deutschland weniger Risikofreudig und setzen mehr auf "viel hilft viel" und haben gerne eine Reserve in der Hinterhand?
    Ich würde mal sagen, wir schützen einfach hier in Deutschland unsere Sachwerte ganz gerne und wirkungsvoll. Wir gehen davon aus, daß wann immer möglich der Versuch unternommen wird, Menschenleben zu retten. Und wir sind insofern dabei nicht risikofreundlich, als wir zum Beispiel truppweise vorgehen, Rettungstrupps bereitstellen usw. - muß nämlich auch nicht unbedigt, geht auch ohne, daß draußen noch wer bereit steht, zwei Leute am Rohr sind usw. - und wird auch in vielen Ländern (zwangsläufig) so praktiziert.


    Ist die Ausrüstung und Taktik tatsächlich so unterschiedlich, dass woanders mit weniger Kräften der gleich Erfolg erzielt wird?
    Nochmal, siehe oben, Fehlannahme. Zwangläufig sind mit 6 FA, die nach 30 min vor Ort sind, nicht die "gleichen Erfolge" zu erzielen. Die Zielsetzung ist dann mitunter (nur noch) eine ganz andere.


    Sollte man sich dann in Anbetracht schwindender Mitgliederzahlen an diesen Strukturen und Taktiken zukunftsweisend orientieren?
    Nein. Ich zumindest würde das nicht wollen, eine mögliche Folge - "Selbstschutz-Truppen /-Bürgerinitiativen" - wurde hier erst neulich skizziert und der übrwiegende Teil der Bevölkerung, der den nicht grade niedrigen, aktuellen Standard gewohnt ist, würde wohl auch etwas sparsam gucken.


    Oder, geben sich andere Länder mit weniger Hilfe und evtl. schlimmeren Folgen (wenn´s die dann tatsächlich gibt) zufrieden?
    Ja, durchaus. Sieh auch oben.


    Tut mir leid, wenn ich vielleicht so viele dumme Frage auf einmal stelle, [...] ist mir dies bei der Betrachtung der Videos tatsächlich zum ersten mal wirklich bewusst aufgefallen.
    Das sind keine dummen Fragen! Ganz im Gegenteil, vielleicht wird einigen anhand der Fragen und Bilder hier endlich mal klar, was sie da mitunter anregen oder fordern. Ich habe nämlich mitunter den Eindruck, etlichen ist das nicht so wirklich klar...


    Gruß

    Daniel

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