| Rubrik | Kommunikationstechnik |
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| Thema | SES: Satellitennetz für Katastrophen- und Kriegsfall einsetzen | 10 Beiträge |
| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 877505 |
| Datum | 10.07.2022 13:47 MSG-Nr: [ 877505 ] | 633 x gelesen |
Basisstation (Digitalfunk)
Basisstation (Digitalfunk)
Basisstation (Digitalfunk)
Hallo,
aber nochmal: Wir werden keine 100%-Lösung finden, die für alle Fälle funktioniert. Wir brauchen mehrere Lösungen, die sich gegenseitig ergänzen und so viel wie möglich abdecken.
Im Ahrtal hat man es doch gesehen:
Die Festnetz-Vermittlungsstellen waren zu einem Großteil abgesoffen. Damit funktionierte auch das Mobilfunknetz an vielen Orten nicht mehr, da auch die Anbindung der Mobilfunkstandorte zu einem großen Teil per Draht (damit mache ich jetzt keinen Unterschied ob Kupfer oder Glasfaser) angeschlossen waren. Noch dazu brachten es ja die Mobilfunkbetreiber selbst in dieser Notlage nicht hin, gegenseitig ihre Netze für andere freizuschalten. Mit einer ausländischen SIM im Smartphone hätte man da zumindest wo ein Netz noch funktioniert, Empfang gehabt.
Auch der BOS-Digitalfunk war dort dementsprechend betroffen. Da man in RLP im Gegensatz zu anderen Bundesländern nur eine Drahtanbindung der Basisstationen realisiert hat und die über das Festnetz läuft, war die Anbindung auch weg. Sowohl Notstromversorgung als auch Betrieb der BS an sich waren nicht das Problem. Nur leider bringt einem die Rückfallebene (lokaler Betrieb) in solch einer Lage quasi nichts. Die angebliche Ringanbindung zur Ausfallsicherheit ist auch eher ein Witz, zwar wird aus elektrischer Sicht eine Ringanbindung realisiert, physikalisch ist es aber eher eine Sternanbindung. Die angemieteten 2 Stränge gehen üblicherweise durch ein Kabel, das habe ich auch in unserer Gegend schon mehrfach bei Bauarbeiten erlebt. Ein Bagger hat das Telekom-Kabel erwischt, die Basisstation in ein paar km Entfernung war tot. Bei echter Ringanbindung hätte das nicht sein dürfen. Hier muss aber neben einer Draht/Glasfaseranbindung noch ein 2. unabhängiger Anbindungsweg dazu. Entweder per Richtfunk oder per Satanbindung. Auch die Vorhaltung mobiler BS war nicht der Bringer, die kamen erst nach einer Woche und man band für die paar ausgefallenen BS im Schadensgebiet einen Großteil der überhaupt bundesweit verfügbaren mobilen BS. Manche Länder haben ja erst gar keine, so auch RLP.
Zumindest für solche lokal begrenzten Ereignisse kommt man mit Sat-Internet bzw. Sat-Telefon schon recht weit.
Gruß,
Michael
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