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RubrikEinsatz zurück
ThemaWeltkriegsbombe bei Bauarbeiten explodiert52 Beiträge
AutorJens8 E.8, Göttingen / Nds780408
Datum07.01.2014 15:22      MSG-Nr: [ 780408 ]14203 x gelesen
Infos:
  • 07.01.14 Experte Rolf Vogelbacher: "Jedes Kampfmittel ist gefährlich"
  • 03.01.14 Bildergalerie Bombenexplosion Euskirchen
  • 03.01.14 Kölner Stadtanzeiger

  • Geschrieben von Christian F.Es war noch nicht bei der eigentlichen Entschärfung, sondern bei der Vorbereitung. Wenn dann ein Säurezünder verbaut ist, dann weißt Du nie, wann was passiert...

    Wem sagst du das. Kurz vorher (am 01.06.2010) gab es an genau dem gleichen Ort bereits eine erfolgreiche Entschärfung.

    Geschrieben von Einsatzarchiv of-grone.de Bombenentschärfung am Schützenplatz
    Neben der Berufsfeuerwehr, zahlreichen Einsatzkräften von Rettungsdiensten und technischen Hilfswerk waren alle 13 Ortsfeuerwehren den Abend des 27.05.2010 bis in den Morgen des 28.05.2010 im Einsatz, um ein 1000 Meter großes Sperrgebiet rund um die Fundstelle einer 10 Zentner-Bombe zu errichten. Es handelte sich um eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg mit Langzeitsäurezünder, welche bei Bauarbeiten am Göttinger Schützenplatz entdeckt wurde. Der Vollalarm für alle Feuewehren im Stadtgebiet wurden gegen 18:30 Uhr ausgelöst.
    Die Bevölkerung im betroffenen Gebiet wurde mit Lautsprecherdurchsagen aus Fahrzeugen und einem Hubschrauber sowie direkten Ansprachen aufgefordert, sich außerhalb des Sperrkreises zu begeben. Für die Bewohner waren in der Heinrich-Heine-Schule, im Max-Planck-Gymnasium und in der Stadthalle Betreuungsstationen eingerichtet worden, Sonderbusse der Stadtwerke Göttingen fuhren die Bewohner von den öffentlichen Bushaltestellen zu den Sammelstellen.
    Organisiert und geleitet wurde der Einsatz von der Technischen Einsatzleitung (TEL) bei der Berufsfeuerwehr Göttingen. Insgesamt waren ca. 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Technischen Hilfswerk, Polizei und Ordnungsamt im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Entschärfung der Bombe war gegen 00:50 Uhr erfolgreich beendet, kurz danach konnten die Evakuierten wieder in ihre Häuser zurückkehren.
    Die Ortsfeuerwehr Grone war mit beiden Löschgruppenfahrzeugen im Einsatz.


    dann der Schockeinsatz
    Geschrieben von Einsatzarchiv of-grone.de Erneute Evakuierung nach 2. Bombenfund
    Nach der Identifizierung einer weiteren Bombe mit Säurezünder aus dem 2. Weltkrieg wurde am 01.06.2010 ab 20:00 Uhr erneut ein 1000m großer Sperrbereich rund um den Schützenplatz Göttingen eingerichtet, der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen wurde zur Entschärfung des Blindgängers eingesetzt. Die Evakuierungsmaßnahmen starteten um 19:00 Uhr, zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Notunterkünfte Heinrich-Heine-Schule sowie das Max-Planck-Gymnasium geöffnet.

    Die Evakuierung verlief - bedingt durch die Vorlaufzeit - flüssiger als bei dem ersten Bombenfund wenige Tage zuvor, bis es zu es zu einem tragischen Unglück kam: noch vor Abschluss der Evakuierung der betroffenen Wohngebiete explodierte der Blindgänger vollkommen unkontrolliert. Die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigunsdienstes waren zu diesem Zeitpunkt mit Vorbereitungen zur Bombenentschärfung in direkter Nähe des Blindgängers eingesetzt. Durch die Explosion wurden 3 Personen sofort getötet und 6 weitere verletzt, 2 davon schwer.

    Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der ums Leben gekommenen Polizeibeamten.


    Gruß Jens

    PS
    Nach dem ersten Einsatz gab es Stimmen à la "ist der ganze Aufwand gerechtfertigt?", "passiert doch eh nichts!", "warum so ein großes Gebiet?" etc...
    Wenn man vorher wüsste, dass alles gut geht, dann war es wohl übertrieben - aber wer weiß das schon? Das Mädel aus dem Clip tat gut daran, das Haus zu verlassen...

    Gruß Jens

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