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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Kleve: wegen fehlender Übung keine Einsätze :-() | 18 Beiträge | ||
| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 808865 | ||
| Datum | 14.06.2015 11:34 MSG-Nr: [ 808865 ] | 8870 x gelesen | ||
Geschrieben von Jürgen M. in Kleve wird sogar der Begriff "Mobbing" verwendet :-()Der wird aber heute so inflationär verwendet, dass das erstmal nichts heißen muss. Meine Kaffeemaschine hat mich eben auch gemobbt. Das Problem, was in Kleve akut zu sein scheint, kenne ich, natürlich in kleinerem Maßstab, auch hier aus den kleinen Ortswehren. Es gibt einen Teil der Mannschaft, der (wegen BF-Hauptjob, Engagement in der Arbeitsplatzwehr, Sonderfahrzeugschleife, Umzug aus größeren Städten/Wehren, simpler Tagesverfügbarkeit... insgesamt deutlich mehr Einsätze absolviert (hat), als der andere Teil. Die Übungsdienste aber müssen im Hinblick auf Erfahrung und Leistungsstand der gesamten Truppe konzipiert werden. Ein Aufteilen der Truppe ist wegen der Gesamtgröße o.ä. auch nicht unbedingt zweckmäßig, und kann auch schnell weitere Probleme verursachen. Und dann gibt es eben Übungen, die für manche langweilig sind, die denken sich dann gerne mal, wenn sie nicht angemessen gefordert werden bleiben sie eben demnächst ganz daheim. Und wenn sie dann daheim bleiben, werden irgendwelche standortspezifischen Kenntnisse oder Systeme eingeführt, wo die bisherige Einsatzerfahrung und das handwerkliche Können der "hochtrainierten" nichts nützen, der Rest der Truppe merkt das, und das Motzkarussell nimmt Fahrt auf. Und gerade bei diesen standortspezifischen Konzepten hat sich in den letzten Jahren schon einiges in der Feuerwehrwelt getan, z.B. SER, Atemschutznotfallkonzepte... Da muss man versuchen, mit beiden Seiten zu sprechen, das Verständnis für die unterschiedlichen Übungsanforderungen zu vermitteln, und ein Stück weit muss man auch mal "Augen zudrücken". Auch mal die Hochtrainierten für bestimmte Übungen explizit ein oder ausladen: "Hey, beim nächsten Dienst machen wir Basics und stellen den ganzen Abend nur drillmäßig Leitern auf, ist o.k. wenn du dann mal aussetzt." vs. "Hey, beim nächsten Dienst legen wir fest, welcher Trupp wann automatisch die Anleiterbereitschaft übernimmt und wollen das im Anschluss mal ernsthaft überprüfen, dann sollten alle dabei sein. Vielleicht kannst du da aus deiner Erfahrung bei der BF schon im Vorfeld was beisteuern?" Einfacher und belegbarer ist es natürlich, irgendwelche statistischen Übungsbeteiligungen zu nehmen, und unter der Anzahl X wird ohne Würdigung des Einzelfalls aussortiert. Die juristische Prüfung könnte dann allerdings zeigen, dass dieser vermeintlich rechtssicherere Weg auch Mist ist. "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | ||||
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