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Feuerwehrdienstvorschrift
Einsatzleitwagen
RubrikEinsatz zurück
ThemaTaktik Einsatzlage Harthausen, WAR: 16 verletzte FA nach Explosion bei   72 Beiträge
AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP773877
Datum30.09.2013 15:21      MSG-Nr: [ 773877 ]24352 x gelesen
Infos:
  • 30.09.13 Leseprobe des genannten Einsatzleiterhandbuchs zum Flüssiggas bei Google Books
  • 30.09.13 This CSB Safety Video illustrates the findings from a number of CSB accident investigations on preparing for and responding to chemical disasters.

  • Geschrieben von Christian F.Und wenn ich da dann einen brennenden Flüssiggas-Lkw bei der Erkundung erkenne, dann ist da nix mehr mit gergeltem Angriff nach FwDV 3. Ein Blick in mein Einsatzleitertaschenbuch sagt mir dann die Sichewrheitsabstände und ein paar Tips. Dazu der Einsatzplan. Dann ist Absperren angesagt. Und ggf. ein ranarbeiten einer kleinen Besatzung für Werfereinsatz unter Deckung (wobei Deckung relativ ist, wenn sich ein Flüssiggas-Lkw zerlegt).Ich bin selber ein regelmäßiger Nutzer des Einsatzleitertaschenbuchs, habe auf Erstangreifer und ELW eins liegen. Aber so einfach wie du das darstellst ist es auch damit nicht. Zum Thema Flüssiggas sagt mir das Buch u.a. folgendes:
    • "BLEVE"!
    • Umgebungsbrand mit allen Mitteln bekämpfen!
    • Bei Umgebungsbrand und Gasbrand aus dem Überdruckventil => Rückzug
    • Behälter können bereits nach 10 Minuten Brandeinwirkung bersten! Behälter, insbesondere die Oberseite, massiv kühlen!
    • Bei Straßentankwagen:
      • Volumen ca. 5-12m³
      • Abstand für Einsatzkräfte: 300m
      • Abstand für andere Personen: 1.000m
      • Kühlwasserbedarf 1200l/min

    Und unter den Abständen (die im Übrigen für Eisenbahnkesselwagen mit 50-110m³ in der gleichen Größe angegeben sind, für Speicheranlagen (Firmengelände?) bei den Einsatzkräften sogar auf 200m reduziert sind, obwohl für andere Personen auf 1.500m hochgesetzt) der explizite Hinweis, dass diese zum Instellungbringen von Wasserwerfern und zur Menschenrettung kurzzeitig zu unterschreiten sind. Nehme ich das jetzt mal in Relation zu den aus Harthausen bekannt gegebenen Zahlen/Rahmenbedingungen würde es also auch bei perfekter Beherzigung aller Fischercher Einsatztheorie kaum zu einer Verhinderung der dort eingetretenen Folgen für die Einsatzkräfte kommen. Denn die Feuerwehrangehörigen wurden kurz nach Eintreffen von der ersten Explosion verletzt, da war noch nix mit Totalschaden und Pulm. Und die genannten Abstände hätten deren Gefährdung auch noch längst nicht ausgeschlossen.

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
    Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
    (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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    Geändert von Sebastian K. [30.09.13 15:22] Grund: = nur für angemeldete User sichtbar =

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