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RubrikEinsatz zurück
ThemaHochwassereinsatz: Kameraden fühlen sich von Gaffern verschaukelt    # 23 Beiträge
AutorFabi8an 8W., Braunschweig / Niedersachsen793536
Datum10.08.2014 15:53      MSG-Nr: [ 793536 ]4000 x gelesen

Insgesamt fand ich es bis hierher eine interessante Diskussion. Auch die Gesetzeslage wurde diskutiert. Nur frage ich mich, inwieweit wir wirklich entscheiden sollten und dürfen wem wir helfen.
Immerhin sind wir kein Fussballverein oder Kegelklub, der einfach sagen kann, dass sie gegen die gegnerische Mannschaft nicht antreten.

Wir sind eine staatliche Einrichtung, die einen eindeutigen Auftrag hat und durch den Staat aufgestellt und finanziert wird. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir größtenteils ehrenamtlich organisiert sind. Ich gehe nicht davon aus, dass wir uns aussuchen können, wem wir helfen und wem nicht. Wer sollte die Kriterien festlegen? Wir? Der Bürgermeister? Eine Partei?
Aus gutem Grunde sind in einer Demokratie die staatlichen Aufgaben geregelt. Insbesondere damit die staatlichen Organe (z.B. Polizei und Feuerwehr) nicht willkürlich agieren.

Hier hat die Feuerwehr der Person nicht geholfen, weil der Zühter im Vorfeld die Kameraden beleidigt hat, besoffen war und zugesehen hat. Das ist nicht schön, kommt aber durchaus vor. Im Rettungsdienst ist das tägliches Geschäft. Ich finde es spannend, dass der Einsatzleiter aus diesen Gründen entschieden hat, dass die Tiere sterben. Moralisch ist so eine Entscheidung schon verwerflich.

Dabei hätte die Fw zumindest bei der Tierrettung tätig werden müssen. Wäre der Tierschutz anwesend gewesen, dann hätte in dieser Lage der Einsatzleiter mit einer Anzeige rechnen müssen. Hier ist die Gesetzeslage eindeutig und die Tierschutzorganisationen sind dabei knallhart. Der finanzielle Schaden wäre in diesem Fall nebensächlich.

Bei der Feuerwehr sind wir zum Glück nicht bei Wünsch-Dir-Was. Wonach wird denn das nächste Mal entschieden? Ob er Mitglied oder Förderer der FF ist? Schwarz oder Weiß? Besoffen oder nüchtern? Unangenehm oder nett? Reich oder Arm? Assozial oder Mittelstand? Die richtige Partei gewählt hat?
Was wären die Kriterien?
Aus meiner Sicht hat sich die FF und der Bürgermeister hier ganz schön aufs Glatteis gewagt.

Parallelen kann man übrigens zur Polizei ziehen. Hier kann man sich auch nicht aussuchen, zu welcher Demo man geht.
Stuttgart 21 - Nö. Legitime Rechte Demo durchsetzen - Nö. Linke Demo durchsetzen - Vielleicht. Gorleben beschützen - Macht keinen Spass....

Nene, hier leben wir zum Glück in einem demokratischen Rechtsstaat. Da muss man als Behörde mit Sicherheitsaufgaben auch mal eine bittere Pille schlucken. Willkür hatten wir schon mal, dass ist weder uns noch unseren Nachbarn gut bekommen. Tut mir leid. Wir sind eine Behörde und haben daher den staatlichen Auftrag zu erfüllen. Alles was darüber hinaus geht ist verhandelbar.

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Geändert von Fabian W. [10.08.14 15:57] Grund: = nur für angemeldete User sichtbar =

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