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ThemaHFUK: PKW explodiert nach Verkehrsunfall - Erkenntnisse und Schlussfolgerungen61 Beiträge
AutorKlau8s K8., Twistringen / Niedersachsen798206
Datum06.11.2014 11:17      MSG-Nr: [ 798206 ]16109 x gelesen
Infos:
  • 06.11.14 Rastanlage Bayerischer Wald: Nach dem Tanken von Autogas: Pkw explodiert
  • 04.11.14 Infos über die Explosionsursache usw. zum tödlichen Verkehrsunfall in Rohlstorf
  • 04.11.14 HFUK: PKW explodiert nach Verkehrsunfall - Erkenntnisse und Schlussfolgerungen
  • 04.11.14 Von zehn verletzten Feuerwehrkameraden sind noch neun im Krankenhaus
  • 04.11.14 Gasauto explodiert - Fahrer tot, fünf Feuerwehrleute schwer verletzt - fünf Feuerwehrleute leicht verletzt

  • Hallo Ingo,
    Geschrieben von Ingo H.Auch bei einem gemeldeten VU PKlemm mit einem Gasfahrzeug käme ich aktuell je nach Wetterlage nicht auf die Idee meine gesamte Mannschaft mit voller Brandschutzkleidung loszuschicken

    Warum auch? Es gibt Sicherheitsmechanismen in solchen Fahrzeugen, die dafür sorgen das beim Erkennen eines Verkehrsunfalls entsprechende Ventile an LPG/CNG Tanks geschlossen werden, auch bei nachgerüsteten Fahrzeugen. Das ist der Standard und davon sollte man ausgehen. Bitte nicht davon ausgehen, dass immer Gas ausströmen wird. Evtl. wird bei einer abgerissenen Leitung eines LPG Fahrzeugs die vorhandene Flüssigphase vom Multiventil bis zum Verdampfer oder ähnl. austreten, das ist aber auch alles.

    Was in Bad Segeberg passiert ist, ist nicht der Standard und entsprach einfach gesagt "Murphys Gesetz". Allein die Tatsache, dass das Sicherheitsventil am LPG Tank nicht funktionierte, sagt glaube ich alles.

    Aber, wir müssen uns bewusst sein, dass immer etwas "schieflaufen" kann. Weiß der Fahrzeugführer auf dem Erstangriffsfahrzeug, das es sich um ein nachgerüstetes LPG Fahrzeug handelt (Hinweis von der Leitstelle), kann er er beim Eintreffen entsprechend reagieren. Auch dann, wenn die Trupps keine Überjacke und Überhosen mitführen. Beispielsweise

    - Entsprechende Fahrzeugaufstellung wählen
    - Wurfweite der Hohlstrahlrohe ausgenutzen! Schaummittel zumischen
    - Vorsichtige Annäherung mit wenig Personal
    - Ausnutzen der vorhandenen Schutzkleidung wie z. B. Atemschutzmasken und Flammschutzhauben für den vorgehenden Trupp,
    - TLF Nachforderung (soweit nicht bereits in der AAO vorgesehen)
    - etc.

    Alternative Fahrzeuge sind sicher und entsprechende Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür das das auch funktioniert. Nur, wir als Feuerwehr müssen uns damit beschäftigen, wie solche Fahrzeuge aufgebaut und wie sie sich bei bestimmten Schadensereignissen verhalten. Nagelplattenbinder kennt jeder, ist auch gut so. Mich würde ja mal interessieren, wer denn die Sicherheitseinrichtungen an PKW und LKW kennt und wie die sich bei einen Verkehrsunfall verhalten?

    Wir können eben nicht für alle Eventualitäten Ausrüstung mitführen, aber wir können bei Erkennen entsprechender Gefahren reagieren. Und das fängt halt mit der Kennzeichenabfrage in der Leitstelle an!

    Viele Grüße
    Klaus

    Wer alles verschiebt ist noch lange nicht zukunftsorientiert und Abwasser ist ein Thema, das unbedingt geklärt werden muß.

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