Guten Tag
Geschrieben von Ulrich C.
Fw kann in jedem Fall in ausgedehnten Totholzgebieten nicht löschen, weil schilcht lebensgefährlich...
Das ist klar; aber alles Totholz aus den Wäldern zu schaffen ist auch nicht zu schaffen. Im aktuellen " FeuerwehrMagazin " geht man im Artikel "Totholz Bremse oder Brandbeschleuniger?" auf die Thematik, dort schlagen Forstwissenschafter vor den Wald diesbezüglich in verschiedene Zonen einzuteilen. Man fordert da ein aktives Management für Totholz überall wo Siedlungen und kritische Infrastrukturen direkt an den Wald heranreichen, oder beispielsweise um Grillstellen, Parkplätzen, Waldkindergärten oder stark frequentierten Wegen herum. Dabei sollen häufig relativ schmale Zonen von 10 bis 30 Meter reichen um zu einer substanziellen Minderung der Brandgefahr oder Ausbreitungsgeschwindigkeit zu kommen. Interessant auch ein Interview im " BUNDmagazin 3/23 " ( S. 18 ) mit dem Feuerökologen und Forstwissenschaftler Alexander Held:
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Im Beelitzer Stadtwald brannten voriges Jahr 200 Hektar. Ein Großteil des übriggebliebenen Totholzes wurde entfernt.
Welche Rolle spielt Totholz bei Bränden?
Anders als bei einem Brand 2019 hat man dort zumindest nicht wieder versucht, mit Kiefern aufzuforsten, sondern weite Bereiche der Naturverjüngung überlassen. Ganz schnell eine Brandfläche abräumen und das pflanzen, was vorher da war, das
ist typisch deutsch. Um einen naturnahen, stabileren Wald zu bekommen, brauchen wir gerade auf mageren Böden wie in Brandenburg reichlich Totholz. Es schützt vor Verbiss, speichert Wasser und sorgt für Schatten und ein günstiges Mikroklima. Fachlich ist ganz unstrittig, dass wir im Wald mehr Totholz und den natürlichen Kreislauf der Nährstoffe zulassen müssen. Das gilt auch für Brandflächen. Verringern würde ich nur das dünne, leicht brennbare Totholz entlang von Waldwegen, die als Schutz streifen dienen sollen und im Notfall von der Feuerwehr befahren werden.
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Gruß aus der Kurpfalz
Bernhard
" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"
(Heinrich Heine)
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