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| Rubrik | Freiw. Feuerwehr | zurück | ||
| Thema | komisches (?) Konzept um Eintreffzeiten zu minimieren #
| 63 Beiträge | ||
| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 805304 | ||
| Datum | 09.03.2015 13:43 MSG-Nr: [ 805304 ] | 16851 x gelesen | ||
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Geschrieben von Jürgen M. In einem Fall hätten vier dieser KEF-Kräfte einem Wohnungsinhaber in Bünde das Leben gerettet, noch bevor die hauptamtlich besetzten Feuerwehrfahrzeuge vor Ort waren. Das zeige die Leistungsfähigkeit,Das ist ein seltsamer Trugschluss. Natürlich kann es Fälle geben, in denen man auch ohne die große rote Werkzeugkiste wirksame Hilfe bis hin zur Menschenrettung leisten kann. Das kann dann ein auf die große rote Kiste wartender Feuerwehrmann (oder vier davon) sein, es waren in der Vergangenheit aber auch schon Passanten, Nachbarn, rüstige Omas, Kinder, Haustiere, Polizisten... Und es gibt bei solchen Hilfeleistungen natürlich auch immer drei Möglichkeiten: 1. Es funktioniert. Ohne großes Brimborium, ohne Medieninteresse, ohne besonderen Aufwand. Mal klingeln, mal aus dem Fenster helfen... 2. Es funktioniert. Klamotten ruiniert, rußverschmiert, ein bisschen Husten, aber im großen und ganzen alles wunderbar, und die lokalen/regionalen Medien krönen einen Helden. 3. Die große rote Werkzeugkiste kommt, und hat plötzlich mehr Arbeit als eigentlich gedacht, weil Alternative 1 unmöglich war, und Alternative 2 ganz fulminant in die Hose gegangen ist. Ob die KEF-Teilnehmer hier etwas mehr Fingerspitzengefühl haben, um Alternative 3 ausschließen zu können, sei mal dahingestellt. Aber ein solcher Einsatz taugt wohl kaum als Positivbeispiel für eben dieses System. In einem Fall konnte durch die KEF-Leute, im Zusammenspiel mit dem HA-LF, ein mustergültiger Einsatz bei einem Wohnungsbrand gefahren werden, der eine erfolgreiche Menschenrettung beinhaltete, die mit einem von der Wache nachrückenden Ergänzungs-LF aufgrund der Entfernungen/Fahrzeiten so wahrscheinlich/vielleicht nicht möglich gewesen wäre. So wäre ein Werbung für das "KEF-System" denkbar. Aber nicht mit einem Fall, wo 4 Leute ohne Feuerwehrausstattung (bzw. nur PSA) ausgereicht haben. "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | ||||
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