| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | Flusssäure bei Bränden von Elekrofahrzeuge? - war: Einsätze mit Elektrofahrzeugen | 46 Beiträge |
| Autor | Ulri8ch 8C., Pfarrkirchen / Bayern | 892632 |
| Datum | 16.02.2026 11:32 MSG-Nr: [ 892632 ] | 644 x gelesen |
| Infos: | 10.12.18 Rettungskarte StreetScooter WORK L 10.12.18 Rettungskarte StreetScooter WORK 17.11.18 WIKI: Flusssäure
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Persönliche Schutzausrüstung
Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes
Geschrieben von Sascha H.Laut Henning und Ulrich handelt es sich dabei um den selben Dreck wie bei Verbrennerfahrzeugen. Somit braucht es aus meiner Sicht, keine Veränderung der Taktik.
Jein...
Grundlagen sind gleich:
- Verkehrsabsicherung
- Absichern des Fahrzeugs gegen ungewollte Bewegungen
- Zugang schaffen usw. (wobei bei einer "rauchenden Batterie" die potentielle Gefährdung neben dem Fahrzeug für relativ plötzlich auftretende Stichflammen m.E. höher ist, wie die Zündung eines "Verbrenners"...
- Löschen des Fahrzeugs an sich (Batterie nicht betroffen)
Anders oder angepasst u.a.:
1. E-KFZ sollten nach den letzten Untersuchungen mit 2 Rohren angegriffen werden, schon um eines als Backup zu haben. Sonderlöschmittel zum Wasser bringen für die Batterie dagegen keinen signifikanten Vorteil, auf Sitzpolster o.ä. kann Netzwasser sinnvoll sein. Penetrationswerkzeuge sind mit Vorsicht zu genießen, außer man weiß genau was man tut und man kommt dafür auch entsprechend dran.
2. Die bereitgestellte Menge Löschwasser sollte höher sein, weil natürlich kann man eine Batterie mit ähnlich wenig Wasser löschen, wie einen Verbrenner, aber das klappt halt nur, wenn man weiß wie und man dafür auch dran kommt - und die Batterie auch "mitspielt"!
3. Wenn man das Auto im Behälter flutet (warum auch immer - und mit allem ab Transporter geht das sowieso nicht!), hat man dann einen Chemikaliencocktail, den muss man entsorgen.
4. Die Einsätze dauern im Schnitt deutlich länger! (Und man hat einen Teil, da fährt man halt mehrfach hin, das kann nach Stunden, Tagen oder Wochen sein - und keiner weiß, woran das liegt!...)
5. Der Atemschutzaufwand um das Fahrzeug ist größer sowie die Reinigungsempfehlungen für die PSA gelten demzufolge für mehr Leute! (Vgl. Untersuchungen aus den USA!)
6. Es ist dringend zu empfehlen, ein Übergabeprotokoll auszufüllen! (Vgl. vfdb und ELH!)
Mehr dazu - und eben immer noch meist mehrfach im Jahr aktualisiert:
http://einsatzleiterhandbuch.org/
oder demnächst wieder hier auf der Tagung:
https://www.hdt.de/braende-von-hochenergie-batterien-vorbeugen-erkennen-kontrollieren-loeschen-und-entsorgen-1021
oder umfassend zum Thema hier:
http://einsatzpraxis.org/buecher/alternative-fahrzeugantriebe/
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mit privaten und kommunikativen Grüßen
Cimolino
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| | 17.01.2016 22:18 |
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Chri7sti7an 7R., Geisenfeld Einsätze mit Elektrofahrzeugen  | |