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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Gefahr durch Ertrinken - Wassergefahren auf, am und im Wasser... #
| 13 Beiträge | ||
| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 887967 | ||
| Datum | 05.06.2024 09:45 MSG-Nr: [ 887967 ] | 1227 x gelesen | ||
Geschrieben von Thomas T. Leider werden die Gefahren bei derartigen Lagen oft unterschätzt oder die eigenen Fähigkeiten (inkl. Technik) Zustimmung meinerseits. Gerade für die Einheiten, die bei derartigen Lagen immer als erste vor Ort sind - und das sind halt flächendeckend die Feuerwehren - wären weitere Ausbildungsinhalte und eine entsprechende Sensibilisierung für die Gefahren notwendig. Gemeinsame Grundlagen wären eine tolle Sache, der Kontakt mit nennenswerten Wasserständen geht ja beim Kellerpumpen schon los. Die Feuerwehrschulen halten sich hier, vorsichtig ausgedrückt, eher zurück. Die Feuerwehren, die Strömungsretter Wenn die Wasserwacht etwas über feuer wissen will fragt sie ja auch die Experten. Ich sehe bei der Feuerwehr drei Gefährdungsfälle: Fall 1: Arbeiten am oder im Gewässer in dem die Helfenden immer sicherer Stand haben (Ufer oder Grund). Diesen Fall sollte jede Feuerwehr beherrschen, mit Wathosen und ausreichend Schwimmwesten/Leinensicherung ist die Gefahr beherrschbar. Theoretische Einweisung reicht um die Gefährdung zu beherrschen. Fall 2: Arbeit mit Booten ohne Helfende im Wasser. Dieser Fall benötigt zusätzliches Material und eine erweiterte Ausbildung. Jährliche Praxisübungen sind nötig um das Boot und weiteres Material (z.B. Ölsperren) auch bei schlechter Sicht/Witterung sicher zu beherrschen. Der Ausbildungsaufwand ist für Feuerwehren im Rahmen des jährlichen Übungsdienstes beherrschbar. Anmerkung: Für viele Rettungstechniken muss kein Helfer ins Wasser, man ist ohne Wasserretter nicht hilflos. Fall 3: Geplanter schwimmender/tauchender Einsatz von Helfenden Dieser Fall benötigt eine umfassende Ausbildung und Erfahrung aller Beteiligten. Mehrfache jährliche Übungen unter wechselnden Bedingungen sind hier Pflicht. Es geht los mit der richtigen Gefährdungseinschätzung/Rettungstaktik durch die Führungskraft. Interessant für die Führungskräfte wird es beim Zusammenspiel mehrerer Fachbereiche, z.B. Taucher in Fließgewässern mit Bootseinsatz. Der Helfer muss über fortgeschrittene Schwimmfertigkeiten verfügen und regelmäßig in verschidenen Bedingungen (Nacht, Welle, Strömung...) üben. Es stellt sich mir hier die Frage ob die Feuerwehr diese Disziplin wirklich mit der erforderlichen Sicherheit und Handlungskompetenz ausführen kann. In meinen Augen liefern Wasserwacht und DLRG in der Wasserrettung ein sehr hohes fachliches Niveau. Gleichzeitig hat die Feuerwehr mit Brandbekämpfung/THL-Land/CBRN ein sehr breites und anspruchsvolles Handlungsfeld, welches sie ja per gesetzlichem Auftrag mit hoher Handlungskompetenz beherrschen soll. Weiterhin gehen Feuerwehreinsätze am Gewässer weit über die Menschenrettung hinaus. Bei der Brandbekämpfung auf Wasserfahrzeugen spielt die Feuerwehr ja wieder eine wichtige Rolle. Ähnlich der Unterscheidung in "Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen" durch entsprechend ausgebildete Feuerwehren und "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" durch Facheinheiten könnte man auch die Wasserrettung betrachten. Fließwasserrettung/Tauchen ist dann ähnlich der Höhenrettung (SRHT) Aufgabe von Spezialisten, Bootseinsätze auf stehenden Gewässern macht, ähnlich der Flaschenzugrettung (ERHT) eine entprechend geschulte Feuerwehr. Dabei folgt die SRHT (Fließwasserrettung) eigenen Standards, dafür gibt es keine allgemeine FwDV. Ich habe bei einigen Feuerwehren Ausbildung im Bereich der Wasserrettung begleitet. Zuerst kommt meist Ernüchterung auf, weil man in der Wasserrettung Ausbildung nicht mit teurem Material kompensieren kann. Beispiel Raft: Kann man kaufen, jeder Insasse braucht dann aber die passende PSA und Ausbildung falls das Ding kentert. Wenn man ihnen dann aber zeigt was man z.B. mit einem Mehrzweckboot alles machen kann, selbst ohne Personen im Wasser, wird die Stimmung wieder besser. Die teuren Helly-Hansen-Überlebensanzüge wurden in unserem Bereich gerne von Feuerwehren gekauft, nur wie oft wurde wirklich damit realistisch geübt? Bedeutet teuer hier auch wirklich einsatztauglich? Fazit: "FwDV X - Tätigkeiten der Feuerwehr an und auf Gewässern" sehr gerne. Dabei der Fokus aber die sichere Ausführung von Grundtätigkeiten. Viele Grüße Adrian | ||||
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